Suche löschen...
Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 15.03.1921
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Band
- 1921-03-15
- Erscheinungsdatum
- 15.03.1921
- Sprache
- Deutsch
- Sammlungen
- LDP: Zeitungen
- Zeitungen
- Saxonica
- Digitalisat
- SLUB Dresden
- PURL
- http://digital.slub-dresden.de/id39946221X-19210315
- URN
- urn:nbn:de:bsz:14-db-id39946221X-192103156
- OAI-Identifier
- oai:de:slub-dresden:db:id-39946221X-19210315
- Nutzungshinweis
- Freier Zugang - Rechte vorbehalten 1.0
- Lizenz-/Rechtehinweis
- Urheberrechtsschutz 1.0
Inhaltsverzeichnis
- ZeitungBörsenblatt für den deutschen Buchhandel
- Jahr1921
- Monat1921-03
- Tag1921-03-15
- Monat1921-03
- Jahr1921
- Links
-
Downloads
- PDF herunterladen
- Einzelseite als Bild herunterladen (JPG)
-
Volltext Seite (XML)
Redaktioneller Teil. M 62, IS. Mürz kS2k. des Buchhandels, den der einheitliche Verkaufspreis auszeichncl, wie ihn Autoren und Konsumenten leidenschaftlich zurückbe- gehren. Wenn ich gesagt habe, daß das Sortiment sein Auskommen haben muß, so ist hier nicht an eine Existenzversicherung für jeden Bücherveckäufer gedacht, sondern nur an den Versuch, einen gewissen Stamm von Sortimentern zu zuschlagsfreien Verkäufen zu befähigen. Eine Einigung sollte schon darum nicht von vornherein als unmöglich behandelt werden, weil sie im wissenschaftlichen Ver lag kurz vor dem Abschluß steht, obwohl auch hier die Verhält nisse eines jeden Geschäfts von dem anderen verschieden liege». Eine »gewerkschaftliche« Zwangsrcgelung liegt mir völlig fern. In der Vereinbarung eines Verlegers mit einem Sortimenter, rr gewähre ihm einen bestimmten Rabatt, sofern der Sorli- inenter auf einen Kleinhandelszuschlag verzichte, liegt keine Zwangsregelung, sondern ein vollständig freies Abkommen, und eine freie Vereinbarung bleibt es auch, wenn sich einzelne Fir men zu Gruppen zusammenschließen und statt der Vereinbarung von Firma zu Firma diejenige von Gruppe zu Gruppe wühlen. Die wissenschaftliche Gruppe wird jedenfalls in ihrem Abkommen keine »gewerkschaftliche Zwangsregelung» erblicken! Es hieße das Prinzip der freien Wirtschaft überspannen, wen» man schon in jedem Versuch, in einem größeren Kreise zu einer gemeinschaft lichen Regelung zu gelangen, eine ungesunde Zwangswirtschaft erblicken wollte. Von einer Regelung mittels Vereinsbeschlusses ist aber eine Regelung durch Abkommen von Gruppe zu Grrrppe himmelweit verschieden. Die Verhandlungen sollten nicht über das Existenzminimum des Sortiments geführt werden, sondern darüber, ob sich be stimmte Teile des Sortiments in ihrem eigenen Interesse bereit« finden, auf einen Kleinhandelszuschlag zu verzichten, wofern ihnen bestimmte Radattsätze zugesagt weiden. Verleger, denen diese Rabattsätze zu hoch erscheinen, können sich fernhaltcn. Von der Ausübung eines Zwanges kann also keine Rede sein, es sei denn eines moralischen Zwanges dahin, im Interesse eines einheitlichen und großen Zieles Sonderinieressen zurückzustellcn. Es handelt sich eben nicht darum, dem Sortiment ein Existenz- minimum zu garantieren, sondern ihm einen Rabatt einzu- räumen, bei dem es auf Zuschläge verzichten kann. Der Zahl von 20"/» für den Grundrabatt habe ich in den mündlichen Verhandlungen ausdrücklich im Sinne eines bloßen Beispiels Erwähnung getan, um mein« Ausfüh rungen durch eine willkürlich gewählte Ziffer zu erläutern, auf die Zahl selbst habe ich mich nicht festgelegt. Nach Herrn Voigtländers Darstellung lehnen es die Leip ziger Verleger ab, sich auf Verhandlungen einzulassen, die dem Sortiment nicht mehr sichern als ein bloßes Auskommen — als ob cs sich hierbei um eine unwürdige Zumutung an das Sorti ment handle! Wenn sie dem Sortiment allein die Bestimmung der Zu schläge überlassen, so ist der Leipziger Verlag insofern in einer bevorzugten Lage, als sich das Leipziger Sortiment mit den niedrigsten Aufschlägen begnügen kann. Die übrigen Verleger werden es aber ablehnen, die Normierung des Verkaufspreises den örtlichen Soriimentervereinigungen zu überlassen. Es bringt sie dies auf die Dauer in einen unlösbaren Konflikt mit ihren Autoren, wie ich gegenüber dem Sohne eines hervorragenden Kenners des Verlagsrechts wohl nicht näher auszuführen brauche. Sind die Ladenpreise in demselben Verhältnis gestiegen wie die Handlungsunkosten, so können die Verleger ihr Ab kommen kündigen, denn an eine lebenslängliche Bindung wird auch das Sortiment bei derartigen wirtschaftlichen Vereinbarun gen nicht denken. Gewiß regelt sich der Rabatt durch Angebot und Nachfrage ganz von selbst, aber doch eben nur, wenn es für das Sorti ment keinen andern Weg gibt, zu dem notwendigen Vrulto- verdienst zu gelangen. Gerade der jetzige Zustand unterbindet dieses begehrte freie Spiel der Kräfte, weil der mit unzurei chenden Rabatten arbeitende Sortimenter immer versucht ist, sich durch Anziehen der Zuschlagsschraub« schadlos zu halten. Sl8 Diese Zuschläge sind aber ein Danaergeschenk, denn abgesehen davon, daß sic das Publikum verärgern, läßt sich ihre Durch führung nicht erzwingen, da der Verleger zwar gern seinen Ladenpreis schützt, nicht aber die Kleinhandelszuschläge, deren Festsetzung er gerade nach dem Vorschläge des Herrn Voigt länder der »gewerkschaftlichen Regelung«, nämlich dem örtlichen Vereinsbeschluß überlassen muß. Oder ist Herr Voigtländer der Meinung, daß sich der Verleger auf die Dauer einem solchen Beschlüsse nicht zu fügen braucht? Dann würde das Sorti ment auf das »Geschenk«, wonach es seine Gewinnspanne selbst bemessen darf, sicherlich verzichten! Unterwirft sich aber der Verleger einem solchen Beschlüsse, so frage ich: was steht einer »gewerkschaftlichen Regelung« näher: ein freies Abkomme», das jeder beliebig eingehen kann, oder die Gehorsamspflicht einem solchen Vereinsbeschluß ge genüber? Vielleicht hat Herr Voiglländer darin recht, daß sich der orga nische Abbau der Zuschläge nach dem Preise der Bücher richten mutz. Der Zeitpunkt, wann der Preis der Bücher entsprechend den Spesen des Sortiments gestiegen sein wird, ist aber absolut un sicher; es kann sein, daß hier auf Jahre hinaus noch ein Mißverhält nis bestehen bleibl, und auf Jahre hinaus können wir außerhalb Leipzigs ansässigen Verleger mit der Lederherstellung des festen Ladenpreises nicht warten. Inwieweit freilich die Rückwirkung der gegenwärtigen außenpolitischen Lage auf unser Wirtschafts leben zurzeit alle praktische Arbeit im Sinne meiner Anregung unmöglich macht, läßt sich im Augenblick nicht übersehen, ^-l catonckas grascss darf jedenfalls diese für beide Teile des Buch handels lebenswichtige Frage unter keinen Umständen vertagt werden. Für die buchhändlerische Fachbibliothek. Ille für diese Rubrik bestimmten Einsendungen sind an die Redaktion i«S Börsenblattes, Leipzig. Buchhändlerdaus. Gerichtsweg 26, zu richten. Vorhergehende Liste 1921, Nr. 56. Bücher, Broschüren usw Ackermann's Kunstverlag, K. tV., Xlünchen AW. 18- Larerstr. 42: 8ilhouetten-Kunstblätter und -Postkarten, (ir. 8". 4 8. K1it 4 8. 8i1houe1ten. B a h n h o f s b u ch h a n d e l, T c r. 16. Jahrg., Nr. 4/5 vom 1. März 1921. Mit der Beilage »Ter Büchermarkt des Bahnhofsbuchhan dels* 2. Jahrg., Nr. 19/20 vom 1. März 1921. Leipzig-Reudnitz, 5konstantinstr. 8, Verlag des Vereins Deutscher Bahnhofsbuchhänd- ler. ZluS dem Inhalt: Bericht ltber die 2. außerordentliche Haupt versammlung des Vereins Deutscher Bahnhofsbuchhändler in Leip zig vom 14. Februar 1921. Bartels, Adolf: Die deutsche Dichtung der Gegenwart. Die Jüngsten. 1. bis 10. Tausend. 8". 248 S. Leipzig 1921, H. Haes- sel Verlag. Ladenpreis brosch. 18.—, geb. in Halbleinen 26.—. vrinkman's Alphabetische vijst van Loeken, vandksarten, en vorder in den voekhandel voorkomende ^rtikelen, die in ket jaar 1920 in het Koninkrijk der Niederlanden uitgegeven ok ker drukt rijn, benevens sanvullingen over voorakgaande jaren. Voorts een lijst der overgegane Konds-^rtikelen alsmede een ^vetenschappelijk Register. 75ste daargang. 8". VVI und 360 8. beiden, W. 8ijtho8's Vitg.-Mj. Kart. 6 uch, Vas Deutsche. >1onatssckrikt kür die Aeuersckeinungen deutscher Verleger. Kine kritisch gesichtete ^usrvakl neu er schienener Werke deutscher Literatur, deutscher Kunst und Wissenschaft. 1. dahrg., vekt 2 vom Kebruar 1921. Ilerausge geben von der Deutschen Oesellsckakt kür ^uslandsbuchhainiel, K. V., veiprig, Kreurstr. 3 b. ^us dem Inhalt: liabindranaib Tagore: ver Mensch und die Welt. — vr. Heinrich kle^er- Lenkezk: lisbindranath lagore. — ?rok. vr. Ourt Olaser: Vie Kunst des Ostens. — vrivatdorent vr. Kduard Krkes: Ostasien, vie Literatur des dahres 1920. vuch, Vas russische, (in russischer 8prsche). Ar. 2 von» Kebruar 1921. verlin 8W. 48, Wilhelmstr. 20, liussiscke üuck- lagstätigkeit. — 8cha8en und 8ckicksal der russischen Dichter. Oelebrten und 8cbrikt8te1ler in den dahien 1918—21. (Kort-
- Aktuelle Seite (TXT)
- METS Datei (XML)
- IIIF Manifest (JSON)
- Doppelseitenansicht
- Vorschaubilder