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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 02.04.1921
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- 1921-04-02
- Erscheinungsdatum
- 02.04.1921
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- Deutsch
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76, 2, April 1921. Redaküoneller Teil. ordentlich bescheiden geformt hat, mit leeren Händen abziehen ließen. <Zurus: Als ehemaliger Österreicher möchte ich den Herrn auch unterstützen!) Vorsitzender, Hosrat vr. A. Meiner (Leipzig): Wollen Sic also die Ermächtigung, die Herr Heller wünscht, Ihrem Borstand erteilen? (Zustimmung.) Dann bitte ich diejenigen, die das wollen, sich zu setzen. — Meine Herren, die Ermächtigung ist erteilt. Wir kommen nunmehr zum letzten Punkte der Tagesordnung: Antrag des Herrn Or. Otto Bielefeld (Freiburg i. Br.). Paul Nitschmanu (Berlin) (zur Geschäftsordnung): Ich muß Einspruch dagegen erheben, daß ein Punkt der Tages ordnung, der über eine Satzungsänderung handelt, in einem leeren Saale verhandelt wird. Ich erhebe außerdem Satzungs- bedcnken gegen diesen Antrag, und zwar aus folgendem Grunde. Frühestens die Ostermeßvcrsammlung 1921 hat sich nach den Satzungen des Börsenvereins zum ersten Male mit einem uns heute noch gar nicht bekannten Antrag auf Satzungsänderung zu befassen. Erst diese Harrptversammlung hat darüber zu befinden, ob überhaupt auf einen derartigen Antrag eingegangen werden soll. Es erscheint mir also müßig, ehe die Hariptversammlung sich dahin geäußert hat, sich mit dem vorliegenden Anträge zu befassen. (Rufe: Das ist zur Sache!) — Dann melde ich mich erneut zur Sache. Antragsteller Or. Otto Bielefeld (Freiburg i. B.) (zur Geschäftsordnung): Der Antrag würde voraussichtlich in wenigen Minuten erledigt fein. Vorsitzender, Hosrat Or. A. Meiner (Leipzig): Der Antrag zur Einsetzung eines Satzungsänderungsausschusse: hat schon auf der Tagesordnung Kantate 1918 gestanden. Damals ist der Ausschuß eingesetzt worden. 1919 ist beschlossen worden, ihn weiter bestehen zu lassen. 1920 ist ebenfalls beschlossen worden, ihn weiter bestehen zu lassen. Der Vorstand hat auch schon die notwendigen Vorarbeiten gemacht, allerdings erst in diesem Jahre. Er hat zwei Lesungen neuer Satzungen gehabt, und er wollte morgen — das geht nun nicht; das muß verschoben werden — die dritte Lesung vornehmen. Ich bemerke dabei, daß bei diesen neuen Satzungen bereits der Wunsch der Versammlung — oder eines Teiles der Ver sammlung — berücksichtigt worden ist, daß eine Majorisierung des Verlages in einer Hauptversammlung unmöglich gemacht werden soll, entsprechend auch der Erklärung, die ich im Namen des gesamten Vorstands in der Hauptversammlung des Deutschen Verlegeivereins am 6. Dezember in Weimar abgegeben habe. Der Ausschuß soll sobald als möglich mit dem dritten Entwurf beschäftigt werden, den der Vorstand in dieser Woche noch durchzuberaten hofft. Allerdings sind die Arbeiten, die dem Vorstand heute durch die Beratung zur Notstandsordnung und zur Valutaordnung zugefallen sind, so groß, daß ich kein Versprechen abgeben kann, wann der Ausschuß imstande ist, zu beraten. Ich hatte gehofft, es würde bestimmt noch im März sein; aber ob es jetzt physisch für die Varstandsmitglieder möglich ist, weiß ich nicht. In jedem Falle sind die Arbeiten nicht unter den Tisch gefallen, und Sie können auch hier das Vertrauen zu Ihrem Vorstand haben, daß er tut, was irgend in seinen Kräften steht. So hassen wir, daß, wenn der Ausschuß auch entsprechende Arbeit leistet — und daran zweifeln wir nicht —, der Hauptversammlung Kantate 1921 bereits Richtlinien wegen der neuen Satzungen vorgelegt werden können. Ob dann die Hauptversammlung dem Ausschuß nicht so schwere Ausgaben stellt, daß er diese Aufgaben bis zu der von Herrn Or. Bielefeld genannten Zeit — Oktober dieses Jahres — lösen kann, das ist mir zweifelhaft, und ich möchte auch nicht einen Ausschuß, von dem man noch gar nicht weiß, was für Ausgaben er von der Hauptversammlung übertragen bekommt, dahin binden, daß man ihm sagt: Du, Ausschuß, mußt bereits diese noch ganz unbekannten Ausgaben bis Oktober erledigt haben. Die neuen Satzungen des Berlegervereins enthalten ja die Bestimmung, daß das Abkommen mit dem Börsenverein dahin lautet, daß der Börsenverein seine Satzungen bis Ende 1922 abgeändert haben muß, und diese Frist wird in jedem Fall eingehalten werden. Daß aber die Frist schon im Oktober 1921 ablaufen soll, das scheint mir einmal zu früh zu sein, aber es scheint mir zum andern auch eine Bindung des Ausschusses zu sein, dessen Ausgaben wir noch gar nicht kennen, und deshalb wäre ich Herrn Or. Bielefeld dankhar, wenn er sich mit diesen Erklärungen von mir begnügen würde und seinen Antrag zurückzöge. Antragsteller Or. Otto Bieleseld (Freiburg i. B.>: Gerade die heutigen Verhandlungen haben gezeigt, daß der Börsen verein modernisiert werden muß; daß er mehr Macht bekommen muß und daß der Weg hierzu nur die paritätische Abstimmung ist, haben wir heute glänzend bewiesen gesehen. Aber der Zweck meines Antrags ist ersüllt. Die Herren vom Vorstand haben uns eine loyale Erklärung abgegeben, die sie bindet, innerhalb der Grenzen der Möglichkeit dieses Verfahren zu beschleunigen, und zwar im Interesse des Börsenvereins selbst, und der Vorstand hat zweifellos erkannt, wie wichtig es ist, das zu tun, damit er möglichst rasch gekrästigt wird. Ich danke dem Vorstand und ziehe meinen Antrag zurück. (Bravo I) Vorsitzender, Hofrat Or. A. Meiner (Leipzig): Meine Herren, damit wären wir am Ende unserer Tagung. Ich mache daraus aufmerksam, daß nach § 18 der Satzungen das Protokoll vom Protokollsührer, vom Vorstand und mindestens fünf Mitgliedern durch Unterschriften zu vollziehen ist. Ich glaube, das Protokoll wird heute abend nicht mehr fertig; wir werden deshalb diese satzungsgemäße Pflicht morgen nachholen, und ich hoffe, Sie sind damit einverstanden. (Zustimmung.) Bernh. Hartmann (Elberfeld): Meine Herren, noch einige wenige Augenblicke! Wir stehen am Ende einer Hauptversammlung, wie ich sie wenigstens — ich bin seit 60 Jahren Mitglied des Börsen- vereins — noch nie erlebt habe. Nicht nur daß die Mitglieder eine ungeheure Arbeitsleistung vollbracht haben; der Vorstand und vor allem unser Vorsitzender, Herr Hosrat 1)r. Meiner, hat geradezu eine Riesenleistung hinter sich. Was diese sechs Herren geleistet haben, das ist hoch anzuerkennen. Dies muß ich hier einwandfrei feststellen. Als Vorsitzender des Wahlausschusses habe ich schon am Freitag morgen mit dem Vorstand verhandelt, da waren die Gemüter sehr bedrückt, man sprach von Amtsnieder legung des gesamten Vorstands, — daß mir das Herz schwer wurde; denn der Wahlausschuß wäre dann berufen gewesen, Ihnen sechs neue Männer zu präsentieren, und wie ich gestern mit meinen Kollegen vom Wahlausschuß überlegte: Wo kriegen wir die Männer her? da ist uns erst klar geworden, welche Eigenschaften die Männer haben müssen, die wir in den Vorstand des Börscn- vereins wählen, — welche Charaktereigenschaften, welche großen Erfahrungen und welche Fähigkeiten! Meine Herren, es ist den Vorstandsmitgliedern ja heute vorgeworfcn worden, sie hätten eine Schaukelpolitik getrieben. Wenn irgendein Wort falsch war, so war es dieses; denn die Politik, die heute vom Vorstand getrieben worden ist, hat uns durch Nacht zum Licht geführt. Es ist noch niemals über einen Gegenstand, der noch während der Verhandlungen dunkel und verworren schien, schließlich mit einer so überwältigenden Mehrheit ein Beschluß gefaßt worden. Das verdanken wir der klugen Politik unseres Vorstandes und in erster Linie des Herrn Vorsitzenden. Ich muß sagen: cs ist nicht nur der Börsenverein heute gerettet, es ist auch dem deutschen Buch handel ein großer Dienst erwiesen worden. Meine Herren, ich will nicht weiter reden. Ich fordere Sie nur auf: Stimmen Sie mit mir ein in die Worte: Der Börsenverein und sein Vorstand Hurra! — Hurra! — Hurra! (Die Versammelten stimmen freudig in die Hurrarufe ein.) 4S7
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