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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 02.04.1921
- Strukturtyp
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- 1921-04-02
- Erscheinungsdatum
- 02.04.1921
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- Deutsch
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Redaktioneller Teil. .X- 76, 2. April 192!. wir jetzt wieder ansangen, an diesem Ergebnis hcrumzumodeln, dann würden wir die ganze Woche nicht sertig werden. Ich möchte also Vorschlägen, daß wir auf eine Erörterung nicht mehr eingehen (Zustimmung), sondern daß der Antragsteller das Schlußwort erhält, und daß dann ohne Diskussion abgestimmt wird. lZustimmung.) Ich möchte noch eines hinzusügcn, was der Herr Erste Vorsteher nicht gesagt hat, woraus hinzuweijen ich aber für wichtig halte. Wir finden in diesem Vorschläge einen Ausweg, der es dem Börscnvereinsvorstand ermöglicht, die Geschäfte weiter zu führen, was nicht möglich wäre, wenn nicht irgendein gangbarer Weg durch unsere Verhandlungen gesunden würde. Die Herren werden sich also bei der Abstimmung darüber klar sein, daß sie mit der Ablehnung dieses Antrages den Vorstand des Börsen Vereins zwingen, zurückzutreten; daß sie also die Verantwortung für diesen Schritt mit ihrer Abstimmung übernehmen. (Bravo! und Händeklatschen.) .Vorsitzender, Hosrat Qr. A. Meiner (Leipzig): Bon Herrn Hofrat Or. Ehlermanu ist der Antrag gestellt worden,, nur noch dem Antragsteller das Schlußwort zu erteilen und sonst keine Diskussion zuzulassen. Paul Nitschmann (Berlin) (zur Geschäftsordnung): Wir müssen doch zum mindesten sagen, was mit unserem Anträge geschehen soll, und wie sich unsere Anhänger, die sich zu unserem Anträge verpflichtet haben, verhalte» werden. Vorsitzender, Hofrat l)i. A. Meiner (Leipzig): Sie erhalten ja das Schlußwort. Paul Nitschmann (Berlin) (zur Geschäftsordnung): Ja, wenn Sie mich unter dem Antragsteller verstehen, so ist das. etwas anderes. Ich habe aber nicht die Ehre, diesen Antrag gestellt zu haben. Hans Speyer (Freiburg i. B> (zur Geschäftsordnung): In diesem vorgelcsenen Vorschläge sindc ich kein Wort darüber, wie es nun eigentlich bei denjenigen Verlegern zu handhaben ist, die bereits ein Zirkular verschickt haben, woraus auch schon Unter schriften an den Verlag zurückgegangcn sind. Wie wird in diesen Fällen verfahren? Bleibt da die Vereinbarung zwischen dgin Verleger und dem betreffenden Sortimenter, oder ist sic durch diesen Vorschlag ebenfalls aufgehoben? (Zuruf: Aufgehoben!) Vorsitzender, Hosrat Or. A. Meiner (Leipzig): Ich glaube, ich kann Herrn Speyer beruhigen. Tie Abmachungen bleiben materiell bestehen, und bezüglich des Rabattsatzes dürsten sie in den meisten Fällen wohl über diesen Rabattsatz hiuausgehen. Es heißt ja hier: Akademische Lehrbücher, die allgemein mit mindestens Rabatt geliefert werden, werden inzwischen von jedem Teuerungszuschlag und jeder Besorgungsgebühr frcibleibcn. (Zuruf: Und die anderen Bücher auch? Die Abmachungen, widersprechen dem doch!) Richard Quelle (Leipzig): Meine Herren, es ist hier ein Antrag von Herrn Hofrat I)r. Ehlermann gestellt worden Ich bitte, daß darüber abgestimmt wird. Vorsitzender, Hofrat Or. A. Meiner (Leipzig): Meine Herren, es wäre uns selbstverständlich sehr lieb, wenn ohne Diskussion verhandelt würde, und wenn nur dem Herrn Antragsteller das Schlußwort gegeben würde. Nun ist aber unklar, wer eigentlich der Herr Antragsteller ist. Der Antragsteller dieses Antrages ist ja Herr Stessen; der Antragsteller aber der ganzen Be Handlung der Rotstandsordnung ist Herr Nitschmann. Infolgedessen schlage ich vor, daß beide Herren das Schlußwort erhalten dürfen. (Sehr richtig!) Run aber wegen der Abstimmung ohne Diskussion! Wenn die Herren über das, was hier zur Abstimmung vorliegt, noch nicht klar sind, dann dürste es wohl notwendig sein, daß über das eine oder das andere noch Anfragen gestellt worden, und deshalb glaube ich, daß es nicht möglich ist, ohne Diskussion zur Sache gleich zum Beschlüsse zu kommen. (Sehr richtig!) Ich bitte aber, daß nur Anfragen nach der Richtung hin gestellt werden. !)r. Walter de Gruyter (Berlin): Meine Herren, der Antrag, der uns jetzt vorgelcgt wird, stellt in verschiedenen Dingen etwas, vollständig Neues dar. Es sind jetzt, uni die Sache einer größeren Zahl mundgerecht zu machen, neue Bestimmungen aus genommen, über die wir uns heute noch nicht ausgesprochen haben. Es ist zudem eine Strafbestimmung ausgenommen, die von so einschneidender Art ist, daß es ganz unmöglich ist, darüber ohne eingehende Erörterung hinwegzugehcn. Ich erwarte daher, daß die Diskussion darüber eröffnet wird, und zwar in ausgiebigster Weise. Ich möchte gleich hier erklären, daß ein größerer Teil von uns nicht in der Lage sein wird, dem Anträge zuzustimmcn und, wenn Sic ihn annehmen, ihn zu befolgen. Aus die Gefahr hin, der Strafkommission zu verfallen, (Sehr richtig!) Oskar Schmorl (Hannover) (zur Geschäftsordnung): Ich bitte Herrn Di. Ehlermann, seinen Antrag zurückzuziehcn, bis die beiden Antragsteller gesprochen haben, und ihn dann eventuell erneut einzubringen. Hosrat vr. Erich Ehlermann (Dresden) (zur Geschäftsordnung): Ich entspreche dem Anträge. Vorsitzender, Hofrat Or. A. Meiner (Leipzig): Herr Or. Ehlermann hat seinen Antrag zurückgezogen. (Zuruf zur Geschästsordnung: Ich bitte, zunächst festzustellen, welcher Antrag der weitergehende ist, und, wenn eine Diskussion eintreten soll, zunächst über den weitergehenden Antrag zu sprechen.) Vorsitzender, Hofrat Qr. A. Meiner (Leipzig): Es liegt ja nur ein Antrag vor! (Paul Nitschmann: Nein, cs liegen formell zwei Anträge vor!) Ich gebe zunächst Herrn Nitschmann das Wort. Paul Nitschmann (Berlin): Meine Herren Kollegen, insbesondere vom Sortiment! Wir haben in außerordentlich schweren Verhandlungen mit den Vertretern des Verlags uns bemüht, die Interessen, die wir pflichtgemäß zu vertreten haben, auch diesem Kreise gegenüber zu vertreten; aber, meine Herren, wir sind zu der Überzeugung gekommen, daß wir zwar eine wahr scheinlich sehr große Mehrheit dieses Hauses für den Antrag Nitschmann und Genossen finden könnten, wollen aber nicht, daß ein sehr großer Teil unserer Verlegerkollegen durch eine derartige Abstimmung majorisiert wird. (Sehr richtig! — Bravo!) Wir sind der Ansicht, daß ein dauernder Friede im deutschen Buchhandel auf diese Weise nicht zustande kommen kann. Wir würden alle mit einem Gefühl äußerster Unbefriedigung diesen Saal verlassen, wenn wir nicht einen Weg finden, auf dem wir bei gutem Willen uns zusammenfinden können. Meine Herren, der Kompromiß, den Ihnen der Herr Vorsitzende soeben vorgclesen hat, ist das Produkt äußerst schwieri ger, erregter, teilweise dramatischer Beratungen gewesen. Es sind aus beiden Seiten ganz ungeheuerliche Widerstände zu über winden gewesen; aber wir haben versucht, diese Widerstände zu überwinden, und ich kann der Mehrzahl der Kollegen vom Ver lag Dank aussprechen, die auch ihre Ansichten, ihre Wünsche und ihren Willen zurückgcstellt haben, um zu einer Lösung der Schwie rigkeiten zu gelangen. (Bravo!) Ich mache darauf aufmerksam, daß die Ordnung, wie sie jetzt beschlossen werden soll, lediglich bis zur Ostermefse 192l, also etwa neun Wochen, gelten soll. Sie soll ganz allein dem Sortiment und dem Verlag die Möglichkeit bieten, in direkten Ver handlungen die Basis zu finden, aus der beide in Zukunft arbeiten können, und zwär in erster Linie und vorläufig fast einzig dem wissenschaftlichen Verlag und dem wissenschaftlichen Sortiment. Sie haben bereits aus dem Munde des Vorsitzenden gehört, daß der Hauptanstoß der Oktober-Verordnung, der Anstoß, der es uns seinerzeit unmöglich gemacht hat, diese Ordnung im Sorti ment anzunehmen und ihr Folge zu leisten, hcrausgenommen ist, nämlich der Punkt, daß der Verleger nicht gehalten sein soll, zu denselben Bedingungen zu liefern wie das Sortiment. Dieses zweierlei Recht ist, wenn auch nur für eine kurze Übergangszeit,.
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