Wagners Keller Roman von Ernst Freiherrn von Ehst. Professor Karl Pagenstecher widmet dem Roman im „Rheinischen Kurier" einen größeren Aufsatz, der so schließt: „Aber nach solchen problematischeren Stellen folgen Momente, wie sie nur den Besten gelingen, auch der Stil wird dann wieder so einfach und ausdrucksvoll be zeichnend, daß der Leser den reinsten Genuß empfindet. Es giebt allerliebste kleine Genrebilder aus der Zeitgeschichte, stimmungsvolle Landschastsskizzen, lebendige, un mittelbar geschaute Kriegsszenen. Bei einzelnem, so dem Tode des braven, riesen haften Artilleriemajors v. Keulenstern, denkt man wohl an Gottfried Keller oder Fontane. Überall ist der menschliche und seelische Gehalt so stark, daß die künstle rischen Mängel der Darstellung daneben verschwinden, und auch dies behagliche Sichgehenlassen des Erzählers geht in lebendige, konzentrierte Gegenständlichkeit über, als die Katastrophe im Leben des Leiden eintritt, die seiner militärischen Laufbahn ein jähes Ende bereitet. Es ist ein besonders mahnendes Beispiel für den äußeren Formalismus der militärischen Duelltradition, das der Verfasser hier ohne tendenziöse Anklage, wohl im Anschlüsse an eigenes Erleben zeichnet, prägnanter und bezeichnen der als viele rhetorische Reformbroschüren. Einige prächtige Feldzugsbilder aus dem französischen Kriege, in dem der Leld sich seine Soldatenehre wiedererkämpft, schließen das Werk, das niemand ohne inneren Gewinn und Anregung aus der Land legen wird". Es sind mir in diesen Tagen viel schöne Briefe zugegangen von solchen, die das Buch gelesen haben. Besonders erfreut war ich durch die freundlichen ermunternden Worte einer Reihe unserer Berufsgenossen. Ich werde das ein oder andere aus diesen Briefen demnächst hier veröffentlichen Einstweilen bitte ich um weitere gütige Verwendung und danke herzlichst für bereits bewiesene. Bezugsbedingungen: Broschiert M. 4.50 ord., M. 3.35 netto, M. 3.— bar Gebunden M. 5.50 ord., M. 3.65 bar Freiexemplare 13j12. Wiesbaden, 11. September 1907. Heinrich Staadt.