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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 24.01.1883
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Band
- 1883-01-24
- Erscheinungsdatum
- 24.01.1883
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- Deutsch
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340 Nichtamtlicher Theil. I? is, 34. Januar. guten Klang hat, wird so leicht mehr zu seinem Volke reden. Sie werden auf sich allein angewiesen sein, sowohl bei Erzeugung als auch bei Verbreitung geistiger Producte! Welcher verständige Ge schäftsmann hat je seine Agenten todtgeschlagen und geglaubt, ohne sic bessere Geschäfte zu machen! Finden Sie den Gewinnstantheil Ihrer Agenten zu hoch — nun so lassen Sie uns darüber reden; es dürfte Ihnen wenigstens klar dabei werden, was zu fordern ist und was nicht! Decretiren Sie jedoch nichts, was undurchführbar oder zu leisten unmöglich ist! Nehmen Sie den Rath eines Mannes, der seit 40 Jahren praktischer Geschäftsmann ist, der das Leihbibliothekswesen in Deutschland zuerst auf eine achtungswerthe Stufe erhoben hat, der gezeigt hat in seiner Broschüre: „Die Schäden in der literarischen Production Deutschlands", daß er ein warmes Herz hat für den Autor und dessen Interessen nach Kräften fordert. Berathen Sie nicht einseitig; ziehen Sie sowohl erfahrene Verleger als auch solche Leihbibliothekare zu Ihren Verhandlungen; nur so werden Sie etwas beschließen können, was segenbringend für Sie und auch zugleich durchführbar sein wird.... Wien, December 1882. Albert Last, Leiter des Literatur-Institutes E. Last. Systematische Uebersicht der literarischen Erzeugnisse des deutschen Buchhandels in den Jahren 1881 und 1882.*) Mitgetheilt von der I. C. Hinrichs'schen Buchh. in Leipzig. 1881 j 1882 1. Sammelwerke. Literaturwissenschaft. Biblio- graphie 411 365 2. Theologie 1472 1373 3. Jurisprudenz. Politik. Statistik. Verkehrs- Wesen 1469 1355 4. Heilwissenschaft. Thierheilkunde .... 817 847 5. Naturwissenschaft. Chemie. Pharmacie. . 924 799 6. Philosophie 148 158 Ta.Pädagogik. Deutsche Schulbücher. Gymnastik 1924 1990 7b.Jugendschriften 490 404 8. Altclassische und orientalische Sprachen. Alter- thumswissenschaft. Mythologie . . . 574 559 9. Neuere Sprachen. Altdeutsche Literatur . . 461 487 10. Geschichte. Biographien. Memoiren. Brief- Wechsel 779 783 11. Geographie. Reisen 352 370 12. Mathematik. Astronomie 186 190 13. Kriegswissenschaft. Pferdekunde .... 367 345 14. Handelswisseuschaft. Gewerbskunde . . . 626 675 15. Bau-, Maschinen- und Eisenbahnkunde. Berg- bau. Schiffahrt 463 365 16. Forst- und Jagdwissenschaft 99 99 17. Haus- und Landwirthschaft. Gartenbau . . 417 388 18. Schöne Literatur (Romane, Gedichte, Thea- ter re.) 1226 1260 19. Schöne Künste (Malerei, Musik re.). Steno- graphie 561 529 20. Volksschichten. Kalender 639 654 21. Freimaurerschriften 23 28 22. Vermischte Schriften 402 416 Karten 341 355 Summa 15,191 14,794 *) Tie Zusammenstellung der Erscheinungen 1880 u. 1881 siehe Bör senblatt 1882, Nr. 20. Miseellen. Am 18. ds. hielt der seit Jahresfrist begründete Verein DresdnerBuchhändlerim königl. Belvedsre auf der Brühl'schen Terrasse sein erstes Stiftungsfest in solennster Weise ab. Es waren außer den Vereinsmitgliedern sammt ihren Angehörigen noch zahlreiche Gäste, worunter auch Vertreter von Kunst und Wissenschaft, erschienen. Schon die originellen Tafelkarten, sowie besonders die künstlerisch prachtvoll ausgestattete, in zierlichen Versen abgefaßte Speisekarte erregten Anerkennung und Heiterkeit. Den ersten Toast brachte der Vorsitzende, Hr. G. A. Kaufmann auf Kaiser Wilhelm und König Albert, den zweiten, sich unmittelbar anschließenden Trinkspruch auf den Verein, sein ferneres Wachsen und Gedeihen aus. Hierauf toastete Hr. Jul. Bloem in schwung voller Rede auf die Gäste und Hr. v. Grumbkow auf die Damen. Namens der Gäste dankte Hr. Schriftsteller vr. Döhn, betonte in geistvollen Worten das nothwendige freundschaftliche Zusammen leben zwischen Autor und Verleger und wünschte dem jungen Verein eine kräftige Fortentwickelung. Die weiteren ernsten und launigen Trinksprüche galten dem deutschen Buchhandel sowohl, wie dem Vorstand und vor allem mit Recht den Festordnern. — Die Zwischenpausen wurden mit gesanglichen Leistungen von Herren und Damen aus der Gesellschaft, und besonders auch mit ver schiedenen ganz vorzüglichen humoristischen Vorträgen ausgefüllt. So brachte zunächst Hr. I. Bleyl nebst zwei anderen Herren die „Entführung aus dem Serail" in den entsprechenden Costümen pantomimisch zur Darstellung. Sodann trug Hr. Bloem, im Ge wände des griechischen Dichters, die Lyra in der Hand, eine Ver einschronik mit mächtiger Stentorstimme melodramatisch vor, zum Schluß auch des Jahrestages der Kaiserkrönung gedenkend und auf das Wohl Deutschlands einen silbernen Humpen leerend. Nach geraumer Zeit entstand an den Eingängen des Saales Tumult: ein polnischer Jude in Kaftan und Sammetkäppchen, mit dem Wander lager in den Händen, erzwingt sich den Einlaß und breitet auf dem Podium der Bühne seine Herrlichkeiten zum Verkauf aus. Unter diesen drolligen Gegenständen ernteten besonders „das Bett des Ganges", der „Kamm des Riesengebirges", „Leonorens Wagen, worin sie ums Morgenrots) fuhr" u. A. m., sowie nicht minder die höchst gelungene Vortragsweise des Hrn. Jaenicke ungetheilten Beifall. Nachdem schließlich noch ein originelles Drch-Tafellied, welches Hr. v. Grumbkow verfaßt, abgedreht, d. h. gesungen worden war, hatte die Tafel gegen 3 Uhr Morgens ihre Endschaft erreicht und man konnte sich noch einige Stunden dem Dienste Terp- sichore's weihen, worauf zum Schluß Hr. Bloem eine Mcister- leistung im Nachahmen verschiedener Thierstimmen gab unter Vor führung einiger ausgestopfter Bestien. — Endlich sei noch des von Hrn. v Grumbkow verfaßten „Fest-Börsenblattes" gedacht, welches (genau in Form und Ausstattung unseres Leipziger Börsen blattes) in trefflich humoristisch-satirischer Weise die sämmtlichen Vereinsmitglieder buchhändlerisch geißelt. Prrsonalnachrichten. Herrn I. Gutmann in Wien wurde vom Kaiser von Oester reich in Anerkennung seines verdienstvollen Wirkens aus dem Gebiete des Musikverlages der Titel eines k. k. Hof-Musikalien händlers verliehen. Am 15. ds. feiertedieHofbuchdruckereivonF.W.Gadow L Sohn in Hildburghausen, die sich seit dem 2. September 1878 im Besitz von Herrn Paul Maultzsch befindet, ihr 200jähriges Jubiläum.
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