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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 21.02.1883
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Band
- 1883-02-21
- Erscheinungsdatum
- 21.02.1883
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- Deutsch
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43, 21. Februar. Nichtamtlicher Theil, 805 Miscellen. Zur Statistik des deutschen Buchhandels und dessen verwandter Geschäftszweige. — Der treubewährte Führer durch unser tägliches Verkehrswesen, das Schulzische Adreß buch, hat sich für das Jahr 1883, gewiß zu allgemeiner freudigen Anerkennung, viel früher als seither eingestellt. Trotz dieser Be schleunigung aber zeugt seine äußere Erscheinung, mit dem Bildniß von Adolph Enslin geschmückt, von einer so musterhaften Sorgfalt und Gediegenheit in seiner Herstellung, daß man sich dadurch un willkürlich aufgefordert fühlt, seiner Führung aufs neue mit ge wohntem Vertrauen zu folgen und ihm gern wieder seinen alten Ehrenplatz in unserem Staatswesen einzuräumen. Dasselbe besteht gegenwärtig, nach einer dem Adreßbuch beigegebenen statistischen Uebersicht, insgesammt aus 6008 Firmen (gegen 5856 im Vor jahr). Davon beschäftigen sich 1358 nur mit dem Verlags-Buch handel, 213 nur mit dem Verlags-Kunsthandel, 145 nur mit dem Verlags-Musikalienhandel, 107 nur mit dem Sortiments-Kunst handel, 178 nur mit dem Sortiments-Musikalienhandel, 143 nur mit dem Antiquariatshandel, und 3709 (gegen 3599 im I. 1882) mit dem Sortiments-Buch-, Antiquar-, Colportage-, Kunst-, Musi kalien-, Landkarten-, Papier- und Schreibmaterialienhandel; doch befinden sich unter den letzteren viele, die ebenfalls Verlag besitzen. — Bon den auswärtigen Handlungen lassen 1445 (1882: 1364) ihren Verlag in Leipzig ausliefern; nur noch 451 Sortiments handlungen nehmen Neuigkeiten unverlangt an, wogegen 3688 ihren Bedarf davon selbst wählen. — Das gesammte Commissions geschäft vertheilt sich unter 7 Hauptplätze mit 260 Commissionären, wovon zunächst auf die Metropole des Buchhandels, Leipzig 139 mit 5442 (1882:5317) Committenten, sodann auf Berlin 39 mit 289, Stuttgart 15 mit 458, Wien 35 mit 544, Prag 16 mit 108, Budapest I I mit 123 und auf Zürich 5 Commissionäre mit 98 Committenten entfallen. — An neuen Etablissements sind im letzten Jahre 353 (96 weniger als im Vorjahr) erstanden, wogegen die Zahl der erloschenen Firmen sich auf 181 beläuft. — Von den obengenannten 6008, inclusive 126 Filialen : 6134 Firmen, welche sich auf 1414 Städte vertheilen, kommen 4685 (in 1012 Städten) aus das Deutsche Reich, 9 auf Luxemburg, 667 (in 209 St.) auf Oesterreich, 673 (in 152 St.) auf die übrigen europäischen Staaten, 88 (in 29 St.) auf Amerika, 5 (in Alexandrien, Capetown, Kairo) auf Afrika, 4 (in Jedo, Smyrna, Soerabaya, Tiflis) auf Asien, und endlich 3 (in Adelaide, Melbourne, Tanunda) auf Australien. Zum Verkehr mit Leipzig. — Im Interesse aller Be theiligten möchte auf einen immer mehr überhand nehmenden Gebrauch aufmerksam gemacht werden, der darin besteht, daß von auswärtigen Sortimentsfirmen Post- resp. Bücherbestell karten direct an den Commissinär des betreffenden Verlegers, statt an den eigenen Vertreter in Leipzig adressirt werden, jedenfalls in der irrigen Meinung, daß dadurch eine Be schleunigung herbeigeführt werde. Wer die Einrichtungen im Leipziger Commissionswesen kennt, wird wissen, daß ein solches Verfahren nur störend ist und eher eine Verzögerung bewirkt, als das beabsichtigte Gegentheil. — Obwohl es sehr nahe liegt, daß doch wohl der eigene Vertreter am besten dazu berufen ist, eilige Aufträge bis zum Abgang der Sendung rechtzeitig zu erledigen, wird der fremde Commissionär mit einer Ordre be lästigt, die gewöhnlich zu einer Zeit eintrifft, in der er von den Angelegenheiten seiner eigenen Committenten vollständig in Anspruch genommen ist Infolge dessen ist er in vielen Fällen genöthigt, derartige Bestellungen bis zu einer geeigneteren Zeit zurückzulegen und später einen Extraboten, sofern ihm ein solcher zur Verfügung steht, mit dem Auslieferungs-Packet zu dem be treffenden Commissionär zu senden. Daß in derartigen Fällen (bei Baarauslieferungen gestaltet es sich noch schwieriger) Beischlüsse oft erst nach erfolgter Abfertigung der Sendung, für welche die selben bestimmt sind, in die Hände des Connnissionärs gelangen, ist leicht erklärlich und dürfte dieser Hinweis vielleicht genügen, um auswärtige Firmen zu veranlassen, Postbestellkarten stets an den eigenen Commissionär zu dirigiren. Leipzig. F. S. Alle für die Leipziger Ostermesse bestimmten Meß gelder und Zahlungslisten müssen so zeitig wie möglich, spätestens aber am 31. März in den Händen der Herren Com missionäre sein, wenn sie in der nöthigen Ordnung expedirt werden sollen. Der technische Gang des Meßgeschästs erfordert dies aufs dringendste. Gelangen die Listen erst in die Hände des Commis- sionärs, nachdem die Abrechnung auf der Börse bereits begonnen hat, so muß deren Erledigung während der Messe unterbleiben, da nach Beschluß der Generalversammlung vom 10. Mai 1868 die sogenannten nachträglichen Börsentage in Wegfall kommen und der Mittwoch vor Himmelfahrt — diesmal der 2. Mai — als der letzte zulässige Termin festgestellt worden ist, an welchem Buchh.- Zahlungen in Meßvaluta geleistet und angenommen werden können. (Schulz' Adreßbuch.) Zum Besten des in Steglitz erbauten Feierabend hauses für deutsche Lehrerinnen und Erzieherinnen wird am 3. März d I. im Berliner Rathhause ein Bazar er öffnet werden. Der Abtheilung für Bücher und Musikalien, an deren Spitze die Herren L. Simion und W. Challier stehen, wird eine besondere Aufmerksamkeit gewidmet und möchten wir an dieser Stelle noch besonders auf die Anzeige in der heutigen Nummer aufmerksam machen, in welcher sich diese Herren an den gesammten deutschen Buch-, Kunst- und Musikalienhandel wenden. Schön wäre es, wenn durch dessen allseitige Betheiligung eine oder einige Freistellen für im Dienste ergraute Veteraninnen des Lehrerstandes geschaffen werden könnten! Antiquarisches. — Die bedeutende Bibliothek von dem verstorbenen Professor vr. I. Marquardt in Gotha (dem be kannten Herausgeber und Mitarbeiter von Becker's „Handbuch der römischen Alterthümer") ist in den Besitz der Hrn. ListLFrancke hier übergegangen. Heue»' /Är Lr'bkroA-'ap/ire LrMok^e^or«s«E/ia/i!. üsr- ausAsxöbsn von Or. 3. Lstrbolät. äunuar 1883. Inb.: krol. Or. Lrieäriob 2öIInsr in Lsipri^. — Lin Inäsr librorunr probibitoruin. — 2ur Oostbs-, LgZkinß- unä sodillsr-Inttsratur. — 2u „Or. ^nton Rulsuä als 8obrikt- stsllsr". — 8obramm-I4sLäons,Iä unä ll?bninw in 8aebsn äas „Uonitour äos Outos". — Lin 8awineIdLnä in äsr !(. Liblio- tbslc in LamdorA. — Littsratur unä Lliseoilon. — ^11- Zsmsins Liblio^rapbis. — äo. Lsbruar 1883. Inb.: kro^ramw sinsr 8uxo 6rotiu8-öiblioSrs,pbis. Von I)r. 8.0. Roxßb- — 2u: „krol. Or. Lrieäriob 2öllnor in LsipriK". — 8sus8ts LsitrLßs rur Luugtlittsratur. — Littsratur unä Äisoellso. — XIlKsiusine Libliograpbiv.
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