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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 10.02.1921
- Strukturtyp
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- 1921-02-10
- Erscheinungsdatum
- 10.02.1921
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- Deutsch
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Börsenblatt f. d. Dtschn. BuchbandÄ. Redaktioneller Teil. 34, 10. Februar 1921. auch in der reinen Kunst äußert, als Buchgeschmack verdichten will. Das steht darin, daß man mittels eines Wattebausches, der mit Lylol gc- ist einer der wesentlichsten Gesichtspunkte für das Thema »Das schöne tränkt ist, die verklebten Blatter überfährt. Das Durchscheincn dauert Buch«, daß die Gestaltung eines Buches Ausdruck desjenigen Ge schmackes sein soll, der mit dem Stilgefühl der Zeit übcreinstimmt. Nur insofern kann Buchgestaltung eine wahrhaft produktive Tat sein, als sic nicht anachronistisch in alten Formen und Stilen herummanscht, son dern vor allem in der Form der Typen das der Zeit entsprechende Raumgefühl darstellt. Das zugleich elementarste und fundamentalste Formmittel der Buchgestaltung und der Typographie überhaupt ist die Type. Alle übrigen Formmittel sind gegenüber der Type sekundär. Mit der Type muß der Trucker das Satzbild so bauen, daß dieselbe Ge- schmacksbcstimmtheit, die die Struktur der Type erzeugt, auch durch das Ganze der Typenzusammensctzung hindurchwirkt. Mit schönen Typen früherer Zeiten das schöne Buch unserer Zeit schaffen zu wollen, ist ein Widerspruch in sich selbst und nichts als ein Zeichen äußerster Ge schmackswidrigkeit. Soweit aus dem Inhalt der fast einstündigen Ausführungen, denen das Publikum mit größtem Interesse folgte. Es schloß sich eine Füh rung durch die oberen Räume der Buchhandlung an, in denen die ge samten Druckerzeugnisse der Ernst Ludwig-Presse sowie der Kleukens- Prcsse ausgestellt waren. Gegen 9?4 Uhr fand der anregende Abend sein Ende. Ger icke. Krebs, Verein jüngerer Buchhändler zu Berlin. Von der »Mess- Vorsteherey« werden »ehrbare Männer, schöne Frawen, züchtige Jung- frawen mit Verlauf aufgefordert, milsammt dero Sippschaft, getreuen Nachbarn und so am Tage der Eulalia, das ist Samstag den zwölften Feber 1890 (12. II. 1921) zu der von der Zunft der Berlinischen Buch- handclsgesellen hergerichtetcn und zu haltenden Tantz-Muster- Messe hochselbster Person zu erscheinen. Tie Messe gehet vor sich auf dem großen Tantzboden der Bismarckischen Tabagie zu Kölln bei dem Spittclmarkte auf der Neuwen Grucngasse 28 mit gnädigster Permission des Nathes beider Fischerstädthe und unter erlauchtestem Protektorat Sr. Hoheit des Printzen Karneval. Sintemalen die geruhsamen Bürger um Mitternacht bey ihren Penaten seyn wollen, hebt die Messe allso- gleich nach Vespcrläutcn um die siebente Stunde an und soll viel Kurtz- wcyl dabey geboten seyn.« Vollmachten zum Besuche der Messe sind zu je fünfundfünfzig guten Nathsgroschen bei sämmtlichcn Vorstehern obenbcnamscter Zunft, bet dem Meßpolizcymeistcr Erich Schnhose, Berlin W. 10, Lützowufer 5 (Llltzow 4807), bei dem Mcßbüttel Max Prütz, Berlin W. 8, Mauerstraße 44, bei Vorstehern Wilhelm Schaefer, Berlin SW. 68, Zimmerstraße 36/41, Felbel, Charlot tenburg, Schlüterstraße 41, und am Meßabend zu beziehen und lauten auf den Namen. Die Leipziger Frühjahrsmesse 1921 findet in der Zeit vom 6. bis 12. März statt: sie ist gleichzeitig Allgemeine Mustermesse und Technische Messe (nebst Baumessc). Die dritte Mcßausstcllung des Vereins Deut scher Werkzeugmaschinenfabriken mit seinen angcschlossenen Verbünden dauert vom 1. bis 20. März. 2000. Nummer der Zeitung »Fürs Haus«. — Dieses Fachblatt für praktische Hausfrauen (Verlag von »Fürs Hans« in Berlin), das 1882 von Arthur und Clara von Studnitz ins Leben gerufen worden ist, hat am 30. Januar d. I. seine 2000. Nummer hcrausgebracht und kann da mit auf fast 40 Jahre seines Bestehens zurückblickcn. Eine spanische Wochcn-Ausgabe der »Münchener Neuesten Nach richten«. — Spanien hat im Weltkrieg trotz aller Lockungen und Drohungen der Entente die Neutralität gewahrt und ist deutschen Volks genossen stets mit Sympathie entgegengekommen. Da eine Verständi gung zwischen den Völkern der Sprachverschicdenhcit wegen schwer ist, so haben Verlag und Redaktion der Münchener Neuesten Nachrichten be schlossen, durch Ausgabe einer wöchentlich in spanischer Sprache er scheinenden illustrierten Zeitschrift die spanischen Völker fortlaufend über alle wirtschaftlichen und politischen Ereignisse in objektiver Weise zn unterrichten. Tic erste Nummer liegt im großen Format von 52X 39 cm vor, sie ist auf gutem Papier sauber gedruckt und mit zahlreichen Illustrationen versehen. Lcsbarmachen verklebter Blatter. — Professor Or. Georg Sticker in M ü n st e r i. W. gibt im »Zentralblatt für Bibliotheks wesen« folgendes bekannt: Die Antiquare verderben manche Bücher aus Neugierde, ob die Einbände ältere Geheimnisse verbergen. Sie trennen Deckblätter ab, lösen die Schichten der Buchdeckel voneinander, reißen Bücher von ihren Rücken. Der Arzt kennt schonendcre Mittel der Unter suchung. Ein einfaches Verfahren, den Inhalt verklebter Pergamente und Papierblättcr, aufgeleimter Drucke und Schriften sichtbar und les bar zu machen, habe ich auf der 86. Versammlung Deutscher Naturfor scher und Arzte zn Bad Nauheim der XV. Sektion mitgeteilt. Es be- 162 lange genug, um mit Muße etwaige Geheimnisse zu ergründen, kann ohne Nachteil wiederholt werden, da es Papier und Pergament nicht an greift, aber von Schmutz und Fett befreit. Statt des Lylols können weniger gut Benzin, Kiefernadelöl, Zitronenöl usw. verwendet werden. Um eine längere Durchsichtigkeit (zum Zweck des Photographierens) zu bewirken, wird am besten Ccdernöl, sonst eine Lösung von Canada- balsam in L'ylol oder ein dünner .Harzfirnis angewendet: diese Mittel müssen später mit Lylol ausgewaschen werden, sonst werden die Blät ter brüchig. Alle genannten Mittel haben nebenher die gute Wirkung, Schädigungen durch Wurmfraß, Insekten, Schimmelpilze vorzubcugcn. Vcrmögcnszuwachs durch Steigen ausländischer Valuta. — Nach einem Urteil des Rcichsfinanzhofes lommt es für die Frage eines Ver mögenszuwachses nicht darauf an, ob sich das Vermögen des Steuer pflichtigen in dem der Veranlagung zugrunde liegenden Zeitraum ver ändert hat, sondern nur darauf, ob sein Wert, eine Eigenschaft, ein anderer geworden ist. Deshalb ist es zunächst ohne Bedeutung, ob der Steuerpflichtige gewillt oder auch nur in der Lage ist, den Wert zu realisieren. Sodann ist es aber auch nicht angängig, das im Ausland befindliche Vermögen vom ausländischen Standpunkt zu betrachten. Wenn ein deutsches Gesetz den Wert als Grundlage für eine deutsche Steuer aufstellt, so kann darunter nur der Wert, wie er sich in deut scher gesetzlicher Währung darstellt, verstanden werden. Mithin be dingt das Steigen des Kurses der ausländischen Valuta in Deutsch land allerdings ein Wertvollerwerden der ausländischen Vermögen nach deutschein Mahstab und erfüllt somit den Tatbestand, von dem das Besitzstcuergcsetz die Steucrpflicht abhängig macht. Die ersten Institute der Universität Jerusalem sollen im Herbst des Jahres 1922 eröffnet werden. Es handelt sich zunächst um Forschungs institute für Physik, Chemie und Mikrobiologie, ferner um ein Insti tut für hebräische Sprachwissenschaft und um eine Abteilung für jüdische Wissenschaften in weiterem Sinne. Die weitere Errichtung von For schungsinstituten und der Ausbau zn Lehrinstituten soll in der Folge zeit nach und nach erfolgen. Die Eröffnung des Technikums in Haifa ist für -Herbst 1921 ins Auge gefaßt. Wertschätzung des deutschen Gelehrten im Auslände. Von der russisch-technischen Kommission geht der »Hochschulkorrcspondenz« fol gende Mitteilung zu: »Die russischen und die deutschen Gelehrten haben immer zusammcngearbeitet, und die Mehrzahl der russischen Gelehrten sind Schüler der deutschen. Die ersten Arbeiten eines russischen Ge lehrten werden gewöhnlich in Deutschland gemacht, und deshalb ist es begreiflich, daß ich, als sich die erste Möglichkeit ergab, die kulturellen Beziehungen zwischen beiden Ländern, die so lange voneinander ge trennt waren, zu erneuern, nach Deutschland gekommen bin, um die zer rissenen Beziehungen ans dem Gebiete der rein kulturellen Tätigkeit außerhalb jeder Politik wieder anzuknüpfen. Gelegentlich nahm ich auf mich auch die Erforschungen der Fragen der Zuziehung von technischen Kräften nach Rußland, und auch in diesem Falle natürlich außerhalb aller politischen Beziehungen. Diese Erforschung hat mich zn dem Schlüsse geführt, daß die Zuziehung der technischen Kräfte nach Rußland sehr gut möglich ist und voll und ganz den Lebcnsinteresscn beider Nationen cnt- svricht. Ich bin aber der Meinung, daß diese Zuziehung nicht durch Answandern erfolgen kann, sondern auf der Grundlage der persönlichen Einladung unter bestimmten Bedingungen. Die Hilfe der deutschen Ge lehrten und Techniker in dem Wiederaufbau der zerrütteten russischen Wirtschaft würde der erste Anlaß zur kulturellen Freundschaft zweier Nachbarstaaten und der erste Schritt zu ihrer Annäherung sein. Ich wiederhole noch einmal, daß alle diese Fragen lediglich eine kulturelle und technische Bedeutung haben und außerhalb jeder politischen Situa tion stehen. Professor N. Federowsky, Leiter des Bureaus für ausländische Wissenschaft und Technik bei der Handclsabteilung des obersten Volks- wirtschaftsratcs in Deutschland.« (Aus den »Münch. Neuesten Nachrichten«.) Wissenschaftlicher Verkehr mit den Entente-Staaten. Der letzten Sitzung der Sächsischen Akademie der Wissenschaften in Leipzig lagen verschiedene Gesuche der Ententestaatcn, darunter auch Frankreichs, um Wiederaufnahme des Schriftenaustauschcs vor, auch waren mehrere neue Anträge auf Eröffnung des Büchertauschver kehrs eingegangen. Beides ist wegen der sonst schwierigen Erwerbun gen der wertvolleren wissenschaftlichen Literatur des Auslandes als er freulich zu begrüßen. — Zum Vertreter der Akademie aus dem um Ostern in Wien abzuhaltenden Kartelltage der deutschen Akademien
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