3964 vvrlurdl»« f. d. Dtschn. v*chhlmh»l. S8I fertige Bücher. X» LS5, 24. November IS2V. Äec Gegen unö Lieder eine wun-erschöne Gabe.. so nennt Sie berufene Kritik öiefe Erscheinung, öessen stilvolle Ausstattung Prof. Ruöolf Koch übernahm. Geistliche Lprik vom Westobrunner Gebet bis zu öen Dichtungen unserer Tage wirö hier in eöler Schale geboten. Der Preis von M.5.- orö. (mit 35lo Rabatt u.13j12) bei 200 Seiten auf schweres, schneeweißes Papier in klarer Fraktur geöruckt, öarf wohl be- sonöers hervorgehoben werben. Das Such ist ein Schmuck jeöer Sibliothek. ^ofef Singer Verlag -r- Leipzig. 19 20 Die ersten glänzenden Urteile über den soeben erschienenen Roman Lorelyn von Adele Gerhard Geheftet Mark 42.— / Gebunden Mark 48.— Der Tag: Eine Prosadichtung, für welche das Wort Roma» zu massiv und alltäglich klingt. Als Vorbild feiert die Dichterin ihren Helden Lorelyn, den faustisch-grüblerischen Magier als LebenSmeister, Jugenderzieher, Vater eines neuen Geschlechts, „das Erschütterungen nicht fürchtet, nur die Schwäche". Der Himmel des Rheinlandes schimmert über der Erzählung. Wie ein Märchensirom fließt der alte Rheinflrom durch sie dahin - gleichsam ein Symbol des iebenSflroms. Das Rousseau-Gefühl der Dichterin lebt sich vor allem aus in den feinen Ekstasen der Naturschilderung, der Zauber und Stimmungen lyrischer Land- schaftsmalerei, verträumter magischer Mondscheinnächte. Eine expressionistische Kunst, die bewußt mehr Disionskraf» als Logik sein, mehr seelisch, gefühlS- und phantastevoll empfunden, als jntellektualistisch verstanden werden will. Julius Hart. Deutsche Allgemeine Zeitung: 'Die schriftstellerische Phy siognomie Adele Gerhards hat sich mit ihren drei letzte» Romanen stark verändert, ohne ihre Eigenart zu verlieren. Das neueste Werk, der Roman „Lorelyn", stellt nicht mehr einen Menschen gegen den Horizont der Zeit, sondern ein Schicksal gegen die Welt. Die ungestümen Kräfte, die in Lorelyns Leben wirken, die ihn nach einem unübersehbaren erotischen Triumphzug als einen Friedlosen anS der Gesellschaft treiben und schließlich in selige VernichtnngSsehnsncht Umschlagen, die Dämonie seines Wesens, die Größe seiner Natur erfüllen die Welt, die sich uns in Bildern mit stark ausgeprägten Motiven auftut. Es ist der Dichterin ge lungen, fast durchweg die Realität zurückzudrängen, ohne ihre Macht zu verringern. Hugo Bieber. Das „Berliner Tageblatt", die „Vosfische" und die „Tägliche Rundschau" bringen in diesen Tagen eingehende Besprechungen aus der Feder erster Kritiker. Zn dem Schaffen von Adele Gerhard bedeutet der „Lorelyn" eine neue Siufe der Entwick lung. die reifste und schönste Dichtung, Oer hohe künstlerische und literarische Wert wird dem Roman zur weitesten Verbreitung verhelfen. Zettel '— 4o"/„ und ii/io Ex. — anbei Fr. Wilh. Grunow in Leipzig