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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 24.11.1920
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Band
- 1920-11-24
- Erscheinungsdatum
- 24.11.1920
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- Deutsch
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- Saxonica
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com auch seine wertvolle Kupferstichsammlung durch Gutekunsl ver steigern lassen, eine Auktion, die nicht das Resultat erzielt hatte, das in günstigeren Zeiten zu erreichen gewesen wäre, wie mir Kaiser selbst nachträglich erzählte. Ich erwähne dieses nur, weil vr, Freund auch nach dieser Richtung hin sammelnd und forschend sich betätigt hatte, (Set,tust folgt,) Olese, l)l. bist?: Usxcdisode Normen kür 6runä- Di-, k'ritr Oiess, weiter des ?iovio2lsUiisMut8 kür prak tische ?sxedo1v§ie ru Halle a. 8.) kaa^onsalra 1920, Verlag von VVenüt L lOau^vell. l^aclenpreis: ^ 5.—. Diese Arbeitcnreihe behandelt streng wissenschaftlich das Gesamt gebiet der Psychologie, imter besonderer Berücksichtigung der Kollektiv-, Nassen-, Völker-, Kultur- und Gesellschafts-Psychologie, sowie neu zeitlicher Anwendungen der Psychotechnik in Pädagogik, Wirtschafts leben, Medizin und Technik. Wenn man in Betracht zieht, wie sehr es bei dem Aufbau unseres gesamten Wirtschaftslebens darauf ankommt, in den einzelnen Berufen jeweils besonders geeignete Kräfte zu be schäftigen, bei denen also nicht allein eine gewisse Neigung (oft von allerlei Zufälligkeiten oder vorübergehenden Interessen geweckt) zum Berufe, sondern körperliche Eignung und alle geistigen Voraussetzun gen vorhanden sind, so wird man einer- möglichst sorgsamen Auslese der die Schule Verlassenden und i» die Berufe Eintretenden das Wort reden müssen. Eine Berufsberatung, die nun lediglich die körperliche Verfassung und das Interesse für gewisse Beschäftigungsgebiete in Rücksicht zieht, wird schwerlich jenen Erfolg zeitigen können, der so wohl im Interesse des Einzelnen als auch des Gewerbes liegt. Es bedarf vielmehr sorgfältigster Registrierung aller seelischen und kör perlichen Entwicklungsstadien, und zwar bereits während der letzten Schuljahre, wenn die Berufsberatung von Nutzen sein soll. Berufs beratung, Berufseignung, Talent- und Londerbegabungsfeststellung, Hochbegadleiiauslese, F-achpsychologie, Wirtschaftspsychologie u. a. sind Probleme von höchster Bedeutung, besonders in einem Staate, der auf ein Zusammenfassen aller Kräfte bedacht sein mns;. Bekanntlich rich ten sich viele junge Männer bei der Berufswahl nach dem Berufe des Vaters oder Bruders, oder sie wählen einen bestimmten Beruf im Hinblick auf die hohe Bezahlung. Zahlreiche gescheiterte Existenzen, in ihrem Berufe Unzufriedene oder nicht im richtigen Lebensrahmcn Wir kende sind keine seltene Erscheinung. Diesem Übel ließe sich steuern, wenn allenthalben tiefgründige Berufsberatung geübt würde und jene Differenzierung erfolgte, die unsere wirtschaftliche Selbsterhaltung ge radezu fordert. Die Psychologie (Scclenkunde) ist nun jenes Gebiet, das hier in höchstem Maße fördernd zu wirken vermag. Den rechten Weg weist uns vr. Giesc, der bedeutende und bekannte Psycholog, der im vorliegenden Werke eine tiefgründige Arbeit geleistet hat. Die Vorschläge, die er macht und die sich um die drei Grundbegriffe Nor» mierung — Grundschule — Berufsberatung drehen, sind in dem von ihm geleiteten Institut praktisch erprobt. Die ganze Art und Weise, wie er seine Aufgabe erledigt, ist so vielseitig und doch wieder so das Allgemeine normartig treffend, daß seine Vorschläge für alle erdenk lichen Vcrufszweige in Anwendung gebracht werden können. Der trefflichen Gedanken sind viele, ich möchte auf einige Hinweisen. So schlägt I)r. Giese vor, den zu Prüfenden nicht mit »negativem« Er gebnis heimschicken zu wollen, sondern jene Anlagen zu erkennen und bekanntzugcben, die Betreffenden für andere Berufe geeignet machen. Was er über die Mitwirkung der Lehrerschaft bei der psychologischen Differenzierung, über die Gewinnung eines psychologischen Profils, über den Begriff der Arbeit im Leben und in der Schule, über den psychologischen Eignnngsbogen, über die psychologische Festlegung der Schülerindiviöualität im Bcrnfsbogen mittcilt und entwickelt, ist für jeden Gebildeten von hohem Interesse. Leider stört etwas dcr Fremö- wörterreichtum (»Was man ärztlich-neurologisch gern in den Vorder grund stellt, das kinästhetisch-taktile Vermögen, löst sich psychotcchnisch auf in eine Diagnose der Hand als komplexes Sinnesorgan und eine Diagnose der untern Extremitäten unter simultaner Beachtung der nach Wärme, Kälte, Tastsinn und Bcwcgungscmpfindlichkoit wie Schmerz differenzierten Teilfnnktionen«). Der Grundgedanke des Be rufsbogens muß, so fordert der Verfasser, in der Darlegung der Ent wicklungskurve seelischer Eigenart der betreffenden Persönlichkeit liegen und einen Überblick über die Besonderheit der Entwicklung, dem nach ein Spiegelbild des Ichs nach Anlagen und Begabungen darstellen. Den Buchdrucker interessiert besonders das Beispiel einer Anwendung des Berufsbogens »Vorsortiernng des Anwärtermatcrials im deut schen Bnchdruckgewerbe«. Es unterliegt keinem Zweifel, daß eine rationelle Auslese und entsprechende Unterrichtsverfahren eine crhcb- liche Verbesserung des beruflichen Nachwuchses erwirken würden. Was in dem Kapitel »Gewinnung von Normen durch Einheitsversuchc» über die Reizschwellen, die Grenzen des Aufmerksamkcits- oder Bewußt- sciusumfanges, ferner über das Biuet-Simonsystem gesagt ist, ist recht interessant. Der Verfasser hofft, daß es künftig möglich sein werde, mit Hilfe von Normen alle Lebensalter wie Berufe zu normen. Ge normt müsse vor allem der Durchschnitt, der Unausgeprägte, ja der Unterdurchschnitt, das Gros der Ungelernten, der Hilfskräfte, der »Nullen« im Dasein werden, da sich ja die Talente meist sehr bald als solche kennzeichneteu. Die Normierung, die für niemand etwas Be leidigendes in sich trägt, soll nicht durch Sätze und Meinungen, son dern durch Zahlen und Kurven, nicht durch Vermutungen und Schlüsse, sondern durch Belege und Unterlagen erbracht werden. Das Werk bringt schließlich einen Jdcalentwurf für einen Bcrnfsbogen, dessen Vielseitigkeit einer möglichen Ausgestaltmig geradezu verblüfft und zeigt, wie tief dieser auf seinem Gebiete so erfolgreiche Gelehrte alle Feinheiten der wissenschaftlichen Berufsberatung sich zu eigen gemacht hat. Eine interessante, vielseitige Schrift, die für Lehrer, Eltern, Arzte, Berufsberater, Sozialbeamte, Arbeitgeber und Arbeitnehmer, Leiter von Lehrwerkstätten und alle am sozialen Bau des Staates Beschäf tigten, nicht zuletzt aber für alle Fachpsychologen und Psychotcchnikcr von höchstem Werte ist. R. Engel - Hard t. Wöchentliche Übersicht über geschäftliche Veränderungen und Einrichtungen. Zusammengestellt von der Redaktion des Adreßbuchs des Deutschen Buchhandels, *— In das Adreßbuch neu aufgenommene Firma, — B. — Börsenblatt. H. — Handelsgerichtliche Eintragung smit Angabe des Erscheinungs tags der zur Bekanntmachung benutzten Zeitung). — Dir. — Direkte Mitteilung. 15,-20, November 1020, Vorhergehende Liste 1020, Nr, 260, 'A l t IN ä r k i schc s Dlirer-Haus, Stendal, Buch- II, Kunsth, Gegr, 1,/XI, 1020, Inh,: Arthur Mielitz, Leipziger Komm,: rv, Hofmeister, sDir.s Xtlautio llooü unck Xrt (Korporation, New Dort. Adresse jetzt: 47 Murray Street, sDir.s Ausland und Heimat Verlags-Aktiengesell schaft, Stuttgart, wurde im Adreßbuch gestrichen, sDir.s Bibliographisches Institut Aktiengesellschaft, Leipzig, Friedrich Dieck ist nicht mehr stellvertr, Vorstands mitglied, sDir.s Blirchl Nächst, Carl, Inh, Philipp Schütz, Worms, Stuttgarter Komm,: Südd, Groß-Buchh, sB, 250,s Burkart, Carl, Kupfcrdrch, Postscheckkonto jetzt: Essen 2057, sDir.s '»Dari» Deutscher Architektur- und Industrie- Verlag, B e r I i n - H a l en se e, Markgras-Albrcchtstr, 8, Gegr, Jan, 1410, Fernsprecher: instand 5768, Bankkonto: Deutsche Bank, Dep.-Kasse DU, Postscheckkonto 52140, Inh,: Louis Benjamin u, Rudolf Schulze, Leipziger Komm.: Volckmar, sDir.s Evangelischer Sch r i s t c n v c r e i n A, - G,, Karlsruhe (Baden), Schweizer Postscheckkonto: Basel V 4843, sDir.s Freytag, G,, K Berndt, G, m, b, H,, Wien, Leip ziger Komm, jetzt: Volckmar, sDir.s 'Gumbiuner Allgemeine Zeitung Abt, Sorti ments - Bu ch h,, Gumbinnen, Wilhelmstr, 18, Buchh., Zeitungsverl,, Buchdr, Fernsprecher 04, Bankkonto: Vorschuß verein, Postscheckkonto: Königsberg (Pr.) 2185, Inh,: B, Stadt- lich. Leipziger Komm.: rr, Schneider, sDir.s Haas K Grab Herr Verlag, Augsburg, Den Josef Schiederer ist Georg Döhler wurde Gesamtprokura erteilt sH 13./XI, 1020,s Hanseatische Buch- u. Zeitschriften-Gesellschaft »I, b, H., Bremen, Dem Alfred Neißmanu wurde Pro kura erteilt. sDir.s "Havlikck, Bolesl >av, Prag sPrahas II, Karlovo nam, 6. Buch- u, Musikh,, Antiq,, Verlag. Postscheckkonto 203 420, Leip ziger Komm,: v, Hartmann, sDir.s Heil, Gerhard, Offenbach (Main) u, Frankfurt (Main), hat den Verkehr über Leipzig aufgegebcn, sDir.s Hermes, W! l h., Berlin, erloschen. sDir.s , H« sp e ro s-V e r l a g Joseph Schwcyer, München, ver legte seinen Sitz nach Grünwald (Oberbayern), Kastanicnallce, Villa Schweyer. sDir.s 1409
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