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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 31.10.1853
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Band
- 1853-10-31
- Erscheinungsdatum
- 31.10.1853
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- Deutsch
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1752 136 Liegnitz beim dortigen Kreisgcricht die Untersuchung gegen mich ein und beantragte eine Geldbuße von 48 ev. 6 Wochen Gcfängniß, und eine Nachtragsgewcrbesteucr von 12 Ich wurde in Folge dessen dort zu einem Termin am 18. Nov. 1852 vorgela den, an welchem ich jedoch nicht selbst erschien, weil ich überhaupt die Untersuchung beim Kreisgericht zu Liegnitz nicht für zulässig hielt. Der Königl. Gerichtshof in L. erachtete auch diesen Einwand der Inkompetenz für begründet und schlug die Kosten nieder. Hierauf erfolgte nun eine neue Untersuchung gegen mich beim hiesigen Königl. Stadtgericht, das mir indeß am 29. Juni d. I. ein frcisprechcndcs Urtheil publicirte, wogegen jedoch die Polizei- Anwaltschaft Apcllation einlcgtc. Gestern, als am 24. October, hat aber auch der zweite Richter nach längerer Bern thung das Urtheil des ersten bestätigt und in seinen Gründen u. A. auscinandcrgcsctzl, daß, da mein Reisender erweislich nur im Aufträge anderer, dazu berechtigter Buchhändler, Subscribenten ge sammelt hätte, mich keine Strafe treffen könne ic. Ich habe mich demnach in meinem Recht befunden und die Erwerbung eines Gewerbscheins unter gu. Umständen nicht nöthig gehabt, auch weder eine Steuer-Eontravention, noch gar eine Steuer- Defraudation begangen, ebenso wenig eine Umgehung des Gesetzes im Allercntferntesten suchen wollen. Die Untersuchung hat zwar 2 Jahre gedauert, mir Zeit, Unbe haglichkeiten u. Geldkosten verursacht, so daß, wenn ich davon vorher die leiseste Ahnung gehabt hätte, ich nimmermehr die gu. Thätigkeit für mein Geschäft entwickelt haben würde. Möchte aber der Urlheils- spruch des Königl. Kammcrgcrichts, welcher erzielt wurde, wenigstens für meine Herren Eollegcn nicht ohne Nutzen sein, denen ich sehr gern mit näheren Auseinandersetzungen in der Sache zu Gebote stehe. Berlin, am 25- October 1853. Otto Janke. Die Uebersetzungs-Praxis ist mit einem neuen Fall bereichert. Von dem 1847 bei Buddeus in Düsseldorf erschienenen Romane von Mathilde Raven: „Eine Fa milie aus der ersten Gesellschaft", wurde 1850 bei Richard Bentlcy, New Burlington-Strcet in London, eine englische Uebersetzung her- ausgegcben; der Titel war verändert in: „IIis Uvo kroiliors or tlis painilx tliat lived in tlis liest soviel^", und der Name der deut schen Verfasserin wcggelassen. Dadurch blieb nun das Vorhandensein der englischen Uebersetzung dem Verleger, wie der Verfasserin unbekannt, bis ein Zufall kürzlich, nach drei Jahren also, die Uebersetzung entdecken half. Der Engländer entschuldigte sich nun damit, daß ein Versehen des Verlegers vorliege (b;- s mistske ok tlis kublislier tlio titio ps§e did not ccmtain lbo fgot, tlist tko boolc rvas a translalion), ec habe indeß in einer Anmerkung gesagt, dasBuch sei eincUcbecsctzung. Und diese Anmerkung enthält nun doch noch keine Sylbe von der deutschen Verfasserin Namen, nicht einmal steht darin, daß das Weck überhaupt aus dem Deutschen übersetzt ist. Aber der Herr Uebersetzer schreibt der Verfasserin: „tl>e vorlc translsted was verx sucoesskull in binAlanä", und verspricht, bei seiner Uebersetzung des zweiten Werkes de rse lbcn Au t o- r i n „W elt und Wahrhcit" (4 Bände. Düsseldorf, W. Kaulen), die demnächst erscheinen werde, den vollen Namen auf den Titel zu setzen. Letzterer Umstand hat die Verfasserin bewogen, von einer Geltendmachung ihres Autor-Rechtes abzusehen. Es fragt sich nun aber, würde die Verfasserin oder der Verleger ein Rechtsmittel in Händen gehabt haben, um im vorliegenden Falle etwas auszurichten? Die Uebersctzungen in fremde Sprachen gehören bei der deut- scken Literatur zu den Seltenheiten, und wo sie stattsinden, dürfen die deutschen Autoren und Verleger sich über den Erfolg freuen. Was nützt cs nun aber, daß ein deutsches Buch ohne den Namen des deutschen Autors in England oder Frankreich bekannt werde? Im vorliegenden Falle hat der englische Verleger den Roman sicher doppelt so gut ausgebcutct, als der deutsche, und letzterer konnte nicht einmal die ehrenvolle Anerkennung des Buches im Auslände für das Inland rückwirkend machen- Zur Vorsicht! Nicht oft und dringend genug kann zur Vorsicht der Auswahl der Emballage, den Kunden gegenüber, gemahnt werden. So kam uns kürzlich ein Blatt von Naumburg's Wahlzettel zur Hand, worin Bilder von Herrn T's. Kunstverlag in D. abgegeben worden waren, und sahen wir noch an der anhaftenden Adresse, daß dies Blatt von obiger Handlung stammte. Das Publicum hat so schon eine große Idee von dem angeblichen Verdienste im Buchhandel und wird durch solche Mißgriffe immer noch mehr in seinen Rabattanforderungcn bestärkt. H. Ehrenbezeigung. Dem Verfasser des (bei E^-A. v. d. Beeck in Neuwied erschie nenen) „Schlachten-Lexicons", Herrn Major A. Straehle, wurden belobende schriftliche Anerkennungen von Seiten: S. M. des Königs von Preußen, S. K. H. des Prinzen von Preußen, des Großhcrzogs von Sachsen-Weimar, des Herzogs von Gotha, des Prinz-Regenten von Baden, des Fürsten von Hohcn- zollern, sowie von mehreren preußischen Ministern und Generalen. Der Gcoßherzog von Oldenburg verehrte dem erwähnten Ver fasser eine „Brustnadel von bedeutendem Wcrthe." Neuigkeiten der ausländischen Literatur. (Mitgetheilt von Wfg. Gerhard.) Französische Literatur. ^LNII.1,8, oocrnoa, Das ilffsctions lodees (laus Is traitement des abces s^mpatkigues de Idsions osseuses. In-8. Paris, rue de l'/kncicnne- tlome'dre, 12. Lnror, L., Oe^ons nouvelles d'algebre eldmentaire, ä I'usage des aspirsnts au Iiaccalaureats et aux ecoles du gouvernement. In 8. Paris, 6ur'raudst ch douaust. 4 kr. ^««vxian des institntions de credit, ünancier, commercial et Industrie! de la kranco et des principales places de I'kurope. Par Nauss- manu, avec la collaboration de ^4. Laudouin. /4ppendice de I'^nnuaire du commerce et de I'industrie, publie par vidot freies. Idvr. 1 L 2. In-8. Paris, Drdot. d'H.sn, comrnssn, I.e Keuk de pigue. 6 vols. In-8. Paris, t?adot. 4L kr. 1.6 möme. LtNUon in-12. 4 vvls. 14 fr. I,x Lni-ciuon et le maria^e autrichien; par un öol^e. 2. Sdition, avec prökacs et Notes de I'auteur. In-12. Paris, Kedo>/en. Lovn.i.xiio, I^exons cliuigues sur les msladie» du coeur et des gros vaisseaux, prvkessess a I'köspital de la Okarite; rscueillies et re- digees par le docteur I. ktacle. In-8. Paris, rue de t'^ncienne- tlome'die, 12. Lovxno, 8., Oes I.ibertes garanties par Iss institutions de 1789 a 1830, dans leur rapport avec la Constitution de 1852. 1. I . In-8. Paris, Köret. 6 kr. 1.x Hatirünn, I<es caracteres de 'pkeopbraste, traduits du xrec. 8. Paris, Dldok/r^res. *1 ^ 10 6xixi.v«o8 des livres rares et precieux, manuscrits et imprimes, de la bibliotbegue de keu IVI. I. I. de pure, ancien libraire du roi st de la Libliotkegue royale, dont la vente aurs lieu le jeudi I-- de- cembre 1853. In-8. Paris, potier. 3 kr. Oxsrnx, 6. H., 4perou du corps imperial d'dtat-major kran^ais et de son ecole d'appllcation. In-8. Paris, KossanA-e. Li-xaxc, 6o»in on, Oescription kistorigue et ^rapbi<jue du I<ouvre et des "puileries; publide dans son Nusdo de sculpture, de 1826 a 1828, precedee d'une notice biograpbigue sur I'auteur, par >1. Likred Isiaur^. 6r.-8. ^vec 24 pl. Paris, lpeau'er. 15 kr.
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