Suche löschen...
Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 20.07.1917
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Band
- 1917-07-20
- Erscheinungsdatum
- 20.07.1917
- Sprache
- Deutsch
- Sammlungen
- Saxonica
- LDP: Zeitungen
- Zeitungen
- Digitalisat
- SLUB Dresden
- PURL
- http://digital.slub-dresden.de/id39946221X-19170720
- URN
- urn:nbn:de:bsz:14-db-id39946221X-191707204
- OAI-Identifier
- oai:de:slub-dresden:db:id-39946221X-19170720
- Nutzungshinweis
- Freier Zugang - Rechte vorbehalten 1.0
- Lizenz-/Rechtehinweis
- Urheberrechtsschutz 1.0
Inhaltsverzeichnis
- ZeitungBörsenblatt für den deutschen Buchhandel
- Jahr1917
- Monat1917-07
- Tag1917-07-20
- Monat1917-07
- Jahr1917
- Links
-
Downloads
- PDF herunterladen
- Einzelseite als Bild herunterladen (JPG)
-
Volltext Seite (XML)
167, 20, Juli 1017, Redaktioneller Teil, Für diese Klischees legi man am besten ei» besonderes Konto, das Klischce--Konto an, das bei der Anschaffung, bei der Übernahme in den Beirieb belastet wird. Finden mm derartige Gegenstände bei mehreren Auflagen von Büchern u, dgl, Verwendung, dann ist ein entsprechender Teil ihres Wertes zu den Herstellungskosten dieses Druckwerkes zu rechnen, also dem Vcrlags-Herstellungs- konto zu belasten, und der verbleibende Restbetrag wird als Ak- tivmn in das Inventar eingestellt. Angenommen, es sind für ein in unbestimmbaren Auslage» erscheinendes Werk, vielleicht ein Schulbuch, eine Jugcndschrift o, ä,, Zeichnungen, Bildstöcke, Klischees, Matern oder Platten angcfcrtigt, die einen Kostenauf wand von 300 ,/( nötig machten, dann kann man, wenn man zunächst vier Auflagen rechnet, der ersten Auflage etwa 100 ^/k belasten und den Rest von 200 als Bestand auf Klischee- und Plattenkonto a»f das neue Jahr übertragen bzw, für die künftigen Auflagen zurückstellen. Mau kann das tun, ratsam ist es aber, wenn es sich nicht um bedeutende, vielleicht in die Tausende ge bende Aufwendungen für solche Zwecke handelt, die Kosten für Klischees u, dgl. sofort bei der ersten Auflage vollständig zu ver buchen und die besondere Bewertung dieser Gegenstände zu un terlassen. Führt man aber aus diesem oder jenem Grunde doch ein Klischcekonto, dann fei darauf aufmerksam gemacht, daß von dem zu Buche stehenden Betrage ziemlich hohe Abschreibungen vorge- nommcn werden müssen, etwa 30—00 V»; denn einerseits nützen sich Klischees stark ab und haben nur geringe» Sachwert, und andererseits kann das Erscheinen neuer Auslagen durch irgend- welche Umstände doch in Frage gestellt werden. Trifft das nicht zu und erscheint ein solches Buch wirklich in mehreren Auflagen, dann schadet die vorzeitige Abschreibung durchaus nicht, der abge- schriebenc Betrag bildet dann eine stille Rücklage und kommt der neuen Auflage, dem neuen Geschäftsjahr zugute, Papier- und Schreib-Ware», Ansichtskarten, Formulare n, a. Mit der nötigen Vorsicht müssen bei der Inventur-Bewer tung alle übrigen Waren und Gegenstände behandelt werden, die in Buchhandlungen, namentlich in solchen kleiner und Mittel städte — und zwar mit vollem Recht — vertrieben und verkauft werden, teils um den Umsatz zu heben und damit auch das Ein kommen zu erhöhen, teils um der Nachfrage und der Bequem lichkeit der Kundschaft zu genügen. Hierzu sind zu rechnen: Papierwaren aller Art: Schreib- und Briefpapier, Briefkarten, Briefumschläge, Löschpapier, Schreibbedarfs-Gegenstände: Federn, Feder halter, Blei- und Buntstifte, Tinte, Lineale, Löscher, Radier gummi, Karten aller Art: Ansichts-, Künstler-, Fest- und Glück wunschkarten usw,, Formulare aller Art für Familien-, Staats- und Ge- mcindebcdarf, Klagesachcn, ferner: Bilderrahmen-Ständer, Pappschachteln, Versandkartons, Packpapier, Der höchste Bcwertungspreis ist für diese Sachen der Ein kaufspreis, Da Papierwaren und verschiedene Arten von Karten zum Teil sehr der Mode unterliegen, Formulare durch neuere Ge setzesbestimmungen und Verordnungen leicht veralten, wird man die Vorräte, wenn sie schon länger am Lager sind, nur niedrig bewerten oder nur mit einem kleinen Pauschbetrag einstellen können, manche auch völlig unbewcrtet lassen. Gebrauchsgegcnstände und Rohstoffe. Von den für Unterhaltung und Betrieb des Geschäfts erfor derlichen Gebrauchsgegenständen kommen in Frage: 1. Heizungsstoffe : Kohlen, Briketts, Koks, Holz; 2. Beleuchtungskörper: Glühbirnen, Glühstrümpfe, Zylinder, Lampen, -Schirme, Petroleum u, dgl,; 3. Verpacku ngs st offc: Packpappe, Packpapier, Ein schlag- oder Einwickelpapier, Packstricke, Bindfaden, Kisten, Kisten bretter, Holzverschläge, Leim; 4. Reinigungsmittel: Futzbodenöl, Seife, Bürsten, Putzlappen, Besen; 5. Gebrauchsgegenstände für Schreibbedarf: Federn, Blei- und Buntstifte, Löschpapicr, Tinte, Klammern, Ra diergummi, Kohlenpapier, Farbbänder für Schreibmaschine u, a, m. Etwaige Bestände der hier genannten Stoffe und Sachen können zum Einkaufspreis ausgenommen werden, jedoch ist die Einstellung aller dieser Vorräte in die Vermögcnsausstellung nur dann zu empfehlen, wenn es sich um größere oder doch wenigstens einigermaßen nennenswerte Mengen handelt. Andern falls tut man gut, die Aufnahme zu unterlassen, wenn auch da durch das verflossene Geschäftsjahr mit einem gewissen Mehrbe trag belastet wird. Die hiernach nicht zur Inventarisierung kom menden Vorräte und die dafür aufgcwendctcn Beträge bilden dann eine stille Rücklage (Reserve) für das nächste Jahr, dem sie natürlich durch die Nichtbewertung und Nichtbelastung zugute kommen. Wenn man außerdem im folgenden Jahre wieder so verführt, findet ein Ausgleich von selbst statt. Die Einordnung dieser Vorräte in die Bilanz kann entweder unter dem betreffen den Konto, auf dem die fraglichen Posten verbucht sind, z, B, Unkostcnkonto, Heizungs- und Beleuchtungskonto, Verpackungs- spesenkonto, oder auch auf Übergangskonto, Konto zu übertragen der Posten, Jnterimskonto erfolgen, Druckpapier-Vorräte, Es ist im Verlagsbuchhandel üblich, das zur Herausgabe von Büchern erforderliche Papier selbst einzukaufcn. Man verbucht die Beträge der Papierrcchnungen, zumal wen» man für be stimmte Papiersorten Lager unterhält, im allgemeinen erst über Papierkonto, das für diese Posten belastet wird. Nach Fertig stellung des betreffenden Werkes wirb der Betrag dem Ver- lagsherstellungs-Konto belastet und dem Papier-Konto wieder gut geschrieben, Am Jnventurtage werden nun mehr oder weniger große Papiervorrät« vorhanden sein, die teils im eigenen Ge schäftshause, teils in der Druckerei, vielleicht auch noch bei dem Papicrlieferanten lagern. Die bei der Papierhandlung lagern den Papiervorräte dürfen natürlich nur dann ausgenommen wer den, wenn sie uns von dieser schon berechnet sind. Am Jnventur- tage zwar bestellte, aber noch nicht berechnete und noch nicht ver buchte Papierposten dürfen nicht mit aufgenommen werden. Die Papierbestände stellt man mit dem Einkaufspreis ein. Etwaige dafür bezahlte Fracht- und Anfuhrkosten können dem Ein kaufspreise und damit also auch dem Jnventurpreis zugerechnet werden. Wenn man nicht zu allen Verlagswerken ein und dasselbe Papier, sondern verschiedene Papiersortcn verwendet, dann wer den, da man für die Auflage eines Buches gewöhnlich etwas mehr Papier bestellt, als unbedingt nötig ist, einige hundert Bogen oder auch mehr übrig bleiben. Diese Neste läßt man am besten bei der Inventur ohne Bewertung, Sind es mehrere Reste, die zusammen eine immerhin nennenswerte Geldsumme ergeben, dann kann dafür nötigenfalls ein Pauschbetrag eingestellt werden, ein Betrag in der Höhe vielleicht, für den man sie etwa dem Drucker überlassen würde. Sind von einem in Vorbereitung befindlichen Werke am Jn venturtage erst einige Bogen gedruckt, so ist der Preis des zum Druck dieser Bogen verbrauchten Papiers dem Papier-Konto, so fern ein solches geführt wird, gutzuschreiben und dem Verlags- Herstellungs-Konto zu belasten. Kann man den Umfang des Wer kes und damit die Menge des dafür zu verwendenden Papiers genau berechnen, dann kann natürlich gleich der Gesamtpreis ver rechnet werden. Wenn ein Papierkonto nicht geführt wird, sind diese Buchungen selbstverständlich nicht vorzunehmcn. Die Jn- vcnturaufnahme der Papierbestände ist natürlich von der Führung eines Papierkontos unabhängig. Ausstehende Forderungen an die Kundschaft (Debitoren), Leistung erfordert Gegenleistung, aber nicht immer erhalten wir wie bei Bargeschäften sofort den Gegenwert für Lieferungen, die wir der Kundschaft machen. Manche Leistungen an die Kund schaft geschehen unsererseits unter der Vereinbarung späterer Be zahlung, Diese Lieferungen buchen wir auf Abrechnungsstellen (Konten), die wir jedem Kunden, der von uns Waren in Rech nung (ohne Barzahlung) empfing, im Kunden-Schuldner- oder Debitorenbuche eingerichtet haben. Alle diese osfcnstehenden, noch
- Aktuelle Seite (TXT)
- METS Datei (XML)
- IIIF Manifest (JSON)
- Doppelseitenansicht
- Vorschaubilder