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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 20.07.1917
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Band
- 1917-07-20
- Erscheinungsdatum
- 20.07.1917
- Sprache
- Deutsch
- Sammlungen
- Saxonica
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167, 20, Juli 1917, Redaktioneller Tnr, Börsenblatt f. d. Dtschn. Buchhandel. gering und die Gebührensiimme daher klein ist, dann dürfte uns kaum der Vorwurf der Bilanzverschleierung gemacht werden, wenn wir die Verbuchung dieser Gebühren für das alte Jahr nötigenfalls unterlassen und die Buchung, so wie es das Post scheckamt tut, erst im neuen Jahre vornehmen, — Für das Post scheckamt sollte im Inventar ebenfalls ein besonderer Posten ge bildet werden, Bankguthaben, Das Guthaben, welches wir am Ende des Geschäftsjahres bei einer-Bank haben, erscheint ebenfalls unter den Aktiven des In ventars, Es darf jedoch nicht der Saldo, wie er sich am Jnveu- turtage nach unserm Buche ergibt, eingestellt werden, sondern wir müssen erst noch den Kontoauszug der Bank abwarten, worin die Bank uns für Zinsen erkannt, andererseits für Provision und Auslagen belastet hat. Diese Posten müssen wir vor Abschluß des Bankkontos noch verbuchen, alsdann mutz der sich nach unserm Buche ergebende Saldo mit dem auf dem Bankkontonuszug er scheinenden Saldo übereinstimmen. Die Bank sendet den Auszug gewöhnlich erst einige Wochen nach dem Jnventurtage, trotzdem mutz von uns die Verbuchung der Zinsen und Baukspesen noch unter dem letzten Tage des vergangenen Geschäftsjahres erfolgen, Sparkaffengelder, Die bei Sparkassen eingczahltcn Gelder bilden ebenfalls einen Vermögensbestandteil, Auch hier mutz zunächst dis Ziusengut- schrift erfolge», ehe das Sparkassenguthaben in das Inventar ein gestellt werden kann, Hypotheken, Auf Hypotheken ausgeliehene Gelder bilden bei der Inventur ebenfalls einen aktiven Vermögensbestandteil, Jeder Hypothekcn- posten ist einzeln aufzuführen mit Nennung des Namens des Em pfängers der Hypothek und des Betrags. Noch ausstehendc Zin sen auf ausgcliehene Hhpothekengelder sind ebenfalls unter die Aktiven einzustellen, Hinterlcgungsgcldcr, Sicherheitsleistungen, Bürgschaften, Kautionen, Die Hinterlegung von Geldern zur Sicherheit und als Bürg schaft eiugegangener Verträge und Verpflichtungen, wie sie be sonders im Warengrotzhandel und Fabrikgeschäft beim Steueramt und der Eisenbahn zu geschehen hat, kommt im Buchhandel we niger vor. Derartige Posten, wenn sie durch die Hinterlegung der Benutzung und Arbeit auch entzogen sind, bilden natürlich für das Geschäft einen aktiven Vermögcnsbestandteil, Hat man selbst derartige Gelder zur eigenen Sicherheit ver langt und ins Geschäft eingelegt, dann bilden diese Forderungen eine Schuld und müssen in die Passiva eingestellt werden. Im all gemeinen ist es aber üblich, derartige Deckungsgclder nicht in das Geschäft eiuzulegen, sondern bei einer Bank oder Sparkasse zu hin terlegen und sich nur das Verfügungsrecht darüber zu sichern, (Vergl, Passiva,) Passiva, Schulden, Buch- und Rechnungsschulden, Gläubiger- und Lieferantcn- Forderungcn, Kreditoren, Der Einkauf der zum Betrieb des Geschäfts erforderlichen Waren und Gebrauchsgegenstände erfolgt meist »in Rechnung«, »auf Ziel«, d, h, zur Zahlung in späterer Zeit, z, B, nach Monats frist, nach Ablauf eines Viertel-, Halb- oder ganzen Jahres oder, wie lm Buchhandel noch allgemein üblich, mit der Vereinbarung der Abrechnung zur Ostermesse des nächsten Jahres, Am Schlüsse des Geschäftsjahres werden demnach viele Warenforderungen noch nicht beglichen sein, die Beträge dafür den liefernden Firmen mithin noch zustehen. Wie wir nun die Forderungen, die uns an die Kundschaft zu stehen, im Inventar ausgenommen haben, so müssen wir auch die Beträge in das Inventar einstellen, die wir unfern Geschäfts freunden für empfangene Leistungen am Jahresschluss schuldig geblieben sind. Sie gehen aus den Krcditorcnbücheru hervor. Während die Verlagsbuchhandlung gewöhnlich mit nur einem Kreditoreubuch auskommen wird, führt die Sortimeutsbuchhnud- lung ein Kontobuch für die Verlegcrrcchnungen und eins für die sonstigen Lieferanten, Für die Verlegerrcchnungcn sind vielfach auch Blattkontcn üblich. Auf jedem Konto im Kreditorenbuche oder in den Blatt konten werden für den Tag der Inventur beide Spalten (oder Seiten) zusammengczählt und die Summe der die kleinere Ziffer aufweiscnden Spalte wird von der Summe der größeren Spalte abgezogen. Der Unterschied zwischen beiden Spalten ist der verbleibende Restbetrag, der Saldo, Ist die Habenseite eines Kontos größer, was bei den Krcditorcnkonten meist der Fall sein wird, dann schulden wir der fraglichen Firma den Be trag, Es kann aber auch Vorkommen, daß manche Lieferanten statt eines Guthabens eine Schuld an »ns haben, wenn wir z, B, gegen Ende des Geschäftsjahres eine Anzahlung auf eine zu erwartende größere Lieferung machten oder infolge eines Irr tums mehr zahlten, als wir schuldig waren. Diese Firmen, die am Tage der Inventur Wohl unsere Schuldner, sonst aber Lieferanten und dadurch Gläubiger sind, werden nicht etwa unter den Debitoren der Aktiva aufgeführt, sondern sic bleiben unter de» Kreditoren stehen. In der Aufstellung, die wir dem Inventar als Anlage beifügen, führen wir erst alle die Firmen namentlich auf, denen wir schuldig sind, setzen daneben die schul digen Beträge, ermitteln hierauf die Gesamtsumme und setzen von dieser die oben erwähnten Schuldpostcn ab. Der übrig bleibende Betrag stellt die Summe unserer wirkliche» Verpflich tungen an unsere Lieferanten am Tage der Inventur dar, Sortimentsbuchhandlungen können die Beträge der in Kom mission gelieferten Bücher unter den Forderungen der Verleger un bedenklich mit einstellen, müssen dann aber die in Kommission empfangenen Bücher u, dgl. unter den Aktiven als Warenbestand mit aufführcu, um den Ausgleich herzustcllen. Wenn möglich sollte mau die' Forderungen der Verleger für Kommisstonssen dungen in der Aufstellung kenntlich machen oder getrennt von den Beträgen für feste Lieferung aufführen. Sehr wichtig ist, daß die Konten bis zum Tage der In ventur richtig geführt und alle Rechnungen übertragen sind, die wir von den Geschäftsfreunden empfingen. Der Buchhandel besitzt eine vorzügliche Einrichtung zur Prü fung und Instandhaltung der Konten in den mit Ablauf des Kalender- und Rechnungsjahres und nach der Ostermeß-Ab- rechnung von den Verlegern zur Versendung an die Sortimenter kommenden sogen, Transport- und Abschlutzzetleln, Leider muß gesagt werden, daß der Wert dieser in der Verkehrsordnung borgeschrlebencu Einrichtung im Buchhandel nicht genügend ge würdigt wird. In den Kreisen des übrigen Handels besteht eine so vqrtreffliche Einrichtung nicht, vielmehr müssen solche Kontoauszüge erst ausdrücklich verlangt werden, - Man sollte sich übrigens, um genaustimmende Konten zu schaffen, auch von allen übrigen Lieferanten für den Jahresschluß Kontoauszüge senden lassen. Vielfach führt man im Hauptbuch an Stelle eines Debitoren- und eines Kreditoren-Kontos ein gemeinsames Personen- Konto: das K o n l o - K o r r e n t < K o n t o , auf dem dann der gesamte Rechnungsverkehr mit der Kundschaft und den Liefe ranten buchmäßig zum Ausdruck kommt. In manche Bilanzen wird nun einfach der sich am Jahresschluss auf dem Konto- Korrent-Kouto zwischen der Soll- und Habcn-Scits ergebende Saldo eingestellt, d, i, der Unterschied zwischen dem Gesamtbetrag der Forderungen an die Kundschaft und der Summe der Gläubiger-Guthaben, Dieses Verfahren wider spricht jedoch der Forderung des Gesetzes nach Klarheit und Wahrheit der Bilanz und ist daher unzulässig. Es müssen vielmehr beide Arten von Posten besonders aufgeführt wer den, sowohl die Debitoren wie die Kreditoren, Wenn wir 30 000 ,/( Buch fordcrungen und i0 000 ./( Buchschulden haben, daun darf also nicht der Unterschied zwischen beiden Summen, hier 20 000 ,/(, in das Inventar - unter die Aktiven - eingestellt werden, sondern es sind 30 000 .(( als Außenstände unter den Aktiven und lOOOO ,/( als Rcch- uungsschuldcu unter de» Passiven aufzufnhren, Wenn wir nur den Saldo von 20 000 ,/( einstellen wollten, dann würden die Kreditoren ln der Bilanz gar nicht erscheinen, was, wie schon oben betont wurde, gesetzwidrig wäre, SS3
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