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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 10.11.1868
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Band
- 1868-11-10
- Erscheinungsdatum
- 10.11.1868
- Sprache
- Deutsch
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- Saxonica
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261, 10. November. 3131 Vermischte' Anzeigen. Wie man Micher macht. (3001!>.) Wohl in keinen, andern Geschäfte ist das Nachahmungstalenk so ansgebildcl, wie in unserm lieben Buchhandel; denn hat ein Verleger ein mal einen glücklichen Griff gethan und mit irgend einem Buche einen Erfolg erzielt, gleich finden sich Autoren und — Verleger, welche die Lor beeren jenes Glücklichen nicht schlafen lassen, cs wird sofort eoüte «zue eoüte ein Concurrenz- buch zusanimengeschrieben und in die Welt ge schickt. Wenn nun auch jeder Geschäftsmann sich die Concnrrenz gefallen lassen muh, und bei einer guten und ehrlichen Eoncnrrcnz das Publi cum nur gewinnen kann, da jeder Concurrent suchen wird, das Beste zu bieten, so ist eine Concurrenz, die nur das erste Unternehmen ein fach ausbeutel und zum großen Theil Nachdruck!, gewiß nichts weniger als lobenswertst. Doch zur Sache! Wie bekannt, fehlt das mit seltenem Beifall aufgcnomnienc Buch: „Sa ling, die Norddeutschen Börsenpapiere" bereits seit mehreren Monaten, und trotz des ange strengteste» Arbcitens und eisernen Fleißes Seitens des Verfassers ist es nicht möglich gewesen, die neue Auflage, deren Erscheinen jetzt bestimmt zum 16. November zugesagt werden kann, früher fertig zu schaffen, da demselben daran lag, eine gewissenhafte Arbeit zu liefern und dem Publicum wieder ein Buch zu bieten, welches demselben wirklich ein zuverlässiger und sicherer Nathgeber bei Geldangelegen heiten sein soll — Gesichtspunkte, welche bereits bei der ersten Auflage maßgebend waren, und die dem Verfasser auch die lobende Anerkennung der Berliner Discontogesellschaft und der k. k. Crc- oitanstalt eingetragen haben. Während sich der Aermste nun Tag und Nacht bei seiner Arbeit abmüht, läßt ein He>r Swoboda in Hasset's Verlag flugs unter dem Titel „Börse und Aktien" ein Buch erscheinen, welches sein Buch in einer kaum erlaubten und hart an den strafbaren Nach druck streifende» Weise ausbeutel. Wenn sein Manuskript auch schon kurze Zeit nach dem Er scheinen des Saling'schen Buches zum Druck be reits fertig war, so steht nichtsdestoweniger fest, daß er sich letzteres sofort als gute Beute zu Nutze machte und flott vielfach abdrnckte, wie im weiteren Verlaus gezeigt wird, nur ist ihm dabei das kleine Mißgeschick passirt, daß alle die jenigen, ans die neuen und neuesten Vor kommnisse bei den Papieren Bezug habenden, also gerade fast die allein wichtigen Angaben jetzt gar nicht mehr passen, da einfach nichts geändert und nachgetrage» ist und die uachge- druckten Stellen zwar beim Erscheinen des Sa- lingffchen Buches im April d. I. genau richtig waren, jetzt aber ungenau, oft sogar absolut falsch sind, das allcrncueste außerdem aber ganz fehlt, wie aus der zweiten Auflage von Saling des Genauesten zu ersehen sein wird. Mit welcher unverantwortlichen Oberfläch lichkeit das Swoboda'sche Buch überhaupt gear beitet, das allerdings räumlich größer ist, da alles Veraltete der leichtern Mühe halber mit Auf nahme fand, wird zur Genüge daraus hervor gehen, daß in diesem Buche z. B. bei dem Papier, welches die Capitalistenkreise während des Jahres 1868 am meisten beschäftigt hat, nämlich bei Oberschlesischen, als Ersatz für alle neueren Vorkommnisse einfach nur eine halbe Seite aus „Saling's" erster Auflage vom April d. I. wörtlich uachgedruckt wird, ohne die späteren, höchst wichtigen Vorkommnisse auch nur „mit Vermischte Anzeigen. einer einzigen Sylbe" zu erwähnest. Vor allem aber wird dies daraus hervorgehen, daß dieses Eoncnrrenzbuch von den in die ganzen Verhältnisse der ocstcrreichischen Papiere tief einschneidenden neuen Finanzgcsctze» gar keine Kenntniß hat. Während in „Saling's" zwei ter Auflage u. a. für sämmtliche einzelne oester- reichische Staatspapier-Coupons der jetzige Zahl- Werth nach den neuen Gesetzen genau angegeben worden, druckt das Concurrenzbuch die mit kolos saler Mühe herausgefundenen Angaben, welche „Saling" in seiner ersten Auflage bei den ein zelnen oesterreichischen Staatspapieren darüber macht, wie die Conversion (nach Lage der Dinge im April d. I.) wahrscheinlich verlaufen würde, unglaublicherweisc einfach „wörtlich^' nach, nur sägt es statt „wird werden" schnell ent- ^ schlosse»! „ist geworden". Ans diese Weise läßt das neue Buch die Netaliiques sich in eine 5«ch Rente mit I2gh Steuerabzug/ also in eine' 4?/^ Rente verwandeln, Natioual-Anleihe dcse gleichen, während die nicht converlirten einer I7«ch Steuer unterliege», bei 186-ter Silber-Anleihe die ConvcnlidnsniünflCoupons der nicht conver- tirlen lOsth Zinsen mehr beziehen re., von einer Gewinnsteuer der Loose weiß cs gar nichts, von einer Italienischen Couponstener noch weniger w. Dagegen sind viele Viertel-, halbe, ja bis zu Dreivicrtel-Seilcn, ohne sich um die seitdem ciugetrelencn Aenderungen im geringsten zu kümmern, einfach aus der erste» Auflage von „Saling" ver hole »r>8 nachgedruckt. Beim ersten Ansehen des Buches können derartige Sachen freilich Niemandem sofort anf- j stoßen, zumal (namentlich bei den Eisenbahnen) I alles so bunt zusammengewürfelt ist, daß man das Gesuchte sicher nicht finden wird, j selbst angenommen, es stände ganz richtig darin. ^ Hätte „Saling" eine Arbeit dem Publicum bieten wollen, in der gerade das Neueste und deshalb j Wichtigste meist fehlt, resp. falsch ist, so halte die zweite Auflage schon vor Monaten er scheinen können, und er sich nicht um 8 Tage j von dem jetzt in Eöln erschienenen Concnrrenz- ! buch zuvorkommen zu lassen brauchen. Soviel für heute nach der ersten flüchtigen Durchsicht. Eine genauere Prüfung würde viel leicht sogar Material genug zu einer gerichtlichen Beschlagnahme gewähren, doch glaube ich nicht, daß ich mir die Mühe »rachen und dem Buche diese Wichtigkeit beilegen werde, da cs sich von selbst zu GrnnLc richten wird. Meine Herren College» im Sortiment wollte ich aber darauf aufmerksam machen, was für ein Opus ihnen binnen kurzem unter die Hände kommen wird, und mache ich hiermit gern für dasselbe Reclame. Berlin, 6. November 1868. Hönde- L Spcncr'sche Bnchhdlg. F. Weidling. 2000 Michi'l-Äiyi'igeii (30016.) mit untenstehender Firma werden in allen meinen Continnativnc» gratis beigelegt. Louis Ainstcrlin, Marimiliansplatz 22, in München. Mm?.) Change-Offerte! Von der lauobnitr Ooiieetion oi krilisii üutbors offerirc 400 verschiedene Bände neu, nnanfgeschnitten, in Change gegen gutes Sor timent. Offerten erbitte umgehend. M. Glogau junior in Hamburg. (30018.) O. Bonde in Allenburg osserirt billig: 1632 Bände Leihbihliotheksbüchcr. Verzeichniß steht zu Diensten. Offerte für Roman-Verleger. (30019.) —— Angeboten wird das Manuskript der Ueber- sctzung des in Spanien Furore gemacht habenden, in 2. Auflage erschienenen Romanes von F. v. Gonzales: Der Koch Sr. Majestät. Kulturhistvr. Roman vomHosc Philipp'slll. und Margarethens v. Oestreich. 830 Quartsciten stark, gut geschrieben. Näheres durch Herrn. Schnitze in Leipzig. Hlexunäer V/aläow, I-sip^ix. l'esmsveotv Ausstellung und Handlung von IVlascliinen uncl Otoimüten für öueliclrueker, VorlnAsbsnclluuA, Lueli- nncl iiunst- diuestorei. (30020.) — /» cke/- Ausskei/ttn- »teilen Se/rne/k- ui»I//anckp, essen, um! §akinr>/-ressen, Ne-a/e, Basken, sowie aike übrigen Uten silien, welche rur kinricblung einer kruesterei erforderlich, rum Verstaut aus. Fee f^en- /«Kl umfasst «las gesammle Oebiet >ler Topo graphie um! bietet in stein „Are/rr'v /»n F nc/ickrue^erkunsk" kortiaukenst Ke,siebte über alle neuen stie Kunst betreilensten krtin- stungen, grossen« kecüntscüe ^b/rnnckkunAen unst eine reiche Auswahl von RnskeekaziST-n kür alle stein Iluobstrucster irgend vorstommen- sten Arbeiten. Ilse Frnc/cerer erbiilt rum Xwecst der Herstellung dieser älusterblütter von alle» be deutenden Kiessereien Deutschlands ibre neuen krreugnisse, ist stemnacb immer mit den schönsten und modernsten Sebriklen, kinkas- sungen etc. versehen und somit in den Stand geselrt, ibr übertragene Arbeiten aul das eleganteste ausrnlubren. item 1/kuskeukrons- und /aröenckrnc/r wird besonders 4»l,»erst- sswsteit gewidmet. (30021.) Die jüngst bei mir erschienenen Schriften: Hoßbach, Schleiermacher. Festschrift. Mcibaucr, das neue Maatz und Gewicht. Schwabe, Organisation von Kunstgewcrbe- schulen. sowie die demnächst erscheinende Lösung der socialen Frage durch Gewerkver eine und Arbeiterschaften, bin ich willens vielfach inscrire» zu lassen und bitte Handlungen, welche sich für diese Unter nehmungen intercssiren und ihre Firma genannt wisse» wollen, namentlich wenn sie einen Theil oder die Hälfte der Kosten zu trage» bereit sind, sich mit Angabe dieses Theiles schleunigst an mich zu wenden. Berlin. Otto Loewenstein. (30022.) V 6 I' I 6 A 6 1' iumlrvii tbsebaitlicber Teilschritte» und perio discher iaiuirv. Vereins-Dubiieationen ersuciien wir, bebukskatalogisirung, um gefällige umgebende Oebersendung je einer Probe nummer. Isis landwirtbsebaklliebe Verlagsbucbb. von IViegandt L Heinpel in kerlin.
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