Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 01.05.1871
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Band
- 1871-05-01
- Erscheinungsdatum
- 01.05.1871
- Sprache
- Deutsch
- Sammlungen
- Zeitungen
- Saxonica
- LDP: Zeitungen
- Digitalisat
- SLUB Dresden
- PURL
- http://digital.slub-dresden.de/id39946221X-18710501
- URN
- urn:nbn:de:bsz:14-db-id39946221X-187105011
- OAI-Identifier
- oai:de:slub-dresden:db:id-39946221X-18710501
- Lizenz-/Rechtehinweis
- Public Domain Mark 1.0
Inhaltsverzeichnis
- ZeitungBörsenblatt für den deutschen Buchhandel
- Jahr1871
- Monat1871-05
- Tag1871-05-01
- Monat1871-05
- Jahr1871
-
1229
-
1230
-
1231
-
1232
-
1233
-
1234
-
1235
-
1236
-
1237
-
1238
-
1239
-
1240
-
1241
-
1242
-
1243
-
1244
- Links
-
Downloads
- PDF herunterladen
- Einzelseite als Bild herunterladen (JPG)
-
Volltext Seite (XML)
1234 Nichtamtlicher Theil. 97, 1, Mai, Buchhandel- das Amt annahmen, Da die Buchführung der Firma eine mehr als mangelhafte, so läßt sich der Acliv - und Passivstand nur annähernd aujstellen und ist Thatsache, daß der Activstand ein sehr geringer, so daß wenig Hoffnung vorhanden ist, die Passiva auch nur annähernd zu decken. Das Bestreben der Hrn, Domini cas und Tenrpsky kann daher nur dahin gerichtet sein, das Eom- missionsgn! zu retten, da dieses bereits gepfändet ist, und dürste es im Interesse der Herren Berlegcr sein, an einen dieser Herren spezificirtc Rechnungsauszüge sowie legal isirte Vollmachten zu senden. In Nr, 34 des Börsenblattes findet sich im Jnseratentheil sub 10607 eine Bekanntmachung des Hrn. Advocatcn A. W. Volk- mann in Leipzig, die sicherlich von den meisten Buchhändlern, namentlich von den Herren Verlegern mit Staunen und mit Grauen gelesen worden ist. Nach den Rcchtsanschauungen dieses Herrn steht es im Belieben eines Jeden, Werke nachzudrucken, falls auf vor herige Aufforderung im Börsenblatt die legal Berechtigten sich nicht gemeldet habe» Ja Hr, Advocat Volkmann Lecretirt sogar, daß ihm in der vorliegenden Sache — Saphir'sche Werke be treffend — die Verlagsverträge eingcschickf werden müssen, widrigenfalls — schlank weg nachgedruckt werden würde. Daß der Mandant des Hr», Volkmann von der Erbin Saphir's das Ver lagsrecht für eine Gesammtausgabe erworben, ändert gar nichts an "der Sache, denn auch der Autor selbst kann nur über sein Eigen thum verfügen, so lange es noch in seinem Besitze, nicht aber nach dem er dasselbe anderweitig veräußert. Dieser Satz scheint uns so einfach und klar, daß eine weitere Kritik der erwähnten Bekannt machung überflüssig sein dürste. Es sei uns daher nur noch zum Schluß gestattet, den wohlgemeinten Rath dem Mandanten des Hrn, Volkmann, Hrn, F, Karafiat in Brünn, zu crtheilen, doch lieber bei jedem einzelnen bereits gedruckten Werke des verstorbenen Saphir nachzusorsche», ob etwa »och gültige Verlagsrechte vorhan den, und sich nicht mit der Volkmann'schcn Erklärung zu beruhigen: „Die Folgen dieser Unterlassung werden Diejenigen, welche der gegenwärtigen Aufforderung keine Beachtung schenken, alsdann allein zu tragen habe»," l-, 8. Berichtigung. — Die St, Gallcr Zeitung, früher von Niederer u, Bernet, jetzt von Kälin gedruckt, ist Actien-Unternchmen und stebt mit den St, Galler Buchhandlungen in ganz und gar keinen Beziehungen, Möge sich das der Denunciant in Nr, 91 all notain nehmen! Es ist sehr tadelnswerth, dergleichen Hetzereien und Verleumdungen in die Welt hinauszuschreiben, während jeder Zeitungs-Katalog ausweist, daß dieselbe» in Bezug aus die St, Galler Buchhandlungen gänzlich grundlos sind, 8ol>, L 2, Wiener „Buchfink", — Die am 14, d, Mts, stattgefundene diesjährige Frühjahrs-Generalversammlung bezeichnet einen wesent, lichen Abschnitt im Vereinsleben des „Buchfink", Es handelte sich um die Wahl eines neuen Vorstandes für das nächste Vereins jahr, Hr, Joh, Hehn, der den Verein seit seiner Gründung mit außergewöhnlicher Umsicht und Aufopferung als Vorsitzender geleitet hatte und auf den sich daher bislang bei jeder Neuwahl die Stimmen aller Parteien (denn ohne solche geht es selbst im „Buchfink" nicht ab!) als Beweis allgemeinster Sympathie wieder und wieder ver einigt hatten, erklärte diesmal zum größten Bedauern aller College», daß er eine event, Wiederwahl aus verschiedenen Gründen nicht annehmen könne und werde. Eine ähnliche Erklärung erfolgte von Seiten des seitherigen Schriftführers, des Hrn, E, Dahse und des Bibliothekars, Hr», G. Neugebauer, Der Versammlung, welche zu den lebhaftesten gehörte, die im „Buchfink" überhaupt abgehaltcn wurden, lag es ob, diese harten Verluste ans ihrer Mitte zu ersetzen, eine Aufgabe, deren sie sich nicht ohne einige Schwierigkeit in der Weise entledigte, daß sic eines der eifrigsten und um den Verein ver dientesten Mitglieder, Hrn, O, Heithmüller (Gerold L Co,) zu ihrem Präsidenten, Hrn, H, Schöningh (Mayer L Co,) zum Schriftführer und Hrn, H, Kerber (Hels's Sortiment) zum neuen Bibliothekar bestellte. An Stelle des bisherigen Ausschußmitgliedes O, Heithmüller wurde Hr, E, Kosmack (Gerold LCo,) aus diesen Vertrauensposten berufe», während Hr, Victor Schnrich (W, Braumüller) als zweites Ausschußmitglied in seiner seitherigen Stel lung verblieb, — Bei dieser Gelegenheit sei noch bemerkt, daß die wöchentlichen Versammlungen des „Buchfink" bis aus Weiteres am Freitag Abend und zwar im Locale des deutschen Alpenvereins (Dreher's Bierhalle, Operngasse) stattfinden. Für die künftige Straßburger Bibliothek ist ein von Meisterhand entworfenes Bibliothekszeichen in Ausführung, das die Bestimmung hat, mit, soweit thunlich, eigenhändig geschriebenem Namen des Geschenkgcbcrs versehen, in die geschenkten Bücher einge klebt zu werden. Abgesehen von dem geschichtlichen Interesse, das auf diese Weise der Sammlung zugcfllhrt wird, dürste dieses Mittel ein angemessenes Zeichen der Dankbarkeit gegen die Geber und vielleicht auch geeignet sei», manches liebgewonnene Buch locker zu machen, indem dadurch die persönliche Beziehung des Besitzers zu seinem Buche gewissermaßen erhalten bleibt, Die Blätter werden in kurzem die Abbildung und das Nähere darüber bringen, — Außerdem wird zur Erinnerung an die vereinte Thätigkcit zur Wiederherstellung der Bibliothek die Anlegung eines Albums beabsichtigt, das die Photo graphien der Förderer des nationalen Unternehmens enthalten soll. Wir freue» uns mittheilen zu können, daß die Hoflieferanten Hrn. -Stövesandt «L Kollmar in Karlsruhe sich zur Widmung eines künst lerisch ansgestattctcn Albums in rühmlicher Bewährung patriotischer Gesinnung bereit erklärt habe». Es steht zu erwarten, daß aus den Holzschnittwerkstätten der bekannten Firma eine Arbeit hervorgeht, die dem deutschen Kunstgcwcrbefleiß zur Ehre gereicht und die Sehenswürdigkeiten der künftigen Sammlung in wcrthvoller Weise vermehrt, (Straßbg. Ztg,) Pcrsonalnachrichten. Herr Ed, Wartig in Leipzig hat von dem König von Bayern in Anerkennung der demselben überreichten Anthologie von Adolf Stern „Fünfzig Jahre deutscher Dichtung" eine Brillantnadel er halten. Am 25, April feierte der langjährige Procurist der Firma Beruh, Tauchnitz hier, Herr Moritz Fischer, unter vielseitigen Beglückwünschungen und Beweisen herzlicher Theilnahme sein fünfzigjähriges Berufsjubiläum, Herr Heinrich Wich er», zuletzt bei Morel L Co, in Paris, ist zum Sec.-Licutenant im 2, hanseatischen Infanterie-Regiment Nr, 76 avanciit und hat außerdem von dem Großherzog von Meck lenburg-Schwerin das goldene Verdienstkreuz für Auszeichnung im Felde erhalten. Der Gehilfe Hugo Barbeck, ein Sohn des Besitzers der Heerdegen'schen Antiquariatshandlung in Nürnberg, welcher als Lieutenant im 23, bayerischen Landwehrbataillon in der Schlacht bei Sedan verwundet wurde und nach seiner Genesung an dev Be lagerung von Paris thcilnahm, ist für feine bewiesene Tapferkeit mit dem Eiserne» Kreuze decorirt worden.
- Aktuelle Seite (TXT)
- METS Datei (XML)
- IIIF Manifest (JSON)
- Doppelseitenansicht
- Keine Volltexte in der Vorschau-Ansicht.
- Einzelseitenansicht
- Ansicht nach links drehen Ansicht nach rechts drehen Drehung zurücksetzen
- Ansicht vergrößern Ansicht verkleinern Vollansicht