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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 08.11.1850
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Band
- 1850-11-08
- Erscheinungsdatum
- 08.11.1850
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- Deutsch
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1850.^ 1401 Daö Sauerlaiid. Zu den Gegenden Westphalcns, welche von Buchhändlern wol am meisten cultivirt werden, gehört unstreitig das Sauerland. Es umfaßt hauptsächlich den südlichen Theil des Regierungs-Bezirks Arns berg, ein rauhes Ländchen, von allen Seiten cingeschlossen und um grenzt durch Wald und Gebirge. Trotz seiner Unzugänglichkeit ist es aber ein Haupttummelplatz der in ihm und seiner Umgegend wohnen den Buchhändler. So bald der Schnee zu schmelzen ansängt und die Wege nicht gar zu gefährlich sind, brechen nicht weniger als 6—8 Buch händler, ausgerüstet mir dem, was ihnen der Bildung der Bewohner angemessen zu seyn scheint, auf, und durchkreuzen und durchfurchen jedes Städtchen, jedes Dorf. Der Eine zu Wagen, der Andere zu Roß, einem fahrenden Ritter nicht ungleich, der Dritte bescheiden zu Fuß und noch ein Anderer die Fahrgelegenheit des Gebirgsländchens be nutzend. Da bleibt nun auch Nichts verschont, kein Pfäfflein, kein Schul lehrer unbesucht. Aber die unglücklichen Bewohner des Sauerlandes scheinen mit dieser einen Landplage noch nicht genug heimgesucht zu seyn. Sind die Buchhändler, keinen Fang verschmähend, abgezogen, um sich zu Hause des Erworbenen zu freuen, so brechen überall die Buchbinder hervor, die meistens in einem Lehnsvechältniß zu den Buch händlern stehen, um eineslheils das, was noch übrig geblieben, vollends abzuklopfen, anderntheils sich die Civilisation der untern Volksclasse zur Aufgabe zu stellen. Und dieses Manöver, dieses gewaltsame Mittel, ein Volk zu bilden, wiederholt sich 2, ja 3mal im Jahre. Nur Schade, daß man wenig Erfolg sieht, das Land schreitet langsam vorwärts, dem Münsterlande ein würdiges Gegenstück. -—- Ein Nicht-Buchhändler. Eine Erläuterung zu dem Angriff des Herrn G. F. Manz in R. in Nr. 96 des Börsen blattes. Es hat Herrn G. F. Manz beliebt, der Kunstanstalt des Lloyd den Vorwurf zu machen, dieselbe habe ihm drei seiner Heiligen- Bildchen nachgestochen. Abgesehen davon, daß Herr M., ehe er den Versuch wagen durfte, eine so achtungswerthe Gesellschaft öffentlich anzugreifen, sich zunächst hätte herbeilassen müssen, unter jenen Hun derten von kleinen Stahlstichen diejenigen drei genau zu bezeichnen, welche er für Nachstiche ausgeben will — habe ich hiermit die Erklä rung abzugeben: daß die Platten von allen religiösen Bildern, welche gegenwärtig von der Kunstanstalt des Lloyd debitirt werden, gar nicht in derselben gestochen wurden, sondern von meinem frühem Etablissement in Stuttgart herrühren, dort gestochen und bei meiner Uebersiedlung nach Triest auch mit hingewandert sind. Seit 5—7 Jahren sind diese kleinen Bildchen auf die mannichfaltigste Weise im Buch- und Kunsthandel verbreitet worden und gewiß allge mein bekannt. Es grenzt deshalb in der That an's Wunderbare, daß Herr Manz erst jetzt nach so vielen Jahren diese geistreiche Entdeckung macht! Das Urtheil, welches sich derselbe übrigens über diese beschei denen Bildchen anmaßl, die zu den geringen Preisen von 1—N/z kr. verkauft werden und ihren Zweck seit Jahren vollkommen erfüllt haben und noch erfüllen — wird Niemanden beirren, der Herrn Manz kennt. Derselbe scheint sich ein Monopol erwerben zu wollen, allein mit seinen Bildern die katholische Christenheit glücklich zu machen, und hält es deshalb für ein sehr pfiffiges Manövre, ähnliche concurricende Artikel auf alle mögliche Weise herabzusetzen und zu verdächtigen. Diese edle Absicht wird er aber nicht erreichen und damit sapieiili sat. Wien, im Nov. 1850. E. Dittmarsch, jetzt Geschäftsführer der Haupt-Agentur der liter.-art. Abthl- d. österr. Lloyd. AnS Berlin. Jubiläum. Am 28. October d. I. hat das Buchhändler-Jubiläum des Herrn Th. Ehr. Fr. Enslin stattgefunden. Es waren an diesem Tage 50 Jahre, seitdem der gefeierte Jubilar in den Buchhandel eingetreten ist, um welchen er sich in diesem langen Zeiträume so viele und man- nichfache Verdienste erworben hat. Von Seiten der Berliner Buch händler-Corporation ist ihm ein herzlich gefaßtes Glückwünschungs- schreiben zugestellt worden. Eine größere allgemeine Feier konnte nicht veranstaltet werden, da die Thatsache den Vorstands-Mitgliedern leider zu spät bekannt wurde. MiScelle. Dem Herrn H. Lempertz (Firma I. M. Heberle in Köln) ist für die Uebersendung einiger seiner Verlagswerke sSimrock's bauda Sion, Sammlung altwristlicherKirchenlieder.Holbein'sTodtentanz-Alphabet, die vier ersten Bändchen der „mvstischen und asketischen Bibliothek") nachstehendes huldvolle Königl. Cabinetsschreiben zugegangen: „Für die von Ihnen eingereichten Exemplare einiger Ihrer neue sten Verlagswerke sage Ich Ihnen von Herzen Meinen Dank und gebe Ihnen zugleich über Ihre Bestrebungen, durch Schriften ernsteren In halts dem so verderblichen Mißbrauche der Presse entgegen zu wirken, Meinen Beifall zu erkennen. Sanssouci, den 19. Oct. 1850. Gez. Friedrich Wilhelm. Neuigkeiten der ausländischen Literatur. lMitgetheilt von Wsg. Gerhard.) Französische Literatur. ^cktuvxi;, pontaineblesu. 8on cdäteau, sa köret et les envi- rons, IVloret, tzlelun. Description distorigue, monumentale et pitto- resgue. iVvec une Vignette. In-I8. Paris, Larnicr/, eres. 75 c. Lxoqvls vis u'xia, a prvpos <ie balivns. de la «Kasse, du telegraplis sous-marin, de l'amkasssde (I» IVepaul, lle la nvuvelle comete-mau- vais et d'une loule d'autres evenements diölatic>ues msis non poli- tigues. 8nixante caricatures, par Lkam. I»-4. Paris, rue dis Lroissaut, l6. l kr. Dvxxr, Hygiene generale. 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Nxnnxei., Dr. Dvo«, ffll'aite de medecin« pratigue eclairäe par des reelierclies pk^sivlogi^ues sur le mecanisme intime des actes nutri- tiks et secrötoires, et sur Is principe vital. In-I2. prvvins, /mp. de Lebeau. kossicisoi., Ivciv - ?>vxxv, Brois dissertstions. Sur I'inscription de Dslpkes, citee par pline; sur l'ouvrage d'-^naximenes de l.awpsa- gue, intitule; Des peintures sntigues; sur la Signatur« des oeuvres de i'art clier les suciens. ^vec uns pl In-8. Paris, /mp. de Orapelet.
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