Suche löschen...
Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 29.01.1910
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Band
- 1910-01-29
- Erscheinungsdatum
- 29.01.1910
- Sprache
- Deutsch
- Sammlungen
- Saxonica
- Zeitungen
- LDP: Zeitungen
- Digitalisat
- SLUB Dresden
- PURL
- http://digital.slub-dresden.de/id39946221X-19100129
- URN
- urn:nbn:de:bsz:14-db-id39946221X-191001292
- OAI-Identifier
- oai:de:slub-dresden:db:id-39946221X-19100129
- Nutzungshinweis
- Freier Zugang - Rechte vorbehalten 1.0
- Lizenz-/Rechtehinweis
- Urheberrechtsschutz 1.0
Inhaltsverzeichnis
- ZeitungBörsenblatt für den deutschen Buchhandel
- Jahr1910
- Monat1910-01
- Tag1910-01-29
- Monat1910-01
- Jahr1910
- Links
-
Downloads
- PDF herunterladen
- Einzelseite als Bild herunterladen (JPG)
-
Volltext Seite (XML)
langen, und ich hoffe, daß er etwa gleichzeitig mit dem Entwurf über die Entlastung des Reichsgerichts Ihnen zugehen wird. Ich bemerke betreffs dieses Entwurfs, daß in Aussicht genommen ist, ihn bereits bei Einbringung in den Bundesrat zu ver öffentlichen, so daß die Herren in der Lage sein werden, sich über die Bestimmungen dieses Entwurfs rechtzeitig zu informie ren, damit im Juni d. I. die Ratifikation der Revidierten Berner Konvention erfolgen kann.« * Bücheranzeigen (BerlagS-Zirkulare) in Postkarten form. (Vgl. 1909 Nr. 226, 264, 268, 302, 1910 Nr 8 d. Bl.) — Dem Vorschläge des Herrn Paul Beyer, Leipzig (Börsenblatt 1909 Nr. 226) und dessen praktischer Ausführung durch die Firmen Johann Ambrosius Barth (Leipzig), Verlag der Ärztlichen Rund schau Otto Gmelin (München) und Theodor Steinkopff (Dresden) hat sich die Firma Gustav Fischer, Jena, angeschlossen und ihr jüngstes Neuigkeiten-Nundschreiben in Form eines starken Heftes in Postkartengröße ausgegeben. Jede einzelne Neuigkeit ist mit kurzer Inhaltsangabe und den weiter für die Interessenten er forderlichen Hinweisen auf einer besonderen Karte verzeichnet. Die Bezugsbedingungen findet der Sortimenter am Schluß auf den Verlangzetteln. * Remittendenfaktur-Bordrucke V.-M. 1910. (Vgl. 1909, Nr. 301—304; 1910, Nr. 1—22 d. Bl.) — Weiter eingegangen sind Vordrucke von folgenden Firmen: Buchhandlung der Verlagsanstalt Tyrolia, G. m. b. H., Brixen (vormals Preßvereins-Buchhandlung), S. Fischer, Verlag, Berlin, Fredebeul L Koenen, Essen (Ruhr), Wilhelm German's Verlag, Schwäb. Hall, Max Kielmann, Verlag, Stuttgart, Julius Klinkhardt, Leipzig, Phoenix-Verlag (Inh.: Fritz u. Karl Siwinna), Kattowitz (O.-S.), Reichenbach'sche Verlagsbuchhandlung (Hans Wehner), Leipzig, Eugen Salzer, Verlagsbuchhandlung, Heilbronn a. N., Moritz Schäfer, Leipzig, Schall L Rentei, Berlin, Theodor Steinkopff, Dresden, E. Ungleich, Leipzig, Velhagen L Klasing, Bielefeld und Leipzig. Berliner Bibliophilen-Aberrd. — Die Berliner Vereinigung der »Gesellschaft der Bibliophilen«, die vor neun Jahren unter dem Namen »Berliner Bibliophilen - Abend« begründet wurde, feierte am 19. d. M. im Hotel Excelsior ihr diesjähriges Stiftungsfest unter lebhafter Beteiligung der Sammler und Anti quare. Nach den einleitenden Begrüßungsworten des Vorsitzenden Fedor von Zobeltitz nahm vr. Heinrich Stümcke das Wort, um die anwesenden Damen zu feiern, die Frauen undTöchter der Biblio philen, denen aus der Sammelpassion ihrer Gatten und Väter mancherlei häusliche Beschwerde erwächst, die sie aber »im Interesse des Ganzen« mutvoll ertragen, vr. I. Kästan toastete auf den Vorstand, Martin Breslauer auf den Doyen der Berliner Antiquariats-Buchhändler, Herrn Leo Liepmannssohn, der in alter Frische an dem Festmahle teilnahm, Flodoard Freiherr v. Biedermann auf die Mitglieder der Gesellschaft. Das Hauptinteresse richtete sich naturgemäß wieder auf die nach alter Sitte verteilten bibliophilen Spenden. Max Jaeckel hatte den Teilnehmern ein längst vergriffenes reizendes Silhouettenbuch des unvergeßlichen Paul Konewka »Allerlei Tier geschichten« gewidmet; Edmund Meyer außer einer Repro duktion des köstlichen »Bücherwurm«-Brunnens in Kassel ein Stammbuchblatt Eduard Grisebachs aus dem »Tanhäuser in Nom«. Carl Georg Curtius stiftete das Faksimile eines Brief ausschnitts, von dem stuck, pllil. Karl Rechlin, der als Jenenser Student 1792 bei Schiller Kolleg hörte, an seinen Freund Carl Curtius in Lübeck gerichtet. Die Briefstelle ist so charakteristisch, daß sie hier wiedergegeben werden mag. Sie lautet: »Eben komme ich aus einem Kollegium von Schiller. Ich will Dir Deine Vor stellung nicht rauben, die Du Dir von dem Manne machst. Doch ist es weit besser, Ihn zu lesen als zu hören. Ein feiner, wohl gebildeter Mann. Was er liest, ist vortreflich: doch wie er liest — Ein unausstehlicher Dialekt, eine oft überaus falsche Declamation, Börsenblatt für den Deutschen Buchhandel. 77. Jahrgang. eine unangenehme Ausrede. Lies seine Talia. Ein vortrefliches Journal. Ich lese es izt. Er wird hier wohl nicht lange bleiben. Zu seinen Vorlesungen haben sich nur 29 unterschrieben, und neulich hat man ihm sogar die Lichtscheere entwandt . . . .« Professor v,-. CH. G. Hottinger stiftete seine treffliche Schiller- Denkschrift und Max Perl prachtvolle Reproduktionen des alt berühmten Crazelschen »Berliner Dischbrazions- oder Sanften Heinrich.Walzers«: »Wenn Ener weeß, wie Enen is, Wenn Ener Enen nimmt, Wenn wabblich En umt Herze is, Denn weeß ickt woll bestimmt —« mit der Antwort darauf, dem »Besänitigungs-Walzer«: »Du weeßt et doch, wie Enen is, Wenn Allens konträr looft, Denn is det Beste allemal, Wenn man sich Enen kooft . . .« Eine reiche Gabe hatte wieder Martin Breslauer den Fest- teilnehmern gewidmet: höchst gelungeneFaksimilereproduktionenvon drei alten Einblattdrucken, die er unter dem Titel »Vier kurtz- weilige gute frische Liedlein / einer rechten Teutschen art / lustig zu singen / zuvor unterschiedlich yetz aber inn ein Opus zusammen getruckt / allen züchtigen jungen Gesellen und Jungfrawen zu gefallen« vereint und »auff dem tag d' Büchernarren in der löblichen keyserlichen reychhaubtstat« herausgegeben hatte. Die Drucke stammen aus der wundervollen Sammlung Meusebach in der Königlichen Bibliothek und sind bisher noch nicht ver öffentlicht worden. Am seltensten ist wohl das erste Lied »Es für ein maydlein übern See«, das Arnim und Brentano auch in ihrem »Wunderhorn« ausgenommen haben. Die drei anderen Lieder: »Es kompt von lieben fachen«, »In freuden steet mein trew zu Dir« und »Der Winter will hin weichen«, die in der Art Heinrichs von Meißen als »Frawenlob« bezeichnet sind, müssen noch näher untersucht werden, um ihren Ursprung bestimmen zu können. Daß wir noch lange nicht alle Lieder Frauenlobs kennen, ist bekannt; in diesem Falle liegt aber doch die Vermutung nahe, daß ein Poet des XVI. Jahrhunderts sie in der Weise Frauenlobs gedichtet hat. Während sich das erste Lied als ein Druck Jobst Gutknechts in Nürnberg Nachweisen läßt, ist über die Druckorte der Frauenloblieder nichts Bestimmtes zu sagen. Typen und Leistenschmuck weisen nach Augsburg und Nürnberg. Vielleicht kommt Hans Froschauer in Betracht. (Bossifche Ztg.) Internationaler Postgiroverkehr. (Vgl. Nr. 21 d. Bl.) — Von amtlicher Stelle wird folgendes bekanntgegeben: Am 1. Februar 1910 wird zwischen dem Deutschen Reich, Österreich, Ungarn und der Schweiz ein Postgiroverkehr in der Weise eingerichtet, daß jeder Inhaber eines Scheckkontos bei einem deutschen Postscheckamt von feinem Konto Beträge auf ein Scheckkonto bei dem K. K. Postsparkassenamt in Wien oder der Königlich Ungarischen Postsparkasse in Budapest oder den Schweizerischen Postscheckbureaus überweisen kann; ebenso kann auch der Inhaber eines Scheckkontos, das bei einer der genannten ausländischen Verwaltungen geführt wird, Überweisungen auf ein deutsches Postscheckkonto in Auftrag geben. Der Postgiroverkehr mit dem Auslande wird sich in folgender Weise abwickeln: 1. Zu den Überweisungsaufträgen nach dem Auslande be nutzen die Kontoinhaber dieselben Formulare (Giropostkarten, Überweisungs-, Scheckformulare) wie im inländischen Verkehre. Das Konto, auf dem der überwiesene Betrag gutgeschrieben werden soll, muß unter Angabe der Nummer und des aus ländischen Amts, bei dem das Konto geführt wird, genau be zeichnet werden. Der Betrag der Überweisung kann vom Auf traggeber in der Reichswährung oder — unter entsprechender Änderung des Vordrucks » . . . ^ . . -Z« — in der Währung des Bestimmungslandes angegeben werden. Im Verkehre mit der Schweiz dürfen die Abschnitte der Giropostkarten, der Uber weisungsformulare und der Scheckformulare in Kartenform vom Auftraggeber zu Mitteilungen an den Empfänger benutzt werden, dagegen nicht im Verkehre mit Wien und Budapest. Aufträge zu Barauszahlungen werden im Verkehre mit dem Auslande nicht ausgeführt. 2. Der Kurs, nach welchem die von einem inländischen Konto- 162
- Aktuelle Seite (TXT)
- METS Datei (XML)
- IIIF Manifest (JSON)
- Doppelseitenansicht
- Vorschaubilder