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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 18.04.1917
- Strukturtyp
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- Band
- 1917-04-18
- Erscheinungsdatum
- 18.04.1917
- Sprache
- Deutsch
- Sammlungen
- Saxonica
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VSrlenblaU f. d. Dtschn. Luchhar.de.. Redaktioneller «I.U. 88, 18. April 1917. Di- Wiederwahl der bisher dem Verwaltungsral der Deutschen Bücherei angehörenden 9 Mitglieder des Börsenvereins, der Herren Ok. Alexander Francke in Firma A. Francke in Bern Arthur Georgi in Firma Paul Parey in Berlin Robert Krön er in Firma I. G. Cotta'sche Buchhandlung Nachfolger in Stuttgart Hofrat Arthur Meiner in Firma Johann Ambrosius Barth in Leipzig Kommerzialrat Wilhelm Müller in Firma R. Lechner, k. u. t. Hof- und Univ.-Buchh. in Wien Kommerzienrat Paul Oldenbourg in Firma R. Oldenbourg in München Or. Paul Sieb eck in Firma I. C. B. Mohr (Paul Siebeck) in Tübingen Or. Bernhard Tepelmann in Firma Friedr. Vieweg L Sohn in Braunschweig Or. Ernst Bollert in Firma Weidmannsche Buchhandlung in Berlin wurde von 27 Kreis- und Ortsvereinen empfohlen. Berlin, den 18. April 1917. Berliner Briefe. IV. (III siche Nr. 60.) Die Ausnahme weiblicher Angestellten im Buchhandel. — Berliner Bibliophilen-Abeud am S. März 1817. — Biichereinbände aus Klipp fischhaut. — Eine Weltkriegsbiicherei. — Der Lcscsaal der Berliner Stabtbibliothek und sein »euer Katalog. — Die Kriegskrcbitbauk für Groß-Berlin im Jahre 1816. Ich bin wiederholt dafür eingetreten, das; bei der Auf nahme von weiblichen Angestellten Vorsicht dahin geübt werde, das; nur solche Eingang in den Buchhandel fin den, die eine genügende Vorbildung sowie eine gewisse Allge meinbildung Nachweisen können. Junge Mädchen, die auf Schnellpressen in 6 oder gar 3 Monaten in sämtlichen kaufmän nischen Fächern ausgebildet worden sind, sollten unbedingt zu rückgewiesen werden. Schon vor dem Kriege hat das Unwesen dieser Ausbildungsgelcgcnhciten gewuchert. Mit dem Kriege, als der Bedarf an weiblichen Angestellten wuchs, haben sich zahlreiche neue Unterrichtsanstalten auf kaufmännischem und gewerblichem Gebiete aufgetan, die dadurch Schülerinnen zu ködern hoffen, das, sie ihnen nach drei oder sechs Monaten Un terricht einen gutbezahlten Platz in Aussicht stellen. In Nr. 26 der Sozialen Praxis (Jg. 26, 1917) ist eine Mit teilung vom Bureau für Sozialpolitik abgedruckt: »Die Be kämpfung unzulänglicher und unlauterer Fach schulen«, die auch die Beachtung des Buchhandels verdient. In dieser Mitteilung wird nachgewiesen, daß schwere Übelstände im kaufmännischen Unterrichtswesen bestehen, und an der Hand von Fällen gezeigt, in welcher Weise eine Anzahl dieser Untcr- richtsanstalten tätig ist. Zuweilen sind sie in Verbindung mit Stellennachsweisbureaus, durchgängig ist aber der Unterricht zum Teil minderwertig und die Zeit von drei oder sechs Mo naten unbedingt unzureichend zu einer gründlichen Erfassung kaufmännischen Wissens. In diesen Handelsschulen überwiegt der dreimonatige Kursus, und die Ausbildung in den Einzelfächern ist auf Stun den beschränkt und schwankt zwischen 10 und 70 Stunden. »Kauf männische Korrespondenz kann man schon in 20 Stunden, ein fache und doppelte Buchführung in 10 Stunden erlernen. In den 3-Monatskursen werden in 100 bis 300 Stunden 5—11 Fächer gelehrt. Es entfallen also auf das Fach 20—30 Stun den. Demgegenüber weist die obligatorische kaufmännische Fort bildungsschule 700—800 Stunden auf.« Dieselben übelstände Der Wahl-Ausschuß des Vörsenvereins der Deutschen Buchhändler Or. Ernst Bollert, Vorsitzender. herrschen in den technischen UiUerrichtsanstalten. So verspre chen einzelne, die Ausbildung Anes technischen Zeichners in 25 Stunden bewirken zu wollen. Daß hier schwere Mißstände vor handen sind, ist zweifellos. Es ist zu bedauern, daß die preußi sche Regierung im Abgeordnetenhaus erklärt hat, daß sie unter den jetzigen Zeitvcrhältnissen von einschneidenden Maßnahmen absehen müsse. Hoffentlich werden diese Maßnahmen nach dem Kriege nachgeholt werden. Nunmehr ist auch dieGesellschaftfürsoztaleRe- form dieser wichtigen Frage näher getreten und hat in Gemein schaft mit dem Kartell der Auskunstsstellen für Frauenberusc und des Bureaus für soziale Politik am 26. März d. I. eine Tagung zur Bekäinpfung der unlauteren unzulänglichen Fach schulen abgehalten. Einen ausführlichen Bericht über diese Tagung bringt eben falls die Soziale Praxis, dem ich nachstehendes entnehme: Es wird festgestellt, daß sich der Angestelltenausschutz der Gesellschaft für soziale Reform schon mehrfach mit der Frage be faßt habe und daß sich nunmehr zum ersten Male alle be teiligten Berufsorganisationen, ferner Unternehmerorganisatio nen, sozialpolitische Vereine und Fachverbände zum gemeinsamen Vorgehen vereinigt haben. Auch der deutsche Städtetag bezeugte ei» lebhaftes Interesse, ebenso hatten die an der Frage beteiligten Behörden ihre sachkundigsten Vertreter gesandt. Eingeleitet wur den die Verhandlungen durch einen Vortrag der Frau Levh- Rathenau, die in knapper und prägnanter Form über die Entwicklung der Erwerbsvcrhältnissc und die stets steigende Be teiligung der Frauen am Erwerbsleben und ihre gesetzliche ! Regelung sprach. Da ein r e i ch s g e s e tz l i ch e s Eingreifen infolge der verschiedenartigen Schulvcrhältnisse zur Zeit nicht zu erreichen ist, schnelles Vorgehen jetzt aber dringender denn je ge boten ist, müsse darauf hingewirkt werden, daß wenigstens die größeren Bundesstaaten übereinstimmende Vorschriften erlassen. In weiterem Verlauf der Tagung machten auch die Ver treter des Handelsministeriums und des Landesgewerbeamts interessante Mitteilungen. So erklärten die Vertreter des preußi schen Handelsministeriums, daß dieses sich der Notwendigkeit eines stärkexen Eingreifens Wohl bewußt sei und aus diesem Grunde die Eingabe des Deutschen Ausschusses für technisches Schulwesen an den Reichskanzler warm unterstützt habe. Wenn die Aussprache im Augenblick Wohl kaum ein greifbares Ergeb nis erzielen dürfte und die gewünschten Normativbestimmungen zurzeit noch nicht zu erwarten sind, so ist die Frage doch ein-
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