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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 13.09.1938
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Band
- 1938-09-13
- Erscheinungsdatum
- 13.09.1938
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- Deutsch
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lagen und den Kunden vor Unannehmlichkeiten. Darüber hinaus ist für Kunden nach Übersee das Wcrbematerial für Weihnachten und Ostern entsprechend früher zu versenden. Besteht der Wunsch, den Kundenkreis zu erweitern — und das ist ja das Streben jedes Geschäftes —, dann scheue man die Kosten nicht und zeige ein gutgehendes Werk in einer Zeitschrift bzw. Zeitung an, die eine hohe Auflage hat. Ein zugkräftiges und somit zielsicheres Inserat wirkt oft geradezu Wunder und lockt viele Besteller an. Aufgabe der Versandbuch handlung ist es nun, durch planmäßige, systematische und wirk sam gehaltene Werbung sich die Kunden zu sichern. Zu Werbezwecken wird eine größere Versandbuchhandlung neben der Kundenkartei noch nach Interessengebieten eingeteilte Kundenlisten führen müssen. Es geht ja nicht an, die ganze Kun denkartei zu durchblättern, um beispielsweise die Handwerker für eine bestimmte Werbung herauszusuchen. Noch zweckmäßiger erscheint cs, Adressenklischees anzufertigen, nach Interessenge bieten cingereiht, wobei jedes Gebiet durch eine andere Farbe der Klischeeinlage gekennzeichnet ist. Die Möglichkeit, durch Kli schees das Adrcssenmaterinl für die Werbung postfertig zu machen, spart viel Zeit und Arbeit. Ist der Kundenkreis nur klein, dann begnügen wir uns mit der Einteilung durch farbige Reiter. Werden die Adressen mit der Hand geschrieben, so ist für die Wcihnachtswerbung möglichst früh damit anzufangen. Die stille Zeit des Sommers wird dazu eine willkommene Gelegenheit bie ten. Dabei muß aber peinlichst beachtet werden, daß für die neu hinzukommenden Kunden die Adressen sofort ausgeschrieben werden, andernfalls besteht die Gefahr, daß diese Kunden bei der so wichtigen Weihnachtswerbnng nicht berücksichtigt werden. Sehr wichtig ist es, daß die Kartei uns auch Aufschluß über die Familienverhältnisfe des Kunden gibt. Wir werden daher für die Eintragungen in die Kartei nicht nur die ausgehenden Rechnungen benutzen, sondern auch die Bestellungen mit zu Rate ziehen. Aus ihnen läßt sich manche Angabe für eine spätere Werbung auswerten. Durch diese und ähnliche scheinbar kleine Dinge kann die Kundenkarte! sehr vielseitig ausgestaltet werden. Und aus dieser Fundgrube holt der Werbungtreibende die Anregungen für eine schlagfertige, wirksame und sinnvolle Werbung. Wenn den Versandbuchhandlungen oft der Borwurf ge macht wird, daß es an der Verbundenheit mit dem Kunden fehlt, so beruht das z. T. auf Wahrheit. Da hat z. B. ein Kunde eine größere Bestellung gemacht. Was liegt näher, als in einem kurz gehaltenen, aber verbindlich verfaßten Schreiben dem Kunden zu danken und sich für weitere Lieferungen zu empfehlen. Wie viel Versandbuchhandlungen machen das? In gewissen Zeitabständen wird die Bersandbuchhandlung ihre Kundcnkartei daraufhin zu prüfen haben, welche Stamm kunden seit längerer Zeit nichts mehr bezogen haben. In einem unaufdringlichen, höflich gehaltenen Schreiben danken wir dem Kunden für die früheren Bestellungen, geben unserer Hoffnung Ausdruck, den Kunden bisher zu seiner Zufriedenheit bedient zu haben, lassen fragend durchblicken, ob das etwa in einer Be ziehung nicht der Fall war und stellen unsere Dienste für wei tere Lieferungen zur Verfügung. Der Kunde merkt, daß jemand da ist, der sich um ihn kümmert, und der Erfolg wird nicht aus- bleiben. Bei alten Stammkunden (wer sie sind, sagt uns die Kunden kartei!) ist die briefliche Werbung angebracht und lohnenswert. Ein persönlich gehaltenes Schreiben — wir denken dabei nur an den guten Kunden — verfehlt seinen Zweck nie oder nur selten. Der Kunde fühlt sich bevorzugt behandelt, dadurch wird die Ver bundenheit gefestigt und das Vertrauen gestärkt. Zu verwerfen ist das wahllose Beilegen von Prospekten in die täglich hinausgehenden Sendungen. Gibt ein Kunde zwei oder dreimal kurz hintereinander Bestellungen auf, dann ist cs nicht ausgeschlossen, daß er mit jeder Sendung das gleiche Werbematerial bekommt. Das macht, ganz abgesehen davon, daß die Werbung ihren Zweck verfehlt, einen schlechten Eindruck. Es ist daher ratsam, sofern wir den Sendungen, die täglich unser Haus verlassen, Prospekte beilegen, auf der Knndenkartc einen entsprechenden Vermerk zu machen. Dadurch wird dieunlieb - same Doppclwcrbung verhindert. Es läßt sich nicht in starre Regeln fassen, was die Praxis im Berufsleben an uns heranträgt. Es ist aber oft dienlich, die Erfahrungen anderer in unser Gedankengut einzubauen. Wenn wir von dieser Grundstellung aus die oben behandelten Fragen ansehen — dabei bleibt es ja der Findigkeit des einzelnen über lassen, Neues hinzuzufügen, gerade wie es die Sonderstellung des Betriebes erfordert —, dann werden auch diese kurzen An regungen ihren Zweck erfüllen: durch Gedankenaustausch ein ander und dadurch der Allgemeinheit zu dienen. Paul Albert Bcltz. Neichsprüfstelle für Klaffenlesestoffe und Lehrmittel der höheren Schule Erlaß des Reichsministers für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung vom 17. August 1938 lS. dazu die Mitteilung auf S. 709) I. Die Neuordnung des höheren Schulwesens erfordert eine für das ganze Reichsgebiet einheitliche Ausrichtung aller Lesestoffe und Lehrmittel, die an höheren Schulen benutzt werden. Ich richte daher hiermit bei meinem Ministerium eine Neichsprüfstelle für Klassen lese st ofse und Lehrmittel der höheren Schule ein. Diese steht auf Grund des Arbeitsabkommens vom 11. Juli 1937 in enger Zusammenarbeit mit der Parteiamtlichen Prüfungskommission zum Schutze des NS.-Schrifttums. II. Aufgabe der Prüfstelle ist es, 1. alle Klassenlesestoffe, Quellen- u. Avbeitshefte, die im Unter richt der höheren Schulen verwendet werden sollen, 2. alle Lehrmittel für Deutsch, Geschichte (cinschl. Vorgeschichte), Erd kunde, Erblehre und Nassenkunde, 3. alle Lehrmittel der übrigen Fachgebiete, soweit sie der national- politischen Auswertung und Vertiefung des Unterrichts dienen, auf ihre sachliche Eignung zu prüfen. Tie Neichsprüfstelle prüft nicht: a) Lehrbücher, d) Zeitschriften, e) physikalische, chemische, geologische Sammlungen und Einzelstücke, <1) naturkundliche Sammlungen und Einzelstücke, soweit sie nicht unter Ziff. 2 und 3 fallen. III. Für die Durchführung der Prüfung von Klassen ke s c st o f f e n , Quellen- und A r b e i t s h e f t e n sind je 0 Prüfstücke an das Deutsche Zentralinstitut für Erziehung und Unterricht, Berlin W 35, Potsdamer Straße 51/53, eiuzuseuden. Fn den Prüfstücken müssen angegeben werden: a) das Erscheinungsjahr, b) der Preis (gebunden und'geheftet). Wenn diese Angaben nicht eingedruckt sind, müssen sie auf einer der ersten Seiten mit Bleistift eingetragen sein. Gleichzeitig mit der Einsendung der Prüfstücke ist zur Deckung der Unkosten eine Entschädigung zu entrichten, die im Interesse der Einheitlichkeit des Prüfungsverfahrens gemeinsam für das Neichs- crzichungsministerium und die Parteiamtliche Prüfungskommission erhoben wird. Sic ist auf das Konto der Parteiamtlichen Prüfungs kommission einzuzahlen. Zur Prüfung von Lehrmitteln sind dem Zcutraliustitut zwei Stücke in der jeweils besten Ausführung einzureichen Aus Für Lehrmittel werden die Prüfungsunkosten, die in gleicher Weise für das Neichserziehungsmiuisterium und die Parteiamtliche 713
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