Suche löschen...
Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 13.10.1869
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Band
- 1869-10-13
- Erscheinungsdatum
- 13.10.1869
- Sprache
- Deutsch
- Sammlungen
- Zeitungen
- Saxonica
- LDP: Zeitungen
- Digitalisat
- SLUB Dresden
- PURL
- http://digital.slub-dresden.de/id39946221X-18691013
- URN
- urn:nbn:de:bsz:14-db-id39946221X-186910139
- OAI-Identifier
- oai:de:slub-dresden:db:id-39946221X-18691013
- Lizenz-/Rechtehinweis
- Public Domain Mark 1.0
Inhaltsverzeichnis
- ZeitungBörsenblatt für den deutschen Buchhandel
- Jahr1869
- Monat1869-10
- Tag1869-10-13
- Monat1869-10
- Jahr1869
- Links
-
Downloads
- PDF herunterladen
- Einzelseite als Bild herunterladen (JPG)
-
Volltext Seite (XML)
838, 13. Oktober. 3311 Nichtamtlicher Tke;I. ständigen Erfolge gekrönt zu sehen. An Beiträgen zur deutschen Literaturgeschichte gingen Goethe's Briefwechsel mit Zeller, Riemer's Mittheilungen über Goethe, Varnhagen's Buch über Rahel, Pischon's deutsche Literaturgeschichte und Schack's Geschichte der spanischen Literatur aus diesem Verlage hervor. Endlich nahm eine Reihe an erkannt tüchtiger Schulbücher einen nicht unbedeutenden Platz in Duncker's Verlag ein. Es war eine wohlverdiente Befriedigung für Duncker, daß sich bei der Wiederkehr des Tages, an welchem er vor 50 Jahren in der Buchhandlung von Georg Voß Gehilfe geworden war, zahlreiche Freunde und Berufsgenossen von nab und fern einfanden und ihm eine Feier veranstalteten, bei welcher manches Wort der Anerkennung seiner buchhändlerischen Leistungen unter lebhaftem Anklang gespro chen wurde. Die Beziehungen zu den Männern der Wissenschaft und Kunst, mit denen Duncker in Berührung kam, pflegte er lebhaft. Er stand in Verkehr mit Friedrich Aug. Wolf, mit K. A. Böttiger, mit Le- vezow und mit Hirt, dessen Geschichte der bildenden Kunst er druckte, mit Varnhagen von Ense, Alexander von Humboldt, mit Hegel, Böckh, Johannes Schulze, E. Gans, Marheineke und andern Nota- bilitäten der wissenschaftlichen Kreise Berlins. Keine von diesen Beziehungen ist ihm so lebendig geblieben, als eine der früheren Jahre. Jener Aufschwung der deutschen Li teratur, welcher, wie oben bemerkt worden, Duncker's Berufswahl entschieden hatte, übte den mächtigsten und unmittelbarsten Eindruck durch seine dramatischen Hcrvorbringungen. Unter den von der Größe der Dichtung begeisterten Schauspielern hatten Schillcr's und Goethe's Tragödien vorzügliche Darsteller gefunden. Wie die deut sche Nation in dem Zusammcnbrcchen des alten Reichs einen gewissen Trost in dem Interesse an der Vorstellung dieser dramatischen Schö pfungen fand, so hatten dieselben auch auf Duncker's Gemüth in jener Zeit den größten Eindruck gemacht und die stärkste Anziehung aus- geübt. Aus dieser Stimmung war ihm in der Zeit von 1805 bis 1813 ein nahes Verhältniß zuJffland, dem damaligen Director des Berliner Nationaltheaters erwachsen. Die Erinnerung an jene Ein drücke und die Anregungen, die er in diesem Verhältniß gefunden, war in Duncker's Gemüth so lebhaft, daß er, bereits in hohem Al ter, bei der Wiederkehr des Geburtstages Jffland's nach hundert Jahren in einer Gedächtnißschrift der künstlerischen Begeisterung und den künstlerischen Leistungen Jffland's und seiner nationalen Gesin nung ein einfaches und würdiges Denkmal setzen konnte. Wie den gemeinsamen Interessen des deutschen Buchhandels, wendete Duncker auch dem Gedeihen seiner Vaterstadt eine eifrige Thcilnahmc zu. Seine Wirksamkeit bei dem gefürchteten ersten Auf treten der Cholera als Schuhcommissar erwarb ihm die dankbare An erkennung seiner Mitbürger. Ihre Wahl berief ihn bald darauf in die Versammlung der Stadtverordneten, welcher er fünfzehn Jahre hindurch angehört hat. Die rege Thcilnahme, welche er den Bera thungen dieser Versammlung widmete, der Eifer, mit dem er sich für gemeinnützige Anstalten beniühtc, die guten Erfolge, mit denen er das Amt des Schiedsmanns seines Stadtbezirks dreißig Jahre hin durch verwaltete, sind bei seinen Berliner Mitbürgern, bei den städti schen Behörden unvergessen. Duncker war eine leiblich und geistig gesunde, rüstige, leicht und rasch lebende, genußfähige Natur. Aber er wollte und konnte nicht allein genießen. Sein Haus stand den Freunden alle Zeit offen, Be kannte und Verwandte genossen der entgegenkommendsten Gastfreiheit. Viele aus den verschiedensten Lebenskreisen, besonders unter den Be rufsgenossen, standen ihm nahe. Er hielt alle seine Freunde treu im Herzen, mit regem Antheil solgte er ihren Geschicken und keine die ser engeren Verbindungen hat sich ihm anders gelöst als durch den Tod. In seinem Berufe fand er volle Befriedigung. Er handelte mit raschem Entschluß und durste seinem guten Blick, seinem klaren Verstand, seinem angeborenen Tact vertrauen. Eine seltene Vereini gung von sanguinischer guter Zuversicht und inftinctiver Zurückhal tung befähigte ihn zu glücklichem Handeln und so bewahrte sein Thun eine sichere Haltung und einen stetigen Charakter, obwohl er von dem lebhaftesten Temperament und Anregungen von den verschieden sten Seiten her zugänglich war. Den Mittelpunkt seines Glückes fand er in seinemHause. Eine treffliche Lebensgefährtin stand ihm achlundfüufzig Jahre hindurch mit treuester Hingebung zur Seite, seine fünf Söhne wuchsen zu tüchtigen Männern heran. Die Beschwerden des Alters raubten ihm die Heiterkeit der Seele nicht. Wie sehr die Möglichkeit des Han delns sich beschränkte, die Fähigkeit zu geselligem Verkehr und ver traulich gcmüthlichcm Austausch, den er am meisten liebte, sich min derte, die freundliche Thcilnahme seines Herzens und Geistes be wahrte ihre alte Frische. Noch in den langen Wochen seines letzten Krankenlagers fand jedes Erscheinen eines Freundes, jedes liebevolle Wort seiner Pfleger und Angehörigen freundliche, nicht selten sogar launige Aufnahme. Ein sanfter Tod im Kreise liebender und dank barer Kinder endete dieses reichbegünstigtc Leben, welches durch An theil und Thätigkeit nach vielen Seiten wohlthuend anregend und fördernd gewirkt und Erfolge erreicht hat, welche über das Grab hinaus dauern werden. Neuigkeiten der ausländische» Literatur. Englische Literatur. /tnsonv, L., tke poels ot Lreeee. 8. I.omlon, Lasse!!. Llotk 10 s. 6 d. Kr-xcuaione, VV., Lolorado: its resourees, parlrs and prospecls as a nerv tisld kor emigration; rvitk an acoount ok tke Iremkar» and Lostella distales in ike 8an Luis park. 4. London, Loxv. Llotk 15 s. Ilnsnic, IV. II. .!.. on tlis origin ol language. Ldited dz- di. Ilaeeltel. rranslated llavidson. 8. London, VVillisms L kl. 8erved 2 s. L^nor. — Ilie remarkakle like, adventures and discoveries ol 8eka- slian Lakol ok kristoi, tlio koundsr ok 6rsat kritain's maritime porvor, diseoverer ok America, and its lirst ooloniser. k^ 1. ,1. kiickolls. post 8. London. Lorv. Llotk 7s. 6 d. Lun-xre's, r»r, Home, ky /I. 6. Post 8. London, 8eeley. Ikcirsou, IV., lapan: keing a sleelek ok t!,e kistorz-, governiuent, and oklicers ok tlie einpirv 8. London, klaelrrvood L 8. Llotk 15 s. L^or, r»e, or nouovn: s tale ok tke great inutiny. I!y tke aultior ok „Ike esstern kunters". 3 Vols. Post 8. London, linsle^. Llotk 31 s. 6 d. Linnrnr. IV.. 8ir Uromas kranslon. 3 Vols. Post 8. London, Hurst L I!. Llotk 31 s. 6 d. liikii-oc», rtr. rV, large game slrooting in linket and tlis dlortk- IVest. Illustrated ky pkotograpks lalren by ^rtkur Lucas. 4. London, Ilsrrison. Llotk 21 s. Lr P.-ruv, .1. 8., tko IVz-vern mysterz-, 3 Vols. Post 8. London, linsley. Olotli 31 s. 6 d. Loorrs, IV. di., nerv geologica! map ok Lanada and tke adjaoen! re- gions. London, 8lankord. 3 L. 10 s.; in oase 5L. 5s. lllLncsr. VV., elinica! Notes on diseases ok t!>e larxnx, investigated and trealed rvitli tlre assistance ok tke laryngoseope. Post 8. London, Longmans. Llotlr 6 s. K^nnv^r, Pi.., Veronigue: s romance. 3 Vols. 8. London, kentle^. Llotk 31 s. 6 d. pxrnnnio«, Kn. and Kns., lravels in Oentral ^krics, and exploralions ok tke rvestern dlile trikutaries. 2 Vols. 8. London, llnsle;-. Llotk 25 s. liscnLnvonr, 0., ^re our Lospels genuine or not? leelure deli- vered at kremen in Karek 1869. lranslated, rvitk tke sutkor's psrmission, l. 1. Ormerod. sdlorrviek.) London, kivinglons. Lrorvn 8. 6 d. Vnnev, ,1., Lost kootsteps. a norel. 3 Vols. Post 8. London, lins- ley. Llotk 31 s. 6 d. Vior^. k^ autlior ok „Laste". 3 Vols. Post 8. London, llurst L K. Llotk 31s. 6 d. 475
- Aktuelle Seite (TXT)
- METS Datei (XML)
- IIIF Manifest (JSON)
- Doppelseitenansicht
- Vorschaubilder