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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 28.08.1896
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Band
- 1896-08-28
- Erscheinungsdatum
- 28.08.1896
- Sprache
- Deutsch
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Ausdehnung der Konsumvereine liegt, zu beseitigen. Der Central vorstand wird daher ersucht, an den Reichskanzler das dringende Ersuchen zu richten: Im Interesse des deutschen Mittelstandes ein gehende Untersuchungen über den angeblichen wirtschaftlichen Nutzen der Konsumvereine, über die Bedürsnisfragc re,, wie über Schädigung seitens der Konsumvereine durch Zertrümmerung selb ständiger Existenzen, Schwächung der Steuerkrast und Hinleitung zum sozialen Staat anstellen zu lassen und Kommissionen ein- zuberufcn, wie dies bei den Gesetzentwürfen über den unlauteren Wettbewerb, die Sonntagsruhe, die Neuorganisation des Hand werks rc, geschehen und wie dies zur Erhaltung des Mittelstandes in dieser Frage ganz besonders notwendig ist,» 2) Antrag des Vereins Halle (einstimmig angenommen): »Der Vorstand wird beauftragt, wiederholt bei den Behörden und ge setzlichen Körperschaften dahin zu wirken, daß n. die Konsumvereine in Bezug auf alle Steuern sowie in Bezug auf die Bestimmungen über Maß- und Gewichtsrevisionen den Kaufleuten gleichgestellt werden; b, die Beamten- und Offiziers-Konsumvereine und -Warenhäuser überhaupt untersagt werden; o. Ver teilung von Dividenden verboten wird,» Gleichzeitig wurde der Vorstand beauftragt, die Forderungen in einer Denkschrift eingehend zu begründen und diese dem Kaiser, dem Ministerium, den Mitgliedern des Bundesrates, Reichstages rc, zu überreichen, 3) Antrag von Tripp-Kassel (einstimmig angenommen): -Den Mitgliedern zu empfehlen, mit Häusern, welche gleichzeitig mit Konsumvereinen arbeiten, nicht in Geschäftsverbindung zu treten bezw. zu bleiben,- 4) Einstimmig wurde folgender Beschluß gefaßt: -Der Central vorstand wolle an geeigneter Stelle dahin wirken, daß jeder, der selbständiger Kaufmann werden will, eine dreijährige Lehrzeit und eine Lehrprüfung ,u bestehen hat- 5) Antrag Hoffmann - Coblenz (einstimmig angenommen): -Die Generalversammluug wolle beschließen, den Bundesrat und Reichstag zu ersuchen, den Begriff -Kaufmann- im Handelsgesetz buch wie folgt festzulegen: Kaufmann im Sinne des Gesetzes ist derjenige, welcher eine kaufmännische Lehrzeit bestanden hat. Als solcher ist er verpflichtet, sich ins Handelsregister eintragen zu lassen.- Sommernummer der Jllustrirten Zeitung,— Seitdem die Weihnachtsnummern der illustrierten Zeitschriften so allgemein in Ausnahme gekommen sind und großen Beifall gesunden haben, sind auch Frühlings- und Sommcrnummern erschienen, und eine der letzteren ist soeben von der Leipziger »Jllustrirten Zeitung» ausgcgeben worden, — ein etwas kühnes Unternehmen, eine Som mernummer in diesem sogenannten Sommerl Die Haupteigen schaft desselben, das Wässerige, teilt sie indes nicht mit ihm, wenn man vom Umschlagsbild in Farbenholzschnitt absieht, das uns eine badende -Nixe» zeigt, und das in seiner Hauptfigur eben nur als -Nixe- bewundert werden kann, während die farbenreiche humo ristische Umrahmung, in welcher ein Teil des Badelebens, das Angeln mit Herzen nach Goldfischen, symbolisiert wird, auch zwei Seepferdchen sich über versunkene Herzen zu wundern scheinen, einen schönen Umschlagschmuck bildet. Im Innern ist das Heft indes seiner Tradition, nur treffliche Schnitte in Schwarzdruck zu bringen, getreu, und es enthält deren wahrlich nicht wenige, darunter vier Vollseiten- und zwei Doppelseitenbilder, von denen die Extra-Kunstbeilage -Nachtigall-, nach einem Gemälde von Gabriel Max, eine bewundernswerte Leistung ist, die in ihrem matten Schwarz stimmungsvoll wiedergegeben wurde, ohne das Leichenhafte mancher Maxschen Gemälde. Mehrere der Blätter hul digen dem Alpensport, und es kann einem fast gruselig werden, wenn man die Kletterer am Tribulaun von Pflersch betrachtet, namentlich wenn man diese himmelhohe Felscnpyramide mit ihren senkrechten Wänden aus eigener Anschauung kennt, -Und der Mensch versuche die Götter nichtl» ist unwillkürlich dabei die nächste Em pfindung, Weit gemütlicher und voll trefflichen Humors ist da gegen das Bild -Gelegenheit macht Diebe»; die -Führerstube der Berliner Hütte» aber zeigt uns eine anziehende Zusammenstellung von Charakterfiguren, wie man solche vorzugsweise in den Tiroler und Oberbayrischen Alpen zu sehen bekommt. Diese -Sommer nummer- reiht sich den anderen, von der -Jllustrirten Zeitung- geschaffenen Saisonnummcrn glücklich an und wird überall ein will kommener Gast sein, und nicht bloß bei den eingeregneten'Som merfrischlern, denen sie allerdings helfen wird, ihr Leid mit gutem Humor zu tragen, Nb. 6. Berliner Gewerbe-Ausstellung 1896. — Der Firma Dobberke L Schleiermacher in Berlin wurde durch die Lot terie-Kommission der Berliner Gewerbeausstellung der Auftrag auf Zusammenstellung und Lieferung einer, vornehmlich aus Berliner Verlag bestehenden Musterbibliothek im Werte von 1000 ^4! erteilt. Ausstellungspreis, — Die Verlagshandlnng Ernst Heit mann in Leipzig hat auf der Ausstellung in Genf für -Schwane- bergerS Briefmarkensammelbuch» die bronzene Medaille und für das -Große Handbuch der Philatelie- ein Diplom erhalten. Personalnachrichten. Hoftitel. — Dem Musikalienhändler Herrn Otto Junne in Leipzig, der zugleich Inhaber der Hof-Musikalienhandlung Schott trsrss in Brüssel ist, ist von Ihrer Majestät der Königin der Bel gier für das von ihm in Leipzig betriebene Musikaliengeschäft der Titel eines Hoflieferanten Ihrer Majestät verliehen worden. Seine Majestät der König von Sachsen hat genehmigt, daß Herr Otto Junne diesen Titel annehme und führe. Gestorben: am 26, August in Bozen der beliebte Reiseschriftsteller und Naturschilderer Heinrich Nos, Die Allg, Ztg,, der wir diese Nachricht entnehmen, sagt über ihn: Heinrich Nos war geboren am 16. Juli 1835 zu München, studierte seit 1853 in Erlangen und München Linguistik und Naturwissenschaft, arbeitete 1857—1863 als Assistent an der Münchener Hof- und Staatsbibliothek und widmete sich später ganz der Schrift stellerei, In den letzten Jahren lebte er in Abbazia und Bozen, Nos veröffentlichte: -Bayerisches Seebuch« (München 1865), -Österreichisches Seebuch» (ebendaselbst 1867), -Neue Studien aus den Alpen- (ebendaselbst 1868), -Der Frühling von Meran» (Meran 1868), -Brennerbuch» (München 1869), -Dalmatien und seine Inselwelt» (Wien 1870), «Bilder aus Südtirol und von den Ufern des Garda-Sees» (München 1871), -In den Voralpen» (ebendaselbst 1872), -Italienisches Seebuch- (Stuttgart 1874), -Elsaß-Lothringen» (Glogau 1872),-Erzählungen und Bilder- (München1873), -DieBrüder» (Roman, Berlin 1873),-Robinson in den Hohen Tauern« (3 Bände, 2. Auflage, Jena 1879), -Deutsches Alpenbuch- (4 Bände, Glogau 1875-88), -Tage buch aus Abbazia» (Teschen 1884), -Die Reise in den Naß wald» (Erzählung, 1886), -Die Pioniere der Unterwelt- (Er zählung, 1886), -Am Hofe der Babenberger- (Erzählung 1886), -Die Fahrt der Sibylle- (Erzählung, 1886), -Sinn bildliches aus der Alpenwelt» (Klagcnfurt 1890), -Görz» (Görz 1891), -Geschichten aus der Unterwelt- (Wien 1892), -Bergfahrten und Raststätten- (1892), -Geleitbuch nach Süden- München 1893), -Deutsches Waldbuch» (1894) u, a. Nicht wenige dieser Schriften sind aus Aufsätzen entstanden, die zuerst im Feuilleton und in der Beilage zur Allgemeinen Zeitung erschienen sind, zu deren ältesten und immer gern gesehenen Mitarbeitern Nos gehörte. Sprechsaal. Die Ordnung der Verlegerkonten im Sortiment nach Städten. (Vgl. Börsenblatt Nr. 115, 130, 198.) Seit zwei Jahren beschäftigt man sich lebhaft mit der Frage der Ordnung der Perlegerkontrn im Sortiment nach Städten, Man könnte es fast als ein erfreuliches Zeichen dafür betrachten, in welch' befriedigendem Zustand sich der Buchhandel gegenwärtig befindet, daß man einem so unwichtigen Gegenstände so viele Zeit und so breiten Raum widmet. Daß es sich dabei um keine Vereinfachung des Betriebes im Sortimente handelt, darüber ist man einig. Nur um den Verlegern eine Aufmerksamkeit zu erweisen, haben die Sortimentervereine den Gegenstand auf die Tagesordnung ihrer Versammlungen gesetzt und dafür gewirkt. In Wahrheit kann es den Verlegern ziemlich gleichgiltig sein, ob der Sortimenter seine Konten nach dem Alphabet der Städte oder nach dem Alphabet der Firmen führt. Man sollte doch die innere Organisation des Betriebes jedem Einzelnen überlassen; es muß jeder selbst am besten wissen, was für seine Verhältnisse das Praktischste ist. Wir vermuten, daß die Verleger, die die Frage angeschnitten haben, die Einrichtung mit Abschlutzbüchern zu arbeiten, gar nicht kennen. Wir können nicht umhin auszusprechen, daß für unfern ge schäftlichen Betrieb cs nicht das geringste ausmacht, ob sich der Sortimenter zu dieser Neuerung entschließt oder nicht, und wir glauben, daß bei einer sehr großen Anzahl Verleger das gleiche
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