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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 31.10.1848
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Band
- 1848-10-31
- Erscheinungsdatum
- 31.10.1848
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- Deutsch
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1848.) 1135 O. Wigand in Leipzig. 7580. Volksbücher. Nr. 47 u. 48. Joachim». Anna. Aus d.Arab.v.O. L. B. WoIff.8.Geh.*'/g.^ O. Wigaiid's Separat-Conto in Leipzig. 7581. Zeit, die neue. Suppl. zu Wigand s Convers.-Lexicon. 7. Hft. gr. 8. ^ ^ C. F. Winter in Heidelberg. 7582. Archiv der polit.Oekonomie u. Polizeiwissenschaft. Hrsg. v. K. H. Rau u. G- Hansen. N. F. 8. Bd. 1. Hft. gr. 8. pro 3 Hfte. * V/z ^ Karl Winter in Heidelberg. 7583. Christoterpe. Ein Taschenbuch f. christl. Leser auf d. Jahr 1849. Hrsg. v. A. Knapp, gr. 16. Mit Goldschn. geb.*1^ 7584. Dittinar, H., die Geschichtcder Wcltvoru.nach Christus.3.Bd.1.Hälfte gr.8.Geh.^1-/z.^ Karl Winter in Heidelberg, ferner: 7535. Dittmar,H., Geschichte dergricck. Welt. gr. 8. Englisch cart. ^ 2^,/> 75d6. — Geschichte dcrrom. Welt. gr.8. Englisch cart. *2'/,.^ 7587. — dicWeltgeschichlcine.leicht überschaulichc» Umrisse.4.Aust.1.Hälfte, gr. 8. Geh. pro cplt. * 23 N/ 7588. I'roMinsn», V4., Iiisror. Atlss nnck Angaben v. H. vittmar. I.Abtb. Aila» 6er alten Welr. (8uppl. ru Dittinar'» Oescli. üerWelt.) (fu.lmp. 4. 6el>. * 7589. 2eII, 6,6e Aristotele patriarum rellglonum aestlmatore. Oratio, gr, 8.1847. Oed. 6 l»^ Wirth in Mainz. 7590. Kalender,demokratischer,f. 1849. Hrsg. v.A. Frcimund. 2. Aust. 12. Geh-*6N-( Nichtamtlicher Theil. Der Reformator Nombcrg. Von L. Nchingcr*). Herr Nomberg in Leipzig nun will einen ganz neuen Ge schäftsgang im Buchhandel einführen, wieman aus dem imB.-Bl. schon abgedruckten Eirculaire desselben ersehen haben wird. Ec hofft mit seiner Idee und mit seinen Reform-Vorschlägen dem nach seiner (Herrn Rombergs) Meinung nämlich so sehr gesunkenen Buchhandel, nach und nach wieder auf die Beine zu helfen, damit derselbe nicht gänzlich dahinsinke in Asche und Staub zum Nimmerauf- erstehen; ja besagter Herr R. hat auch wirklich bereits den Anfang mit seinen Reformen schon gemacht, und zwar vorab nur erst in sei nem eigen en Gescha ft; — denn andere Handlungen zögerten bis jetzt noch sich mit ihm zu gleichem und gemeinschaftlichem Handeln zu verbinden, sei es nur deshalb, weil ihnen die Zweckmäßigkeit und Brauchbarkeit des neuen Geschäftsganges vielleicht noch nicht einleuch tete, oder wollten sie vielleicht erst abwarten, ob noch mehrere andere Handlungen dem. Beispiele des neuen Reformators folgen würden; oder sei es, daß sie das neu vorgeschlagene Ansuchen für sich und ihr Geschäft nicht anwendbar, passend und brauchbar fanden; oder aber glaubten sie vielleicht: dasselbe würde eben nur eine Idee des Herrn R- allein bleiben, und Niemand an die Ausführung derselben den ken und gehen; oder aber dachten sie auch noch irgend anders und was weiß ich was gerade! Genug: — sie schwiegen aber fast Alle und staun ten , oder warteten der Dinge, die da kommen sollten! — Ich entsinne mich wenigstens nicht, daß dieser neue Reformplan irgendwie und ir gend welchen Anklang bei den Buchhändlern bis jetzt gefunden hätte, wenigstens bekunden darüber unsere drei Buchhändler-Blätter nichts! Jedermann handelte vielmehr nach wie vor, so Weiler in seinem Vec- lagsgeschäft, wie ec's bisher gewohnt gewesen und wie es bisher üblich war, und man überließ dem HerrnR.selbst seinen Vorschlag; und ich glaube auch: dies war ganz gescheut, ganz recht so gethan, denn warum vielleicht kostspielige Versuche machen? warum rütteln, gewaltsam rütteln und schütteln an einem Baume, der bislang noch so fest stand und sich bisher noch so ganz leidlich bewährt hat? Warum rütteln an einem Baume, der schon lange vor Herrn Rombergs Zeiten fest begründet und gut befunden war? Warum rütteln an einem Hause, das wir bisher immer noch als Muster hinstellten den Franzosen und den Engländern, den Spaniern und den Italienern, sowie andern civilisirten und uncivilisirten Völkerschaften? — Ja, unser Haus war *) Bruchstück und Probe aus einem eben so überschriebencn Auf sätze, welcher demnächst im dritten Hefte von „ Sieben pfeiffers Skizzen, Novelleten, Notizen re. aus dem Buchhändler-Leben" (Landsberg a./W., Volger L Klein) vollständig abgedruckt erschei nen wird. — Wir empfehlen bei dieser Gelegenheit dies interessante und mannigfaltige Siebcnpfeiffer'sche Merkchen, wovon bis jetzt 2 Bändchen erschienen sind, allen Herren Collegen angelegentlichst. gut und solid construirt vom Grunde aus; es hatte einen festen und soli den Grund und Boden, und es ruht auch noch auf festen und guten Grund pfeilern; hüte man sich doch ja an diesen Grundpfeilern zu rütteln und zu wühlen! hüte man sich doch janamentlichjetztzu reformiren, wo gerade die allerschlechteste Zeit zum Reformiren ist! Denn die Zeit selbst, die allgewaltige, hat leider jüngst schon genug gewühlt und ge rüttelt an unserm Geschäft! Es ist Manches darin auch mit der Zeit freilich schlecht und schlechter geworden als früher; es sind gar zu ver schiedenartige Elemente in unser Geschäft eingedrungen und haben dar an geformt und gemodelt, gerupft und gezupft; aber das Funda ment unseres Baues ist doch noch kernig und gut geblieben trotz aller Wühlereien! — Manches, was die neueste Zeit gebar, mag nun freilich wohl den Herren Verlegern gar sehr schlecht behagen, wie z. B. die gewaltige Zerstörung des Credits, die oft so schlechten Resultate des Absatzes und hauptsächlich dieGeldcalamität, welche die Sortimen ter von der rechtzeitigen Bezahlung ihrer Eontis 1847 abhält; — ja das Alles und noch mehr mag freilich sehr störend für die Herren Ver leger und deren Geldbeutel, der sich immer bisher so hübsch und so be quem und so behaglich füllte, denn die Sortimenter hatten ja nur allein die Qual des Absatzes von guten Werken und von Schund, gewesen sein; aberblicket doch nur einmal auf andere Stände und auf andere Geschäfte, ihr lieben Herren! Seht doch nur, wie der Handwerkerstand darniederliegt und schmachtet und rein verdirbt! Bli cket doch an, die Kausleute große und kleine! — Wie viele von ihnen gingen schon durch die Stürme der neuestenZeit so urplötzlich zu Grunde? Wie viele kamen so rasch, und wie viele so unverschuldet an den Bet telstab? — Und seht dagegen nun an, euren Stand: wie wenige nur fie len bis jetzt von euren Eollegen! —Ja, es sanken Gott seiDank! bisjetzt nur Wenige von uns; aber freilich: cs sind noch Viele krank, es kann noch Mancher sinken, der sich aber wieder erholen würde, wenn die Zeiten besser werden, und wenn er nicht zu hartherzig darnieder getreten würde in den Staub etwa von Leuten mit einem großen und unersättlichen Beutel und einem weiten Gewissen, von sogenannten Eollegen, die vielleicht schöne Worte auf den Lippen, aber kein Herz im Leibe haben für das Unglück, für dieNoth und für die Leiden ihrer von den gewaltigen Zeitstürmen schwer betroffenen und schwer geprüften Brüder! — Doch ich komme ja auf einmal ganz und gar ab von meinem Thema! Ich wollte ja nur über einen neuen Reformplan sprechen und mein Gefühl riß mich hin und ließ mich warm und dabei vielleicht auch etwas bitter werden, denn ich ereifere mich jedesmal, wenn und wo ich auf Hartherzigkeit, Scheinheiligkeit, Lieblosigkeit und starren Egoismus stoße. Ich gebe aber die feste Versicherung, daß alles das, was ich so eben sagte, nicht etwa auf Hrn. R. zu beziehen und ein Vorwurf oder gar eine Kränkung für denselben sein soll; nein, keines wegs ! — Vielmehr erkenne ich an, daß es diesem intelligenten Vuch- 168 *
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