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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 05.10.1847
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- Band
- 1847-10-05
- Erscheinungsdatum
- 05.10.1847
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- Deutsch
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1847.) 1209 Franz Müller in Stuttgart. ^USVLAI von Uieclern berühmter (Komponisten mit leichter 6uitarre- bexleitung von Slier. »est 1. 10 19 Lirckbos, , Kennst Du clss such? Oecliclit von Kerner 1. eine Stimme m. pst«. 12^ Küclreii, kV, Wen» sich revsi Herren scheiste», Oeckicht von 6elbei kür eine Stimme m. pste. 7^, Nichtamtli AuS Oesterreich. (Au« Nr. 31 des Organs.) Wie außerordentlich schwer es ist, in dem österreichischen Kaiser staate die Erlaubniß der Behörden zum Betriebe des Buchhandels zu erhalten, der als ein streng zu überwachendes und zu controlirendes Gewerbe von Seiten der Regierung betrachtet und behandelt wird, dürfte nicht so allgemein bekannt sein, als es die höchst geringe Zahl der Buchhandlungen wohl vermuthen laßt. In der österreichischen Mon archie mit 38 Millionen Einwohnern bestehen nur 148 Buchhand lungen, die sich auf 52 Städte in folgende Provinzen vertheilen. Böhmen in 7 Städten 18 Buchhandlungen. Galizien „ (mit Cracau) 7 " 16 Jilyrien „ 3 ,/ 18 Kroatien „ Lomb. Venet. 2 2 Königreich „ 2 // 3 Mähren ' „ 2 „ 4 Oesterreich „ (Erzherzogth.) 6 41 Schlesien „ 2 2 Siebenbürgen „ 4 ,, 6 Steyermark „ 1 6 Tyrol „ 3 6 Ungarn „ 13 ,/ 26 52 Städte 148 Buchhandlungen Auf 256,757 Seelen kommt somit erst eine Buchhandlung. Dies giebt eine ziemlich sichere Basis zur Beurtheilung der geistigen Bildung in Oesterreich, weil für die Kcnntniß der geistigen Zustande eines Volkes, eines Landes, oder einer Stadt die Anzahl der Buch handlungen einen guten Gradmesser abgiebt; sie bezeichnen treffend den hohen oder nieder» Standpunkt der Intelligenz. Blicken wir um uns und wir werden stets bestätigt finden, daß je allgemeiner die Bil dung eines Landes, desto zahlreicher die Buchhandlungen, je dürftiger die Bildung, desto spärlicher die Buchhanolungen. Als Gegensatz führen wir an, daß Berlin mit 400,000 Einwoh nern die Halste so viel Buchhandlungen zahlt, als die ganze österrei chische Monarchie mit 38 Millionen Einwohnern! Dieser für den Oesterreicher wenig schmeichelhafte Vergleich scheint jedoch dadurch ge- mildertzu werden, daß man sieht, wie viele junge Leute in Oesterreich zu Buchhändlern gebildetwerden, und aufdieseWeiseeineVermehrung der Buchhandlungen in Aussicht stehen mag, obgleich diese durch die vielen fremden Buchhandlungsgehülfen und zwar besser erreicht werden könnte, weil ihnen eine größere Geschäftsgewandtheit und höhere Bildung nicht abgesprochen werden kann. Aber, wie wir später ausführen wollen, so darf nicht der zehnte Theil dieser jüngeren Buchhändler hoffen, in Oesterreich selbstständig zu werden. Wenn angenommen wird, daß nur die Hälfte der 148 Buchhandlungen in Oesterreich, also 74 Buch handlungen, und jede nur einen Lehrling hat, so ergiebt sich in 4 Jah ren, als gewöhnlichen Zeitraum der Lehrzeit, ein Zuwachs von 74 Buch händlern, in 12 Jahren bei gleichem Verhältniß also eine Vermehrung Schlcsingcr'fche Buch- u. Musikalicnh. ln Berlin. Kllrsll, 0. V., Op. 31. 25 prelucles p. pfre. l-iv. I—3 s 25 Siegel F» Stoll in Leipzig. 8srtiiii, ll, Oiroix ü'lütucles progressives p. pkte. 1>lv. 5,6 n >5 vcksxer, 6., Op. 108. Vslse sentiinentsle p. pkte. 22^19,^. — — Op. 109. 51s petlr« Osrguv. llomsnce p. pste. 17Hz, Op. 110. Impromptu p. POe. Ilhtz bizcf. cher Th eil. von 222 jungen Buchhändlern, die alle, und dies mit Recht, einst selbstständig werden wollen. Nun sind aber seit 12 Jahren im Um fange der gesammten Monarchie nicht 20 neue Buchhandlungs-Privi legien ertheilt worden, und mehr dürften auch in Zukunft, wenn nicht ganz besonders günstigellmstände dafür eintceten, kaum ertheilt werden, weil das Stereotype beliebter ist, als die Stereotypie! Demnach werden viel zu viel junge Männer zu Buchhändlern ge bildet, weil nach Darstellung der Verhältnisse 9 Theile in dienenden Verhältnissen bleiben müssen, und nur der zehnte selbständiger Buch händler in Oesterreich zu werden Aussicht hat. Wenn dieses auch kein Glück ist, so sind jene doch insofern unglücklich, als sie ihre Lebcnslauf- bahn gänzlich verfehlt haben, denn so wie es die hohe Lebensaufgabe des Menschen auf dieser Erde ist, immer besser, tugendhafter, vollkomme ner zu werden, mit einem Worte innere Selbstständigkeit zu erstre ben, so wünscht und trachtet er auch die äußere zu erreichen und hat dazu auch ein natürliches Recht! Jeder Buchhandlungschef in Oesterreich kennt diese Verhältnisse genau, während sie den Buchhandlungslehrlingen meist gänzlich fremd sind. Je reifer ihre Einsichten werden, je vollkommener wird auch ihre Enttäuschung! Würden dem jungen Manne, der in Oesterreich Buch händler werden will, wie es im Sinne der Humanität und Nächsten liebe liegt, die buchhändlerischen Verhältnisse, wie sie wirklich sind, und die sehr geringen Aussichten, die sich ihm in dieser Laufbahn eröffnen, gewissenhaft geschildert, so würde ei» junger Mann bei gesunden fünf Sinnen nun und nimmermehr Buchhändler werden wollen. Es wäre wünschenswerlh, daß die Herren Vorsteher der Buchhändler-Gremien in Oesterreich dieser Angelegenheit, die für den Buchhandel nicht min der wichtig als für das Glück der einzelnen Individuen ist, ihre Auf merksamkeit schenken möchten, damit es nicht ferner vorkommt, daß eine Buchhandlung gleichzeitig 4 Lehrlinge hat, wie es in Wien der Fall ist. Raimund H — Envicdcrnlig. Die in Nr. 81 des Börscnbl. 47 gegen mich gerichtete Veröffentli chung bedarf meinerseits wohl nur denjenigen Herren College» gegenüber eine Erwiederung, rcsp. Rechtfertigung, welche kein Antiquar-Geschäft füh ren; alle anderen wissen, daß man trotz allem Horror vor Nachdruck und Nachdrucks-Vertrieb, und ungeachtet möglichst großer Vorsicht sowohl bei käufl. Uebernahme ganzer Bibliotheken, als auch bei Aufträgen für auswär tige Auktionen, den Ankauf einzelner Nachdrücke manchmal nicht vermei den kann, und daß es am Ende ein verzeihliches Versehen ist, wenn — ungeachtet des Grundsatzes» die so acquirirtcn Nachdrücke sofort zu vernich ten, — einzelne Nachdruck-Exemplare in die Catalogc sich einfchleichen, zumal wen» man das Catalogisiren nicht persönlich besorgt. Uebrigens fühle ich mich dem anonvmen Herrn Einsender, den ich vielleicht nicht allzu entfernt zu suchen habe, dankbar verpflichtet für die Aufmerksamkeit, welche er meinen antig. Verz. zu schenken scheint; würde erden Catalogen auch anderer Antiq.-Handlungen gleiche Lhcilnahinc schenken, so hätte er sehr oft Gelegenheit, derartige Monita zu machen, welche mehr zu Privat-Mitthcilungen sich eignen, als vor das Forum der Ocffentlich- kcit gehören dürften, es sei denn, daß ihnen mehr der Zweck zum Grunde liege, eine Firma zu verdächtigen, als dem Buchhandel wesentliche Dienste zu leiste». Louis Ehlermann.
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