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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 24.01.1939
- Strukturtyp
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- 1939-01-24
- Erscheinungsdatum
- 24.01.1939
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- Deutsch
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bildung eines städtischen Chors ober der Verschmelzung besteht, der Plan in jedem Einzelfall durch die Abteilung Chorwesen und Volks musik fBerlin-Charlottenburg, Grolmanstraße 36) zur Genehmigung vorgelegt werde. Reichsmusiktage 1939 in Düsseldorf Auf die Aufforderung, Werke zur Aufführung auf den Reichs- musiktagen 1939 in Düsseldorf einzusenden, sind bis zum Schluß termin 1121 Kompositionen eingegangcn. Darunter befinden sich allein 36 Opern sowie 431 Symphonien, Chorwerke und Jnstru- mentalkonzerte. Die übrigen Einsendungen verteilen sich auf die Ge biete der Kammermusik einschließlich des Liedes, Festmusiken für Parteizwecke und andere Anlässe sowie Kompositionen für Werk konzerte. Zahlreiche Bewerbungen um den Leipziger Bach-Preis Der alljährlich zu verteilende Johann-Sebastian-Bach-Preis, den die Neichsmessestadt Leipzig in Höhe von 5000 Mark für eine Symphonie oder symphonische Dichtung, eine Oper, eine Kammer musik oder eine zusammenhängende Liederfolge geschaffen hat, hat in der deutschen Musikwelt sehr großes Interesse gefunden. Vier undzwanzig Opern und einundfünfzig Symphonien sind zur Be werbung von deutschen Komponisten eingereicht worden, außerdem noch etwa fünfzig Werke anderer Gattungen. Ein Jahrhundert Berliner Musikalienhandlung A. Glas Unter diesem Titel erschien aus Anlaß der Hundertjahrfeier der Musikalienhandlung A. Glas in Berlin am 26. September 1938 eine Festschrift in Form einer kulturgeschichtlichen Skizze von vr. Werner Siebarth s16 S. und 8 S. Bilder. 8°), die einen reizvollen Einblick in das Schicksal und den Ausstieg der Firma im vergangenen Jahr hundert gibt. Aus einem bereits fünfundzwanzig Jahre bestehenden Antiquariat war 1838 die Musikalienhandlung hervorgegangen. Ihr Name bekam unter der verständnisvollen Leitung von August Glas rasch einen guten Klang in den Kreisen der Künstler und Musiklieb haber der Neichshauptstadt, so daß sie sich des öfteren räumlich ver größern mußte. Unter den Brüdern Streller, die seit 1925 Inhaber sind, wurde der Ausbau fortgesetzt. Generalvertretungen für Berlin verschiedener großer deutscher Musikverlage kamen hinzu. Das Sorti mentslager umfaßt heute 500 000 Werke und zählt damit zu den größten Berlins und der Welt überhaupt. Es ist daher auch kein Wunder, daß die Kundenlisten der Firma eine große Zahl berühmter Namen aus Vergangenheit und Gegenwart aufweisen. — Der An hang der Festschrift gibt eine Reihe Glückwunschschreiben mit den Bildern bekannter Künstler und Musikpädagogen wieder, ferner wird das Aussehen der früheren Geschäftshäuser und das äußere Gesicht des heutigen Ladens mit seinen Verkaufsräumen gezeigt. Deutsche Brucknergesellschast Nachdem die Internationale Brucknergesellschaft in die Deutsche Brucknergesellschaft übergefllhrt worden ist und die neuen Satzungen vom Reichsminister für Volksaufklärung und Propaganda genehmigt worden sind, ist nunmehr das Werk Anton Bruckners in die Obhut des gesamten Großdeutschen Reiches genommen worden. Zum Präsi denten der in Wien neu gegründeten Deutschen Brucknergesellschaft hat Reichsminister vr. Goebbels Staatsrat vr. Wilhelm Furtwängler und zum Geschäftsführer der Gesellschaft den Wiener Rechtsanwalt vr. Werner bestellt. Deutsches höheres Schulwesen in der Tschecho- Slowakei Zur Frage des deutschen Schulwesens und der deutschen kul turellen Einrichtungen in der Tschecho-Slowakei schreibt der »Prager Zeitungsdienst«, der der Führung der deutschen Volksgruppe in der Tschecho-Slowakei nahesteht, u. a.: Für die Entwicklung des deutschen Kultur- und Schulwesens in der Tschecho-Slowakei ist nicht nur maßgebend die Erhaltung der kulturellen und erzieherischen deutschen Anstalten, sondern auch die Ausrichtung nach national-sozialistischen Gesichtspunkten. Das betrifft nicht nur die Schulen, sondern auch die Theater und alle Verbände, wie z. B. den »Bund der Deutschen«, den »Kulturverband« und den »Bund für Leibesübungen«. Was die Hochschul frage betrifft, so bedeutet die Erhal tung und Weiterführung der deutschen Hochschulen in Prag und Brünn einen großen Erfolg. Die Entjudung der Hochschulen ist i m wesentlichen abgeschlossen. Ein eigenes Nassenamt zum Studium der Nassenfrage im Zusammenhang mit der Kulturfrage ist geplant. Schwieriger liegen die Verhältnisse bei den höheren Schulen: Böhmen hat nur noch Trümmer des ehemaligen deut schen Schulwesens. Besser steht es in Mähren, weil dort die deut schen Lehrer ausgehalten haben. Insgesamt gibt es in der heutigen Tschecho-Slowakei 12 Realgymnasien und 1 Gymnasium, ferner 1 Lehrerbildungsanstalt in Brünn, 3 Handelsakademien lPrag, Brünn und Olmütz), 5 Handelsschulen, von denen 3 an die Handels akademien angeschlossen und 2 selbständig sind, 1 Staatsgewerbe schule in Brünn, 1 Textilgewerbeschule in Brünn, 1 Fachschule für Frauenberufe in Brünn und 1 Gartcnbauschule in Brünn. — Eine wichtige Frage in diesem Zusammenhang ist auch die Aufnahme von tschechischen Schülern in deutsche Anstalten. In der Prager Deut schen Handelsakademie z. B. besteht die Hälfte aller Schüler aus Tschechen. Anschlußmöglichkeiten für Dichterlesungen Das Vortragsamt der Rcichsschrifttumsstelle beim Reichsmini sterium für Volksaufklärung und Propaganda, Berlin W 8, Fricdrich- straße 194/199 gibt bekannt, daß für die nachstehend genannten Dichter für die in den nächsten Monaten angesetzten Vortragsfahrten sich folgende Anschlußmöglichkeiten ergeben: 1. Otto Gmelin. Termin 10. bis 13. März und 17. bis 19. März. Für die Gaue: Hessen-Nassau, Koblenz, Saarpfalz, Baden, Württemberg, Schwaben. 2. Ludwig Tügel. Termin Ende Januar/Anfang Februar. Für die Gaue: Westfalen-Süd, Westfalen-Nord, Essen, Düssel dorf, Köln-Aachen, Koblenz-Trier. 3. Heinrich Zillich. Termin Anfang März. Für die Gaue: Baden, Hessen-Nassau, Koblenz-Trier, Köln-Aachen, Düsseldorf, Essen. Vortragsstellen, die für Lesungen der vorgenannten Dichter zu den angegebenen Anschlußterminen Interesse haben, wollen sich um gehend an bas Vortragsamt wenden. Personalnachrichten Am 20. Januar starb im Alter von vierundfünfzig Jahren Herr Karl Haus st ein, Mitarbeiter der Firma Louis Naumann in Leipzig. Todesnachrichten aus Wissenschaft, Literatur und Kunst Im 76. Jahr starb in Wernigerode der Heimatforscher Ober pfarrer a. D. vr. d. e. G e o r g A r n d t; in Ebental im 75. Jahr der Geodynamiker Prof. vr. Alwin Bclar, früher Leiter der Laibacher Erdbebenwarte; im 65. Jahr der Wiener Komponist Julius Bittner; am 8. Januar im 64. Jahr in Heidelberg der Chemiker Prof. vr. Julius von Braun, Ordinarius für Chemie und chemische Technologie an der Universität Frankfurt a. M. und Direktor des Chemischen Universitätsinstituts; in München im Alter von 68 Jahren der Maler Wilhelm von Dietz; am 15. Januar in Frankfurt a. M. der Schriftsteller und Danteforscher vr. Hans Geisow; am 4. Januar im Alter von 55 Jahren der ao. Professor für angewandte Psychologie und Abteilungs vorstand am Leipziger Institut für experimentelle Psychologie Otto Klemm; im Alter von 73 Jahren der Dresdner Tonkünstler Prof. Emil Krönte; am 12. Januar in Berlin im 85. Jahr Geheimer Regierungsrat Prof. vr.'Julius Menadier, früherer lang jähriger Direktor des Münzkabinetts an den Staatlichen Museen in Berlin; in Goslar im Alter von 98 Jahren der Altphilologe und Übersetzer Gymnasialdirektor a. D. Prof. v. vr. Hermann Menge, der Schöpfer einer als Menge-Bibel bekanntgewordenen kritischen Bibelübersetzung und Verfasser lateinischer und griechischer Wörterbücher: am 5. Januar der Scnatspräfidcnt beim Reichs finanzhof in München Siegfried Ott; in der Silvesternacht im Alter von 37 Jahren vr. Walther Schmidt, Direktor und Chefarzt des Tuberkulosekrankenhauses Hcidelberg-Rohrbach; am 14. Januar in Berlin kurz vor Vollendung des 65. Jahres Paul Schmers, Hauptschriftleiter der »Allgemeinen Musikzeitung«; in Stockholm im Alter von 79 Jahren der schwedische Nöntgenforscher vr. Tage Sjögren; im 73. Jahr der Dirigent und Komponist JohannStrauß, Neffe des Walzerkönigs; in Berlin im 51. Jahr der Maler und Zeichner Jupp Wiertz. Hauvtschriftleiter: vr. Hellmuth Langenbuch er, Schömberg. — Stellvertreter des HauptschriftleiterS: Franz Wagner, Leipzig. — Berantw. Anzetgenletter: Walter Herfurth, Leipzig. - «erlag: «erlag de« Börsenveretnö der Deutschen Buchhändler zu Leipzig. - Anschrift der Schrtftleitung und Expe- dtttou: Leipzig S 1, Gerichtsweg S« Postschlteßfach S7S/7V. - Druck: Ernst Hedrich Nachf., Leipzig 6 1, Hospttalstraße 11.-1«. - D.A. 7700/XII. Zur Zeit ist Preisliste Nr. 8 gültig!
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