Musik-Nachrichten Sachverständigen-Beirat der Fachschast Musikverleger Als Mitglieder des Sachverständigen-Beirats der Fachschaft Musikverlcger hat der Präsident der Reichsmusikkammer berufen die Herren: vr. Hellmuth von Hase-Leipzig, Georg Kallmeyer- Wolfenbüttel, Walter K a tz s ch m a n n - Leipzig, Fritz Linne- mann-Leipzig, Will M e i s e l - Berlin, Robert Rühle-Berlin, Horst Sander- Leipzig, Wilhelm Schaefer - Berlin, vr. Ludwig Strecker- Mainz. Schulungskursus des Musikalienhandels in Leipzig Alle Lehrlinge des Musikalienhandels — Musikverlag und Musi kalienhandel —, die bis zum 31. Dezember 1939 auslernen, werden vom Präsidenten der Neichsmusikkammer aufgefordert, an dem in Leipzig in der Zeit vom 25. Februar bis 7. März stattfindenden Schulungskursus teilzunehmen. Zur Durchführung dieses Schulungs kursus sind die Leiter der Fachschaften Musikverlcger, Musikalien händler und Angestellte des Musikalienhandels beauftragt. Übergang der Ammre in die Stagma Der »Musikalienhandel« teilt mit, daß die in weitesten Kreisen des Musikalienhandels und der Musikindustrie des In- und Aus landes bekannte Ammre G. m. b. H. kurz vor Schluß des Jahres 1938 ohne Liquidation ihre Gesellschaftsform aufgegeben und sich mit allen mechanischen Urheberrechten der Stagma angeschlossen hat. Seit 1935 bestand bereits insofern eine Verwaltungsgemeinschaft, als die mechanischen Rechte der Obhut und Leitung des Direktors der Stagma, Leo Ritter, unterstellt waren. Hinzugekommen ist nun die wirt schaftliche Verschmelzung, vr. W. Mann und F. A. Beck stehen weiter hin der als Sonderabteilung in der Stagma fortgeführten Amre vor. (Die ehemalige Ammre wird sich in Zukunft nur Amre schreiben, da sie nicht nur musikalische, sondern auch literarische Urheberrechte vertritt und der bisherige Name eigentlich ein viel zu enges Aufgabengebiet andeutete.) — Die Stagma-Abteilung Amre bleibt nach wie vor in den internationalen Gemeinschaften des 6.1. v. U. (vureau International cke 1'vckition Uecanique, Parts) eietäs ck'^uteui-8 et vompoLiteurs. Sie wird nach den bewährten Grundsätzen im Schoße der Stagma die mechanischen Rechte gegen über der Schallplattenindustrie, dem Rundfunk und allen denen, die neuartige Tonträger auf den Markt bringen, verwalten. Fest der deutschen Chormusik Der Reichsverband der gemischten Chöre Deutschlands veran staltet vom 24. bis 28. Juni in Graz ein Fest der deutschen Chor musik, das als erstes seiner Art nach der Schaffung Großdeutsch lands zu einem Bekenntnis deutschen Volkstums und deutscher Kultur gestaltet werden soll. Einheits-Chor für Städte ungeeignet Der Präsident der Neichsmusikkammer, Prof. vr. Peter Naabe, nimmt in einer Anordnung zur Neubildung städtischer Chöre Stel lung. In einigen Städten seien Bestrebungen im Gange, die vor handenen Chorvereinigungen zu einem einzigen großen Chor zu sammenzufassen. Das hier erkennbare Bemühen um den Aufbau leistungsfähiger städtischer Chöre sei sehr zu begrüßen. Die prak tischen Erfahrungen hätten aber gezeigt, daß die Verschmelzung zu einem Einheitschor nicht zur tatsächlichen Erfassung aller sangcs- tätigen Kräfte der Stadt führt und daß ein solcher Einheitschor sämtlicher vorhandenen Chöre niemals allen künstlerischen Aufgaben gerecht werden könne. Der Präsident der Neichsmusikkammer wendet sich gegen die Zerschlagung von Chören aus falsch angewendeten Einheitsgedanken und bestimmt, daß ihm, sobald die Absicht der Neu- Gutenberg-Reichsausstellung Leipzig 1940 In unserer Ausgabe vom 17. Januar berichteten wir über das Ergebnis des Architektur-Wettbewerbes zur Gutenberg-Reichs ausstellung Leipzig 1940. Dort wurde auch mitgeteilt, daß unter maßgeblicher Beratung durch den Generalbauinspektor Professor Speer zum Generalarchitekten der Leipziger Gutenberg-Reichsausstellung Professor F a h r e n k a m p - Düsseldorf ernannt worden ist. Unsere Aufn.: F. A. Stenzel Abbildung zeigt die Gesamtansicht der Ausstellung nach dem Entwurf von Professor Emil Fahrenkamp. Der Plan zeigt die Aufteilung in zwei getrennte, aber durch Untertunnelung miteinander verbundene Räume nördlich und südlich der Frankfurter Straße. Auf der Nord seite befinden sich die eigentlichen Ausstellungshallen, auf der Südseite das Ausstellungskaffee und — seitlich vom linken Eingangsturm — die provisorische Kongreßhalle.