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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 12.04.1932
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Band
- 1932-04-12
- Erscheinungsdatum
- 12.04.1932
- Sprache
- Deutsch
- Sammlungen
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- ZeitungBörsenblatt für den deutschen Buchhandel
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X: 84, 12. April 1932. Redaktioneller Teil. Börsenblatt f. d.Dtschu. Buchhandel. wenn die Einlösung der Fakturen durch Kommissionär oder BAG gewährleistet ist. Mit einigen Krcisvcreinen haben wir die Ein ziehung ihrer Sondcrbeiträge zusammen mit dem Börsenvereins- Mitgliedsbeilrag durch unsere Geschäftsstelle vereinbart. Auch diese werden von den betreffenden Mitgliedern in monatlichen Teilbeträgen mit erhoben. Gegenüber der wiederholt vertretenen Meinung, daß ein Mitglied zur Verringerung der Beitragsunkosten aus dem Fach öder Kreisvcrein ausscheiden könne, ohne die Börsenvereinsmit gliedschaft zu verlieren, weisen wir darauf hin, daß nach Maß gabe der Satzung die Börsenvereinsmitgliedschaft die Zugehörig keit zum zuständigen Fach- und Kreisverein voraussetzt. Das Ausscheiden aus dem Fach- oder Kreisverein hat satzungsgemäß den Verlust der Börsenveretnsmitgliedschaft zur Folge. Ehrenzeichen des Buchhandels. Das tragbare Ehrenzeichen des Buchhandels wurde im Be richtsjahr an 131 Angestellte von Mitgliedsfirmen verliehen, und zwar in Silber an 31 Mitarbeiter aus Grund von mehr als vierzigjähriger ununterbrochener Tätigkeit und in Bronze in 100 Fällen nach mindestens fünfundzwanzigjähriger Tätigkeit. Deutsche Bücherei. Me Deutsche Bücherei hat sich im vergangenen Jahr in er freulicher Weise entwickelt. Aussührliches wird im 19. Verwal tungsbericht, der zur gegebenen Zeit wieder im Börsenblatt ver öffentlicht werden wird, mitgeteilt werden. Hier seien nur einige Nachrichten vorweggenommcn, für die beim Buchhandel besonde res Interesse vorhanden sein dürfte. Der für das Rechnungsjahr 1931 aufgestellte Haushalts- p l am schloß mit einem Gesamtbetrag von 608 900 RM ab, der durch die Notverordnungen und durch sonstige Sparmaßnahmen am Ende des Jahres aus 574 000 RM gesenkt war. Der Dienst- bctricb erfuhr eine starke Vermehrung, wodurch der seit längerem bestehende Personalmangel noch drückender wurde. Die ver mehrte Verwendung von Volontären und Praktikanten in regel rechten Dienststellen vermochte nur eine verhältnismäßig schwache Entlastung zu bringen. Die Bestände sind am Ende des Jahres auf 988700 Bände angewachsen. Die Zahl der eingehenden periodischen Schristen beträgt 38 700; von diesen sind 16 555 reine Zeitschrif ten, 14 399 jährliche Periodika und 7746 Serienwerke. Im Zeit schriftenlesesaal liegen 4100 Zeitschriften aus. Die Kartcnsamm- lung zählt 27 000 Karten, die Sammlung der künstlerischen Drucke 14 800 Drucks und die Bibliographische Handbibliothek 9000 Nachschlagewerke. Die über den Geschäftsgang geführte Statistik, die einen ungefähren Maßstab für die Sammeltätigkeit bildet, weist 297 112 (1930: 276 401) Posteingänge und 72 087 (83 970) Post ausgänge, also zusammen 369 199 (360 371) Postsendungen auf. Der Zuwachs der Bestände betrug 69 751 (77 541) Bände, von denen 33 751 (42 541) Erscheinungen des Buchhandels und 36 000 (35 000) Erscheinungen außerhalb des Buchhandels waren. Der Verminderung der buchhändlerischen Produktion steht also eine geringe Vermehrung des Zugangs an Schriften, die außerhalb des Buchhandels erschienen sind, gegenüber. Der Sammlung des auslands deutschen Schrift tums wurde besondere Pflege gewidmet. Durch eine mit der Bibliothek der Deutschen in Reichcnberg getroffene Vereinbarung wurde die lückenlose Erfassung des sudetendeutschen Schrifttums sichergcstellt. Bezüglich der bibliographischen Tätigkeit ist zu berichten, daß die »Deutsche Nationalbibliographie», die mit Ja nuar l932 unverändert in ihr zweites Erscheinungsjahr einge treten ist, sowohl mit ihrer »Allgenreinen Ausgabe» wie mit der einseitig bedruckten »Bibliotheksausgabe« beim Buchhandel, den Bibliotheken und der wissenschaftlichen Welt sich einer wachsenden Teilnahme erfreut. Die übrigen von der Anstalt bearbeiteten Bibliographien, insbesondere das »Literarische Zentralblatt für Deutschland« und die »Jahresberichte des Literarischen Zentral blatts-, das »Monatliche Verzeichnis der reichsdeutschen amt lichen Druckschriften», das in feinen fünften, und das »Deutsche Rundfunkschrifttum», das in seinen dritten Jahrgang eingetreten ist, wurden unverändert fortgeführt. Die Bibliographische Auskunft st elle ist in er höhtem Maße in Anspruch genommen worden. Die Gesamtzahl der erbetenen Auskünfte stieg von 12 496 auf 15 433. Ebenso ist die Benutzung wieder stark gestiegen, die Zahl der Besucher von 341 661 auf 401 904 und die Zahl der Bücher bestellungen von 203 057 auf 237 075. Die Höchstzahl des Tages- besuchs brachte der 26. Januar 1932 mit 1635 Personen. Die Lesesäle waren häufig bereits in den Vormittagsstunden voll be setzt, in den Nachmittags- und Abendstunden, namentlich wäh rend der Wintermonate, meist überfüllt. Es wurden deshalb im Zeitschriftenlesesaal noch 16 neue Arbeitsplätze geschaffen, sodaß hier nunmehr 138 Plätze vorhanden sind. Mit dem Großen Lesesaal, der 286 Plätze aufweist, stehen jetzt insgesamt 424 Ar beitsplätze zur Verfügung. Unter den Benutzern ist die Zahl jener, die von auswärts kommen, um die Bestände der Deutschen Bücherei einzusehen, besonders stark gewachsen. Die Inanspruch nahme der Anstalt seitens anderer Bibliotheken im Deutschen Leihverkehr ist von 3401 auf 3734 Entleihungen gestiegen. Mit Hilfe einer weiteren Vereinfachung der Bindeweise ge lang es, die erforderlichen Buchb in dearbeiten für den laufenden Zugang zu erledigen. Jedoch konnten aus Mangel an Mitteln von den zu Beginn des Berichtsjahres noch vorhandenen Resten von 31 544 ungebundenen Bänden nur 2 200 gebunden werden. Von Ausstellungen, die die Deutsche Bücherei im Laufe des Jahres veranstaltete, seien folgende genannt: »Die fünfzig schönsten Bücher des Jahres 1930», »Franz Adam Beyerlein und die Literarische Gesellschaft in Leipzig» (Zum 60. Geburtstag des Dichters), »Das Deutschtum in Rußland», »Fin nische Buchkunst», »Wilhelm Raabe» (Zum 100. Geburtstag des Dichters), »Frauenbildung und Frauenarbeit», »Die Franzö sische Illustration der Gegenwart» (Ausstellung des Deutschen Buchmuseums) und »Ungarn im Deutschen Schrifttum«. Für die Ausschm ü ckung des Hauses stiftete der Verlag Bernhard Tauchnitz A.-G. eine von Professor Seffner geschaffene Marmorbüste des Gründers der Firma, Christian Bernhard Freiherrn von Tauchnitz, die im Beratungszimmcr Aufstellung fand. Deutsche Buchhändler-Lehranstalt. Die Lehranstalt, die auf Grund der sächsischen Notverord nung vom 21. September 1931 in die Verwaltung des Sächsi schen Ministeriums für Volksbildung übergegangen ist, setzte im Berichtsjahre, dem 79. ihres Bestehens, ihre unterrichtliche und erziehliche Arbeit unter der Obhut des Börsenvereins zielbewußt fort. Die Entwicklung der wirtschaftlichen Verhältnisse hat auch ihr hart zugesetzt und die Verwaltung auf das äußerste erschwert, da durch ministerielle Notverordnungen die Ansätze im Haushalt- plan für die Persönlichen und sachlichen Ausgaben vielfachen Änderungen — zum Teil bis zur vollen Drosselung — unter worfen wurden. Die wirtschaftlichen Verhältnisse spiegeln sich wider in der Bewegung der Schülerzahl: der Rück gang der Lehrlings-Abteilung wurde durch das Anwachsen der Einjährigen Höheren Fachkurse überholt; eine Lehrlingsklasse mußte Wegfällen, dafür machte sich die Aufstellung eines neuen Fachkurses notwendig. Die sich daraus ergebende erhöhte Zahl der Unterrichtsstunden wurde von den bisherigen Lehrkräften übernommen. Die Mehrzahl der Schüler stammte, wie nicht an ders zu erwarten, aus Leipzig und des weiteren aus dem Reiche, aber auch vom Ausland fanden sich Schüler zu ihrer beruflichen Ausbildung in Leipzig ein. Wie im Vorjahre, so hatte sich die Lehranstalt auch in die sem Jahre zahlreicher Besuche, insbesondere aus den Reihen unserer Mitglieder, zu erfreuen, die sie und ihre Arbeit aus eige ner Anschauung kennenlernen wollten. Als willkommene Gäste kehrten auch dis Hamburger Jungbuchhändler wieder, die vom 10. bis zum 13. Mai in Leipzig weilten und hier unter Vermitt lung der Schulleitung einzelne große buchhändlerische und buch gewerbliche Firmen sowie die Deutsche Bücherei besuchten. 297
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