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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 17.05.1932
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Band
- 1932-05-17
- Erscheinungsdatum
- 17.05.1932
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- Deutsch
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X- 112, 17. Mai 1932. Redaktioneller Teil. Börsenblatt f. d.Dtschn.Buchhandel. nur in den seltensten Fällen cinwandsret gelöst. Dabei wurde die Frage ausgeworfen, ob sich nicht kleine einheitliche Schriftschilder für alle Preislagen aus Vorrat drucken lassen. In manchen Fällen wurden die farbige Gruppierung und der gute Zusammenklang ver mißt. Einfarbige Dekorationsstoff« haben im allgemeinen besser gewirkt als stark ornamentierte, weil diese mit der Lebhaftigkeit der Buchumschläge in unerwünschten Wettbewerb treten. Das Preis gericht war erfreut über die vielen schlichten Lösungen: es hält slir das schwäbische Publikum gelegentlich noch ein stärkeres Her vortreten von persönlichen oder von örtlichen Beziehungen des Ge zeigten für möglich. Eine literarische Bewertung wurde Im Rah men der verfügbaren Zeit wohl versucht, sie konnte jedoch insbe sondere gegenüber den historischen Dokumenten nicht voll durchge führt werden. AnlätzllchdesfreienGensters: Vom Preis gericht wurde bereitwillig anerkannt, daß die Herausstellung eines selbstgewahlten Vorwurss bei diesem zweiten Wettbewerb zu durch schnittlich sehr viel glücklicheren Lösungen geführt hat als das vor geschriebene Goethefcnster. Allgemein wurde in der Disposition der Fenster, in der Wahl der Hintergründe und Aufbauten und in der Beschriftung ein Fortschritt sestgestellt, und man glaubte darin unter anderem auch eine Auswirkung des Schaufensterkurses zu erkennen. Als kritisch erwies sich die Verwendung von Attrappen und anderen figürlichen oder gegenständlichen Zutaten, gelegentlich ließ auch noch die Farbenwahl und ln Einzelfällen die Art der Preisschilder zu wünschen übrig. Das Bestreben nach einer Belebung des Buch schaufensters wurde auch da gern anerkannt, wo die Ausführung noch nicht ganz gelungen erschien. Humor: Der Vollständigkeit halber sei erwähnt, daß der Leiter des Wettbewerbs aus Kollegenkreisen nur eine einzige Zu schrift erhielt. Sie macht in längeren Ausführungen daraus aus merksam, daß es in der Ausschreibung statt ,»RM WO.—« hätte heißen müssen »259 Reichsmark-, daß bas Deutsch der Ausschreibung mangel hast sei, vor allem sei falsch, daß man einen Schansensterkurs aus geschrieben habe. Einen »Kurs» halte nur ein Schiff, während ein Verein allensalls einen »Kursus- halten könne. Wie — wenn! Wie wäre cs geworden, wenn die Börsenvereinsmitglieder nicht so gänzlich versagt hätten! Als ich vor neun Jahren die Sterbekasse gründete, tat ich es in dem Gedanken, daß diese bald vom Börsenverein als Milglieds kasse übernommen und daß alle Mitglieder des Börscnoereins Mit glieder der Sterbekasse werden würden. Mein Gedanke war der, daß der Börsenverein den Jahresbeitrag erhöhen sollte und auf Grund des erhöhten Beitrages alsdann jedes Mitglied automatisch versichert wäre. Der Börsenvereins-Vorstand lehnte diesen Antrag ab aus Gründen, die hier nicht zu erörtern sind. Die erste Begeiste rung, die mein Aufruf fand, gab mir die Hoffnung, daß der größte Teil der Mitglieder des Börsenvereins beitreten werde. Bald aber mußte ich erfahren, daß die Begeisterung nur ein Strohfeuer ge wesen war. Dennoch wagte ich die Gründung im Vertrauen auf die Mitarbeit meiner Kollegen, ln der Hoffnung, bah, wenn erst der Baum gepslanzt worden sei, doch die Erkenntnis in den Börsen vereinsmitgliedern wach werden würde, daß ihre Zugehörigkeit zum Baum notwendig sei. Ich glaubte, daß der soziale Gedanke der Sterbekasse allmählich so wett Wurzel fassen würde, daß die über große Mehrzahl des Börsenveretns als Mitglied beitreten werde. Vergebens — die Alten traten bei, die Jungen versagten völlig. Es ist geradezu traurig, wie der Jungbuchhandel in dieser Sache sein eigenes Ich höher gestellt hat als das Dienen am Ganzen. Nie hat der Buchhandel solche Aufstiegjahre gehabt als die Jahre 1925—29. Und dennoch! Nie hat der Jungbuchhandel solche Ge legenheit zum Danken gehabt denjenigen gegenüber, die für den Buch handel Jahrzehnte gekämpst und gestritten haben, wie durch Beitritt zur Sterbekasse. Aber — bas alles verfing nicht, obwohl der Börscn- vereins-Vorftand sich rückhaltlos sür die Kasse einsehte und immer wieder zum Beitritt gemahnt hat. Eins der traurigsten Kapitel dieser Jahre: das Bewußtsein der Zusammengehörigkeit hat ganz gefehlt, der Gedanke, durch gemeinsames Dienen allen zu helfen, kam in den meisten der BörsenvereinSmitgiioder gar nicht auf. Wie es heute hätte sein können, beweisen die nüchternen Zahlen, an denen nicht zu rütteln und zu deuteln ist. Sie mögen jedem einzelnen das schwere Versäumnis vor Augen führen jAltershcimj. Ist das Vergangene nicht ungeschehen zu machen, so ist doch noch vieles einzuholcn, wenn heute gehandelt wird, wenn heute nur einige hundert Buchhändler den Entschluß faßten: »Wir wollen!-, denn nur aus den Billen kommt es am Keiner sage mir, daß er die 4v2 NM 29.— nicht sür seine Frau und seine Kinder übrig haben könnte. Keiner (bis aus ganz wenige Ausnahmen) sage mir, daß cs ihm im Dezember nicht möglich sei, RM 29.— abzuwersen. Sind die Zeiten auch noch so schlimm und noch so schwer — die 8 Pf. pro Tag muß jeder übrig haben und kann jeder erübrigen, wenn man ficht, was unsere Angestellten für ihre Kassen zahlen müssen. Der Abschluß dieses Jahres wurde in diesen Tagen im Börsen blatt <s. Nr. 85) bekanntgegeben. Mögen diese Zellen dazu beitragen, doch bei einigen das Gewissen zu wecken zu dem einen, was uns allen not tut: Einem starken Wollen zur gemeinsamen Tat! Mitglieder d. B.-V.: Gestorben: RM 29.— Prämiengelder: NM 1999.- Sterbegelder: 1924 49! 2 74 RM 98 249.— RM 74 OM.- 1925 4971 77 99 4M.— 77 999.— 192« 5912 67 190 249.- 67 000 — 1927 5061 70 101 229.— 79 9M.— 1W8 5942 82 199 M>.— 82 090.— 1929 5092 88 IM 919.— 68 900.— 1939 4894 53 97 889.— 53 000.— 1931 4759 69 95 099.— 69 000.— 599 792 860.— 560 090.— Es wären also in acht Jahren für 569 Mitglieder RM 569 999.— Sterbegelder ausgezahlt worden. Wir hätten heute einen Überschuß von RM AL 889.—, der sich mit Zins und Zinseszins aus gut RM 399 999.— stellen würde. Bremen, Domshof 17/18, im April 1982. W. Hermann. Verzeichnis von Solomon Hirzels Goethe-Sammlung der Uni versitäts-Bibliothek zu Leipzig. Neu Hrsg. v. Reinhard Fink. jKataloge von Sondersammlungen der Universitäts- Bibliothek zu Leipzig 1.) Leipzig 1982: S. Hirzcl. 363 S. Gr. 8° Swd. RM 12.—. Diese Arbeit ist in doppelter Hinsicht zu begrüßen. Einmal als Denkmal sür den großen Sammler und zweitens als eine genau« Übersicht über den derzeitigen tatsächlichen Bestand dieser Goethe- Bibliothek. Die Bearbeitung des neuen Hirzel durch den Biblio thekar R. Fink ist äußerst sorgfältig. Es werden die Handschriften, di« Drucke, die Bilder, Medaillen verzeichnet nebst einem Anhang: allerlei um Goethe. Kink war sichtlich bemüht, den Katalog nach der Gebrauchsseite hin durch Register wertvoll zu gestalten, er hätte nur noch ein Register der einzelnen Goethefchen Werke beifügen können. Vergleicht man die Ludwig Hirzelsche Bearbeitung der »wenn schon augenblicklich noch nicht an einem und demselben Orte ver einigten Bibliothek- mit dieser neuen Ausgabe, so ist doch festzu stellen, daß mehr große Seltenheiten nicht vorhanden gewesen sind, als man vermutet hat, da man die fragliche Notiz zumeist aus die neuere Literatur bezogen hat. Um so erfreulicher ist es zu beobachten, daß die Universitäts-Bibliothek diese Sammlung durch manche Kostbar keiten vermehrt hat. Ich nenne die Einblattdrucke »Aufzug der vier Weltalter-, »Die weiblichen Tugenden-, »Der lang ersehnte Fricden- usw. Ein wohl stets vorhandener aber nicht beachteter Druck »Ge sänge zum Schauspiel« 1782 wurde von Kink aufgesunden und ge bührend eingereiht. Dieser Druck gilt, da in Weimar nicht vorhanden, somit als Unikum. Eine hervorragende Sache: »Jeri und Bätely- snicht Jcry und Bätelp) 1789, welche L. Hirzel S. 23 aussührt, sehlt noch in der Universitäts-Bibliothek. Der Druck erfolgte nach der Handschrift in der Herzoglichen Bibliothek zu Gotha. Dieses Merkchen kam, soviel ich weiß, erstmalig vor etwa zwölf Jahren von Bonn aus in den Handel. Der bekannte vr. Runzc in Wilmers dorf erhielt unter einigen Dutzend Bewerbern das Exemplar. Runzes Bibliothek wurde kurze Zeit darauf von Pinette in Köln erworben, was alsdann aus dem Druck geworden ist, ist mir nicht bekannt. Auch die »Ordentlichen wöchentlichen Frag- und Anzeignngs-Nachrichten- Franksurt 1774 jS. 99 wird irrtümlich 1775 gedruckt), welche zwei Aufforderungen des Advokaten Goethe enthielten jin Nr. 48 und Nr. 87), wurden um die Jahrhundertwende von Leistzig aus mit den Dubletten der Franksurter Stadtbibliothek äußerst billig angeboten. Unter Len Drucken nach 1832 sailen als seither nicht bekannt auf: S. 189 »Seinem Freunde S. Hirzel, dem Kenner Goethe's zum 13. Februar 1842, I. L. K. Leipzig, nicht in der Wcidmann'schen Buchhandlung». 15 S. (L 525 in ) Der Aussatz ist eine Wiederholung der 1832 in den Blättern für literarische Unterhaltung erschienenen Abhandlung »Goethe und Reichardt-, Ms Verfasser dieses Artikels (Fortsetzung S. 491.)
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