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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 25.10.1915
- Strukturtyp
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- 1915-10-25
- Erscheinungsdatum
- 25.10.1915
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- Deutsch
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Redaktioneller Teil. 1/ 248, 25. Oktober 1315. durch internationale, z. B. wtrlschaftrgcogcaphtsche Kenntnisse gerade dafür gut taugen. Die ausländischen Instanzen würden ja froh sein, eine solche Vereinfachung für die Wohl auch von ihnen nicht verschmähte Gelegenheit zur Ausbreitung benützen zu können. Nicht abhängig, aber doch in Beziehung treten sollte unsere neue Institution zu den so dringend nötigen Be strcbungen, das heimische Bibliothekswesen zu erweitern Wir brauchen im Lande der sogenannten Denker und Dichter wenigstens das Doppelte der bisherigen Dotationen für unsere Bibliotheken und wenigstens das Doppelte oder gewiß noch Mehrfache an Zahl unserer Bibliotheken verschiedenster Art, von der allgemeinsten Volks- oder gar Ktnderbibliothek bis hinaus zu den subtilsten wissenschaftlichen Spezialitäten. Und bisher fehlt es mit ganz wenigen Ausnahmen auf unseren Büchereien in einer geradezu schauderhaften Weise an aus ländischer Literatur, zumal an der erst recht dringlichen aller- neuesten. Ein Hauptgrund für diese Lücken ist neben dem Geldmangel auch die Schwierigkeit ihrer Ausfüllung. Welcher Bibliothekar und welcher Sortimenter hat nicht schon bitterste Stunden durch die vielen Umständlichkeiten von Bestellungen ins Ausland durchgekostet, zumal bet den ohnehin schon so nervös machenden Kontinuattonen (Zeitschriften usw.), von denen ja das Ausbleiben eines einzelnen Stückes alles ver derben kann! Werden dann die vielen einzelnen Bezicherwegc in den einen großen Sammelstrang durch jenes Institut ver einigt, vielleicht mit einer Anzahl von Filialen an verschie denen Grenzen des deutschen Sprachgebietes, so werden so und so viele Unfälle weniger wahrscheinlich, und das all gemeine Interesse an diesem Verkehr wird größer. Doch auch ohne Beziehung dieser Zentralstelle zum Bildungswesen im engeren Sinne darf von ihr so viel Gutes erwartet werden, daß sich ihre baldige Vorbereitung lohnen würde! Autor und Buchhandel. Eine kleine Glosse. (Zum 50. Geburtstage des Frei Herrn Carl I Alexander von G l e i ch e n - N u sz w u r in s6. November 1915s.) Antoren und Buchhändler sind zwei Parteien, die ohne einander nicht leben können. Aber sie verstehen sich gegenseitig nur selten, iveil der Autor meistens Bücher schreiben will, die nur ihm Freude machen, und der Buchhändler solche verkaufen will, die ein möglichst l zahlreiches Publikum anlvckcn. Für meine Person kann ich nicht klagen: ich habe viele (vielleicht zu viele) Bücher geschrieben, deren Entstehen mir Freude bereitet hat, und die großen Buchhandlungen haben sie gern verkauft und gern in j ihre Auslagen gestellt was ich wohl hauptsächlich der schönen Aus- > stattung seitens meiner Verleger verdanke. Bis zu den kleinen Buch- > Handlungen bin ich noch nicht vorgedrungen: es war mir auch lieber, j denn dort hätten, von Schulbüchern und Klassikern abgesehen, meine Werke eine Gesellschaft gefunden, die . . . Doch ich will nicht an züglich werden, ich will mich heute nur freuen, daß es mir bisher so gut ergangen ist, und die Herren Buchhändler freundlichst bitten, meine Werke einem möglichst großen, aber guten Publikum zu empfehlen. Sie sind noch mehr als die Kritiker die Vermittler, ohne deren Hilfe ein Werk nicht lebendig bleiben kann. Alexander von G l c i ch e n - N u h w n r m. zügiger Weise die Sache unterstützen und an noch zu bestimmenden Tagen im November eine Bücherbeilage bringen. Diese wird speziell zu diesem Zweck geschriebene Artikel erster Autoren über »Lesen als eine schöne Kunst« und verwandte Themata enthalten. An anderer Stelle werden Bücher über Kunst, Geschichte, schone Literatur be handelt. Verleger-Anzeigen werden neben dem Text herlanfen. In Österreich verboten: F r a n e n w e l t b u n d zur För derung internationaler Eintracht. Genf. — In ternationale Nundschau. Heft 2. Zürich, Orell Füßli. - Robert B a d e n - P o w e l l, Meine Abenteuer als Spion. Ans dem Englischen übersetzt von Neinhold Anton. Leipzig 1915, Otto Gustav Zehrfeld. — Oiulio ^ckamoli, Da 8an Martin« a IVIen- 1'i ev68. — ?rok. Ilckebrancko lZeneivenni, 8toria ck'Italia ckalln Gardner, Das Papsttum im vollkommenen Widerspruch zur Bibel Durch -80 Gegensätze beleuchtet. 2. Auflage. Homburg, Wiegand K Eo. Prof. vr. L. Gaussen, Der Papst und die römische Kirche als Stützen der Wahrheit durch die Erfüllung der heiligen Schriften. Hamburg 1912, Verlag Internationale Traktatgesellschaft. — O. O. Unlauterer Wettbewerb. — Während des Krieges haben sich die Besonderheiten des unlauteren Wettbewerbs im Geschäftsverkehr er heblich vermehrt. Die Strafkammern sind deshalb in letzter Zeit häufig mit Anklagesachcn, denen Vergehen gegen das Gesetz über den unlauteren Wettbewerb zugrunde lagen, befaßt gewesen. Zn den zahl reicher vorkommendcn Straffällen gehören Zeitungsanzeigen, in denen »wegen Einberufung zum Heere« der Verkauf bestimmter Waren unter oder zum Selbstkostenpreise oder »zu jedem annehmbaren Preises angeboten wurde. Die tatsächlichen Feststellungen ergaben meist, daß die eine oder andere Angabe der Wahrheit nicht entsprach. Die Ge richte nahmen an, daß in den Ankündigungen der Anschein eines be sonders günstigen Angebots erweckt werden sollte, und sahen in der Wahrheitswidrigkcit der Angaben den Tatbestand des unlauteren Wettbewerbs, sodaß die Verurteilung zu erheblichen Geldstrafen er folgte. Post. — Nach einer Mitteilung der österreichischen Postverwaltung sind jetzt Privatpakcte nach der Stadt Trient und Orten der Bezirke Cavalese, Cles und Mezzolombardo außer an Geschäftsleute auch an Militärpersonen zngelassen. Schriftliche Mitteilungen in den Paketen und auf den. Paketkarten sind verboten. Kleine Mitteilungen. Kricgsbücherwoche in England. — Wie ?ubli8Ü6rs' Oireular vom 9. Oktober meldet, ist in England ein unserer Bücherwoche ent sprechendes Unternehmen geplant, das allerdings während eines halben Monats dem Buchhandel Gelegenheit geben will, das Publikum zum Kauf geeigneter Bücher zu veranlassen. Es ist zu erwarten, daß die Vereinigungen der Verleger und der Autoren die Sache gemeinsam in die Hand nehmen werden. Angeregt wurden drei Arten der Propaganda: In erster Linie eine Schaufensterrcklame und ein damit zusammenhängender gleichzeitiger Neisevertrieb. Zwei tens die Herausgabe eines gemeinsamen Verlegerkatalogs, der dem Publikum direkt zugeschickt werden und diesem zeigen soll, was der Verlagsbuchhandcl an Neuigkeiten bringt. Hand in Hand mit diesem werden sowohl Londoner wie auch Provinzial-Zeitungen in groß Pttssnalnachrichte!!. E. W. Allers f. Im Alter von 58 Jahren ist in Karlsruhe plötzlich an einem Herzschlag der Kunstmaler Christian Wilhelm Allers gestorben. In Hamburg geboren, besuchte Allers zuerst die Gewerbe schule und von 1878 ab die Karlsruher Kunstschule bis zum Jahre 1888; er war Schüler von Niefstahl und Keller. Nach mehreren Auslands reisen siedelte er wieder nach Hamburg über, wo er sich der Lithographie widmete. Anfangs der neunziger Jahre schuf Allers seine besten Werke. Es waren fast durchweg photographisch getreue Bleistiftzeich nungen mit Tuschverwendung. Die Bilderreihen »Zirkus Nenz«, »Tie Mikadogcscllschaft«, »Hinter den Kulissen«, »Die Meininger« sind Zeugnisse eines großen zeichnerischen Plan- dertalcnts. Weiter lockten ihn die Beobachtung auf Reisen (»Orientreise«, »Hochzeitsreise durch die Schweiz«, »Capri« usw.) und die Schilderung besonderer Berufs- und Gesellschaftsklassen, wie »Klub Eintracht« (im Besitz der Nationalgalerie), »Spreeathener«, »Hamburg«, »Die silberne Hochzeit«, »Das deutsche Korpsleben«. Sehr bekannt sind auch seine Bismarckbilder. In den letzten Jahren war das Interesse für den Künstler und sein Werk sehr zurückgctreten, woran Vorkommnisse schuld waren, die außerhalb seiner künstlerischen Tätigkeit lagen. '.424 ^ t« r-kipria. «drcssc der
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