Suche löschen...
Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 01.11.1915
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Band
- 1915-11-01
- Erscheinungsdatum
- 01.11.1915
- Sprache
- Deutsch
- Sammlungen
- Zeitungen
- Saxonica
- LDP: Zeitungen
- Digitalisat
- SLUB Dresden
- PURL
- http://digital.slub-dresden.de/id39946221X-19151101
- URN
- urn:nbn:de:bsz:14-db-id39946221X-191511013
- OAI-Identifier
- oai:de:slub-dresden:db:id-39946221X-19151101
- Nutzungshinweis
- Freier Zugang - Rechte vorbehalten 1.0
- Lizenz-/Rechtehinweis
- Urheberrechtsschutz 1.0
Inhaltsverzeichnis
- ZeitungBörsenblatt für den deutschen Buchhandel
- Jahr1915
- Monat1915-11
- Tag1915-11-01
- Monat1915-11
- Jahr1915
- Links
-
Downloads
- PDF herunterladen
- Einzelseite als Bild herunterladen (JPG)
-
Volltext Seite (XML)
Redaktioneller Teil. 254, 1. November 1915. Buchdruckerei Strauß Aktiengesellschaft Berlin. Bilanz am 30. Juni 1915. Debet. -z An Hauskonto 601 38"> 10 „ Druckereikonto 307 137 6-4 „ Verlagsrechtekonlo 750 000 „ Mobiliarkonto 135 0 54 „ Kassa- und Wechselkonto 35 487 5>< „ Effektenkonto 44 666 66 „ Debitoren 574,'VS ,9 „ Beteiligungskonto 610 000 „ Bücher, Waren und vorausbczahlte Provisionen 74 248 47 „ Bibliothekskonto 1 „ Klischee- und Jllustrationskonto „ Kirmenrecht und Kundschaft 1 1 3 010 447 27 Kredit, § Per Aktienkapitalkonto 2 000 000 „ Hypothekenkonto 480 »N0 „ Reservefonds 20, 250 „ Spezialreseroe 20 000 „ Kreditoren 202 696 87 , Rückstellung siir Fusionskostcn 7 964 03 „ Gewinn 1914/15 98 536 37 3 010 447 27 Buchdruckerei Strauß Aktien-Gesellschaft. Der Aussichtsrat. Der Vorstand, vr. jur. Freiherr von Hartogensis. Strauß. Gewinn- und Verlustkonto am 30. Juni 1915. Debet An Generalunkostenkonto Druckereiunkosten Zeitungskonto Abschreibungen Gewinnverwendung (Beschluß der Generalversamm lung vom 20. Oktober 1915): Abschreibung auf Gebäude 7 888,10 „ „ Druckerei 30137,68 „ „ Mobiliar 3 510,59 Gewinnvortrag auf 1915 57 000. — 148 541 184 985 367 971 24 000 98 536 824 034 Kredit. Per Betriebsgewinn: Inserate, Abonnements, Drucksachen, Hausertrag und Beteiligung 824 034 k (Deutscher Neichsanzeiger Nr. 251 vom 23./X. 1915.) Aus den Times vom 7. Oktober ist zu ersehen, daß der einzige Sohn des bekannten englischen Schriftstellers Rudyard Kipling, der es aber trotz seiner Geistesgröße und seines Ruhms nicht hat lassen können, uns zu schmähen, als verwundet und vermißt gemeldet wird. Man hofft, daß er noch unter den Lebenden weilt, worunter jeden falls verstanden werden soll, daß er verwundet in deutsche Gefangen schaft geraten ist. Obwohl erst 18 Jahre alt, von schwächlichem Körper bau und mangelhafter Gesundheit, war er als Leutnant in die irische Garde ausgenommen worden. X. Verband deutscher Illustratoren. Die diesjährige außerordent liche Hauptversammlung des Verbandes deutscher Illustratoren findet Montag, den 8. November, in Berlin statt. Auf der Tagesordnung stehen außer allgemeinen Verbandsangelegenheiten auch solche des Rechtsschutzes. Persülmimichrichreli. Gefallen: im Kampf gegen Serbien am 12. Oktober der frühere Mitbesitzer der Bickhardt'schen Buchhandlung in Neukölln, Herr Johan nes Bickhardt als Einjähr.-Kriegsfreiwilliger Gefreiter im Alter von 23 Jahren, nachdem er länger als ein Jahr im Westen die Strapazen des Krieges, ohne Schaden zu nehmen, er tragen hatte. Wer ihn gekannt hat, wird ihm ein dauerndes Andenken bewahren. August Bungert s. — In Leutesdorf a. Nh. ist im Alter von 70 Jahren nach längerem Leiden der Tondichter Professor August Bungert gestorben. Mag auch seinem Lebenswerk nicht der tiefe, nationale Erfolg beschieden gewesen sein, der Richard Wagners Schaf fen zum Besitztum des deutschen Volkes macht: der reine Idealismus Bungerts, seine gewaltige Arbeitskraft, sein ungewöhnliches Können werden auch von denen anerkannt werden müssen, die in ihm den Schöpfer eines neuen Mnsikdramas nicht zu sehen vermochten. August Bungert war am 14. Juni 1846 in Mülheim a. d. Ruhr geboren. Er besuchte die Konservatorien von Köln und Paris, war dann kurze Zeit Dirigent und ging, nachdem er in einem musikalischen Wett bewerb, bei dem Brahms als Preisrichter waltete, den ersten Preis erhalten hatte, nach Italien, wo er in achtzehnjähriger Arbeit seine »Odyssee« schrieb. Alle vier Teile: »Kirke«, »Nausikaa«, »Odysseus' Heimkehr« und »Odysseus' Tod« wurden unter Schuchs Leitung zuerst am Dresdener .Hoftheater aufgeführt. Von den übrigen Werken Bungerts sind die Musik zu Goethes »Faust« (aufgeführt beim Goethe- Fest in Düsseldorf), seine symphonische Dichtung »Auf der Wartburg« und die zahlreichen Liederkompositioncn zu nennen. Seinem vater ländischen Empfinden gab er Ausdruck in einer viersätzigen Sym phonie: »Zeppelins erste große Fahrt«. Auch zwei Bände Gedichte hat Bungert erscheinen lassen. In dem Bungert-Bund, der seinem Meister ein Festspielhaus gleich dem von Bayreuth in Godesberg am Rhein bauen wollte, hatte der nun verstorbene Tondichter eine Ge meinde warmherziger und begeisterter Freunde und Bewunderer. Die Wiener Hosopcr gegen die Aufführung von Bühnenwcrten Ser Angehörigen feindlicher Länder. — Die Leitung der Wiener Hof oper hat jetzt beschlossen, künftig nur jene Komponisten als Ange hörige feindlicher Staaten in den Spielplan aufzunehmcn, deren > Werke bereits tantiemefrei sind. Lebende Komponisten feindlicher, Staaten kommen also gar nicht mehr in Betracht. Man geht dabei von dem Grundsätze aus, daß dem feindlichen Auslände keine Tantiemen zufließen dürfen; denn wenn sie auch augenblicklich nicht bezahlt werden, so könnte doch später darauf Anspruch erhoben werden. Aus Sem englichen Buchhandel. — Wie aus Nachrichten des Publishcrs' Circular zu entnehmen ist, hat der Krieg Herrn Miles, dem ersten Direktor des englischen Welthauses Simpkin, Marshall, Hamilton, Kent L Co., Ltd. in London, seinen ältesten Sohn entrissen. Er war schon in der Firma tätig und berufen, einst der Nachfolger seines Vaters zu werden. Mit ungefähr 100 anderen Angestellten dieser Firma ist er freiwillig in die englische Armee eingetreten, war aber gleich der zweite, dessen Tod gemeldet wurde. Er bekleidete den Rang eines Leutnants bei den Royal Füsiliers. Auch ein anderer in Deutschland gut bekannter Londoner Ver leger, Herr Dent sen., Gründer der Firma I. M. Dent L Co., der sich schon fast vom Geschäftsleben zurückgezogen hatte, hat den Verlust von zwei Söhnen zu beklagen. Auch sie fielen fast als erste Opfer voll ungefähr 30 Kriegsteilnehmern aus diesem Hause, und zwar an den Dardanellen. SpreWal. Wem gehören bezahlte Platten zu Bucheinbänden? Ich bitte erfahrene Kollegen um Äußerung ihrer Ansicht zu einer Streitsache mit einer Buchbinderei. Vor einer Reihe von Jahren ließ ich für einige meiner Verlags werke von einer Buchbinderei neue Einbandzeichuuugen und Platten machen. Der Rechnungsbetrag dafür sollte dadurch abgetragen wer den, daß die ersten Tausend Einbände jedes Werkes um 2 teurer sein sollten. Von jedem Werk wurden mehrere Tausend unter Ver wendung der fraglichen Platten gebunden; die vereinbarte Bezahlung wurde also in vollem Umfange geleistet. Als kürzlich die Metall bestände angemclöet werden mußten, verlangte ich die Herausgabe der Platten. Sie wurde verweigert mit der Begründung, daß ich Übergang des Eigentumsrechtes an mich nach Bezahlung nicht aus drücklich ausbedungen hätte, was ich zugeben muß. Infolgedessen hätten die Platten als Handwerkszeug des Fabrikanten zu gelten und seien sein Eigentum geblieben, das er nur ohue meine Einwilli gung nicht anderweit verwenden dürfe. Ich kann diese Auffassung nicht verstehen und würde dankbar sein, wenn man mich durch Wiedergabe von Fällen aus dem eigenen ge schäftlichen Erleben erleuchten und mir die Richtigkeit oder den Irr tum der Ansicht des Buchbinders Nachweisen wollte. 448
- Aktuelle Seite (TXT)
- METS Datei (XML)
- IIIF Manifest (JSON)
- Doppelseitenansicht
- Vorschaubilder