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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 01.11.1915
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Band
- 1915-11-01
- Erscheinungsdatum
- 01.11.1915
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- Deutsch
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254, 1. November 1915. Redaktioneller Teil. gung eines einheitlichen Vorgehens ist, können wir wirkungsvoll die von Herrn G. Braun vorgeschlagenen Neuerungen zur Durch« fiihrung bringen. Ob diese vierte Forderung dann aber über haupt nötig sein wird, oder ob der Zweck nicht schon im Rahmen des Sortimentervereins erfüllt werden kann, ist dabei neben sächlicher Natur. Man steht aber aus allem, daß noch große Aufgaben der Lösung harren. Möchte ein baldiger Friede auch uns die langersehnten und von Tag zu Tag nötiger erkannten Reformen für unfern Beruf bringen! I. Scharff. Kriegs-Beratungs-Stelle für den Berliner Buchhandel. Berlin 66, Wilhelmstr. 47, Aufg. ^ II. Jahresbericht vom Geschäftsführer Bernhard E. Schulz. Wer hätte wohl vor Jahresfrist bei Gründung der Kriegs-Bera- tungs-Stelle für den Berliner Buchhandel geglaubt, daß wir überhaupt zur Herausgabe eines »Jahresberichts» kommen würden? Wohl keiner von den seinerzeitigen Vertretern der acht gründenden buch- händlerischen Vereine und auch wohl keiner von den ersten »Beratern«, von denen heute schon ein großer Teil mit hinausgezogcn ist zum Kampf für Kaiser und Reich, für Eristenz und weiteres Blühen auch unseres lieben Berufes. Viel Schweres hat die Kriegs-Beratungs-Stelle in diesem Jahre mit ihren Besuchern erlebt; aber sie war auch in der Lage, viel Segen zu stiften, und hat so manchen stützen und so manchen zu weiterer Arbeit, sowohl im eigenen Berufe, wie vorübergehend auch in anderen Berufen, verhelfen können. Viele sind schweren Herzens mit Fragen und Wünschen zur Kriegs-Beratungs-Stelle gekommen; Kollegen und Kolleginnen aus aller Herren Ländern, vertrieben und ihrer Eristenz beraubt, haben sich Rat und Hülfe geholt. Manche haben auch der Arbeit der Kriegs-Beratungs-Stelle ihren Dank gezollt, der uns Freude bereitet und zu weiterem Schaffen angespornt hat. Einige statistische Zahlen werden gewiß allgemein interessieren: An der Kriegs-Beratungs-Stelle sind, wie schon oben erwähnt, acht Vereine beteiligt, die bis jetzt zu ihrer Erhaltung rund ./i 2050.— anfbrachten. Ungefähr ^ hiervon hat die Korporation der Berliner Buchhändler getragen. Dank sei diesen acht Vereinen für ihre Opfer, sowohl Dank im Rainen des ganzen Buchhandels, denn manche Kraft ist dem Berufe durch die Kriegs-Beratungs-Stelle erhalten ge blieben, wie Dank im Namen der vielen, die durch die Kriegs-Bera- tnngs-Stelle Trost und Hilfe gefunden haben. Eröffnet wurde die Kriegs-Beratungs-Stelle am 10. Oktober 1914, besucht wurde sie in diesem Jahre von 498 Personen, und zwar von 377 Gehilfen und Gehilfinnen, worunter Berliner Ansässige und Flüchtlinge ans England, Rußland, Frankreich, Belgien, Italien und Serbien, in letzter Zeit auch schon aus dem Kriege zurllckgekehrte Ausgemusterte, und 121 Markthelfern. Von ersteren erhielten 271 Stellungen, und zwar 55 (50 Herren, 5 Damen) kurze Aushilfe, darunter 48 in buchhändlcrischen Betrieben; 69 (64 Herren, 5 Damen) Stellen auf längere Zeit, jedoch mit kurzer Kündigungsfrist, davon 27 in buchhändlerischen Betrieben; 147 (110 Herren, 37 Damen) sogen. D'auerstellen, also solche mit gesetzlicher Kündigungsfrist, davon 134 in buchhändle rischen Betrieben. Von den Markthelfern erhielten rund 100 Stellung. Wir machten im ganzen 62 Eingaben bei verschiedenen Behörden, wovon 20 in entgegenkommender Weise beantwortet wurden. Wir haben auch durch Unterbringung bei diesen Behörden man chen vor äußerster Not schützen können. Erwähnenswert ist es wohl auch, daß viele auswärtige Chefs sich zur Erlangung eines Gehilfen unserer Kriegs-Beratungs-Stelle be dienten. So manchem konnte nicht sofort mit einer Stellung gedient wer den. Ihnen half die Kriegs-Beratungs-Stelle durch Naterteilung zur Erlangung von Unterstützungen, sowohl in pekuniärer Hinsicht, wie auch hinsichtlich Kleidung usw. Ferner konnte die Kriegs-Beratungs- Stelle vielen durch Abgabe von Speisemarken (völlig kostenfrei oder zu ganz geringen Preisen) helfen. Es wurden im ganzen 1946 Speisemarken ausgegeben. Hiervon gaben wir ab: 312 kostenfrei 1297 zum Preise von 30 15 zum Preise von 35 ^ 322 zum Preise von 45 Zur Unterstützung notleidender Kollegen, Kolleginnen und Kol legenfrauen wurden durch die Kriegs-Beratungs-Stelle bis jetzt ./i 1949.50 gesammelt und dem Unterstützungs-Verein Deutscher Buchhändler und Buchhandlungs-Gehülfen überwiesen. Zur Einsichtnahme für Stellenlose liegen in der Kriegs-Bera tungs-Stelle aus: Stellenbogen des »Börsenblattes für den Deutschen Buchhandel«, frcundlichst gestiftet von der Geschäftsstelle des Börsenvereins der Deutschen Buchhändler, Leipzig. Vossische Zeitung i frenndlichst vom Verlage Ullstein L Co. Berliner Morgenpoft s schenkungsweisc geliefert. Berliner Tageblatt. AuS dem Vorstehenden möge man ersehen, daß und wie die Kriegs- Beratungs-Stelle gearbeitet hat. Trotzdem möchte der Referent seinen Bericht in der Hoffnung schließen, daß es ihm vergönnt sein möge, in möglichst kurzer Zeit einen endgültig abschließenden Bericht über unsere mit so viel Opfern und Berufsliebe errichtete Krtegs-Bera- tungs-Stelle zu liefern, denn die Kriegs-Beratungs-Stelle wird nicht mehr nötig sein, wenn Ruhe und Frieden nach siegreich beendetem Kampfe wieder in unser Vaterland einziehen! Kleine Mitteilungen. 75jähriges Jubiläum. — Dieses Jubiläum konnte am 15. August d. I. die Schrobsdorff'sche Hofbuchhandlung Hof buchhändler Walther Peters in Düsseldorf feiern. Die Geschichte des Geschäfts geht zurück auf August Bötticher, der im August 1840 in Düsseldorf eine Buchhandlung unter der Firma Bötti- cher'sche Buchhandlung gründete. Unter dieser Bezeichnung ist das Geschäft von wechselnden Besitzern bis 1859 geführt worden, in welchem Jahre es Ad. Gestewitz aus Jüterbogk erwarb und unter der Firma seines Namens weiterführtc. Er gliederte einen Verlag an, auf den er sich 1871 zurückzog, indem er das Sortiment an Paul Schrobsdorff verkaufte. Dieser gab dem Geschäft 1874 die Firma seines Namens, die sich bis auf den heutigen Tag erhalten hat. Schrobsdorff starb im Jahre 1888, und seine Witwe verkaufte die Handlung an Hans Kufittich, der sich neben dem Sortiment auch dem Verlage, besonders dem von Militär-Literatur, widmete und, um letzteren wirksamer betrei ben zu können, das Sortiment 1893 an Chr. Bcringer aus Stuttgart ver kaufte. Beringer hat das Geschäft 10 Jahre lang gefiihrt und gleich seinem Vorgänger eine erfolgreiche Tätigkeit entfaltet. Am 1. Januar 1903 erwarb es der jetzige Besitzer Herr -Hofbuchhändler Walther- Peters, der es mit Fleiß und Umsicht leitet und dem es hoffentlich vergönnt sein wird, dereinst noch das volle Säknlum seines Hauses feiern zu können. Bekanntmachung betreffend Ausnahme von der Sperre feindlichen Vermögens. Vom 21. Oktober 1915. — Auf Grund der §8 8, 10 der Verordnung über die Anmeldung des im Inland befindlichen Ver mögens von Angehörigen feindlicher Staaten vom 7. Oktober 1915 (Neichs-Gesetzbl. S. 633) werden für natürliche Personen, die in den unter deutscher Verwaltung stehenden Gebieten Rußlands ihren Wohn sitz und gegenwärtigen Aufenthalt haben, sowie für juristische Per sonen, die dort ihren Sitz und ihre gegenwärtige Verwaltung haben, folgende Ausnahmen zugelassen: 1. Die Veräußerung, Abtretung oder Belastung ihres im Inland befindlichen Vermögens zugunsten von Personen der bezeich- neten Art oder von Personen, die im Inland ihren Wohnsitz, Sitz oder dauernden Aufenthalt haben, wird gestattet. 2. Es wird gestattet, Sachen, insbesondere Wertpapiere und Geld stücke, die im Eigentum der bezcichneten Personen stehen, nach den unter deutscher Verwaltung stehenden Gebieten Rußlands abzuführcn. (Reichs-Gesetzblatt 1915, Nr. 150 vom 28. Oktober 1915.) ^eackemiv kianeaise. — Frankreich hat gegenwärtig neun »Un sterbliche« zu wenig, da die »^.cackömis« statt der 40 Mitglieder, die sie haben müßte, nur 31 hat. Frei sind die Sitze der Herren Jules Clarötie, Henry Nonion, Jules Lemaitre, de Mnn und der des dieser Tage verstorbenen Literatnrprofessors Alfred Mi'-zwres, der über Goethe, Dante und Petrarca geschrieben hat. Vier gewählte Mitglie der sind noch nicht feierlich ausgenommen: General Lyantey, Alfred Capns, de La Gorce und der Modephilosoph Henry Bergson. 1447
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