6548 Mr!e«»tt k. d. Dtschiu »uchh»°r-l. Künftig erscheinende Bücher. 254, l. November 1915. ^Vevlag /uvErtdevatu-r^ und o^rrnsk Zn der ersten Hälfte des November erscheint: Vr. -löolf Röster Die stille Schlacht Kriegsberichte aus dem Großen Hauptquartier Umfchlagzeichnung von Karl flrnol- Ladenpreis geheftet M. 1.50, in Pappband 2 Mark Adolf Köster, der längere Zeit, im' Großen Hauptquartier als Kriegsberichterstatter auf dem westlichen Kriegsschauplatz weilte, sammelt in diesem Band seine fesselnden Aufsätze aus der Zeit vom Februar bis zum September 1915 über alles, was er an und hinter der Front in Flandern, Belgien und Nordfrankreich sah. — Die »stille" Schlacht nennt der Verfasser sein Buch, weil es den sogenannten »Stellungskrieg" beschreibt, der aber natürlich nicht so »still" ist, wie der deutsche Bürger aus der Ferne glaubt. Dies Urteil ist in doppelter Beziehung falsch, — moralisch und militärisch. Die Leistung unserer Westfront, die nicht von dem romantischen Heldentum eines siegreich vorwärtsrückenden Angriffs- Heeres umstrahlt wird, kann moralisch gar nicht hoch genug ge wertet werden. Und militärisch, — man vergißt zu leicht, daß von Basel bis Ostende täglich die Geschütze aller Kaliber donnern, daß die Munition zum Beispiel, die an einem Tage auf der Westfront verfeuert wird, rein ins Unendliche geht, daß selbst an Tagen, wo der Heeresbericht von dieser Front absolut nichts zu melden. weiß, in Wirklichkeit hüben wie drüben Hunderte von Menschen verwundet und getötet werden. Der Stellungskrieg ist alles andere als ruhig. Er ist das Gegenteil von träge. Und vor den »Teilkämpfen" um Upern, Arras oder zwischen Maas und Mosel werden einst in der Kriegsgeschichte schon zahlen mäßig die größten Schlachten der Weltgeschichte verblassen. — So war es genug des Gewaltigen, was Adolf Köster an der West front sehen konnte; und rein sachlich schon bieten seine Kriegs berichte eine Fülle des Packenden, Interessanten und Ergreifenden. In Anschauung, Gesinnung, Frische der Darstellung und Schön heit der Sprache aber gehören sie wohl unbedingt zu dem Aller besten, was wir bisher von der Art erhielten. Das macht, es hat sie ein echter Dichter, ein Kopf von persönlichster Prägung geschrieben. - Der Verlag hat durch Festsetzung eines sehr niedrigen Preises für das umfangreiche Buch ein Übriges getan, um ihm die verdiente Verbreitung zu sichern. Zu erneuter Verwendung empfehlen wir die schönen Kriegsnovellen: Mols Köster Der To- in Zlan-ern Kriegsnovellen (LangenS Kriegsbücher Band 4) 7. Tausenö Ladenpreis geheftetft Mark, i» Pappband M. 1.2? vosstsche Zeitung, verün: Di- Aktuellität drängt sich nicht vor, Prediger mit ähnlichem Anteil wir rtwlt gut geschriebene Feld- si- gibt nur den Rahmen: so liest man die Erzählungen von den postbriefe. Das, Gegenständliche ist hier zum Rang de« Täte vier Primanern oder die hübsch- Skizze von dem jungen Feld- sächlichen erhoben. Bezugsbedingungen: bedingt mit 25^, bar mit ZZVaso und II/IO