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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 16.10.1915
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Band
- 1915-10-16
- Erscheinungsdatum
- 16.10.1915
- Sprache
- Deutsch
- Sammlungen
- Zeitungen
- Saxonica
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- Digitalisat
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- PURL
- http://digital.slub-dresden.de/id39946221X-19151016
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- urn:nbn:de:bsz:14-db-id39946221X-191510161
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- oai:de:slub-dresden:db:id-39946221X-19151016
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- ZeitungBörsenblatt für den deutschen Buchhandel
- Jahr1915
- Monat1915-10
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Z^eu^chen Reiche zaklen für jedes Lxemp^r 30 Marl? dez. LZ des DSrfsmrereins die viergejpaltene -Petitzeile ode/deren ^ 8*36 Mar» jährlich. Nach dem Ausland erfolgt Lieferung N Raum 15-pf^ >/«S. 13.50 M^'/^S. 26 M..'/. S. 50 M.; für Nicht- ^llber L<np^ig oder dur^ Kreuzband. an Nichtmit^lieder inMitglieder 40 -Pf.. 32 60^M.. 100 M. — Deilagen werden N Nr. 241. Leipzig, Sonnabend den 16. Oktober 1815. 82. Jahrgang. Redaktioneller Teil. Bekanntmachung. Wir teilen mit, daß das Warenhaus Rudolph Karstadt in Hamburg die Bestimmungen der Verkaufsordnung für den Verkehr des Deutschen Buchhandels mit dem Publikum und die Verkaufs- bestimmungen der Kreis- und Ortsvereine für seine Buch- und Musikaltenabteilung als bindend anerkennt. Die genannte Firma hat den von uns geforderten Verpflichtungsschein unterzeichnet und eine Kaution hinterlegt. Leipzig, am 16. Oktober 1915. Der Vorstand des Börsenvereins der Deutschen Buchhändler zu Leipzig. Karl Siegismund. Georg Krehenberg. Curt Fernau. Artur Seemann. Max Kretschmarin. Badisch-Pfälzischer Buchhändler-Verband. Heidelberg, Landau, Zweibrücken, 12. Oktober 1915. Unsere Hauptversammlung findet am Sonntag, den 7. November, nachmittags 3 Uhr, im Gasthos Lehn, Mann heim U. 15, 1, statt. Die Tagesordnung wird den Mitgliedern mit dem Einladungsschreiben zugestellt. Da sehr wichtige Fragen zur Erledigung stehen, bitten wir trotz der Kriegszeit um zahlreichen Besuch. Der Vorstand des Badisch-Pfälzischen Buchhändler-Verbands. Ed. Faust, z. Zt. im Felde. Alb. Lang. vr. R. Wolfs. Joh. Heinr. Eckardt. Jac. Peth. Schweizerischer Buchhändler-Verein. In unseren Verein wurde ausgenommen: Herr I. C. Baß, Buchhandlung, Arosa. Basel und St. Gallen, den 12. Oktober 1915. Namens des Vorstandes des Schweiz. Buchhändler-Vereins vr. A. Francke. O. Fehr. Zur Hebung des Büchermarktes. XIX. <1—XVIII siehe Nr. 219—221, 228, 227, 230, 281 u. 2SS.> Die Behauptung, daß gute Bücher sich selbst empfehlen sollten oder gar müßten, trifft leider in den seltensten Fällen zu. Das große Publikum will geleitet sein, braucht eine Instanz, die die Führung übernimmt. Bei der enormen Anzahl van Büchern, die aus den Markt gebracht werden, wer soll das Richteramt übernehmen, wer die Spreu vom Weizen scheiden? Wer die Hand dazu bieten, daß der Schund beiseitegeschoben und das gute Buch zu seinem Recht kommt, d. h., in kurzen Worten, gekauft wird? Naturgemäß wären zwei Instanzen vorhanden. Sehen wir sie uns einmal näher an. Da ist zunächst der Sortimenter, in dessen Hand es läge, dem Publikum die Wege zu weisen. Leider ist diese goldene Zeit längst vorüber. Bei der Flut von Erscheinungen ist der Sortimenter nicht mehr in der Lage, aus den inneren Wert der Bücher zu sehen. Er ist mehr und mehr gezwungen, sich nach dem Beispiel des Warenhauses zu richten und die Verkäuflichkeit des Buches nach äußeren Um ständen und vom Standpunkt des billigen Massenvertriebs aus zu beurteilen. Logischerweise sind ihm — abgesehen von dem Modebuch etwa — die Einemarkbände am bequemsten. Er kommt damit am raschesten zum Ziel — seine »Ware, loszuschlagen. Insbesondere bei den Bänden jener Autoren, die wieder und wieder — zuweilen im Jahr dreimal — in gewissen, sehr weit verbreiteten illustrierten Blättern er scheinen (ob mit Recht oder Unrecht, will ich dahingestellt fein lassen) und dem Publikum mit der Zeit so vertraut werden wie die Reklame von .... Schwamm drüber! Mit dem Sortimenter also ist es nichts. Die zweite Instanz wäre die Presse. Soll sie das Amt des unbestochenen Richters übernehmen, dem irregeleiteten Publikum die Kaufwahl des Buches erleichtern? Es wäre dies ein nicht zu unterschätzender Faktor, wenn die Sache durchführbar wäre. Sie ist es aus zweierlei Gründen leider nicht. Die, auch in Friedenszeiten, sich anstauende Stofffülle an politischem und lokalem Material verbietet von selbst eine eingehende Prüfung und Sichtung der Bucherscheinungen. Zum zweiten ist die Buchkrttik gerade nicht immer in den besten Händen. Ich spreche nicht von gut geleiteten Zei tungen. Diesen aber steht eine überfülle von Blättern ent gegen, in denen jede Unrcifheit kritisch zu Worte kommt, jeder Schund wahllos besprochen und belobt wird, und die so das irregesührte Publikum in seinem Geschmack nur mehr verderben. Dazu kommt, daß vielfach irrtümlich angenommen wird, auch die selbständigsten Zeitungskritiken seien nichts anderes, als die vom Verleger eingesandlen Waschzettel. So bleibt am Ende aller Enden nur der Verleger selbst, um das Publikum für das lesenswerte Buch zu erziehen und kauflustig zu machen. Vielleicht wäre zu diesem Ziel aller Ziele der glücklichste Weg, wenn die Verleger sich zu einem selbständigen Vertrieb zusammenschlössen. Wie das möglich ist, mutz ich kundigeren Köpfen überlassen. Vielleicht ist er auch nur Zukunftsmusik. Eins aber sollte dem Verleger im eigenen 1389
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