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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 23.03.1841
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Band
- 1841-03-23
- Erscheinungsdatum
- 23.03.1841
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- Deutsch
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589 24 590 sammlung bei ihrer Versammlung beschäftigen? Auch das weiterhin Behauptete: „Vor 1819 war in den deutschen Staaten allgemeine Eensur aller zum Druck bestimmten Schriften vor dem Drucke Regel," ist unwahr. Vielmehr hat der Oldenburgische Bundestagsgesandte von Berg in seinem in der 51. Bundestagssitzung erstatteten amtlichen Be richt übcrPreßfrciheit ausdrücklich bemerkt, daß imJahre 1818 etwa ein Drittheil der deutschen Staaten keine Eensur hatte. Dazu kommt ferner, daß in mehren Staaten diese ausdrücklich aufgehoben und die weimarische Verfassung mit ihrer vollstän digen Preßfreiheit die ausdrückliche Gewährleistung des durch lauchtigen deutschen Bundes (Bundestagsprot. 1817, 22 Sitz. §. 125) erhielt, der also damals keineswegs, wie im E.-L. d. G. angenommen wird, unter Preßfreiheit ei gentlich Preßzwang verstand. (OhneAnderes anzumerken, möge nur auf die Ansichten verdeutschen Ständeversammlun gen hingewicsen sein, von denen noch zuletzt die jüngste braun schweigische aus Verwirklichung der im 18. Artikel der Bun desakte anerkannten Preßfreiheit antrug. Denn eine An erkennung derselben als das von selbst sich Vorstehende, und insofern allerdings auch eine Zusicherung enthält dieser 18. Artikel.) Doch, kommen wir von dieser Abschweifung wieder zur Sache. „Es ist eine höchst sonderbare Erscheinung," schrieb I. Weitzel 1832, „daß man, wie in Deutschland, vaterländische Gesinnungen, Theilnahme für das Oeffent- liche und Allgemeine, Nationalgefühl verlangt und über das Vaterland, über seine Bedürfnisse und Interessen, über Al les, was für eine Nation Werth und Bedeutung hat, was ihren Geist beleben kann, jede öffentliche Verhandlung, jede Erörterung erschwert oder gänzlich untersagt." Das ist im Ganzen leider noch immer so. Berufe man sich nicht auf ein Liedchen der neuesten Zeit, das allerhöchste Toleranz, ja scheinbaren Beifall gewann, weil es unbeschreiblich harmlos ist und das zwar seinen Werth hat, weil cs eine für den Augenblick nöthige Form zum Ausdrucke eines Nationalgefühles abgab, aber auch zugleich dieses Na tionalgefühl um einen großen Theil seines Enthusiasmus, seiner Energie betrogen hat. Führe Niemand an, man dürfe jetzt von deutscher Freiheit reden und schreiben, sondern daran nur denke jeder, der cs thut, daß er erst hingehen muß wie ein unmündiger Knabe und einen Eensor fragen, ob er ein tiefes, ein glänzendes Wort über die edelsten Interessen des deutschen Volkes, des deutschen Vaterlandes der Presse vertrauen darf. Und wer da anführct, die Ccnsur halte die Fortschritte des menschlichen Geistes nicht auf, hemme die allseitige Ausbildung der Wissenschaft nicht, der mag wenig verstehen, was Wissenschaft bedeutet. Stehen beide etwa nicht mit den Fortschritten unsrer politischen, bürgerlichen, religiösen und gesellschaftlichen Zustände in Verbindung? Und um cs abermals zu erinnern: was hängt unmittelbarer von diesen Fortschritten mit ab wie die Blüthe des deutschen Buchhandels? Darum auch liegt cs in seinem Interesse, selbst wenn man nur den materiellen Gesichtspunkt desselben vor Augen hätte, mit allen ihm zu Gebote stehenden Mit teln für jene Fortschritte zu wirken. Centralisiren sich aber seine Mittel und Kräfte irgendwo, so ist es im Börscnver- ein. Von ihm darf man jetzt um so mehr einen Schritt in jenem Geiste erwarten, als ec einen Mann zum Vorstand hat, welcher von der Bedeutung, von den Pflichten seines edlen Berufes so tief durchdrungen zu sein scheint. Noch am Gutenbergsfestc zu Leipzig hat ec in trefflicher Rede aus gesprochen, daß von den höchsten Interessen des deutschen Volkes mehr als die eines andern Gewerbes, die Wohlfahrt des Buchhandels abhänge, und Zeugniß abgelegt, daß deut sche Buchhändler das „von jeher gefühlt und diesen Interes sen Opfer zu bringen nie gescheut" hätten. Auch er verhieß dem deutschen Buchhandel, welchen er einen Diener der Re ligion, des Rechts, der Freiheit, der Wahrheit nennt, eine gedeihliche Zukunft: „es sei denn, er falle vor der Zeit durch sich selbst, durch die Schuld seiner eige ne n Mitgli cd er." Da sei aber Gott vor und daß es nicht so komme, dazu kann der Börsenverein, dazu wird er unter seinem jetzigen Vorstände bestimmte und entschiedene Schritte nicht unterlassen. A. Vermischte Nachrichten. Lamartine hat seinen Bericht über das geistige Eigen thumsrecht der Kammer übergeben. Dasselbe erregt die Aufmerksamkeit Aller in einem hohen Grade und cs ist in teressant, die hervorragendsten Männer aller Parthcicn auf diesem Gebiete vereinigt zu sehen. Die Preßzeitung theilt in einem Eorrespondcnzartikcl aus Weimar mit, daß die deutsche Bundesversammlung in Frankfurt den Wielandschen Erben ein Privilegium für die Werke Wielands verliehen und diese nun denselben Schutz genießen sollen, den die Werke Goethes und Schillers finden. Lörse am 22. Narr 1841. im 14 ^msteräam, lc. 8. 138s, 2 51. 137s.— Augsburg, lc. 8. 101s, 2 51. Lerlin, lc. 8. 99s, 2 51. vreinen, >c. 8. 107s, 2 51. öreslau, lc. 8. 99s, 2 51. Frankfurt a. 51., Ic. 8, 101s, 2 51. — — Hamburg, lc. 8. 149s, 2 51. 149. — Imndou, 2 51. — 3 51. 6. 19. — ?ari», lc. 8. 79, 2 51. 78s, 3 51. 78s. — 5Vien, lc. 8. 101Z, 2 51. — 3 51. 100). — l-ouiscl'or 7s, Hollanä. Oucateu 4s, Xalssrl. vucat. 4s , Lreslauer vucat. 4s, kassir vucat. 4s, 6onventions-8pscies unä Llulüen 2s, Oonvsntions 10 unll 20 Xr. 2s. Verantwortlicher Redakteur: G. Wigand.
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