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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 18.01.1850
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Band
- 1850-01-18
- Erscheinungsdatum
- 18.01.1850
- Sprache
- Deutsch
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68 So eben geht uns die erste Nummer eines Unternehmens zu, auf das wir bereits früher unsere Leser aufmerksam machten und das wir im Interesse der Kunst und des Buchhandels, mit wahrer Freude begrüßen. Wir meinen das „Deutsche Kunstblatt", das von diesem Jahre an im Verlage der Herren Rud. und T. O. Weigel er scheinen wird. Wo Namen, wie Kugler, Passavant, Waagen, Wieg mann, Schnaase ec. an der Spitze stehen, da läßt sich wol erwarten, daß Vorzügliches geleistet und gewissenhaft erfüllt werde, was die Her ren Verleger in dem früher ausgegebenen Prospekte versprachen. Wir behalten uns vor, später, wenn uns mehrere Nummern vor Augen liegen werden, darauf zurückzukommen, und wollen heute nur noch einer interessanten Beilage zur ersten Nummer des Kunstblattes erwähnen. Es ist dies der Katalog der reichhaltigen Kunstbibliothek und Kunstsammlung des Herrn vr. Puttrich in Leipzig. Diese Samm lung sollte bereits im Mai 1848 versteigert werden; die damals ein getretenen politischen Verhältnisse traten aber störend dazwischen, und haben die Versteigerung derselben bis jetzt verzögert. Die Sammlung selbst ist eine so ausgewählte und werthvolle, daß wir wohl mit Recht die AufmerksamkeitunsererLeser aufdieselbe lenken zu müssen glauben. Der Besitzer, der sich seit langer Zeit für alle Zweige der Kunst interessirt, sammelte namentlich Radirungen, Nachbildungen nach Malereien der älteren Schulen, Ansichten ihm bekannter Gegenden w. und schenkte sein Hauptaugenmerk besonders der mittelalterlichen Baukunst. Bei seinen mehrfachen Reisen nach Italien, Frank reich, England ec. sammelte er die wichtigsten Pcachtwerke und Abbil dungen mittelalterlicher Bauwerke und es entstand so, nach und nach, die reichhaltige, in Bezug auf mittelalterliche Architektur und Sculptur wohl einzige Sammlung, die in oben erwähntem Kataloge den Lieb habern vorgeführt und am 15. Februar d. I. im Weigelschen Auctions- locale versteigert wird. Es würde zu weit führen, den Inhalt des Katalogs auch nur oberflächlich anzugeben; nur den einen Wunsch können wir nicht un terdrücken, nämlich den, daß, wenn auch nicht die ganze Samm lung , wenigstens die mit so vieler Mühe zusammengebrachten Werke und einzelnen Blätter über mittelalterliche Baukunst, un getrennt an einen Besitzer übergehen möchten. Was übrigens den jetzigen Besitzer veranlaßt, diese Schätze zu veräußern, das fin den wir in der Vorrede des 1848 ausgegebenen größeren raisonni- renden Verzeichnisses angegeben. Herr T. O. Weigel besitzt unseres Wissens davon noch eine kleine Anzahl Exemplare und wird sie gewiß denen gern mitlheilen, die'sich näher dafür interessiren. Den Anhang zum Puttrich'scheu Kataloge bildet eine Sammlung sehr werthvoller, zum größten Theil ganz neuer Werke und verdient auch dieser die Aufmerksamkeit aller Literaturfreunde. Die neueste Publikation der „Lerey Society" ist: Ike interluäc ok tbs trisl ok tressure reprinleä kram Ilic dlseklstter säitiou by Ilio- mss Lurkooto, 1567, herausgegeben von I. O. Halliwell. Die „Uslrluyt Society" hat ihren zahlreichenSubscribenten soeben einen sehr interessanten Band übergeben, der sich mit der Eolonisation von Virginien befaßt und von William Slrachey, dem ersten Secreläir der Eolonie, zwischen den Jahren 1610 u-1620, verfaßt worden ist. Es sind zwei Manuscriptexemplare des Werkes im British Museum be findlich und die Herausgabe ist von R. H. Major im British Museum besorgt. Das 8. so eben erschienene Heft der „kibls ok Lvery Isnä" ent hält Abhandlungen über Altgriechische, Lateinische, Französische, Spa nische, Portugiesische Sprache u. verschiedene romanische Dialekte. Die ses vortreffliche Werk schreitet rüstig weiter und wir freuen uns, anzei- gen zu können, daß der slavische Theil jetzt in Bearbeitung ist und bald folgen wird. ^6 Von Göthe's Unterhaltungen mit Eckermann ist so eben eine Ue- bersetzung in das Englische von dem tüchtigen Kenner der Deutschen Sprache, Herrn John Orenford, erschienen. In Amerika ist dieses Werk schon früher von Miß Füller übersetzt worden. Von Göthe's Hermann und Dorothea sind fast gleichzeitig zwei Uebecsetzungen in englischen Hexametern erschienen, wovon die eine,mit einleitendem Versuche, gerühmt wird. Als eine wichtige Erscheinung in antiquarischer Beziehung erwäh nen wir heute noch: sulumn in Sicily, being s» sceount ok lke Principal reinsins ok e4nliguily exisling in Hist l-llsnch ky lke Kar- guis ok Ormonlle. Mit Stahlstichen, Holzschnitten und einer Karte von Sicilien. Das Ergebniß der letzten Verlagsauction von John Murray ist die enorme Summe von L 19,000. Von Lord Eampbell's Biographie der Oberrichter Englands wurden 2000 Exemplare, von Layard's Ni- niveh 1400, von Byron in 1 Bande 1400 u. s. w. verkauft. vr. Gühlaff, »er sich augenblicklich in England befindet, hat in der Sitzung der asiatischen Gesellschaft vom 15. December höchst interes sante Mitthcilungen über den gegenwärtigen Zustand von Japan ge macht. Wir verweisen für die Einzelheiten auf Nr. 1157 des Athenä ums, und glauben annehmen zu dürfen, daß Herr Gützlaff nicht anste hen wird, seine Erfahrungen über Ehina und Eorea der Lesewelt bald vollständig vorzulegen. In Amerika sind kürzlich die folgenden beiden wichtigen Bücher erschienen: Dana'-, 6eolo§y ok tke Unilell States Lxplorinx Lxpsäilion 4. Mit Atlas in Folio. <— Overman, ou lks Kanuksclure ok Iron in sll its various brsnckes. 8. mit 150 Holzschnitten- Wir erfahren, daß die Herren Longman, Brown L Eo. im Be griffe stehen, den 9. Jahrgang des „konclon Lalalogue ok kerioäicsls, blen'spapers auä Irsnssctions ok kiterary anä Seientillc Societies" zu veröffentlichen. Wir machen darauf mit dem Bemerken aufmerksam, daß dieser Katalog unter ähnlichen Erscheinungen der verläßlichste ist, und Titel, Preis, Zeit und Ort des Erscheinens der verschiedenen Jour nale auf das Genaueste nachweist. Der Preis ist billigst auf 1 «. gestellt. blääa or Ike tsles ok g 6ran<1molker by Lliilozuvenis ist der Titel eines Buches, in welchem der Verfasser nach Art der Sir W. Scokt- schen Erzählungen eines Großvaters, die Geschichte Dänemarks in an ziehender und klarer Weise behandelt. Die beiden bis jetzt erschienenen Bändchen bringen uns zwar nur zur Thronbesteigung der Oldenburger Linie, der Verfasser beabsichtigt jedoch die Erzählung bis auf die Zeit der Reformation fortzuführen. Aufrichtig stimmen wir dem von dem Verfasser in der Vorrede ausgesprochenen Wunsche bei: „daß künftig gediegene Bücher dieser Gattung die Mußestunden der Jugend aussül- len u.sojene seichte Novellen- u. Romanen-Lileratur verdrängen mögen, die bis jetzt leider zu viel von der kostbaren Zeit unsrer jungen Leute hinweggenommen habe." — Herr Sylvanus Hanley, Verfasser einer ganzen Reihe werthvol ler Wecke auf dem Gebiete der Eonchyliologie, ist im Augenblick mit der Herausgabe einer illustrirten Zeitschrift unter dem Titel: IkeOon- olioloxical Kiscellany beschäftigt. Er beabsichtigt in diesem Werke die Abbildungen der interessantesten Species seiner eignen, sehr reichen Sammlung, sowie der der berühmtesten Eabinete Englands zu geben. Der Plan des Werkes ist ähnlich dem in Sowerby's wohlbekannten Lon- ckologicsl Illustrations befolgten, mit dem Unterschiede, daß das Format der Tafeln 4. anstatt 8., trotz dem aber der Preis um ein Drittel billi-
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