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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 13.05.1907
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Band
- 1907-05-13
- Erscheinungsdatum
- 13.05.1907
- Sprache
- Deutsch
- Sammlungen
- Zeitungen
- Saxonica
- LDP: Zeitungen
- Digitalisat
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- http://digital.slub-dresden.de/id39946221X-19070513
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- urn:nbn:de:bsz:14-db-id39946221X-190705131
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4900 Börsenblatt s, d. Dtschn. Buchhandel. Nichtamtlicher Teil. ^ 109, 18. Mai 1S07. Die festgesetzten Werte werden auf die Stammeinlagen der Gesellschafter angerechnet, und zwar bei Carl Ritter mit 200 000 bei den übrigen Gesellschaftern mit je 120 000 Wiesbaden, den 27. April 1807. (gez.) Königliches Amtsgericht. Abt. 9. (Deutscher Reichsanzeiger Nr. 111 vom 8. Mai 1907.) Versteigerungen. — In der Galerie Helbing in München, Wagmüllerstraße 1b, finden im Mai d. I. folgende Ver steigerungen statt: am 1b. Mat: Sammlung von Möbeln, Antiquitäten, Kunst- und Etn- richtungsgegenständen, Kostümteilen, Ölgemälden alter Meister rc. aus den Nachlässen der verstorbenen Herren Kunstmaler Königlichem Professor Edmund Harburg er und Horst Hacker, München. Der Katalog steht Interessenten gratis, jedoch nur auf Ver langen zur Verfügung; am 23. Mai: Sammlung von Porzellanen, einigen Antiquitäten und Kunstgegenständen aus dem Nachlasse des Herrn Rentier Gustav Härtel, Dresden. Der illustrierte Katalog mit 10 Lichtdrucktafeln Preis 3 Der einfache Katalog gratis. (Red.) Penstousanstalt denlscher Journalisten und Schrift steller (Versicherungsoerein auf Gegenseitigkeit) in München. — Der soeben ausgegebene Geschäftsbericht für 1906 zeigt das den sozialen und Humanitären Interessen der deutschen Journalisten und Schriftsteller gewidmete Unternehmen in erfreulichem Fort schreiten begriffen. Das Geschäftsjahr schloß mit einem Über schuß von rund 24700 Es wurden vereinnahmt: an Mit- gliederbeiträgen und Eintrittsgeldern rund 92000 ><!, an Zinsen 4b0u0 ^ und an außerordentlichen Einnahmen 30000 An Pensionen wurden 2o700 ausgezahlt; von dieser Summe fallen 14000 auf die von den Mitgliedern selbst erworbenen Renten und 6700aus die Zuschüsse, die die Anstalt aus den Erübrigungen gewährt. Das Vermögen der Anstalt be zifferte sich am 31. Dezember 1906 auf 1203000 ^ und hat sich bis zur Ausgabe des Berichts aus 1360000 erhöht. Von dem Vermögen sind 1276000 in puplllarisch sicheren Hypotheken angelegt. Die Vorarbeiten für die Witwen- und Waisenkasse sind soweit gefördert, daß diese Kasse voraussichtlich schon im Juli d. I. ins Leben treten wird. — Der Bericht wie auch die übrigen Druck sachen der Anstalt sind durch das Bureau München (Max Joseph straße 1/0) kostenfrei zu beziehen. (Red.) Kunstausstellung, — Aus Dresden wird uns geschrieben (Red.) In der Galerie Ernst Arnold, Dresden, Schloßstraße, wurde am 3. Mai in Gegenwart Ihrer Kgl. Hoheiten des Prinzen und der Frau Prinzessin Johann Georg eine Ausstellung er öffnet, die wie vielleicht selten eine derartige Veranstaltung das weitgehendste Interesse beanspruchen wird. Sie ist dem Andenken des sächsischen Malers Ferdinand von Rayski gewidmet, der, am 23. Oktober 1806 zu Pegau geboren, ursprünglich wie fast alle seine Vorfahren Offizier werden sollte, durch eigenartige Um stände jedoch aus dieser Laufbahn gedrängt wurde. Von ver ständigen väterlichen Freunden und Gönnern unterstützt, warf er sich der Kunst in die Arme und erreichte in den fünfziger und sechziger Jahren den Höhepunkt seines künstlerischen Schaffens. Im nächstfolgenden Dezennium schon erlahmte seine schöpferische Kraft; mit sich selbst unzufrieden, verlassen selbst von denen, die ihm nahegestanden hatten, starb er als ein vollkommener Sonder ling und Einsiedler am 23. Oktober 1890, seinem 84. Geburtstage, inmitten der großen Kunststadt Dresden. Rayski war in erster Linie Porträtist. Auf sächsischen Schlös sern und Rittergütern hat er deren meist hochadelige, dem Hofe nahestehende Besitzer gemalt, und in der größten Anzahl dieser Bilder sich als ein Künstler von hochentwickelter Empfindung, edler Auffassung und technischer Vollendung gezeigt. Wie schon au der vorjährigen Jahrhundertausstellung in Berlin so zieht auch hier wieder das ganz wundervolle Bildnis des Domherrn von Schroeter die größte Aufmerksamkeit auf sich. Es ist auch in der Tat als das Vollendetste anzusehen, was Rayski geschaffen hat. Diesem am nächsten kommen die ebenfalls lebensgroßen Porträts des jungen Herrn von Fabrice, des Freiherrn und der Freifrau von Schönberg, des Herrn von Wiedebach und des Freiherrn von der Gabelentz. Prachtvoll und mit innigem persönlichen Empfinden ist das Bild seiner Schwester Minna Pompilia gemalt, nicht minder auch der kleine Conrad von Posern und der aller liebste, leider unbekannte Knabe, der auf einem Stuhl sitzt und in sein Bilderbuch vertieft hat. In den obern Sälen der Galerie herrscht nicht mehr das Porträt allein. Unter einer Menge tüchtig gemalter Bildnisse, von denen vielleicht das der eignen Mutter des Künstlers sich durch besonders scharfe Charakteristik und glücklichste Farben- abstimmung auszeichnet, tauchen landschaftliche Motive, Tier- bilder, unter diesen besonders das große Gemälde -Wildschweine«, auf. Auch als Jagdmaler hat sich Rayski, der selbst ein eifriger Jäger war, betätigt. Mit den beiden großen Landschaften Schloß Reinsberg und Schloß Bieberstein, die sich ebenfalls in der Jahrhundertausstellung befanden, schließt der Rund gang durch die hochinteressante Ausstellung, die in etwa 80 Werken ein eindrucksvolles Bild von dem Schaffen eines von seiner Zeit verkannten sächsischen Künstlers htnterläßt. Neben dem rührigen Inhaber der Galerie Ernst Arnold, Herrn Hof- kunsthänöler Ludwig Gutbier, der keine Mühe, keine Schwierig keit scheute, aus ost weit entlegenen Schlössern, aus deren Ahnen- lälen und still verborgenen, vom Tageslicht kaum berührten Kammern alle diese Schätze herbeizuschaffen, gebührt auch den Be- m für das Darleihen derselben wärmste Anerkennung. Das Leben und Wirken Ferdinand von Rayskis hat im Aufträge des Vereins für Geschichte Dresdens Ernst Sigismund in einer trefflichen biographischen Skizze ge>childert. 0^. Kunstausstellung« — Der -Künstlerverein auf dem Pflug, in Halle a. S. hat im Oberlichtsaal der dortigen Kunsthandlung Tausch L Grosse eine Ausstellung von Werken seiner Mit glieder (Maler, Bildhauer, Architekten, Schriftsteller) eröffnet, die werktäglich von 9 bis 7 Uhr, sonntags von 11'/, bis 1 Uhr zu gänglich ist. Im kleinen AusstellungSsaal ist eine Sonder- ausstellung von 35 Werken Martha Bernsteins untergebracht. (Red.) JubilLums-Ausstelluug der Hofkuustaustalt I. Löwy in Wie«. — Die Hofkunstanstalt I. Löwy in Wien feiert in diesem Jahre ihr fünfzigjähriges Bestehen. Josef Löwy hat 1857 die Anstalt gegründet; sein künstlerisches Empfinden, seine Energie, sein weiter Blick kamen dem Unternehmen zustatten, das heute im In- und Auslande bekannt und an allen großen künst lerisch - literarischen Erscheinungen der letzten Zeit, wie an dem Dürerwerk, dem Segantinibuch, der Miniaturenarbeit, beteiligt ist. Alle photomechanischen Fächer, alle auf die Photographie sich aufbauenden Reproduktionsmethoden werden in der Anstalt gepflegt, die farbige Illustration hat hier ein Heim gefunden. Neben dem Farbenlichtdruck, der Autotypie, der Farbenautotypie, der Heliogravüre, dem Kupferdruck wurde im vergangenen Jahre der Jntagliodruck eingeführt und damit die vervielfältigende Kunst um ein Verfahren, dem die Zukunft gehört, bereichert: um den Druck von Heliogravüren mit der Schnellpresse. Aus diesem Anlaß hat die Kunstanstalt Arbeiten aus den letzten Jahren zu einer Ausstellung vereinigt, die jetzt im Österreichischen Museum zu sehen ist und volles Lob verdient. Es sind Reproduktionen nach alten Meistern mit treuester Wiedergabe der Stimmungen und Tönungen, Bilder moderner Maler, ein Zyklus hervorragender Porträts, ein Bildersaal schöner Frauen und berühmter Männer, die Zeugnis ablegen sollen von der Aus dehnung und Vertiefung der Methoden. (Österr.-ungar. Buchhändler-Corr.) * Reue Bücher, Katalog« re. für BnchhLndlerr Hsrnorial äs 1a librairis kranyaiss. ksvus üsbäomaäairs äss livrss. 8ommairs äss rsvuss importantes. Homsnolsturs äs nouveautss kranyaisss st stravAörss. Verlag von 8. IvsLouäisr in ?aris. 14. äaürx. 8o. 15—17. (^.vril 1907.) 4°. 8. 173—220. Nsäioinas novitatss. LLl. äabrZ. 8o. 5, Uoäirinisobsr ^n- ssiAsr Nai 1907. Kataioq 385, bsrausSSxsbsn von liranL kisteelrsr io 'llübingsn. 8". 8. 113—144. 783 kirn.
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