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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 18.06.1915
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- 1915-06-18
- Erscheinungsdatum
- 18.06.1915
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- Deutsch
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Nr. 138. ZS TN." : Maum15^""°S.Iz!ÄM."^s'.2SM°.9.'s.'z0M.°iMMch" n j Mitglieder 40 Hf.. 32 M.. SO^M.. 100 2N. — Deilagen werden A EMüWÄMrstMerÄWÄ'SeNWeM'ülHNM Leipzig, Freitag den 18. Juni 1915. 82. Jahrgang. Redaktioneller Teil Vom Antiquariatshandel. m. <11 siehe Nr. 78.» Auktionspreise. Kataloge und Anmerkungen in Katalogen. Wenn wir in unserer letzten Übersicht über den Kriegszustand des Antiquariats in Aussicht stellten, daß wir auf die Ergebnisse der am 27. März bei Max Perl in Berlin abgehaltenen BUcher- bersteigcruug noch eingehen würden, so geschah das in der Er wägung, daß sich daraus in gewissem Umfange ein Matzstab für die Kauflust und Kaufkraft unserer bibliophilen Kreise in schwerer Zeit finden lassen müßte. Die zum Verkauf gebrachten Bücher be standen in der Hauptsache aus solchen, die vor dem Kriege nicht unbedeutende Preise erzielt hatten. Im folgenden wollen wir davon besonders diejenigen hervorheben, die unserer deutschen Literatur angehören. Bei der Beurteilung der Preise ist natürlich nicht zu ver gessen, daß man in manchen Fällen nicht wissen kann, ob ein Buch wirklich verkauft oder nur zurllckgekauft worden ist. Während aber die Praxis des Zuriickkaufens in normalen Zeiten öfters mehr den Charakter einer beabsichtigten, wenn auch mißglückten Preistrei berei hat, ist sie jetzt Wohl anders zu beurteilen. Man kann da rin zurzeit sogar ein Zeichen von Gesundheit erblicken. Der Druck der Verhältnisse ist nicht so groß, daß man es nötig hätte, die un ter den Hammer gebrachten Bücher um jeden Preis fortgehen zu lassen, wenn der Wettbewerb der Bieter untereinander erlahmt. Doch es ist nicht überflüssig, darauf hinzuweisen, weil man sonst geneigt sein könnte, sich namentlich da, wo Preisabschläge zu ver zeichnen sind, vielleicht ein nicht ganz zutreffendes Bild von der Lage zu machen. Überraschend muß cs wirken, daß sogar Preise erzielt worden sind, die bisher einzig dastehen und ihre Vorläufer, in zwei Fäl len wenigstens, sogar um das Vielfache übertreffen. Nr. 26: »Arnim: Armuth, Reichthum, Schuld und Butze der Gräfin Do lores. 2 Bde. Berlin, in der Realschulbuchhandlung (1869)« ist mit »kk 130.— bezahlt worden. Allerdings war es ein »schönes, unbeschnittenes Exemplar in 2 sehr schönen alten Ganzlederbän den mit reicher Rückenvergoldung«, das außerdem noch die sonst meist nur im Faksimile vorkommenden Titelblätter im Original hatte. Im Jahre 1906 ist ein Exemplar mit den Originaltiteln bei Boerner für -kk 32.— fortgegangen; es mag nicht so schön ge wesen sein. — Nr. 231: »G e rste n b e r g: Die Braut, eine Tra gödie von Beaumont u. gleicher. Nebst kritischen und biogra phischen Abhandlungen... Kopenhagen und Leipzig 1765« hat ..kk 110.— gebracht. Andere Exemplare sind 1906 bei Boerner mit 26.—, 1909 bei Baer L Co. mit »« 12.50, 1910 bei Perl mit »kk 8.-, »kk 16.—, »kk 22.— bezahlt wor den. — Nicht so groß ist der Unterschied für Nr. 694: »lösch st ein: Märchenbuch. Mit 174 Holzschnitten nach Originalzeich- mmgen von Ludwig Richter. Zwölfte Auflage. Leipzig: Wi gand 1853« — es ist das die erste illustrierte Ausgabe —, die »k( 100.— erzielte, während sie 1908 bei Perl »kk 56.—, 1910 bei demselben »kk 36.—, bei Boerner »kk 83.—, bei Breslauer .kk 86.— cinbrachte. Auf Nr. 742: »Schiller: Wallenstein. 2 Bde. Tübingen: Cotta 1800«, ein Exemplar auf besserem Papier, sind -kt 60.— geboten worden. Nur einmal ist dieser Preis bisher ! llbertroffen worden. Boemer hat 1906 ein Exemplar in Maroquin- ! einband, das erklärt den Unterschied, mit »k( 105.— versteigert; sonst ist 1910 bei Perl »kl 56.— der Höchstpreis gewesen. Wenn nun auch in den niedrigeren Preislagen noch einige ähnliche Fälle zu beobachten sind, es lohnt nicht, sie einzeln aufzuführen; wir können aber die Tatsache an sich als eine für die jetzige Zeit nur erfreuliche bezeichnen. Freilich bleiben es Ausnahmcfälle. Der Gegensatz dazu fehlt nicht. Wir geben nur eine kleine Liste von Beispielen: Nr. 89. Brentano, Clemens: Märchen. 2 Bde. Stuttgart: Cotta 1847. »kk 17.—; 19V6 Boerner: ^ 42.— ; 4g.—; 1907 Perl: »kt 82.—; 19V8 Perl: »kt 27.—; Carlebach: ..ki 81.—; 1909 Baer: »kt 88.—; 1912 Baer: »« 3V.—; 1913 St. Goar: »kt 26.80. Nr. 199. Fouqus: Der Zauberrtng. 3 Teile. Nürnberg: Schräg 1812: ^ 2.—; 1910 brachte die 2. Ausl. 181« bei Breslauer »kt 16.-. Nr. 232. Gerstenberg: Ugolino. Hamburg 1788. ^ 25.—; 1SV9 Baer: »kt 34.—; 191» Perl ^t 85.—. Nr. 318. Goethe: Clavigo. Leipzig: Weygand 1774. ^t 98.—. 1909 Baer: ^t 18».—; 1912 Baer: ^t 135.—. Nr. 349. Ossi an: Vorlrs. 4 Bde. Frist. 1783 (also nicht die erste Ausgabe) .kk 32.—; 191» Perl: .kt 255.—; Boerner: »kt 125.-; 1911 Perl: ^ 121.—; 1913 St. Goar: .kt 84.—. Nr. 362. Goethe: Winkelmann und sein Jahrhundert. Tübingen: Cotta 1805. ^t 8.-; 1909 Baer: ^t 38.—; 1912 Baer: ^20.-. Nr. 434. H o f fm a n n, E. T. A.: Die Elixiere des Teufels. 2 Bde. Berlin 1815—18. »kt «.—; 19VK Boerner: »kt 25.— ; 1999 Baer: »kt 25.—. Nr. 436. — Lebens-Ansichten des Katers Murr. 2 Bde. Berlin 1820—22. ^ 7«.—: 1906 Boerner: ^ 105.—; 1910 Baer: .kt 155.—. Nr. 439. — Seltsame Leiden eines Theater-Direktors. Berlin 1819. ^ 9.—; 1906 Boerner: »kt 23.—; 191» Baer: ^ 43.—. Nr. 443. — Nachtstücke. 2 Bde. Berlin 1817. ^t 13.—; 1910 Baer: 65.—; 1911 Perl: ^t 51.—. Nr. 448. Ho eld erlin: Hyperion. 2 Bde. Tübingen 1797—99. »kt 105.-; IS»« Boerner: »kt 215.—; 1907 Perl: »kt 18».—; 1908 Perl: ^t 155.— u. »kt 125. Bei manchen der Bücher, wie bei Nr. 349 (Ossian), wird man einen ständigen, wohlverdienten Preisrückgang beobachten; über andere Unterschiede wird man sich Wundern, sie aber doch nicht mit der »Not der schweren Zeit« ausreichend erklären können. Dem Krieg freilich wird man es zuschreiben müssen, daß er einen Niedergang beschleunigt hat, den man auch vorher schon kommen sah. Auffällige Unterschiede zeigen auch die Preise der Gothaifchen Hofkalender in deutscher und französischer Aus gabe, die bei Perl in größerer Anzahl vorkamen, wenigstens im Vergleich mit den Ergebnissen der Auktion Breslauer im Jahre 1913. Sie sind durchschnittlich nur ein Drittel so hoch. Dabei mag allerdings der äußere und innere Zustand der kleinen Bänd chen nicht unwesentlich von Einfluß sein. Zwischen diesen beiden Gegensätzen stehen nun die Bücher, die sich in ihren Preisen nicht rühren und nicht rücken oder doch nur so gering schwanken, daß man das Mehr hier und das We niger dort dem Zufall oder der Erhaltung der Exemplare zu schreiben kann, wenn man nicht besser überhaupt nur einen ganz natürlichen, zu jeder Zeit zu beobachtenden Vorgang darin er blicken will 893
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