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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 06.02.1838
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Band
- 1838-02-06
- Erscheinungsdatum
- 06.02.1838
- Sprache
- Deutsch
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235 11 236 von Jahren für National-Eigcnthum erklärte? — Erben hatte Kant nicht; wer also gab ihnen ein Anrecht auf seine Werke? — Spricht etwa der Umstand, daß Hr. L. Voß, nachdem sein Prospect ausgcgcbcn war, es für nöthig fand, unserm Modcs ein Aequivalent des Verlagsrechts anzutrage», für die Präsumtion seines Rechts? — wisse,> jene Herren nicht, daß selbst nach dem neuerdings erschienenen Bundesgesctz Kant's Werke erst nach l«» Jahren National-Eigcnthum werden kön nen? Der Grund, daß diese Herren sich ein Recht anmaßtcn, liegt ganz einfach darin: daß Kant nie einen förmlichen Con- tract machte, und unsere gegen Hrn. Boß erhobene Klage nicht durchgeführt werden konnte, da uns die gerichtlich nöthi- gcn Urkunden fehlten. Unser Verlagsrecht des größten Lhcils der Kant'schcn Werke ist, so lange solche existiren, weder im Buchhandel oder sonst von irgend Jemand in Zweifel gezogen, noch viel weniger angegriffen worden, was doch wohl hatte Statt finden müssen, da ei» großer Theil dieser Schriften i» Kö nigsberg unter Kant's eignen Augen gedruckt wurde. Wir verwahren uns hiermit feierlichst vor jedem Scheine, als woll ten wir in dem eben Gesagten auch nur die-leiseste Klage ge gen den Ausspruch unsers verehrten Gerichtes gndcuten. Das Gericht konnte in Ermangelung der strengen Niatericllcn Be weismittel nicht anders verfahren, dennoch aber können wir unser lebhaftes Bedauern nicht zurückhalten, wenn jene drei Herren hieraus einen Nutzen zu ziehen suchen, der gerichtlich zwar erlaubt ist, aber keineswegs die Anforderungen des mo ralischen Gefühls befriedigt. — Das scheinen sic auch recht wohl gefühlt zu haben, denn sie verstecken sich hinter hochtra benden Reden und halten cs „unter ihrer Würde" dar auf zu antworte». Wir fühlen sehr wohl, daß durch einen Streit dieser Art das Andenken Kant's nicht geehrt wird; aber wir haben durch aus keinen Grund, de» Angriffen leidenschaftlicher Aufgeregt heit nicht eine gerechte Selbstvcrtheidigung cntgcgenzustelle», und wünschen deshalb recht sehr, daß fernerhin Entstellungen der Wahrheit uns nicht von Neuem in diese unangenehme Noth- wendigkeit setzen mögen. — Daß unsere Ausgabe in Lieferun gen erscheint, ist lediglich unsere und unserer Herren Interes senten Sache, von denen die weniger Bemittelten ganz zufrie den sind, daß wir diesen längst als zeitgemäß erkannten Weg cingcschlagcn haben. Daß er auch diesesmal zweckmäßig war, haben uns schon jetzt Erfolge gelehrt, die wir kaum zu hoffen wagten, und die uns die angenehme Ueberzeugung gewähren, daß wir den Wünschen des Publikums auf eine angemessene Weise entgegengekommen sind. Leipzig, im Januar 1838. Curl Mtto Bcklimcliin, Firma: Job. Hricdr. Harttiioeb. 8ricdr. Rüg. Modc§, Firma: Jinmunucl Müller. s616.j R ü g e. Die Buchhandlung Modcs u. Baumann in Leipzig hat den Prospect und die erste Lieferung einer Gesammtaus- gabe der Kant'schcn Werke herausgcgcbcn, mit der von uns angekündigtcn zu concurriren. Alle Concurrenz kann nur willkommen sei», sie steigert die Lhätigkcit. Wir wenden nichts gegen das Unternehmen ein, müssen uns aber über die Versicherung wundern, daß dasselbe ein schon seit längerer Zeit vorbereitetes Werk sei, indem, als unser Prospect aus gegeben wurde, die geringste Notiz davon uns fremd war. Ferner wundern wir uns, wenn mit der größten Dreistigkeit versichert wird, daß der von uns versprochene Nachlaß, sowie die in unseren Händen befindliche Eorrespondenz nichts Neues bringen werde und füglich zu entbehren sei. Wir können im Gegcnthcil versichern, daß der Briefwechsel, obschon wir aus der großen Masse des Materials nur da? Wichtigste ausheben werden, Kant von ganz neuen Seiten, z. B. in seinen offi- cicllen Verhältnissen, zeigen; der Nachlaß aber Dinge bringen wird, von denen man gar nicht ohne ihn wissen konnte, daß sich Kant damit beschäftigt hat. Wenn gesagt wird, es solle in der Ausgabe auf die Sammlung der Briefe besondere Mühe verwendet werden, so ist dies wahrhaft lächerlich, da wir wohl wisse» möchten, wo man dieselben herbekommcn will, einige wenige zerstreute abgerechnet. Endlich aber ist die Anordnung der Schriften im Prospect, nur mit Umstellung der Bändezahl, so sehr der in unserm Prospect enthaltenen nachgcahmt, daß auch dies unser billiges Befremden erregen muß. Von der Eingangs vorkommcndcn Wendung, als wenn durch unser Un ternehmen dem Rechte der Herren Modcs und Bau mann irgendwie zu nahe getreten sei, nachdem Kant ohne Erben seit 33 Jahren todt ist, und wir eine Gcsammtausgabe bringen, deren Bedürfnis; uns Jedermann zugcsteht, und zu deren Ver lag wir berechtigt sind, halten wir unter unserer Würde, zu reden. Einen Philosophen in Lieferungen zu verzetteln, scheint uns völlig widersinnig, und Ende Januar werden die beiden ersten Bände dem Publicum zeigen, wie wir unser Verspre chen erfüllen. Königsberg u. Leipzig, am 27. Dec. 1837. Roscntrunz. Schubert. voß. s<>I7.j Auch ich erlaube mir die Anzeige, daß ich vom Anfang d. I. an meinen Verlag nur in Preüß. Courant oder Ld'or ä 5^., auf Rechnung oder gegen baar, ausliefere. Robert Lruycn in Leipzig. sl»18.^ Herr v. Hostrup, als Verleger der Literarisch-kritischen Blätter der Börsenhalle, hat mir erst heute die Bestellungen für den Jahrg. 1833 zum Debit zukommen lassen können, die bei Herrn Schultze in Berlin darauf gemacht sind; um indcß Aufenthalt vorzubeu-' gen, wollen Alle, die sich dahin gewandt, Ihre» Auftrag bei mir gef. erneuern. Hamburg, 27. Januar 1833. Herold. slilil.j Meinen geeinten Ooschäftst'rennden reige ich hier mit ergebenst s», dass die Ilnmpkboote seit 4 Wochen sehen kein« Kisten oder pagttvle für Hamburg und den (Kontinent überhaupt snnsbmen, und diesem Umstande allein die Ver zögerung Ihrer üestvliungen surusckreiben ist. Wullen 8is sieh versichert kalten, dass der promptesten Knskiikrung derselben meine stets Sorgfalt gewidmet ist, und dass keine Lelegenkeit versäumt werden soll. 4>ondo», 158. klleet 8treet, 23. 3a». 1838. p. p. st»20.j Statt C i r c u l a i r. Um Störungen beim Abschluß der Rechnungen zu vermei den, bitte ich diejenigen Herren Collcgen, bei denen Sismondi's Forschungen, übersetzt von Schäfer consiscirt wurden, um gefällige Einsendung der amtlichen Be scheinigung, da ich ohne solche den Betrag nicht gutschrei ben kann. wm. "Rüchler in Frankfurt a. M. sK21.j Bitte um Zurücksendung. Häufige ä 6ond. Sendungen habenden Vorrath der zwei ten Auflage von Essellen's großer Gebührentaxe erschöpft, und ich sehe mich zu der Bitte um recht baldige Zurücksendung aller dec Eremplare, weiche Sic nicht fest be halten wollen, dringend veranlaßt. Da ich das Werk nur unter der Bedingung der Rücksen dung, im Fall ich Eremplare brauchte, ä6o»d. versandt habe, so erkläre ich zugleich, daß ich nach Mitte April d. I. nichts mehr davon zurücknchmen kann. — Exemplare für feste Rech nung stehen fortwährend zu Diensten. Arnsberg, 26. Januar 1838. R. L. Ritter.
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