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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 21.11.1931
- Strukturtyp
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- 1931-11-21
- Erscheinungsdatum
- 21.11.1931
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- Deutsch
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X° 270, 21. November 1931. Redaktioneller Teil. Börsenblatt f. d. Dtschu Buchhandel. I'B o d e ii d o r f, E., B ii t o w (Bz. Köslin). Buch- u. Papierhand lung. Gegr. 1/VI. 1930. (G Kreissparkasse, Biilom.) Inh.: Frau Erna Bodendorf. Unverlangte Zendungen verbeten. Leip ziger Komm.: >v. Vol-ckmar. 1-^Bohne, H., Konstanz, Bodanstr. 34. Kreuzlingen, Emmis hosen, Thnrgau (Schiveiz). Musikverlag u. Sortiment. Gegr. Qkt. 1921. (»-» 16!)4. — TA.: Bohne Konstanz. — G Dtsche Bank u. Disc.-Ges., Fil. Konstanz. d' Karlsruhe 30666.) Inh.: Hermann Bohne. Leipziger Komm.: at. vv. Ehrlcr L Co. Buchhandlung der Belgischen Post, Solingen, hat den Verkehr über Leipzig anfgegeben. sDir.s Buchhandlung der Leverkusener Zeitung, Lever kusen - W i c s d o r f, hat den Verkehr über Leipzig anfgegeben. (Dir.) v. C a n st c i n s ch e B i b e l a n st a l t, H a l l e (Saale), hat den Ver kehr mit dem Buchhandel aufgegeben. (Dir.) HD er D e u t s ch e n s p i e g e l V e r l a g s - G. m. b. H., Berlin W 35. Adresse jetzt: W 30, Martin-Luther-Str. 97. jetzt: Bavaria 4052. (Dir.) fE m i g, I o h a n n, Duisburg, Sonnenwall 39. Buchhandlung. Gegr. 20/X. 1848 als Nechtsnachf. der Fa. Ioh. Ewich. (s-o- 20791. - LA.: Ewig Duisburg. — Essen 33549.) Inh.: Paula Möser, Düsseldorf. Proknr.: Kurt Othmer u. Frau Gertrud Othmer. Unverlangte Sendungen gehen unter Spesennachnahme zurück. Leipziger Komm.: >v. Beruh. Hermann L G. E. Schulze. (Fortsetzung s. S. 1016.) Deutsche Bücher in fremdem Gewände 1930. II Frankreich, Italien und Spanien. Bon vr. Charlotte Bauschinger. (1»2g s. Bbl. ISS», Nr. 175; I s. Bbl. tvzi, Nr. 244.) Die drei romanischen Länder brachten im Berichtsjahr 1930 insgesamt 392 Übersetzungen aus dem Deutschen heraus: das be deutet gegen das Vorjahr eine Vermehrung um nahezu 100 Werke, die aus die sehr erfreuliche Steigerung der Übersetzungstätigkeit in Frankreich und Italien zurückzuführen ist. Deutschland nahm im gleichen Jahr 282 Werke aus den romanischen Ländern auf (gegen 285 im Jahr 1929); davon entfielen auf Frankreich 220, auf Italien 46 und auf Spanien 16. In Frankreich erschienen 1930 128 Übersetzungen aus dem Deutschen gegen 85 im Vorjahr und je 68 in den Jahren 1927 und 1928. Von diesem verstärkten Interesse, von dieser größeren Aufgeschlossenheit für das deutsche Geistesleben, die zweifellos auch ein Erfolg der mannigfachen deutsch-französi schen Verständigungsversuche sind, legt besonders die Schöne Literatur Zeugnis ab, die 60 Neuerscheinungen gegen 27 im Vorjahr verzeichnet. Die Auswahl ist durchaus überlegt und läßt deutlich zwei Tendenzen erkennen: das Bestreben, sich über die neueste literarische Produktion zu informieren, und die Ab sicht, tiefer in die Welt unserer Klassiker einzudringen. Das Goethe-Gedenkjahr 1932, das in Frankreich größter aktiver Teil nahme begegnet, macht sich bereits in einer Reihe von neuen Übersetzungen seiner Werke geltend, die im laufenden Jahr noch eine starke Bereicherung erfahren werden — der große -Euro päer- Goethe, dessen dichterische Lebensweisheit den Franzosen rief vertraut ist, hat ja von jeher eine starke geistige Brücke nach Frankreich gebildet. Schiller ist mit drei neuen Ausgaben seiner Werke vertreten; Hölderlins Gedichte, die namentlich der fran zösischen Jugend viel zu geben haben, liegen bereits in fünfter Auslage vor; sein »Empedokles» hat eine neue Übertragung er fahren. Wie stark die Welt unserer Romantiker die Franzosen anzuziehen vermag, beweisen fünf in verschiedenen Verlagen erschienene Übersetzungen von Werken E. Th. A. Hoffmanns, Ausgaben von Eichendorsf und Kleist. Für Storni zeigt sich eine neue Vorliebe; Rilke, dessen hohe Kunst in Frankreich ganz besonderem Verständnis begegnet, ist wie im vorigen Jahr mit zwei von Maurice Betz übertragenen Werken vertreten; außer dem wurden zwei Sammlungen seiner in französischer Sprache geschriebenen Briefe und Gedichte herausgegeben. Dieser Versenkung in die Welt der reinen Dichtung entspricht auf der anderen Seite die wache Beschäftigung mit der jüngsten Ver gangenheit und der Gegenwart, wie sie sich in den Kriegs romanen von Johannsen, Jünger, Remarque, Renn und Arnold Zweig oder in der bitteren Anklageschrift von Lampel »Ver ratene Jungen« äußert. Stefan Zweig, dessen Hauptwerke wohl sämtlich ins Französische übersetzt sind, hat mit seiner Novelle »24 Stunden aus dem Leben einer Frau» bereits die 18. Aus lage erlebt. — Die Verteilung der Übersetzungen auf die ein zelnen Wissenschaftsgebiete hat sich gegen die Vorjahre kaum geändert; nur bei den Rechts-, Staats- und Sozialwissenschaften ist ein stärkeres Interesse wahrzunehmen; die große Ausgabe der gesammelten Werke von Karl Marx bei Costes verdient hier hervorgchoben zu werden. Sehr lebhaft wurde im vergangenen Jahr, Wie auch schon früher, die deutsche historische und politische Literatur verfolgt, namentlich Darstellungen aus dem Welt krieg (die Marneschlacht, die Skagerrakschlacht). Die im Jahre 1927 in Angriff genommene Übersetzung der großen deutschen Aktenpüblikation des Auswärtigen Amtes ist bis zum achten Bande fortgeführt. Eine noch stärkere Steigerung der Übersetzungstätigkeit als in Frankreich ist im Berichtsjahr in Italien zu verzeichnen, das 137 deutsche Werke ausnahm gegen 86 1929 und 71 1928. Auch hier entfällt der wesentliche Anteil auf die Schöne Lite ratur, die 59 Werke gegen je 24 in den Vorjahren aufweist, ohne jedoch den Eindruck einer Planvollen Auswahl zu hinter lassen. Auffallend ist in den beiden letzten Jahren die starke Zunahme von Übersetzungen medizinischer Werke und zwar vor wiegend großer, grundlegender Lehr- und Handbücher. Während das früher zu beobachtende Interesse an deutschen philosophischen und pädagogischen Werken ein wenig zurllckgegangen ist, ist entsprechend dem allgemeinen starken Ansteigen der religiösen Literatur in Italien die Beschäftigung mit Übersetzungen reli- gionswissenschastlicher Schriften reger geworden. Ein Bestre ben, tiefer in die Gedankenwelt der Mystik und Scholastik ein zudringen, macht sich geltend; daneben wird eine Orientierung über Fragen unserer Zeit gesucht, wie sie z. B. Paul Tillichs Schrift über die religiöse Lage der Gegenwart oder zwei Aus einandersetzungen mit dem Fall der Therese Neumann von Konnersreuth geben. Auf historischem Gebiet interessieren Do kumente und Darstellungen des Weltkrieges, besonders jedoch Werke über die Geschichte Roms und der Päpste; das grund legende vielbändige Werk von Pastor ist in Italien weit ver breitet. Spanien, dessen llbersetzungsproduktion in den Jahren 1927 bis 1929 ein stetiges, nicht unerhebliches Ansteigen zeigte, hat im Berichtsjahr einen kleinen Rückgang erlebt, von 134 Werken 1929 aus 126 1930. Bon dieser Abnahme wurden im wesentlichen die Gebiete der Naturwissenschaften, Philosophie, Literaturwissenschaft und Kunst betroffen, während die Schöne Literatur eine Vermehrung von fast 20 Werken (von 18 auf 37) erfahren hat und auch ein stärkeres Interesse für Staats und Sozialwissenschaften spürbar ist, das sich besonders in der Zunahme der Übersetzungen von Werken revolutionärer Schrift steller — Marx, Engels, Kautsky und Luxemburg — äußert. Sehr groß ist wiederum der Anteil an unserer medizinischen Fachliteratur, die 21 Übertragungen aufweist. Das Verzeich nis der Übersetzungen belletristischer Werke ist nicht nur zahlen mäßig gestiegen, sondern zeigt auch in der Auswahl größere Vielseitigkeit: während noch 1927 der Hauptanteil an den 24 Werken der Schönen Literatur von 7 Übersetzungen der Mar- litt und 8 Ausgaben des alten Christoph von Schmid getragen wurde, erscheinen in diesem Jahr eine ganze Reihe von moder nen Autoren — Bronnen, Dwinger, Ewers, Frank, Hesse, Mey rink, Wassermann. Freilich bleiben hier noch sehr viele Wünsche unerfüllt, und es ist namentlich im Hinblick auf die sehr ein gehende Beschäftigung der Spanier mit unserer philosophischen und Pädagogischen Literatur erstaunlich, daß für die großen Weltanschauungs- und Entwicklungsromane des deutschen Schrifttums gar kein Interesse zu bestehen scheint. 1003
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