Suche löschen...
Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 04.10.1932
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Band
- 1932-10-04
- Erscheinungsdatum
- 04.10.1932
- Sprache
- Deutsch
- Sammlungen
- LDP: Zeitungen
- Zeitungen
- Saxonica
- Digitalisat
- SLUB Dresden
- PURL
- http://digital.slub-dresden.de/id39946221X-19321004
- URN
- urn:nbn:de:bsz:14-db-id39946221X-193210047
- OAI-Identifier
- oai:de:slub-dresden:db:id-39946221X-19321004
- Nutzungshinweis
- Freier Zugang - Rechte vorbehalten 1.0
- Lizenz-/Rechtehinweis
- Urheberrechtsschutz 1.0
Inhaltsverzeichnis
- ZeitungBörsenblatt für den deutschen Buchhandel
- Jahr1932
- Monat1932-10
- Tag1932-10-04
- Monat1932-10
- Jahr1932
- Links
-
Downloads
- PDF herunterladen
- Einzelseite als Bild herunterladen (JPG)
-
Volltext Seite (XML)
232, 4. Oktober 1932. Redaktioneller Teil. Börsenblatt f. b.Dtschu Buchhandel. vavin L Orioli, vonckon VV.6.1, 30 IVlu86um 8treet: OataloFue 58: 41 8. VersteiZerunZ: 27. u. 28. Zsptember 1932. 74 blrn. 6 8. 4" " Xatr. Irivckrieli. verlin >V 62, Ll6i8t8tr. 29: Xatalo^ 6: Varia. 150 blrn. 12 8. Irl. 8° ^1176 blrn.' 50 "3.' ' 0dau<Ironn,6i-8. Lataio^us Kleine Mitteilungen Berufliche Förderung erwerbsloser Buchhändler. — In Er gänzung unserer Mitteilung in Nr. 248 möchten wir noch darauf Hinweisen, daß die Abendvorträge für die berufliche Förderung er werbsloser Buchhändler auch von solchen Gehilfinnen, Gehilfen und Lehrlingen besucht werden können, die nicht erwerbslos sind. Es sprechen am 7. Oktober: Herr Buchhändler Johannes Warneck über den Sortimentsbuchhandel; am 14. Oktober Herr Buch händler Alfred Streißler über modernes Antiquariat; am 21. Oktober: Herr Buchhändler Schulze über wissenschaft liches Antiquariat; am 28. Oktober: Herr Direktor vr. Erich Berger über die Praxis des Z e i t s ch r i f t e n w e s e n s; am 4. November: Herr Karl Halliant über den N e i s e b u ch h a n d e l ; am 11. November: Herr Buchhändler Walther Frey über den G r 0 s s ob u ch h a n d e l ; am 18. November: Herr Buchhändler Martin Engel über b u ch h ä n d l e r i s ch e T a g e s f r a g e n. Sämt liche Vorträge finden abends 7^ Uhr im »Buchhändlersaal« der »Korporation der Berliner Buchhändler« im Bnchhändlerhaus, Ein gang Wilhelmstraße 47, Aufgang 6, 1. Stock links, statt. An jeden Vortrag schließt fich eine Aussprache, in welcher der Vortragende aus der Hörerschaft gestellte Fragen beantworten wird. Teilnehmer wollen sich schriftlich bei der Geschäftsstelle der »Korporation der Berliner Buchhändler«, Berlin W 8, Buchhändlerhof 2, anmelden. Eine Hörergebühr wird bei diesen Vorträgen nicht erhoben. In der Arbeitsgemeinschaft Rheinisch-Westfälischer Jungbuch- händler spricht am Sonntag, dem 10. Oktober, 11 Uhr, im Hörsaal 24 der Pädagogischen Akademie zu B 0 n n, Wilhelmstraße 34—36, Hans Köster aus Königstein über den Verleger und den Verlag Karl Robert La n g e w i c s ch e (mit Lichtbildern). Anschließend Aus sprache unter Leitung von Professor Antz. Nachmittags 15.30 Uhr spricht Professor Giesen von der Pädagogischen Akademie wieder im Hörsaal 24 über »Das illustrierte Buch einst und j e tz t«. Anmeldungen werden möglichst umgehend an H. F. Schulz, Bonn, Buchhandlung Friedrich Cohen, erbeten. Die Besprechung der wichtigsten Weihnachts-Bücher unter Leitung von Professor Josef Antz findet Sonntag, den 20. November, im Kölner Görres-Haus statt. 9. Buchhändlcrwochc vom 12. bis 18. September in Bad Lausick. — Die diesmalige Vuchhändlerwoche des Allgemeinen Deut schen B u ch h a n d l u n g s g e h i l f e n - Verbandes (Fach gruppe Buchhandel im DHV.) erhielt eine besondere Bedeutung da durch, daß sie im Anschluß an die 60-Jahrfeier des Verbandes er öffnet wurde, und zwar im Beisein des Gesamtvorstandes und der Vertrauensmänner aus dem Reiche. Die Teilnehmer waren bereits vollzählig erschienen, sodaß der Leiter der Woche, Verbandsgeschäfts führer Stadtrat Krüger, die Eröffnung ordnungsgemäß vornehmen konnte. Er dankte dem Vorstand, daß dieser wiederum die Mittel zur Verfügung gestellt habe, er gab auch bekannt, welche Kreise und Orte vertreten seien und wies auf den grundsätzlichen Zweck der Buch- händlerwochen eingehend hin. Mit der eigentlichen Arbeit wurde am Dienstag, dem 13. September, begonnen. 23 Teilnehmer waren erschienen, und zwar aus den Städten Berlin, Braunschweig, Breslau, Charlottenburg, Dresden, Eisleben, Frankfurt a. M., Halle a. d. S., Hamburg, Leipzig, München und Wiesbaden. Herr Prof. vr. G. Menz führte in seinem Vortrag: »Marktanalyse im Buch handel« u. a. aus: Die Werbung ist lediglich die Technik für den Absatz, Marktanalyse muß aber der Werbung vorausgehen. Sehr eingehend schilderte Herr Prof. Menz, wie eine Marktanalyse für den Buchhandel zustande kommt. Er schilderte ferner in sehr inter essanten Ausführungen, wie verschiedenartig im Reiche die Wcrbc- gebiete seien und daß dauernd Veränderungen auf dem Markte ein- treten; von einer Stetigkeit, wie fie bis in die achtziger Jahre des vorigen Jahrhunderts bestand, sei heute nichts mehr zu verspüren. 726 Die Ausführungen boten eine ganze Reche von Anregungen, die sich praktisch bei der Berufsarbeit werden verwenden lassen. — Am Nach mittag folgte dann die Besichtigung des Hcrmannsbades in Bad Lausick und ein Spaziergang durch die Stadl. Am Mittwoch, dein 14. September, sprach Herr Studienrat vr. UhIig von der Deutschen Buchhändler-Lehranstalt, und zwar behandelte er das Thema »S ch a u f e n st e r g e st a l t u n g«. Herr vr. Uhlig hatte eine reichhaltige Sammlung von Anschauungsmaterial mitgebracht und begann seine Ausführungen zunächst mit grundsätz lichen Hinweisen auf die Schaufenstergestaltung. Er empfahl unbe dingte Aufstellung von Richtlinien, denn ein Buchschaufenstcr richtig herzustellen sei zweifellos schwieriger uls die Schaufenstergestaltung in vielen anderen Branchen. Zwei Grundsätze sollten immer beachtet werden: die Formgestaltung des Aufbaus und die Farbengestaltung; dazu gehört Formenfinn und Geschmack in der Auswahl der Farben. Herr vr. Uhlig streifte eine ganze Reihe von wichtigen Fragen, die bei der Schaufenstergestaltung zu beachten sind und zeigte >an Hand des reichhaltigen Materials, wie ein Schaufenster in der heutigen Zeit wirksam uüd erfolgversprechend gestaltet werden kann. — Am Nach mittag wurde eine Umstellung des ursprünglichen Programms vor- gcnommen und ein Spaziergang durch den Glastener Wald über den Geldberg und Wettinplatz bis zur Parthenquelle unternommen. Am Abend wurde aus Büchern der Heim-Bibliothek vorgelesen. Am Donnerstag, dem 15. September, hielt Herr Ernst Sae- genschnitter, Leipzig, von der Bibliothek des Börsenvereins, einen sehr interessanten Vortrag über »Bibliographie, das Katalogwesen im Buchhandel«. Der Vortragende hatte ebenfalls eine Menge von Bücherverzeichnissen zur -Hand und konnte den Teilnehmern an Hand praktischer Beispiele das Katalogwescn vor Augen führen. »Schnelle Beschaffung ist nur möglich durch eine gute Bibliographie!« Diesen Satz stellte der Vortragende an den Anfang seiner Ansführungen. Nicht nur die historische Entwicklung schilderte der Redner, sondern er hatte auch für jeden Teilnehmer eine prak tische Aufgabe vorbereitet, die zu lösen war und deren Erledigung bzw. Lösung gemeinsam besprochen wurde. Herr Saegcnschnitter be handelte dann eingehend die Entwicklung der Hinrichsschen Verzeich nisse bis zur Deutschen Nätionalbibliographie, und die Hörer haben aus diesem Vortrage zweifellos viel praktisches Wissen für ihre Be rufstätigkeit mit nach Hause nehmen können. — Am Nachmittag wurde Spiel und Sport getrieben, wofür ja eine große Wiese zur Verfügung steht. Am Freitag, dem 16. September, hatte sich in liebenswürdiger Weise Herr Stadtschulrat vr. Ientzs ch, Leipzig, zur Verfügung ge stellt, der »die Jugendbewegung der heutigen Zeit« schilderte. Die Aussprache gerade über diesen Vortrag gestaltete sich sehr ausgiebig, und zum Schlüsse erklärte der Vortragende noch ein mal: »Der Jugend muß wieder ein Ziel gegeben werden, dann fallen auch die stark ausgeprägten parteipolitischen Gegensätze wieder fort.« — Am Nachmittag wurde ein Spaziergang in den Glastener Wald unternommen, wo die Teilnehmer eine von Frau Schmidt ge stiftete Kaffeetafel erwartete. Der Sonnabend, der 17. September, war einem Vortrage »Aus der Praxis des A r b e i t s r e ch t e s« Vorbehalten, den der Vor sitzende des Landesarbeitsgerichts Leipzig, Herr Landgerichtsdirektor vr. Wunderlich, hielt. Herr vr. Wunderlich behandelte den »Dienstvertrag«, den »Werkvertrag«, daneben auch noch den Begriff eines »Zeitvertrages« und ging dann über z-u speziellen Rechtsfragen über »Kündigung, Kündigungsfrist, Kllndigungs-Schutzgesetze«. Er ließ sich auch noch aus über die Berechnung des Tarifgehaltes bei Kurzarbeit, das Tarifvertragswesen überhaupt, Forderungen der An gestellten im Falle eines Konkurses und sonstige Entlassungsfragen. Am Abend des letzten Tages der Buchhändlcrwochc fand die üb liche Abschiedsfeier statt, zu der sich diesmal wiederum eine große Anzahl von Gästen aus Bad Lausick, Neichersdorf, Glasten usw. ein gefunden hatte. Besonders konnte der Leiter der Woche Herrn Bürger meister Nitzsche nebst Gattin aus Bad Lausick begrüßen, daneben aber auch verschiedene Herren des Verbandsvorstandes. — In der Schluß ansprache wurde darauf hingewiesen, daß nunmehr mit allen Kräften auf die »10. Nuchhändlcrwoche« hingearbeitet wird, die voraussichtlich als »Zweite süddeutsche Buchhändlerwoche« in der Nähe von Stutt gart im Frühjahr 1933 abgehalten werden soll. Ausstellung des A.D.B.V. — Mit den Veranstaltungen, die der Allgemeine Deutsche B u ch h a n d l u n g s g e h i l f e n - verband (Fachgruppe Buchhandel im DHV.), Leipzig, anläßlich seiner 60-Jahrfeier in der Zeit vom 10. bis 12. Sept. 1932 stnttsinden ließ, war auch eine Ausstellung verbunden. Neben der Darstellung der acht »Buchhändlerwochen« in Schrift und Bild sah man eine Auswahl der Winterarbeitspläne der verschiedenen Ortsgruppen. Beides zeigte, daß der Aussteller der Bildungssrage, beruflicher wie
- Aktuelle Seite (TXT)
- METS Datei (XML)
- IIIF Manifest (JSON)
- Doppelseitenansicht
- Vorschaubilder