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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 22.03.1933
- Strukturtyp
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- 1933-03-22
- Erscheinungsdatum
- 22.03.1933
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- Deutsch
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VörlMMMmDtlMm ViMaM Nr. 88/88 <R. 32). Leipzig, Mittwoch den 22. März 1933. 1ÜÜ. Jahrgang. ReÄMwneller TA Bekanntmachung der Geschäftsstelle. In den Börsenverein der Deutschen Buchhändler zu Leipzig sind in der Zeit vom 1. bis 28. Februar 1933 'folgende Mitglieder ausgenommen worden: , 15 749 B o ck, Albert, i. Fa. A. Bock Verlag in Berlin. 15 740 Degenhard!, Konrad, i. Fa. Max Siering in Kassel. 15 74l Dosd a, Frau Lotte, i. Fa. Oscar A. Dosda in Lübeck. 15 750 G r e i n e r, Albert, Prokurist d. Fa. I. Sieinens L Co. Komm.-Ges. in Bad Homburg v. d. H. 15 742 Hafner, Joseph, i. Fa. I. Pfeiffer in München. 15 751 Hege r, Frau Wilhelmine, i. Fa. A. Bauer, Buchh. u. Antiquariat in Wien. 15 743 Kraf t, Bruno, i. Fa. Bruno Kraft in Greiz. 15 752 Lange, Wilhelm, i. Fa. Heinrich Lange in Göttingen. ^-15 755 L a n g c n s ch c i d t, Gustav, Geschäftsführer d. Fa. Lan- genscheidt'sche Verlagsbuchhandlung (Pros. G. Langen- fcheidt) G. m. b. H. in Berlin. 15 733 Markowicz, Georg, Handlungsbevollmächtigter d. Fa. Bücherstube Wilhelm Markowicz in Gleiwitz. 15 753 Martin, Hans, >i. Fa. Hans Martin in Stuttgart. 15 734 Metzger, Fräulein Gertrud, i. Fa. Ignaz Schweitzer, Buchhandlung am Englischen Garten — Sortiment u. Antiquariat in München. 15 739 Monica, vr. Ezio Della, i. Fa. Nicola Zanichelli A.-G. in Bologna (Italien). 15 744 Moser, Frau Anna, Direktorin d. Fa. Wendepunkt- Verlag A.-G. in Zürich (Schweiz). 15 735 Natterer, Josef, Geschästsleiter d. Fa. Walter Frehle Inh. Erwin Krebs in Wangen (Allgäu). 15 745 Neider, vr. Heinrich, i. Fa. Gerold L Co. in Wien. 15 754 Nowak, Frau Thea, Geschäftsführerin d. Fa. Verlag für Kulturpolitik G. in. b. H. in Berlin. 15 746 Paschke, Frau Emma, i. Fa. Haude K Speneksche Buchhandlung Max Paschke in Berlin. 15 736 Passer, vr. Rudolf, i. Fa. Verlag vr. Hans EpstSin in Wien. 15 737 Pich l, Frau Maria, i. Fa. Andreas Pichl in Wien. 15 738 Politzer, Franz, i. Fa. Franz Politzer in Jglau (C.S.R., Mähren). 15 747 Schauer, Richard, Vorstand d. Fa. Anton I. Benja min A.-G. in Hamburg u. Leipzig; Inh. d. Firmen D. Rahter und N. Simrock in Leipzig. 15 748 Schön, vr. Friedrich, i. Fa. Victor Schroeder, Hof- buchhandlung in Gotha. Gesamtzahl der Mitglieder: 449l. Leipzig, den 18. März 1933. I. A. Weißenborn. Provinzialverein der Schlesischen Buchhändler E. D. Der Vorstand beschloß in feiner letzten Sitzung, eine Ge hilfenprüfung erstmalig am 7. Mai 1933 abzuhalten. An meldungen sind bis 31. März 1933 an den Unterzeichneten Vor sitzenden des Prüfungsausschusses einzureichen. Breslau, den 17. März 1933 Kaiser Wilhelmstr. 8. Theodor Marcus. Die deutsche Bildungsfrage. Im Jahre 1925 hat vr. Oldenbourg in der Beckschen Ver lagsbuchhandlung in München eine »Aufsatzfolge: Buch und Bil dung« erscheinen lassen, die freilich leider viel zu wenig Be achtung gesunden hat. Im Dezember 1931 hat er dann aus einen, von der Geselligen Vereinigung Leipziger Buchhändler in der »Harmonie« in Leipzig veranstalteten Abend einen Bortrag über das Bildungsproblem gehalten. Wer den ersten Aufsatz jener Folge von 1925 gelesen hatte, wird damals in feinen Aus führungen manches wiedererkannt haben. Sie nahmen die früheren Gedankengänge auf und spannen sie fort. In noch weiter ausgeführter Gestalt liegen sie jetzt in einer kleinen Schrift »Die deutsche Bildungsfrage« *) gedruckt vor. Den Ausgangspunkt bildete in jener frühesten Fassung das Problem »Politische Bildung und staatsbürgerliche Erziehung«. Die Eindrücke des Krieges und der unmittelbaren Nachkriegs zeit waren dabei bestimmend. Inzwischen ist die Abstellung allgemeiner geworden. Das Bildungsproblem an sich in seiner umfassendsten Ausprägung, aber in seiner besonderen deutschen Bedeutung ist nun das Thema. Das Ganze ist damit gewachsen, in jeder Beziehung größer, bedeutender geworden. »Halten wir daran fest, daß Bildung ein Werden aus eigenem Willen ist« hieß es 1925. Das ist geblieben. Abel: darin lag ja schon, daß der Will« ein klares Ziel haben muß, wenn er sinnvoll sein und zum Erfolg führen können soll. Dieses Ziel, das nötige neue Bildungsideal zu zeigen, ist die Ausgabe, die sich die neue Schrift gestellt hat. Es wird überzeugend unmittelbar aus der Problematik unserer Tage und aus der Not der letzten Gegenwart abgeleitet. »Wir können nämlich scststcllen, daß es gerade die Besonderheit des hinter uns liegenden Zeitabschnittes ist, dem Standpunkt des einzelnen soviel Gerechtigkeit zukommen zu lassen, daß es in mancher Hinsicht geradezu als Verbrechen galt, vom einzelnen Opfer gegenüber einer übergeordneten Gemeinschaft zu ver langen: Diese Auffassung hat zur Zerstörung 'der Ehe und der Familie geführt, sie hat das Volk in Parteien, die Parteien in Parteigruppen aufgelöst, sie hat den Schwerpunkt einseitig und zuungunsten des Pslichtbegrisses auf das Recht verlegt, sie hat den inneren Freiheitsbcgriff durch die äußere Unabhängigkeit verfälscht. Dabei soll keineswegs verkannt werden, daß auch eine Menge von Kräften entfesselt wurden, die man bejahen kann und soll: Der einzelne Mensch konnte so viele Eigenschaften ent wickeln, die ihm in früheren gebundeneren Zeitaltern kaum zum Bewußtsein gekommen wären, der Wettbewerb, jene wesentlichste Triebkraft einer bürgerlich eingestellten Gesellschaft, hat un geheure Krästeanspannung bewirkt und sicher hat diese günstig gewirkt, solange die Nachwirkung von Sitte, Überlieferung und Gewohnheit das Übergewicht der wertvollen Kräfte sicherte. In dem Augenblick aber, wo auch diese Kräfte der Auflösung ver fielen und folgerichtig verfallen mußten, da mußte es sich zeigen, daß eben jede Zügelung in Richtung einer Gemeinschaft unmög lich ist, wenn jeder persönliche Standpunkt gleichberechtigt sein soll. Diese Erkenntnis ist es, die uns befähigt, in den Wirrwarr der Meinungen und Wertungen die erste Ordnung zu bringen. Denn sie zeigt uns, daß wir den Versuch machen müssen, in das Vielerlei der persönlichen Ziele überpersönliche Ordnung zu bringen.« «> Friedrich Oldenbourg, Die deutsche Bildungsfrage. Verlag von N. Oldenbourg, München u. Berlin 1933. 8" 43 S. RM 1.80. 203
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