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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 17.06.1944
- Strukturtyp
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- 1944-06-17
- Erscheinungsdatum
- 17.06.1944
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- Deutsch
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schulen. Ebenso gehen die Einzelhefte des „Handbuches der akademi schen Berufsausbildung'* in die Kriegsgefangenenlager. Ein weiterer Mittelpunkt dieser Betreuungsmaßnahmen ist die Zeitschrift „Uni versitas“. Neuerdings ist auch die Anfertigung einer Diplom- oder Doktor arbeit in der Kriegsgefangenschaft möglich, vorausgese§t, daß die erforderlichen wissenschaftlichen Hilfsmittel und Ausbildungsgänge vorhanden sind. Die hierzu erforderliche dauernde Fühlungnahme mit einem Hochschullehrer wird jetzt ebenfalls durch die Kriegsgefangenen studienhilfe vermittelt. Auch die erste Prüfung für das Lehramt an Volksschulen sowie die Reifeprüfung können in der Kriegsgefangen schaft abgelegt werden. Keine Schließung von Einzelhandelsgeschäfien während der Urlaubszeii Da mit Beginn der Urlaubszeit wieder die Frage auftaucht, oh Einzelhandelsgeschäfte wegen „Betriebsferien“ auf eine bestimmte Zeit geschlossen werden dürfen, wird auf den gemeinsamen Erlaß des Reichswirtschaftsministers und des Reichsarbeitsministers vom 24. 5. 1943 „Verordnung über den Ladenschluß“ hingewiesen, in dem u. a. auch die zeitweilige Schließung von Einzelhandelsgeschäften geregelt wurde. Dieser Erlaß hat auch für 1944 Gültigkeit. Zeitweilige Schlie ßungen von Einzelhandelsgeschäfien bis zur Dauer von höchstens 14 Tagen sind also auch in diesem Jahr nur in Ausnahmefällen zulässig, wenn unabwendbare Gründe (z. B. Erkrankung) eine Fortführung des Betriebes unmöglich machen und keine Vertretung beschafft werden kann. Die Schließung von Lebensmittelgeschäften, Bäckereien, Fleische reien und von Geschäften mit mehr als fünf im Verkauf tätigen Ge folgschaftsmitgliedern ist überhaupt nicht zulässig. Bei der Prüfung, ob ein Geschäft schließen darf, wird ein strenger Maßstah angelegt, vor allem, wenn schon eine Halhtagsschließung besteht. Eine Schließung des Geschäfts wegen „Betriebsferien“ ist also nicht möglich. Akademische Nachrichien Personalnachrichten (Todesfälle, Ernennungen, Berufungen, Auszeich nungen) Berlin: Zum ao. Professor wurde ernannt der Kustos und Prof. Dr. Georg Wüst unter Übertragung der Abteilungsvorsteherstelle beim Institut für Meereskunde. — Zum Kustos am Mineralogisch-Petrographischen Institut der Universität wurde ernannt der Dozent und wissenschaftliche Assistent Dr. phil. habil. Hugo Strunz. — Mit Vorlesungen und Übungen in der Landwirtschaftlichen Fakul tät wurde beauftragt der Oberingenieur Paul R e i n i s c h, Klein-Machnow. Breslau: Zum Dozenten wurde ernannt der Dr. rer. pol. habil. Max Brunner. Clausthal-Zellerfeld: Zum o. Prof, für Chemie und zum Direktor des Chemischen Instituts an der Bergakademie wurde ernannt Dr. phil. Martin Linhardt. — Mit Vorlesungen über Metallurgie wurde beauftragt Prof. Dr. phil. habil. Wer ner 0 e h 1 s e n. Münster. Dresden: Geh. Medizinalrat Dr. L u f f t 82jährig gestorben. — Zum ao. Professor wurde ernannt und an die Universität berufen der außerplanmäßige Professor an der Universität Hamburg Dr. Willy Neuling. Frankfurt a. M.: Als Opfer eines Terrorangriffs starb der Direktor des Meteoro logischen Universitätsinstituts und des Taunus-Observatoriums. Professor Dr. Franz Linke. Freiburg i. Br.: Zum außerplanmäßigen Professor wurde ernannt der Dozent Dr. phil. habil. Kurt Sommermeyer. Gießen: Zum Dozenten wurde ernannt der Chefarzt der Heilstätte Seltersberg, Dr. med. habil. Konrad Arold. Göttingen: Zum außerplanmäßigen Professor wurde ernannt der Dozent Dr. phil. habil. Alfons Schneider. Greifswald: An der Ostfront starb den Heldentod der Direktor der Universitäts- Hautklinik, Oberstabsarzt d. R. Professor Dr. Wilhelm Richter. — Zum Dozenten wurde ernannt der Dr. phil. habil. Friedrich Wilhelm N e u m a n n. Halle: Zum Dozenten wurde ernannt der Dr. sc. nat. habil. Heinz Wigger. Hamburg: Mit Vorlesungen und Übungen über Instrumentation und Partiturspiel wurde beauftragt Professor Dr. Ernst Klussmann. — Zum Wissenschaft lichen Rat und Professor an der Sternwarte wurde ernannt Professor Dr. Willy Kruse. Jena: Zum außerplanmäßigen Professor wurde ernannt der Dozent Dr. phil. nat. habil. Heinz R a e t h e r. — Zum Dozenten wurde ernannt der Dr. agrar, habil. Adolf S t ä h 1 i n. Karlsruhe: Zum o. Professor an der T. H. wurde ernannt der Honorarprofessor Dr.-Ing. habil. Hans Jungblut h, Essen. Kiel: An die Univ. wurde berufen der o. Prof. Dr. Hellmuth Mayer. Rostock. — Mit Vorlesungen und Übungen über Neuere Deutsche Literaturgeschichte wurde beauftragt Professor Dr. phil. Bruno Mark wardt, Greifswald. — Zum Do zenten wurde ernannt der Dr. phil. habil. Ottokar Menzel, und zum Wissen schaftlichen Assistenten beim Institut für Physikalische Chemie der Dr. rer. nat. Ernst Voss. Königsberg: Zu Dozenten wurden ernannt die wissenschaftlichen Assistenten Dr. med. habil. Hans Franke und Dr. rer. nat. habil. Rolf K e i 1 b a c h. Leipzig: Mit Vorlesungen und Übungen über die Frühgeschichte der Presse wurde beauftragt der Professor Dr. Gerhard M e n z. Marburg/L.: Mit Vorlesungen und Übungen über Kriminalbiologie und Kriminal psychologie wurde beauftragt der außerplanmäßige Professor Landes-Ober- medizinalrat Dr. med. habil. A. Langelüddecke. München: Zum Dozenten wurde ernannt der Oberlandwirtschaftsrat Dr. phil. habil. Josef Dolch. — Die Goethe-Medaille für Kunst und Wissenschaft wurde ver liehen an den o. Professor Dr. Otto Hönigschmid. Münster: An der Ostfront starb den Heldentod der o. Professor und Direktor des Zoologischen Instituts Dr. Erich Ries. — Zum o. Professor wurde ernannt der Dozent Dr. Walther Hoffman n. Prag: An die Universität wurde berufen der o. Prof. Dr. Erich Berrecker, Marburg/L. Wien: Hofrat Professor Dr. Eugen Oberhumraer 85jährig gestorben. — Mit Vorlesungen und Übungen über Gemeinschaftsaufbau von Bergdörfern wurde be auftragt der Dozent Dr. Johann Peter. V erkehrsnachrichlen Neuerung im Fernsprechdienst Kriegsbedingte Notwendigkeiten hatten dazu gezwungen, Kenn ziffern für die allerwichtigsten Ferngespräche einzuführen, um die bevorzugte Abwicklung dieser Gespräche zu sichern. Bei der Zulassung mußte zur Sicherstellung dieses Verfahrens der Kreis der Teilnehmer ganz eng gezogen werden. Damit auch denjenigen Behörden, Betrieben, Organisationen usw., die in das Kennzifferverfahren nicht haben ein bezogen werden können, die aber Ferngespräche in kriegs-, wehr- und lebenswichtigen Angelegenheiten führen müssen, ein Vorrang in der Abwicklung dieser Ferngespräche vor den nicht so wichtigen geschäft lichen oder privaten Ferngesprächen ermöglicht wird, soll den in Be tracht ‘kommenden Fernsprechteilnehmern auf Antrag an das Fernamt oder Fernsprechamt die Berechtigung zur Führung solcher Gespräche zuerkannt werden. Diese Gespräche wurden vom 1. Juni 1944 an ein geführt und als Kwl-Gespräch bezeichnet. Den zugelassenen Teil nehmern wird dafür eine Kwl-Nummer zugeteilt, die bei der Anmel dung außer der zugelassenen Rufnummer und den sonst erforderlichen Angaben der Anmeldebeamtin ohne A off ordern mitzuteilen ist. Für nicht wichtige geschäftliche und private Ferngespräche darf die Kwl- Nummer nicht angewandt werden. Die Anmeldung von Kwl-Gesprächen wird auf die Tagesstunden von 8 bis 16 Uhr beschränkt. Den Inhabern von Kennziffern wird eine Kwl-Nummer ohne Antrag zugeteilt. Mit der Einführung dieses neuen Verfahrens fallen die Inlands- Blitzgespräche allgemein weg. Daher können Kennziffergespräche und Kwl-Gespräche nur noch als dringende Gespräche gegen doppelte Ge bühr geführt werden. Zeitungssendungen bis 100 Gramm wieder frei Zeitungs- und Zeitschriftensendungen unter Streifband bis zum Gewicht von 100 Gramm können ab sofort wieder an Empfänger mit Feldpostnummer geschickt werden, und zwar ohne Verwendung von Päckchenzulassungsmarken. Briefe und Päckchensendungen von 20 bis 100 Gramm dagegen müssen wie bisher mit einer Päckchenzulassungs marke versehen werden. Private Briefsendungen über 100 Gramm sind nicht zugelassen. Post verkehr „Durch Deutsche Feldpost" Unter Aufhebung der bisherigen Bestimmungen läßt der Reichs postminister den gebührenpflichtigen Postverkehr „Durch Deutsche Feldpost“ nach neuen Richtlinien zu. Dieser Postverkehr wird danach zugelassen a) zwischen allen Gebieten, in denen als deutsche Post nur die Deutsche Feldpost besteht (Feldpostgebiete) sowie zwischen den Feldpost gebieten und dem Reichspostgebiet, dem Generalgouvernement, dem Protektorat Böhmen und Mähren und den deutschen Dienst postgebieten; b) zwischen den für den zivilen Frachtverkehr im Nordraum einge setzten Handelsschiffen und ihren Besatzungen und den vorstehend unter a) genannten Gebieten. Außerdem können die zum gebührenpflichtigen Postverkehr „Durch Deutsche Feldpost“ zugelassenen Dienststellen, Unternehmen usw. und ihre Gefolgschaftsmitglieder Briefsendungen nach dem nicht feindlichen Ausland abschicken und von dort eingehende empfangen. Über den Kreis der zum Postverkehr „Durch Deutsche Feldpost“ be rechtigten Zivildienststellen, Betriebe usw., über die Art der zuge lassenen Sendungen, die Gebühren, die für die Teilnahme an diesem Postverkehr zu stellenden Anträge usw. enthält das Amtsblatt des Reichspostministeriums vom 23. Mai (Nr. 52) die näheren Einzelheiten. Briefpostdienst mit dem Dodekanes Im Verkehr zwischen dem Reich und dem von deutschen Truppen besetzten Italien einerseits und dem Dodekanes andererseits sind ge wöhnliche Briefe bis 20 g und Postkarten zugelassen worden. Nachfragen über den Verbleib von Postsendungen Nach einer Anordnung des Reichspostministers dürfen aus Grün den der Verwaltungsvereinfachung Fragebogen und Nachfrageschreiben nach dem Verbleib von gewöhnlichen und eingeschriebenen Brief sendungen des I.nlanddienstes, von Päckchen, gewöhnlichen Paketen, Postgütern und unversiegelten Wertpaketsendungen des Inlanddienstes erst einen Monat nach der Einlieferung erlassen werden. Personalnachrichten Herr Friedrich Engelmann aus Leipzig konnte am 15. Juni auf eine fünfundzwanzig jährige Tätigkeit als Leiter der Hcrstellungsabtcilung im Hause Albert Langen / Georg Müller Verlag (ehemals Georg Müller Verlag A.-G.) in München zurückblicken. Todesfall: Am 23. Mai verstarb im Alter von vierundfünfzig Jahren Herr Hans Fuchs, Leiter der Verlagsauslieferimg der Firma Friedrich Pustet in Regensburg. Nahezu dreißig Jahre war der Verstorbene im Hause Pustet tätig. Hanptachriftleiter: Dr. Hellmuth Langenbucher, leiter: Walter Herfurth. Leipzig — Verlag: Expedition: Leipzig C Schömberg. — Stellrertr. d. Hauptachriftleiters: Georg v. K Verlag des B ö r . e n » e r e i n • der Deut.chen Buchhändler . Po'tachlieUfach 274/75. — Druck: Br« nditetter, Leipzig C *) Zur Zeit ist Preialiate Nr. 11 gültig! meratädt. Leipzig Leipzig. —■ Anachrift Dresdner Straße 11. d< Verantw. Anzeigen- :r Schriftleitung und 102 Börsenbl. f. d. Dt. Buchh. Nr. 47, Sonnabend, den 17. Juni 1044
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