2082 vi-!-n!>l»U s. d. Dtichn. «llchh-nd-l. Künftig erscheinende Bacher. 75, 1. April 1915. ^V)ei Gelegenheit des Erscheinens des neuen Werkes von Schmitz sei auch wieder ganz besonders auf seine beiden früher erschienenen gesellschaftskrilischen Werke hingewiesen, ganz besonder« auf Das Land ohne Musik E> Englische Gesellschaftsprobleme Jetzt bereits vierte und fünfte Auflage Der zuerst von Schmitz geprägte Titel „Das Land ohne Musik" für Das große Heuchlerland ist schon heute gewissermaßen zum Schlußwort geworden In vielen Aufsätzen, die sich mit dem Problem England befassen, wird es erwähnt, ein Beweis dafür, welche Beachtung das Schmitzsche Buch gerade in den maßgchenden Kreisen gefunden hat. Und Schmitz hat dieses Land der Leuchelei bei aller An erkennung seiner Vorzüge lchon vor dem Krieg richtig dargestellt, aber ohne die Wirkung zu haben, die törichte deutsche Englandsschwärmerei zu bekehren. Nun hat der Krieg dem Verfasser rechtgegeben. Was uns Frankreich war ist der Titel der neuen, soeben erschienenen fünftenAuslageder FranzösischenGesellschaftsprobleme Jeder Band: Geheftet M. 4.—, gebunden M. 5.50, in Ganzleder M. l6.— Die Vorzüge dieses Buches, dem der Verfasser in der dritten und vierten Auflage den Titel „Das Land der Wirklichkeit" gegeben hatte, sind so allgemein anerkannt, daß ein weiteres Eingehen an dieser Stelle sich erübrigt. Wie bei den englischen Gesellschaftsproblemen hat der Verfasser auch in diesem Buche die Vorzüge und Schattenseiten des von ihm dargestellten Volkes, doch mehr das, was wir bei den Franzosen bewundern konnten, in einer Weise geschildert, die durch die heutigen Verhältnisse nichts an Wert verliert. Eine wertwolle Ergänzung zu den gesellschaftskritischen Werken, gewissermaßen ein politisches Vademekum ist seine Kunst der Politik 470 Seiten. Zweite Auflage. Geheftet M. 6.—, gebunden M. 7.50 Dieses Buch ist eigentlich ein politisches Vermächtnis Englands an Deutschland Als Linterqrund für die schillernde Gestalt des großen Staatsmanns und Schriftstellers Benjamin Disraeli, des späteren Lord Beaconsfield. gibt Schmitz ein fesselndes Bild des ganzen politischen und sozialen Lebens Englands im 19 Jahrhundert Er zeigt, wie der stammfremde Jude Disraeli schon Mitte des l9. Jahrhunderts England den Spiegel vorhielt und ihm die Gefahren eines Krämervolks ohne Schollenverwurzelung und ohne Ideen zeigte. Disraeli faßt noch einmal alles zusammen, was einst in England groß, stark und edel war, und vermochte dadurch di« tiefe Entartung noch ein halbes Jahrhundert aufzuhalten, deren Wurzeln das Schmitzsche Buch aufdeckt. Georg Müller Verlag München