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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 17.03.1915
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- 1915-03-17
- Erscheinungsdatum
- 17.03.1915
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Pj5 62, 17. März 1915. Redaktioneller Teil. Börsenblatt f. d. Dtschn. Buchhandel. von ihm ausgezeichneten Tischgespräche Bismarcks stehen im I. Bande des Werkes »Fürst Bismarck und die Parlamentarier« (Berlin 1894 -96, 3 Bde.), dem noch Stuttgart 1895 und 1898 2 Bände »Neue Tischgespräche und Interviews« folgten. 1910/11 sind daraus (bei Konegen in Wien) von Poschinger noch die Werke »Stunden bei Bismarck« <4.50 ^ und 6 ^-) und »Also sprach Bismarck«, 3 Bde. <1846-1870, 1870—1888, 1888—1898; Preis 21.50 .F, geb. 26 er- schienen. — Zu Bismarcks 100. Geburistage hat jetzt die Firma Langewiefche einen Band »Urkunden« veröffentlicht, und zwar unter dem Titel »Der Kanzler. <1.80 geb. 3 ^), und auch das Werk von P Hage »Bismarck. Sein Leben und sein Lebenswerk« (Berlin, Peter Hobbing, 3 und 3.50^) ist wesentlich Zusammenstellung von Briefen, Aufzeichnungen und Reden. So lange das wirklich meisterhafte kleinere biogra phische Werk fehlt, ist gegen diese Art Zusammenstellungen natürlich durchaus nichts einzuwenden. Einen großen Umfang hat begreiflicherweise schon die Herausgabe der persönlichen Erinnerungen und Briese von Zeitgenossen Bismarcks angenommen, die zur Erkenntnis seines Lebens und Wirkens wichtig sind. Wir nennen hier zunächst die »Erinnerungen aus dem Leben einer Fünsund- neunzigjährigen« von Hedwig von Bismarck, einer Kusine des Reichskanzlers <R. Mühlmanns Verlag, Halle, geb. 5 ^H), die allerlei von dem Knaben Bismarck erzählen und als schlichte Lebenswiderspiegelung auch an und für sich Wert haben. LeopoldvonGerlachs.des Günstling? Friedrich Wilhelms IV., »Denkwürdigkeiten« und »Briefwechsel mit dem Bundestags- gesandten von Bismarck« sind schon Anfang der neunziger Jahre des vorigen Jahrhunderts herausgegeben worden, die Briefe Bismarcks auch einzeln von Horst Kohl (Cotta, 1896, 5 u. 6.50 ^«). Manteusfels »Denkwürdigkeiten« und »UnveröffentlichteDokumenle« ausseinem Nachlaß ltetzPoschinger erscheinen. Kaiser Wilhelms I. Briese an Bismarck sind außer in dem schon angeführten Anhang zu den »Gedanken und Erinnerungen« auch einzeln im Jnsel-Verlag gedruckt <50 H>. Von den Denkwürdigkeiten der Ministerkollegen Bismarcks verzeichnen wir die Roons (Breslau 1892, 3 Bde., 15 ^t) und R. v. Delbrücks »Lebenserinnerungen« (von' 1817—1867, 2 Bde., 18 .^t) »Erinnerungen an Bismarck« hat der württembergische Minister Hermann von Mittnacht (Stuttg. 1904 u. 1905, Preis 4 geschrieben. Von dem Wohl treuesten Mitarbeiter Bismarcks, Lothar Bücher, haben wir leider keine Auszeichnungen, doch liegt ein Werk Poschingers über Bücher (»Ein Achtundvierziger-, Berlin 1890—94, 3 Bde.) vor. Heinrich Abekens »Ein schlichtes Leben in bewegter Zeit«, aus Briefen von seiner Gattin Hedwig, geb. v. Olfers, zusammengestellt, ist zuerst Berlin 1898 herausgekommen (jetzt 4. Ausl., Preis 7.50 ^B). Einen un mittelbaren Beitrag zu Bismarcks Leben hat wieder der Ge sandte in Rom Rudolf von Keudell in seinem Buche »Fürst Otto und Fürstin Johanna von Bismarck«, Erinne rungen aus den Jahren 1846—72 (Spemann, 1902, 16 geb. 17.30 ^I>) geliefert. Auch der Geheime Rat Ehr. v. Tiedemann beschäftigt sich in dem zweiten Teil seines Buches »Aus sieben Jahrzehnten«: »Sechs Jahre Chef der Reichskanzlei unter dem Fürsten Bismarck« (10 ^t) viel mit dem Altreichskanzler. Persönliche Erinnerungen sind ferner auch die unter dem Titel »Varzin« von dem (nicht mit dem Bismarck-Biographen Ludwig Ernst Hahn zu verwechselnden) P. Hahn (Schall L Grund, Berlin 1904, 3.30u.4.25^)veröffenl- lichten Aufzeichnungen, zudenenMaximilianHardeneinenBeitrag stiftete, und Regierungsrat Hermann Langes »Erinnerungen an den Sachsenwald« (Halle >913, G. Moritz, 1.50^»). Endlich ist das kürzlich erschienene Werk von dem Redakteur der »Ham burger Nachrichten« Hermann Hofmann »Fürst Bismarck 1890 bis 1898«. Nach persönlichen Mitteilungen des Fürsten und eigenen Aufzeichnungen des Verfassers >2 Bde., Union, Stuttgart 1913, 16 u. 18 50 ^) noch besonders wichtig. Auch John Lothrop Motleys »Briefwechsel« (deutsch von Eltze, Berlin 1884) und Sidneh Whitmans »Fürst von Bis marck« (7 ^F), das, soviel ich mich entsinne, auch persönliche Erinnerungen enthält, sollen hier zum Schluffe nicht ver gessen werden. Von wissenschaftlich darstellenden Werken über Bismarck und seine Zeit müssen natürlich vor allem Sybels »Begründung des Deutschen Reiches« (1892—1896, Volks ausgabe 25 ^«) und H. Friedjungs «Der Kampf um die Vorherrschaft in Deutschland« (2 Bde., 29 ^4!) genannt werden. Ich schließe noch Ottokar Lorenz' »Kaiser Wilhelm und die Begründung des Reiches« (Jena 1902) an, schon weil dieses Werk einen Nachtrag »Gegen Bismarcks Verkleineren« (das. 1903, 2.75 ^G) enthält. Den Reigen der eigentlichen Bismarck-Werke eröffnet George Hesekiels »Das Buch vom Grafen Bismarck«, das zuerst 1868 (bei Velhagen L Klasing) und in 3. Auflage 1873 erschien. Es wird immer einen gewissen Wert behalten, weil es in mancher Hinsicht auch Quellenwerk ist. Dem Hesekiel- schen Buche solgle das Werk des schon genannten L. E. Hahn »Fürst Bismarck, sein politisches Leben und Wirken«, eine voll ständige, pragmatisch geordnete Sammlung der Reden, Depeschen, wichtigen Staatsschristen und politischen Briese des Fürsten (Berlin 1878—1885, 4 Bde., 5. Band von Wippermann 1890), also keine eigentliche historische Darstellung. Hahn, im Gegen satz zu Werner Hahn, dem Literarhistoriker, der Bismarck-Hahn zubenamset, gab dann auch noch eine »Geschichte des Kultur kampfes in Preußen« (Berlin 1881) und »Zwanzig Jahre, 1862—1882, Rückblicke auf Fürst Bismarcks Wirksamkeit« «Berlin 1882) heraus. Ziemliche Verbreitung hat das Bismarckbuch von Wilhelm Müller, dem Verfasser einer bekannten Deutschen Geschichte, zuerst 1881, 4. Ausl. «Fürst Bismarck 1815—1898« (Stuttgart, Krabbe, 1898, 2 geb. 3 ^) erlangt, ist nun aber doch allmählich zurückgetreten. Moritz Büschs «Unser Reichskanzler. Studien zu einem Charakterbilds« (Leipzig 1884, billige Ausgabe 1888) hat Bismarck selber durchgesehen, aber nicht besonders gelobt. In den Jahren 1891,92 gibt Horst Kohl daraus »Bismarck-Regesten«, die ja auch einmal not wendig waren. Darstellung ist wieder Hans Blums »Fürst Bismarck und seine Zeit«, welches Werk in 6 Bänden München 1894—95 erschien und immerhin noch nicht veraltet ist. Blum hat auch »Persönliche Erinnerungen an den Fürsten Bismarck» (2. Ausl. München 1900) geschrieben. Aus ihn folgte als Bismarck-Darsteller Eduard Heyck, dessen »Bismarck« (mit Abbildungen) als Band 4 der »Monographien zur Welt geschichte« bei Velhagen L Klasing (4 ^4t) erschienen ist und die 4. Auflage erreicht hat. Hehck schrieb später auch eine Monographie »Johanna von Bismarck« (ebendort). Als wissenschaftliche Werke müssen dann auch gelten Johannes Kreutzers »Otto v. Bis marck, sein Leben und sein Werk« (Leipzig 1900, 2 Bde.) und O. Klein-Hattingens »Bismarck und seine Welt« (Berlin, Dümmler, 1900 u. f., 3 Bde. in 2 Bdn., 20 geb. 23 ^H). — Die neue strengwissenschaftliche Bismarck-Literatur beginnt mit Max Lenz' »Geschichte Bismarcks« 1902, 4. Ausl. 1914 (Duncker L Humblot, Leipzig, 8 „O u. 9.60 ^). Hier wird der Versuch gemacht, Bismarcks gesamte Politik organisch zu entwickeln — ich will jedoch nicht behaupten, daß der Versuch durchaus gelungen sei, manches bei Lenz erscheint mir sogar geradezu unhaltbar, doch kommt man um sein Werk einstweilen nicht herum. Die großzügige moderne Bismarck-Biographie hat dann Erich Marcks zu schreiben begonnen und ihren l. Band 1909 (bei Cotta, 7 50 u. 9.50 herausgegeben. Ich halte diesen 1. Band, der dis 1847 reicht, im ganzen für musterhaft und möchte wünschen, daß die folgenden 2 oder 3 gleich gut ausfielen. Marcks hat früher bekanntlich ein Buch über Kaiser Wilhelm I., das hier auch Wohl zu nennen ist, dann einen Versuch einer kritischen Würdigung der »Gedanken und Erinnerungen« (Berlin 1899, Paetel) und jüngst für die Wiesbadener Volksbücher eine volkstümliche Schrift über Bismarck geschrieben, die nur 25 H kostet. — Auf Marcks ist dann mit »Bismarck. Leben und Werk« Gottlob Egelhaaf gefolgt (Stuttg. 1911, Krabbe, 7.50 ^ u. 9 ^), der einen guten Ruf als Darsteller neuerer Geschichte hat. Auch er hat eine kleine Schrift zur Massenverbreitung in Volk und Heer (bei Cotta, 40 H) herausgegeben. Für die Velhagen L Klafingschen illustrierten Volksbücher hat schon vor einigen 355
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