Suche löschen...
Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 17.03.1915
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Band
- 1915-03-17
- Erscheinungsdatum
- 17.03.1915
- Sprache
- Deutsch
- Sammlungen
- Zeitungen
- Saxonica
- LDP: Zeitungen
- Digitalisat
- SLUB Dresden
- PURL
- http://digital.slub-dresden.de/id39946221X-19150317
- URN
- urn:nbn:de:bsz:14-db-id39946221X-191503170
- OAI-Identifier
- oai:de:slub-dresden:db:id-39946221X-19150317
- Nutzungshinweis
- Freier Zugang - Rechte vorbehalten 1.0
- Lizenz-/Rechtehinweis
- Urheberrechtsschutz 1.0
Inhaltsverzeichnis
- ZeitungBörsenblatt für den deutschen Buchhandel
- Jahr1915
- Monat1915-03
- Tag1915-03-17
- Monat1915-03
- Jahr1915
- Links
-
Downloads
- PDF herunterladen
- Einzelseite als Bild herunterladen (JPG)
-
Volltext Seite (XML)
Redaktioneller Teil. pss 62, 17. März 1915. Volkes beitragen, indem man ihm immer bessere Kost borsetzt, so soll man es gern tun und sich keine Mühe verdrießen lassen, denn der Buchhändler will ja nicht nur Kaufmann, sondern auch Volksbildncr und Kulturträger fein. Es kann aber nur ein schrittweises Vorgehen zum Ziele führen und gleichzeitig ein gutes Auskommen gewährleisten. Eine Forderung mutz jedoch aufgestellt und erfüllt werden, wenn diese gedankenlose Füllung eines Schaufensters mit zu vie len Dingen aufhörcn und einer vernünftigen Schaufensterreklame Platz machen soll. Das ist die Forderung, datz jedes Fenster und jeder Schaukasten mindestens einmal wöchent- l i ch neu auszustatten sind. Die Ausführung stößt bestimmt nicht auf Schwierigkeiten, denn sie ist möglich, ohne unerfüllbare An sprüche an Material und Arbeitskräfte zu stellen. Datz es geht, weiß ich aus eigener Erfahrung. Ich will mich kurz fassen und die zahlreichen Vorschläge, w i e man es dann machen und was man ausstellen soll, jetzt nicht noch vermehren. Ich empfehle, frühere Artikel nachzulesen und auch etwas eigene Ge danken dranzuwenden. Jedenfalls bin ich fest davon überzeugt, datz jeder Dekorateur, der den ernsten Willen zum Durchhalten hat, so viele gute, gangbare Wege finden und benutzen wird, wenn er nur erst einmal gezwungen wird oder sich selbst zwingt, ein Schaufenster nicht nur mit den Händen, sondern auch mit gu ten Gedanken auszustatten. Bisher ergab man sich leider viel zu sehr dem bequemen Schlendrian. Das mutz im Interesse des gesamten Buchhandels anders werden! Und bietet nicht der Krieg, der uns endlich einmal Zeit zur Menschwerdung läßt, die beste Gelegenheit, uns auch mal anders wie nur als reines Arbeitstier zu bewegen und zu betätigen? Die Vorlesungen von Märchen für die Kleinen und von Wer ken unserer Dichter und Denker, bzw. deren Vortrag aus Dichters Mund für unsere Großen, wie sie Kollege Teschner seit Jahren in Berlin, und auch ein Hamburger Kollege, mit besten Erfolgen veranstalten, sollten mehr Nachahmer finden. Kann man Ein trittspreise erheben, z. B. wenn der Autor selbst spricht, dann hat man auch noch den zu erwartenden Gewinn aus den Eintritts geldern, zum mindesten aber einen solchen von großer Bedeu tung für das eigene Geschäft. Ich habe in vielen Ortsvereinen manchen Gehilfen kennen gelernt, der einen vorzüglichen Vor trag zustande bringt! Man mietet einen Saal für ein paar Mark, macht Reklame durch Plakate und Inserate für einen bestimmten Autor, aus dessen Werken vorgelesen wird, und erzielt bei ge schickter Inangriffnahme und glücklicher Wahl des Tages einen vollen Erfolg. Vergessen darf man nicht, die in Frage kommen den Werke aus Lager zu nehmen, die sogar im Vorraum des Vor tragssaales zum Verkauf gelangen können. Man darf aber nicht in den alten Fehler verfallen und von einem Mißerfolg sprechen, sowie die Wiederholung solcher Veranstaltungen unterlassen, wenn der einzelne Abend oder Nachmittag auch wirklich keinen Überschuß, sondern ein Defizit bringt. Die Ausgabe kommt eben auf die Debetseite des Reklamekontos zu stehen, und damit basta. Erheblich können ja die Aufwendungen niemals sein. Dagegen ist eine jahrelange Durchführung derartiger Veranstaltungen ein ganz vorzügliches Reklamemittel. Mag ruhig der liebe Konkur rent auch einen kleineren oder größeren Nutzen daraus ziehen, was manchem leider ein unerträglicher Gedanke ist, den größten Vorteil hat immer der Veranstalter. Die Beteiligung an Ausstellungen am Orte, neuerdings auch an besonderen Vorstellungen in Kinos, ist bekannt und viel geübt. Vernachlässigt wird, m. E. vollständig zu Unrecht, der Lese zirkel. Als Grund für diese bedauerliche Tatsache wird ange geben, daß ein Lesezirkel unverhältnismäßig viel Arbeit mache und wenig Gewinn abwerfe, auch von der Buchbinderkonkurrenz geführt werde, mit der man nicht in Wettbewerb treten wolle, und andere Redensarten mehr. Im Gegenteil, bei richtiger Einrich tung nnd Bearbeitung macht der Lesezirkel kaum mehr Arbeit, als eine andere, sinnentsprechende Verkaufstätigkeit. Gewinn, und zwar meist ganz erheblicher, mutz sein, denn sonst kann dem Besitzer oder Leiter desselben nur das Zeugnis ausgestellt wer den, daß er ein unfähiger Kaufmann ist. Denkbar größte Ord nung, Übersichtlichkeit, geschickte Verteilung und tadellose Be dienung der Kunden müssen walten. Gesetzt den Fall, der Lese- 3b8 zirkel wirst keinen den verwöhnten Sortimenter befriedigenden Gewinn ab — was mir an und für sich undenkbar erscheint —. so würde der Lesezirkel auch dann noch seiner großen Reklame- Wirkung wegen beizubehalten sein. (Fortsetzung folgt.) Wöchentliche Übersicht über geschäftliche Einrichtungen und Veränderungen» Zusammengestellt von der Redaktion des Adreßbuchs des Deutschen Buchhandels. 8. bis 13. März 1915. Vorhergehende Liste 1915, Nr. 56. * —In das Adreßbuch neu aufgenommene Firma. —B. — Börsenblatt. — H. — Handelsgerichtliche Eintragung (mit Angabe des Erscheinungs- lags der zur Bekanntmachung benutzten Zeitung). — Dir. — Direkte Mitteilung. Bangert, Walter, Hamburg. Frau Helene Margarete Ban gert geb. Schütze ist Prokura erteilt. sH. 11./III. 1915.) Brackmann's Buch- u. Zeitschriftenhandlung In haber Siegfried Salomon und Albert Salomon, Breme n. Die Firma wurde in Bremer Buch- und Zeitschriften- Zentrale Inh.: Siegfried L Albert Salomon geändert. sB. 56 m Dir.) *Bremer Buch- und Zeitschriften-Zentrale Inh. r Siegfried L Albert Salomon, Bremen, Geeren 20. Bankkonto: Deutsche Nationalbank. Leipziger Komm.: Grosso- u. Kommissionshaus. sB. 56 u. Dir.) Deutsch nationale Buchhandlung G. m. b. H., Hamburg. Christian Winter ist zum weiteren Geschäftsführer bestellt worden. sH. 11./III. 1915.) Drei) fuß L Wormser, Frankfurt (Main). Der Mitinhaber Isidor Dreyfuß ist verstorben. sB. 58.) Gategast, Hermann, Luckenwalde. Die Firma ist mit dem Handelsgeschäft, für das sie geführt wird, ohne Verbindlichkeiten u. Forderungen an Walter Hüttner übergegangen. sH. 12./III- 1915.) Gutmann, Albert I., Wien. Der Inhaber Albert Gutmann ist verstorben. sB. 57.) Herwig, Erwin, Göppingen. Der Gesellschafter Erwin Her wig ist 1./I. 1915 aus der Gesellschaft ausgetreten. Das Geschäft wird von den beiden andern Gesellschaftern Gerhard u. Richard Herwig weitergeführt. sH. 11./III. 1915.) Hinstorff'sche Hofbuchhandlung Carl Witte, Wis mar, ging durch Erbgang auf Frau Gertrud verw. Witte geb. Maennel über. Die Firma lautet jetzt: Hinstorff'sche Hofbuch handlung (Inh. Frau Gertrud Witte). sH. 11./III. 1915.) Janus-Verlag G. m. b. H., München jetzt: Königinstr. 39, II. sDir.) Kadi sch, Henriette u. Hugo, Abazzia. Das k. k. Han dels- u. Seegericht in Triest v. 28./II. hat über Ansuchen der Firma die Geschäftsaufsicht ungeordnet u. Leo Kusmanek als Aufsichts organ bestellt. s.H. 10./III. 1915.) Kasprowicz, E. L., Leipzig. Die erste Angabe in. Nr. 56 hat volle Nichtigkeit, während die einige Zeilen darunter stehende zweite Angabe zu streichen ist, da versehentlich zum Abdruck ge kommen. *Klette, Bruno, vormals O. Fischer, Lauban, Nichter- straße 14. Buch- u. Papierh. Gegr. 1./IV. 1904. Leipziger Komm.: Opetz. sDir.) Mauke S ö h n e, W., H a m b u r g. Frau Helene Margarete Ban gert geb. Schütze ist Prokura erteilt. sH. 11./III. 1915.) Musikverlag »Eos« G. m. b. H., B e r l i n - S ch ö n e b e r g, jetzt: Berlin 61, Bellcalliancestr. 3. Geschäftsführer sind: H. Rauh u. vr. Franz Kuhlo. sH. 8./III. 1915.) *N a u m a n n ' s Druckerei, C., Abteilung Verlag, Frankfurt (Main), Kl. Kornmarkt 14. Gegr. 1821. Fern sprecher -Hansa 106. Bankkonto: Deutsche Bank, Filiale Frankfurt a. M. Postscheckkonto 2687.) Inh.: August Fritz u. Franz Nei- chard. Leipziger Komm.: Koehler. sB. 57.) Ohle, Ernst, Buchhandlung Fritz Worm, Düsseldorf. Frau Minna Worin geb. Pror ist Prokura erteilt. sH. 10./III. 1915.) Pehrsson, Nils, Leipzig. Die Pehrsson'schen Kommittenten werden künftig durch Brockhans K Pehrsson vertreten. sDir.)
- Aktuelle Seite (TXT)
- METS Datei (XML)
- IIIF Manifest (JSON)
- Doppelseitenansicht
- Vorschaubilder