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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 19.03.1915
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Band
- 1915-03-19
- Erscheinungsdatum
- 19.03.1915
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- Deutsch
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Vörscudlatt f. d. Dtschn. Buchhandel. Redaktioneller Teil. .tr 84, IS. März ISIS. weder England in unserem Baterlande eine englische Prinzessin ge habt haben, noch hätte sich Portugal erkühnt, gegen Deutschland vor zugehen, ebensowenig hätte sich Frankreich als Kanonenfutter zum Wohlc des Volkes, das uns Gibraltar raubte, hergegeben. Ein guter Spanier wird niemals derjenigen Nation verzeihen, die ihm un endlichen Schaden in Amerika, Afrika und Europa und auch heute noch in unser»! eigenen Lande zugefiigt hat. Möge Gott die Waffen der Gegner unserer Feinde segnen! Valladolid, 11. Februar ISIS. Sie können überzeugt sein, daß wir die deutsche Sache hier sehr fördern, zunial dieselbe jeden Tag weitere Anhänger in Spanien findet. Glauben Sie mir, daß mit Ausnahme von einigen ganz ver dächtigen Radikalen der Rest der Spanier deutschfreundlich ist. Die gleiche Gesinnung spricht auch in einem Schreiben Pro fessors Or. Angel Amor Riribal in Santiago de Compostela an die Herdersche Verlagshandlung in Freiburg i. Br. ans, in dem es u. a. heisst: Erfreulicherweise stehen die Sympathien der grosten Mehrheit des edlen spanischen Volkes auf seiten Deutschlands. Mit Deutschland teilen wir die tiefen Gefühle der Vaterlandsliebe und der nationalen Ehre, und nicht weniger achten wir das Bewußtsein berechtigter Größe, die erworben ist durch Intelligenz, Fleiß und gesellschaft liche Einordnung, wie sie in Deutschland überall zutage treten und einstmals auch das spanische Volk groß gemacht haben. Und gegen dieses Aufblühen Spaniens haben eben diejenigen, die nun die hauptsächlichsten Gegner des deutschen Aufblühens sind, angekämpft mit derselben Scheelsucht, derselben Ungerechtigkeit und derselben Hinterlist. Nach einer energischen Zurückweisung des »Wafsermilitarismus« des »perfiden Albion, wie man es hierzulande nennt«, schließt das Schreiben: Aus allen diesen Gründen stehen wir Spanier in der unge heuren Mehrheit mit unfern Gesinnungen auf seiten Deutschlands, und wir nehmen freudigen Anteil an den deutschen Erfolgen. Eher würde in Spanien der Bürgerkrieg ausbrechen, als baß jemand es zum Kampfe gegen Deutschland bringen könnte. schlagnahmtcn und unter Zwangsverwaltung gestellten Geschästsunter- nehmungcn, Geschäftsanteile, sowie Besitzungen deutscher und österrei chisch-ungarischer Staatsangehöriger znzustcllen. Es sollen alle Maß nahmen getroffen werden, damit die weiteren Beschlagnahmungen schnellstens dnrchgesiihrt werden können. Postschcckverkehr. — Der zwischen den Postscheckämtern in Berlin^ Breslau, Cöln, Frankfurt sMainj, Hamburg, Hannover, Karlsruhe sBadcn) und Leipzig und den Abrechnungsstellen der Reich sbank bestehende bargeldlose Zahlungsausgleich weist für das Jahr 1914 trotz des Krieges gegenüber dem Jahre 1913 noch eine Zunahme aus. In den Abrechnungsverkehr gelangten rund 558 999 Schecks im Betrage von mehr als 4,8 Milliarden -st. Zusammenschluß der Wohlsahrtscinrichtungen. — Im Reichs tagsgebäude in Berlin ist unterm Vorsitz des Vortragenden Rats im Justizministerium Geheimen Obcrjustizrats Plaschkc der Deutsche Wohlfahrtsbund gegründet worden. In voller Erkenntnis der Notwendigkeit, sich aus dem Gebiete der freiwilligen Wohlsahrtsarbeit angesichts des schweren Er lebens unseres Volkes enger zusammenzuschließen, verfolgt der Bund den Zweck, durch Herstellung eines gewissen Zusammen hanges den deutschen Wohlfahrts- und Wohltätigkeitsorganisationen ihre Arbeit in verschiedener Hinsicht zu erleichtern. Die Geschäfts stelle des Bundes befindet sich Unter den Linden 3, Ecke Wilhelmstraßc. Persomlimchrichten. SNjährigcs Jubiläum. — Am 19. März ist es Herrn Hermann Heyne vergönnt, das Jubiläum seiner 59jährigen Tätigkeit im Hause F. Volckmar in Leipzig zu feiern. Der Jubilar bekleidet in dem großen Betriebe des Volckmarfchen Barsortiments das Amt eines Lager verwalters; er leitet den Verkehr mit den Buchbindereien und ist na mentlich im Leipziger Buchhandel eine wohlbekannte Persönlichkeit. Herr Heyne ist nicht nur einer der ältesten, sondern auch einer der ver dienstvollsten Beamten des Hauses Volckmar. Möge ihm die bisherige Frische und Beweglichkeit noch recht lange erhalten blcibenl Unterrichtssprache in Ungarn. — Das sungar.j Amtsblatt vcr- iiffentlicht eine Verordnung des Unterrichtsministers, der zusolge der Religionsunterricht gleich wie in den Volksschulen auch in den Wicder- holungskursen der Volksschulen in der Muttersprache erteilt werden soll. Auch sollen die Jahresberichte und anderen Drucksorten der Volksschulen mit nichtungartscher Unterrichtssprache zugleich in der Staatssprache und in der Sprache der betreffenden Nationalität ver faßt werden. Die höheren Lehranstalten und der Krieg. — Zahlreiche Lehrer und viele Schüler der oberen Klassen stehen bei unseren kämpfenden Heeren. Und doch bleibt unser höheres Schulwesen ungestört weiter im Gange. Das beweist auch der preußische Kriegsetat, der jetzt dem preußischen Landtag zur Beratung vorliegt. Danach werden nicht weniger als 15)4 Millionen Mark als Zuschüsse für die vom preu ßischen Staate zu unterhaltenden höheren Lehranstalten gewährt. Das find 309 999 Mark mehr als im Vorjahre. Im ganzen erhalten 89 Anstalten höhere Zuschüsse als im Jahre 1914. Trotz des Krieges werben die Lehrkräfte vermehrt. Drei Anstalten werden mit beträcht lichen Kosten verstaatlicht, um die betreffenden Gemeinden zu ent lasten, so das Progymnasium in Kosel, die Oberrealschnle in Schmal kalden und das Kaiscrin-Friedrich-Gymnasium nebst Realschule in Homburg v. d. Höhe. In Hagen wird sogar eine neue Anstalt, ein Realgymnasium, errichtet. Unter den Schulen, die vermehrte Zuwen dungen erhalten, befinden sich zufälligerweise mehrere, die noch vor kurzem im Kampfgebiet des Ostens oder in seiner Nähe lagen, wie die Anstalten in Lyck, Stallnpönen, Allenstein, Bartenstein, Rastcnburg, Memel. Einige hatten den Betrieb eingestellt. Auch in ihnen wird jetzt neues Leben erwachen. Der Krieg gegen den deutschen Handel. — Aus Genf wird be richtet: In seiner kürzlich vor der französischen Kammer gehaltenen Rede forderte der Justizminister Briand die französischen Industriellen und Handelsleute auf, die Mittel zu studieren, denen Deutschland seinen her vorragenden Einfluß aus den französischen Markt verdankt. Hierauf wurde ein Gesetzentwurf angenommen, der alle Handelsbeziehungen mit Deutschen und Österreichern untersagt. Von unbefangener juristischer Sette wird der Gesetzentwurf als übereilt und als mannigfachen fran zösischen Interessen schädlich erklärt. Nach dem Pariser »Temps« hat der Justizmintster die Staats anwälte ausgefordert, ihm ein« Statistik der bis zum 1. März be- Gestorbcn: am 15. Februar Herr Simon Brentano, Präsident der Aktien gesellschaft Brentano's in New Jork. Der Verstorbene war schon an der Geschäftsleitung des großen Hauses beteiligt, als dieses im Jahre 1887 die Verbindung mit dem deutschen Buchhandel aufnahm, und trat 1899, als sich die Firma in eine inkorporierte Aktiengesellschaft umwandelte, als Präsident an ihre Spitze- Das Haus Brentano, bas dem Import deutscher Bücher eine besondere Sorgfalt widmet, war von jeher ein Sammelplatz vieler Bücher freunde und der besseren Klaffe des lesenden Publikums. Große Staats männer, Schriftsteller, Schauspieler, Generale, Sänger und Kausleute gaben sich dort ein Stelldichein und haben in den lauschigen Winkeln des Ladens am Union Sguaro geplaudert. Nachdem 1892 dieses Geschästs- lokal ein Raub der Flammen geworden war, wurde 1997 das neue Geschästslokal an der Ecke der 5. Avenue und 27. Straße bezogen. Die Firma unterhält eine Filiale in Washington, die sich ebenfalls guten Gedeihens erfreut. Mit großer Energie und eisernem Fleiße hat Simon Brentano tn Gemeinschaft mit den übrigen Lettern dem großen Geschäfte vorgestanden, und sein Heimgang wird eine empfind liche Lücke hinterlaffen. Ferner: am 18. Februar nach kurzer Krankest im 79. Lebensjahre Herr Carl Lamers dors, Seniorchef der Firma seines Namens, in Hamburg. Der Verstorbene übernahm am 1. November 1879 von I. Wirslcr besten 1885 gegründete Buchhandlung und änderte die Firma in Carl Lamersdorf. Er blieb der ursprünglichen Richtung des Ge- schästcs, dem Vertrieb katholischer Literatur, treu und fügte Devo- tionalienhanbel hinzu. Seit 29. April v. I. stand dem Verstorbenen sein Sohn Franz, der seit 1996 als Prokurist gezeichnet hatte, als Teilhaber zur Seite. Walter Crane f. — In London ist der bekannte englische Maler und Illustrator Walter Crane im 79. Lebensjahre gestorben. AIS Sohn und Schüler des Miniaturmaler? Thomas Crane in Liverpool ge boren, widmete sich Walter Crane zunächst der Holzschneidekunst. Durch seine Buchillustrattonen wurde er bald bekannt und in seiner Heimat beliebt. In der internationalen Kunstwelt schufen chm vor allem seine Hauptwerke »Die Geburt der Venus« und »Das Schicksal der Proserpina«, daneben aber seine starke künstlerische Einwirkung aus das Kunstgewerbe einen guten Namen. Der deutschen Jugend ist er besonders nahegetreten durch seine reizenden Kinderbtlderbllcher. Verantwortlicher Redakteur: Emil Thomas. — Verlag: Der Börsenveretn der Deutschen Buchhändler zu Leipzig, Deutsches Buchhändlerhaus. Druck: Ramm L Seemann. Sämtlich tn Leipzig. — Adresse der Redaktion und Expedition: Leipzig, Gerichtsweg 3S sBuchhändlerhauS). 872
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