Suche löschen...
Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 01.09.1936
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Band
- 1936-09-01
- Erscheinungsdatum
- 01.09.1936
- Sprache
- Deutsch
- Sammlungen
- Zeitungen
- Saxonica
- LDP: Zeitungen
- Digitalisat
- SLUB Dresden
- PURL
- http://digital.slub-dresden.de/id39946221X-19360901
- URN
- urn:nbn:de:bsz:14-db-id39946221X-193609014
- OAI-Identifier
- oai:de:slub-dresden:db:id-39946221X-19360901
- Nutzungshinweis
- Freier Zugang - Rechte vorbehalten 1.0
- Lizenz-/Rechtehinweis
- Urheberrechtsschutz 1.0
Inhaltsverzeichnis
- ZeitungBörsenblatt für den deutschen Buchhandel
- Jahr1936
- Monat1936-09
- Tag1936-09-01
- Monat1936-09
- Jahr1936
- Links
-
Downloads
- PDF herunterladen
- Einzelseite als Bild herunterladen (JPG)
-
Volltext Seite (XML)
Nummer A3, 1. September 183S Börsenblatt für den Deutschen Buchhandel Ausschlüsse aus der Reichsschrifttumskammer 1. Herr Georg Arneth, Inhaber der Buch- und Schreibwaren handlung Georg Arneth, Schweinfurt, wurde durch Beschluß des Präsidenten der Reichsschrifttumskammer vom 12. Juli 1936 — III/2 8107 — auf Grund des 8 10 der Ersten Durch führungsverordnung zum Reichskulturkammergesetz (RGBl. 33 I S. 797) vom 1. November 1933 von der Mitgliedschaft in der Reichsschrifttumskammer ausgeschlossen. Zum Verkauf seiner Leihbücherei und Buchhandlung wird ihm eine Frist bis 30. September 1936 genehmigt. 2. Herr Helmuth I. Bungardt, Essen, wurde durch Beschluß des Präsidenten der Reichsschrifttumskammer vom 11. Juli 1936 — III/1 359 — auf Grund der gleichen Bestimmung aus dem Bund Reichsdeutscher Buchhändler und damit aus der Reichsschrifttumskammer ausgeschlossen. Zur Abwicklung seiner geschäftlichen Angelegenheiten wird ihm eine Frist bis zum 1. Oktober 1936 gestellt. 3. Der Verlagsbuchhändler Max Otto Groh, Dresden, Gr. Meißener Straße 5, wurde durch Beschluß des Präsidenten der Reichsschrifttumskammer vom 10. Juli 1936 mit sofortiger Wirkung aus dem Bund Reichsdeutscher Buchhändler und da mit aus der Reichsschrifttumskammer ausgeschlossen. Für den Verkauf bzw. für die Liquidation der Firma wurde eine Frist genehmigt. 4. Herr Herbert Liesegang, Düsseldorf, Bilker Allee 99, wurde durch Beschluß des Präsidenten der Reichsschrifttums kammer vom 29. Juni 1936 (III/2 — 7329) als Leihbücherei besitzer von der Mitgliedschaft beim Bund Reichsdeutscher Buchhändler und damit aus der Reichsschrifttumskammer aus geschlossen. Sein Einspruch ist vom Herrn Präsidenten der Reichsschrifttumskammer abgelehnt worden. 5. Herr Max Miede, Berlin NW 7, Unter den Linden 48, wurde durch Beschluß des Präsidenten der Reichsschrifttums kammer vom 10. September 1935 (5344) mit sofortiger Wir kung aus dem Bund Reichsdeutscher Buchhändler und damit aus der Reichsschrifttumskammer ausgeschlossen. Eine Be schwerde bei dem Herrn Präsidenten der Reichskulturkammer wurde zurückgewiesen. 6. Herrn Willi Noack, Halle/Saale, wurde durch Beschluß des Präsidenten der Reichsschrifttumskammer vom 13. Juli 1936 (III/2 — 8950) die Ausnahmegenehmigung nach § 9 der Ersten Durchführungsverordnung zum Reichskulturkammer gesetz zum gelegentlichen Handel mit Büchern entzogen. 7. Herr Rudolf Riedrich-Möller, Leipzig N 22, Breiten felder Straße 34, wurde durch den Präsidenten der Reichsschrift tumskammer mit sofortiger Wirkung aus der Fachschaft der Angestellten im Bund Reichsdeutscher Buchhändler und damit aus der Reichsschrifttumskammer ausgeschlossen. 8. Herr Bruno Bergmoser in Olpe/Westfalen, Hindenburg- straße 70, wurde durch Beschluß des Präsidenten der Reichsschristtumskammer vom 29. Juli 1936 — 7362 G/Grb. — mit Wirkung zum 1. Oktober 1936 aus dem Bund Reichsdeutscher Buchhändler und damit aus der Reichsschrift tumskammer ausgeschlossen. LlnLerrichtsfilm kein Lehrbuchersatz Zu den bisher üblichen Hilfsmitteln des Unterrichts — dem Buch, der Landkarte, dem Bild u. a. — ist der Unterrichtsfilm ge treten. Der Erlaß des Reichsministers für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung vom 26. Juni 1934 verfügte, daß mit möglicher Beschleunigung der Film in den Unterricht eingebaut werden sollte. Ohne auf technische Einzelheiten einzugehen, sei nur gesagt, daß es sich beim Unterrichtsfilm um stummen Schmalfilm handelt, der schwer brennbar und einfach zu handhaben ist, sodaß er ohne weiteres über all vorgeführt werden kann. Die Arbeit der Reichsstelle für den Unterrichtsfilm hat es erreicht, daß am 30. April 1936 35 259 Schmalfilmkopien zur Verfügung standen und daß am gleichen Tag 8001 von insgesamt 60 000 Schulen in Deutschland mit Vorführ apparaten ausgestattet waren. Etwa 100 Filme sind bereits fertig gestellt und eine Anzahl weitere befinden sich in Vorbereitung. In etwa vier Jahren sollen alle Schulen über einen eigenen Vorführ apparat und eigene Kopien der immer wieder benötigten wichtigsten Filme verfügen. Außerdem hat auch die Einführung des Hochschul films an den Universitäten beachtliche Fortschritte gemacht. Der Buchhändler steht nicht gleichgültig neben dieser Entwick lung. Denn es ist selbstverständlich, daß die Einfügung eines neuen Unterrichtsmittels auf die bisher gebrauchten nicht ohne Einfluß ist. Und das Lehrbuch als hauptsächliches Hilfsmittel des Unterrichts wie das wissenschaftliche Buch als Grundlage jedes Studiums werden hiervon gleichermaßen berührt. Das Buch kann die Vorgänge nur mit Worten schildern, kann sie umschreiben — der Film vermag sie in ihrem Ablauf lebendig und anschaulich zu machen. Und selbst wo das Buch das Bild zur Verdeutlichung einsetzt, ist ihm der Film durch die Bewegung überlegen. Aber das heißt natürlich nicht, wie mancher fürchten mag, daß der Unterrichtsfilm das Lehrbuch verdrängen oder gar ersetzen solle und könne. Das ist schon aus äußeren Gründen nicht möglich: das Buch ist an keinen Ort gebunden wie der Film, es spricht von selbst, ohne daß es einen besonderen Vorführapparat braucht, und das Buch ist das unentbehrliche Mittel zum Lernen. Gewiß wirken auch die Bilder des Films bildend und Kenntnis erweiternd — er würde sonst ja gar nicht in den Unterricht ausgenommen —, aber die Vertiefung in den Stoff, das Wiederholen, das Buchstabieren gleich- 750 sam entspricht nicht dem Wesen des Films. Wie jedes Bild zeigt er, das Buch aber dringt ein, es sucht Zusammenhänge und strebt danach erschöpfend zu sein. Zwei Formen des Unterrichtsfilms haben sich bereits heute herausgebildet und werden deutlich voneinander unterschieden: der eigentliche Unterrichtsfilm für die allgemeinbildenden Schulen und der Hochschulfilm zur Verwendung in der Universität. Der Unter richtsfilm entspricht etwa dem Schullehrbuch und enthält, um allen Betrachtern verständlich zu sein, in gewissem Umfang verbindenden Text. Er ist aber wie das Lehrbuch abhängig vom Einbau in den Unterricht, der mit der Vorbereitung des Films durch den Lehrer und einer nachträglichen Besprechung erfolgt. Die Filme werden für alle Schulen hergestellt und jeder gleichermaßen in einer Kopie zu gestellt — ebenso wie das Schullehrbuch für einen großen Bereich das gleiche ist. Der Hochschulfilm dagegen weist kaum Zwischentext auf, weil er ein einzelnes Experiment ersetzen soll. Aber er besitzt am Anfang einen Literaturnachweis, wie er dem wissenschaftlichen Werk entspricht. So ermöglicht er ebenso wie jedes Fachbuch, die anderen Quellen zum Vergleich heranzuziehen, und man wird bei der Zitierung bestimmter wissenschaftlicher Veröffentlichungen in Zu kunft auch den Film berücksichtigen können. Es kommt hinzu, daß der Hochschulfilm aus diesem Grund auch den verantwortlichen wissen schaftlichen Leiter nennt, während der Unterrichtsfilm anonym bleibt. Wenn so eine deutliche Entsprechung von Unterrichtsfilm und Lehrbuch einerseits und wissenschaftlichem Werk und Hochschulfilm andererseits festzustellen ist, bestehen in den Aufgaben doch erhebliche Unterschiede, die ihr Nebeneinanderleben ermöglichen und fruchtbar gestalten. Der Unterrichtsfilm soll keineswegs die ohne hin schon bildhaftere Vorstellung des Kindes in ein bestimmtes Schema zwängen. Es soll auch vermieden werden, daß länger als nötig der Schüler allein in anschaulichen Vorstellungen lebt und die Fähigkeit verliert, in sachlichen Begriffen zu denken. Daher wird der Vorrang des Lehrbuchs völlig erhalten bleiben — es ist einfach unersetzlich, weil es die großen Zusammenhänge herausstellt und die notwendigen Wissensunterlagen gibt. Der Film soll solche Themen übernehmen, die im besonderen aus einer bildlichen Dar stellung lebendig werden können. So werden Erdkunde, Volkskunde,
- Aktuelle Seite (TXT)
- METS Datei (XML)
- IIIF Manifest (JSON)
- Doppelseitenansicht
- Vorschaubilder