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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 06.02.1835
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Band
- 1835-02-06
- Erscheinungsdatum
- 06.02.1835
- Sprache
- Deutsch
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117 118 Bekanntmachung. Im Laufe des Monats Januar 1835 sind in den Verein der Buchhändler zu Leipzig aus genommen und in dessen Rolle eingetragen: Herr Friedrich Emil Schaefer, Firma: Friedrich Scharfer, - Wilhelm Ferdinand Theodor Vogel, Firma: F. C. W. Vogel, welches hiermit mit dem Bemerken zur allgemeinen Kenntniß gebracht wird, daß jede künftig erfol gende Aufnahme in den Verein auch auf diesem Wege amtlich bestätigt werden soll; dagegen durchaus Niemand, der nichc in der von den Unterzeichneten jährlich im April auszugebenden Liste, oder in den durch das Börsenblatt in der Zwischenzeit erfolgenden Nachträgen, genannt ist, als hiesiger Buchhändler betrachtet werden darf. Leipzig, den 1. Februar 1835. Die Deputaten des Buchhandels zu Leipzig. Buchhandel. Wirte an den verehrlichen Börsenvorstand! Es würde sehr wünschenswert!) sein, wenn der löbl. Börsenvorsiand in der nächsten Messe den versammelten Buch händlern einige Fragen über schwankende Usancen im buch- handlerischen Geschäftsverkehr vorlegte, damit man sich in solchen schwankenden Fällen auf den Ausspruch des Börsen- vcreins stützen könne. Solche Fragen würden etwa sein: Ist der Sortimentshändler gegen den Verleger verpflich tet , die Fortsetzung von einem Buche, welches in Lieferun gen erscheint, und wovon jede Lieferung einzeln berechnet wird, in derselben Anzahl zu nehmen, in welcher er die erste Lieferung empfangen hat, wenn darüber nicht vorher aus drückliche Bedingungen vom Verleger gemacht sind? Ist der Sortimcntshändlcr verpflichtet, einem Remis sions-Gesuche um ihm eingescndete Novitäten außer der Zeit unbedingt Folge zu leisten, und ist der Verleger berech tigt, in der Ostermesse alle Remittenden von solcher Hand lung, die er früher um Remission ersucht hat, zurück- zuweiscn? Wenn auch der verehrliche Börsenvorstand dieser Bitte kein Gehör gicbt, so wird doch gewünscht, daß in diesen Blattern Beantwortungen dieser Fragen von erfahrenen Buchhändlern erscheinen mögen. B. L. Ein Wort zum Frieden. Sonderbar, daß gerade jetzt, wo von Seiten der Stadt Leipzig und der k. sachs. Regierung alles Mögliche geschieht, um den Buchhandel zu ehren und seine Interessen zu fördern, jetzt, wo auch unsere leipziger College» ihre frühere abgeschlos sene Stellung gegen die „Auswärtigen" gänzlich verlassen haben, jetzt, wo durch den Börsenbau ohne alle Beschwerde für die Masse der fremden Buchhändler die langersehnte und seit einigen Jahren zum dringenden Bedürfniß gewordene Be quemlichkeit eines geräumigen, gesunden und Hellen Locals zur Abrechnung, auch mit den großen leipziger Eommis- sionnairs, geschaffen wird — sonderbar, sage ich, daß gerade jetzt theils öffentlich (wie in Nr. 51 des Krieger'schen Wochenblatts, 1834), noch mehr aber im stillen gegen Leipzig, als „den gepriesenen und gehätschelten" Stapelplatz des deutschen Buchhandels, den Hauptsitz der Schleudere!, dem wir uns durch den Börsenbau vollends „mit Haut und Haaren " ergeben u. s. w., geeifert wird. Gewiß wurden im Verhältniß sonst mehr directe Sor timentsgeschäfte nach allen Richtungen hin von Leipzig aus gemacht als jetzt. Freilich ist jetzt Jeder in seinem Wirkungs kreise mehr beengt und bedrängt als sonst und fühlt daher empfindlicher alles, was von Leipzig aus in dieser Art ge schieht; aber der Grund der jetzt aufbrausenden Eifersucht ge gen Leipzig möchte wohl noch mehr in der von dort ausge gangenen offenen und ehrlichen Anerkennung der großen Vor theile zu suchen sein, welche der deutsche Buchhandel der Stadt Leipzig und dem Königreiche Sachsen bringt. Es ist die Art vieler Menschen, daß sie hinter solchem freundlichen Entgegenkommen nur die Absicht, sie zu übervortheilen, erblicken. Im gegenwärtigen Augenblick aber, wo wir im Begriffe sind, nicht nur ein bedeutendes gemeinsames Unternehmen auszuführen, das uns neben den unleugbarsten praktischen Bequemlichkeiten und Erleichterungen auch höhere Vortheile gewähren wird, sondern auch einen ganz Deutschland umfas senden Schutz für unser Eigenthum nicht ohne unsere eigne Mitwirkung zu erlangen, auf der andern Seite aber einen schweren Kampf gegen Nachdrucker und ihre Helfer und vie lerlei Arten der Pfuscherei zu bestehen haben, im gegenwär tigen Augenblicke scheint mir mehr als je alles zu vermeiden, was unter den rechtlichen Buchhändlern Spaltung erregen könnte. Wahrhaft thöricht und frevelhaft würde es aber sein, wenn wir Auswärtigen offenbare Vortheile von der Hand weisen wollten, weil diese möglicher Weise für unsere leipziger Eollegen noch größer sein können als für uns. Und was wollen denn die Eiferer gegen „den gepriese nen und gehätschelten" Stapelplatz des deutschen Buchhan-
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