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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 03.11.1879
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Band
- 1879-11-03
- Erscheinungsdatum
- 03.11.1879
- Sprache
- Deutsch
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- Saxonica
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254, 3. November. Nichtamtlicher Theil. 4463 Lrniäö 6. lalmnä. 8. * 1. 2V ^alä. 8.' E * —?80 Münz, L., drei Reden politischer Tendenz. 8. * —. 80 * 20. —; Akb. baar * 22. — Portemonnaie'Kalcnder auf d. Schaltj. 1880. 128. Geb. —. 15 Taschen-Kalender f. d. Schaltj. 1880. 64. Geb. —. 25 8. österreichischen Kirchenrechte, bearb. v. Th Wiedemann * Aufl Hoffmann, F., Lehrbuch der Physik zum Gebrauche beim Unterrichte an gewerbl. Fortbildungsschulen u. ähnl. Fachschulen. 2. Aufl. 8. * 3. — 8. b ) ^ 4- 5, 60 Rirard, A., kurzgefaßte Conversations-Gramm«tik der französischen Sprache. 4. Aufl. 8. * 3. — Saatzcr, I., das 2. Schuljahr. Speciclle Methodik d. Unterrichtes auf der 2. Stufe der Volksschule. 8. * 1. 60 1- Hugo, V., 1793. Jllustr. Ausg. 5. Lsg. 8. * —. 50 f. äas LeUrststuäinm. 2. n. 3. Urief. 8. » —. 60 Andersen's, H. E., sümmtliche Märchen. Jllustr. Volks-Ausg. 21. Aufl. 8. Cart. 4. 50; illustr. Pracht-Ausg. 20. Aufl. geb. 7. 50 — ausgewählte Märchen f. die Jugend. 5. Aufl. 8. Carl. * 2. 40 Nichtamtlicher Theil. Zur Frage der Statutenrcvisio». Das umfangreiche Vorlagenmaterial, welches in den vom 16—20. September in Leipzig stattgehabten Verhandlungen zu erledigen war, gestattete nicht wohl längere Ausführungen und eingehendere Begründungen einzelner Punkte, wenn die Verhand lungen sich nicht allzusehr in die Länge ziehen sollten, und auch die Berichterstattung im Börsenblatt mußte aus Gründen der Raumersparniß manche an sich schon kurze Motivirung ihrerseits noch kürzen. Endlich sind auch Mißverständnisse mituntergelaufen, was sich daraus erklärt, daß die Verhandlungen oft ein sehr rasches Tempo hatten und bei der Reichhaltigkeit des Stoffes wie der Verschiedenheit der Ansichten schwer zu fixiren waren. Dies veranlaßt mich, einige Punkte, die mir zum vollen Verständniß des von mir vertretenen Standpunktes wichtig er scheinen, hier etwas eingehender zu erläutern. Die Hauptfrage, welche seit Jahren den deutschen Buch handel bewegt, schon so viele längst verstorbene und noch lebende Kollegen beschäftigte und Bcurtheilungen verschiedenster Art er fuhr, welche periodisch verschwand oder wenigstens zu verschwin den schien, aber nach kurzer Pause immer wieder austauchte, welche besonders in der letzten Zeit durch verschiedene neue äußere Umstände geradezu brennend wurde und eine definitive Lösung dringend zu erheischen scheint, ist die Frage von der Schleuderei. Ueber die Entstehung der Schleuderei äußerte sich unterm 4. October 1847 Jul. Springer in Berlin: Ursprünglich war der sogenannte Knndenrabatt nur ein bei Be zahlung größerer Bücherrechnungen bewilligter Abzug, er war eben, was er sein sollte: eine Vergünstigung Denfienigen, der nicht da und dort einzeln einmal ein Buch gekauft, sondern der dem Geschäfte ein bestimmter Jahreskunde war, der jährlich eine Partie Bücher sich ans demselben anschasst und ans diese und an deren Summe den Ab zug, den Rabatt erhielt. So lange dieser Rabatt eine mäßige und entsprechende Vergünstigung blieb, war er in der Natur der Buchhändlerkundschaft überhaupt begründet und ist durchaus nicht ein im Buchhandel herrschendes Uebel und der Grund von dessen der zeitigem trüberen Zustande zu nennen. Dazu hat ihn erst die Concurreuz gemacht. Es ist nämlich durch diese dieser Rabatt an der Jahres rechnung ein Rabatt am einzelnen Buche geworden: das einzelne Buch hat seinen festen Preis verloren und die Concnrrcnz läßt diesen Preis je nachdem niedriger stellen, mit einem Worte: man gibt jetzt keinen Rabatt mehr, sondern man verkauft wohlseilerl Hierin liegt das ganze Uebel: denn das von der Concurrenz dictirte wohlseilere Verkaufen der Bücher ist das Hanptübel im jetzigen Buchhandel. Und Carl Ruthardt in Breslau schrieb unterm 25. Ja nuar 1848 über die gleiche Frage: Es entstanden fielt längerer Zeiten einigen größeren Orten, nanierit- Novaverkehr als mühselig, kostspielig und nicht lohnend ausznschließen. Sie machten bald einen bedeutenden Absatz, weil ein großer Theil des bezahlenden Publikums, da es ihm Bortheil brachte, sich an sie wandte, wenn es einen bestimmten Bedarf hatte, und so ist den andern Handlungen zwanzigfach hcrumgeschickten Bücher werden angesehen, Kleinigkeiten be halten und alles Lohnende bei Ersterrn gelaust. Viele Verleger, durch den Absatz in Mehrzahl geblendet, räumen jenen Antiquarbuchhändlern noch größere Borthcile ein, so daß ihr Geschäft auch gewinnrrich wird, aber auf Kosten von sa Andern, welche nichts mehr verdienen. Man vergleiche das Conto einer Handlung in Berlin mit dem aller übrigen jetzt und vor 12 Jahren und die Belege zu meiner Behauptung werden sich finden. Ahmen nun überall Mehrere, wie e§ bereits anfängt, dieses Beispiel nach, so kann auch für sie nichts herauskommcn, während der geregelte Verkehr durch sie unwiderbringlich ruinirt ist. Die allgemeine Rova- versendung wird sactisch anshören, was jetzt schon zum Theil geschieht; wodurch aber ihre Stelle ersetzt werden soll, vermag ich nicht einznsehcn. Daß die Schleuderei ein Uebel, daß sie der soliden Ent wicklung des buchhändlerischen Geschäfts gefährlich s»i, darüber waren bis vor kurzer Zeit überhaupt alle an die Oeffentlichkeit getretenen Stimmen einig, die Ansichten schieden sich nur bezüg lich der Frage: ob und wie es möglich sei, sie zu bekämpfen. Die Schleuder« selbst hüllten sich in bezeichnendes Stillschweigen. Erst in neuerer Zeit werden nun auch Stimmen laut, welche sich ganz offen zur Schleuderet bekennen, sie entweder als einen Act der Nothwehr oder aber gar als aus einem kaufmännisch richtigen Prinzips ruhend bezeichnen und nicht nur die Mög lichkeit, sondern auch die Berechtigung sie zu bekämpfen aus verschiedenen Gründen leugnen. Die Diskussion dreht sich dabei hauptsächlich um folgende Fragen: Ist es im Hinblick auf das Recht freier Verfügung, aus das sogenannte Selbstbestimmungsrecht des Einzelnen billig und „sittlich erlaubt", die Schleuderei zu bekämpfen? 610*
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