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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 05.07.1930
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Band
- 1930-07-05
- Erscheinungsdatum
- 05.07.1930
- Sprache
- Deutsch
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- Saxonica
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- ZeitungBörsenblatt für den deutschen Buchhandel
- Jahr1930
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X- 153. 5. Juli 1930. Redaktioneller Teil. Börsenblatt f. d.Dtschn. Buchhandel. Oermnn Oommeree Vsardooli 1929. — In diesem von Reg.-Rat vr. Hellmut Kuhnert und dem Deutsch-Amerikanischen Wirt schaftsverband soeben herausgegebenen Jahrbuche (Verlag Struppe L Winckler, Berlin) findet sich neben 24 anderen die verschiedenen deutschen Wirtschaftszweige behandelnden Artikeln aus der Feder füh render Fachleute ein längerer Aussatz von vr. A u g u st v o n L ö w i s of Menar, dem Leiter der Auslandabteilung des Börsenvereins, über den deutschen Buchhandel, seine Beziehungen zu den Vereinigten Staaten und das Verhältnis des AuStauschs übersetzter Werke zwischen beiden Ländern. Zunächst wird ein ganz kurzer Abriß der Geschichte des Buchhandels gegeben und die Stellung Leipzigs und des Börsenvereins dem Nichtsachkunüigen erläutert. Auch die vielseitigen Einrichtungen des Börsenvereins und des Buchhandels platzes Leipzig überhaupt, für die erfahrungsgemäß im Ausland reges Interesse besteht, werden übersichtlich dargestellt. Die statisti schen Vergleichsdaten über die Buchausfuhr nach U. S. A. aus den Jahren 1913 und 1926—28, sowie über diejenige der Vereinigten Staaten nach Deutschland finden sich angeführt und gedeutet, vr. von Löwis erwähnt dann, auf das Austauschverhältnis in der Literatur der beiden Staaten eingehend, Professor B. Q. Morgans kibljoZrapd^ ok Oerman litersturs in Ln§1i8d trsnglation, 1922, die bei aller Verdienstlichkeit die umfangreiche wissenschaftliche Lite ratur unberücksichtigt lasse und legt dar, wie er selbst dazu geführt worden sei, die regelmäßigen Listen von Übersetzungen deutscher Werke im Börsenblatt zu veröffentlichen. Der Artikel bringt schließlich eine Übersicht der in den letzten Jahren ins Deutsche übersetzten wichtigsten amerikanischen Schriftsteller und ihrer Werke und in Gegenüberstellung die Ausbeute an in den Vereinigten Staa ten erschienenen Übersetzungen aus dem Deutschen mit Graf Keyser ling, Thomas Mann und Arthur Schnitzler an der Spitze. Es wird nicht verschwiegen, daß die amerikanische Liste von Übersetzungen aus dem Deutschen sehr viel »selektiveren Charakter« ausweist als umgekehrt. Der Artikel klingt in eine Mahnung an alle Berufenen aus, bei der Auswahl von Büchern zur Übersetzung äußerste Ge wissenhaftigkeit walten zu lassen. C. G. Röders Erinnerungsblatt an die Befreiung der Rhein- landc. Aus Anlaß der Befreiung der Rheinlands widmet die Druckfirma C. G. Röder, G. m. b. H. in Leipzig ihren Freun den ein Erinnerungsblatt in Form eines Holzstiches des bekannten Graphikers und Auchkünstlers Paul Winkler - Leers. Der Holzstich — 67X41 em — wurde in kleiner Auflage hergestellt und vom Künstler handsigniert. Er stellt den ehrwürdigen Strom mit seinen Domen, Weinbergen und seiner Industrie im Lichte der aus gehenden Sonne, im neuen jungen Morgen dar, frei von drückenden Fesseln, die schwer auf Kultur und Wirtschaft lasteten. — Die wert volle und schöne Gabe wird sicher gern in Empfang genommen worden sein. ?ersonalnaclrrrcliten. 66. Geburtstag. — Am 7. Juli vollendet Herr Friedrich Feddersen in Fa. B. Behr's Verlag (Friedrich Feddersen) in Berlin sein 60. Lebensjahr. Aus einem nordfriesischen Pastoren- und Künstlergeschlecht stammend, erhielt er seine humanistische Vor bildung auf dem Flensburger Gymnasium. Seine Lehrzeit absol vierte Herr Feddersen in Kiel und die Wanderjahre führten ihn nach Berlin und in bedeutende Häuser nach München, Dresden und Leipzig. Im Jahre 1899 erwarb er zusammen mit Herrn Bruno Clauß die hochangesehene Firma G. M. Alberti's Hof-Buch- u. Kunst handlung in Hanau, in der er zwölf Jahre wirkte und nebenbei noch den Verlag Clauß L Feddersen ins Leben rief. — 1912 trennte sich Herr Feddersen von seinem Teilhaber nach freundschaftlichem Übereinkommen und siedelte nach Berlin über, wo er seine jetzige Firma, den 1835 gegründeten Verlag B. Behr, unter Anfügung seines Namens übernahm und in den auch der erwähnte Verlag Clauß L Feddersen eingegliedert wurde. Seine jetzt nahezu ein Jahrhundert bestehende Firma, in der auch literarisch wertvolle Teile des ehemaligen G. I. Göschen'schen Verlages in Leipzig eingefügt wurden, hat er in rastlosem Eifer und voller Hingabe zu angesehener Höhe gebracht. Es möge nur auf die historisch-kritische Ausgabe der Werke seines großen Landsmanns Friedrich Hebbel hingewiesen wer den, die bis heute auf 27 Bände angewachsen ist. Hieran gliederte sich die von N. M. Werner gegründete und nach dessen Tode von ihm selbst besorgte Reihe der »Hebbel-Forschungen«, in der jährlich neue Forschungsbände erscheinen. — Mit der Akademie der Wissen schaften zu Berlin verlegte er die große Publikation von Wilhelm von Humboldts Gesammelten Schriften. — Als Sammelbecken be deutender literarischer Erscheinungen in Neudrucken mit kritischem Apparat erscheinen bei ihm die »Literatur-Denkmale des 18. und 19. Jahrhunderts«, bislang 151 Nummern. Außer den in seinem Verlag besonders gepflegten germanistischen Veröffentlichungen, zu denen auch die »Jahresberichte für neuere deutsche Literaturgeschichte« bis zu ihrem 25. Jahrgange gehörten, erschienen bibliographische Periodica, wie die »Internationale Bibliographie der Kunstwissen schaft« und das »Bibliographische Repertorium« (Veröffentlichungen der Deutschen Bibliographischen Gesellschaft), umfangreiche Neise- werke und Liebhaberdrucke. Manche graphische Einzelarbeiten und eine Reihe von Mappenwerken mit Holzschnitten und Radierungen entstanden unter seiner Anregung. Trotz der vielseitigen Verlagsinteressen betätigte er sich auch seit Beginn seiner Selbständigkeit in buchhändlerischen Organisationen. Dem Mitteldeutschen Buchhändlerverband gehörte er eine Reihe von Jahren als Vorstandsmitglied an. In gleicher Eigenschaft war er in der »Vereinigung der Berliner Mitglieder des Börsenvercins« tätig. Gegenwärtig wirkt er im Vorstand der »Korporation Ber liner Buchhändler«, ebenso im »Verein Berliner Buchhändler E. V.«. Für die Bedürftigen unseres Standes führt er das Amt eines Be richterstatters innerhalb des Vorstandes des »Unterstützungs-Vereins Deutscher Buchhändler und Buchhandlungs-Gehülfen«. 1924 wurde er zum Handelsrichter ernannt. — Die in Kiel gegründete Schleswig- Holsteinische Universitäts-Gesellschaft wählte Herrn Feddersen in ihren Ausschuß und seit der Zeit fördert er in selbstloser Weise die Interessen dieser Gesellschaft durch die von ihm eingerichtete Berliner Geschäftsstelle. Durch seine mehr als 40jährige Zugehörigkeit zum Buchhandel, davon die größere Hälfte als Sortimenter, steht er zu dem führen den Sortiment im Reiche in bestem kollegialen, vielfach freund schaftlichen Verhältnis und pflegt trotz seiner vielseitigen beruflichen und ehrenamtlichen Tätigkeit immer noch als vornehmste Beziehung: die persönliche Fühlungnahme zu seinen Geschäftsfreunden, die er in seltener Frische alljährlich mit seinen neuen Veröffentlichungen bekannt macht. »Nüm Hart — Klar Kimming« (Weit Herz — Klarer Horizont) ist sein Wahlspruch, auf den sein Handeln und Wirken eingestellt ist. R. Albert Müller f. — Am 28. Juni meldeten wir kurz das Ab leben von Albert Müller in Zürich. Er wurde am 15. Oktober 1852 als Sohn eines Postbeamten in Friedberg (Hessen) geboren. Nach Besuch der Mittelschule bestand er die Buchhändlerlehre in Offenbach a. M. und war dann in angesehenen Buchhandlungen in Waldshut und Kempten im Allgäu als Gehilfe tätig. Später wurde er in Straßburg Geschäftsführer. Nach seiner Verheiratung im Jahre 1881 siedelte Albert Müller nach Zürich über. 1884 über nahm er dort die Sortimentsbuchhandlung Orell Füßli L Co., die sich damals im »Alten Elsässer« an der Marktgasse befand. Noch im gleichen Jahre errichtete er ein Verlagsgeschäft, das er, ebenso wie das Sortiment, erfolgreich ausbaute. Besonders erwähnt sei, daß ihm der große Schweizer Carl Spitteler seine ersten Werke in Verlag gab. Der Verstorbene erwarb später das Haus »Zur Sonne« auf dem Sonnenquai, in bester Geschäftslage. Bis ins hohe Alter stand er hier seinem Unternehmen vor. Erst Ende 1929 zog er sich aus Gesundheitsrücksichten ins Privatleben zurück. Inhaltsverzeichnis. Bekanntmachungen: Gesamtvorstand des B.-V. betr. Herbst tagung. S. 629 / Geschäftsstelle des B.-V. betr. Titelseite des Bbl. S. 629 / Badisch-Pfälz. Buchhändler-Verband betr. Haupt versammlung. S. 629. Artikel: Zentrale Einrichtungen des Buchhandels in Hamburg. Von Wal demar Heldt. S. 629. Kleine Mitteil ungenS. 631—632: Jubelfeier der Fa. Johann Ambrosius Barth, Leipzig / F. W. Franke, Wien / Ausgleichsver fahren / Die Literarische Gesellschaft in Görlitz / Ehrung einer Dichterin / 6erm3n Oommeree Vearbook 1929 / C. G. Röders Erinnerungsblatt an die Befreiung der Nheinlande. Personal Nachrichten S. 632: 60. Geburtstag Friedrich Fed dersen / Albert Müller f. Verantwort!. Schriftleiter: Franz Warner. — Verlag: Der Börsenverein der Deutschen Buchhändler zu Leipzig, Deutsches Buchhändlerhau». Druck: E. HedrichNachf. Sämtl. in Leipzig. — Anschrift d- Schrtstleitung u. Expedition: Leipzig E 1, Gerichtsweg Sk «Buchhändlerbaus), Postschlicbsach 274/78 632
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