267, 15. November 1212. Fertige Bücher. Mri-nri»« r ». «o«» 14437 bwlÄbv ^ Berlin W. 15, Kurfürstendamm 210 Der neue Roman von Emil Nasmuffen, Was Frauen ernten Z) Preis ord 5 Mark geheftet; 6 Mark gebunden ist überbestellt. Die 2. Auflage erscheint in 8 Tagen. Ein Neudruck kann vor Weihnachten nicht mehr erscheinen, weshalb wir die Kommissionsbestellungen leider haben kürzen und, wo nicht zugleich bar bestellt wurde, bis nach Neujahr zurück- stellen müssen. Dafür liefern wir noch wenn bis 25. November verlangt brosch. u. geb. mit 40°L, u. 7/6 — 50°/, Dieser neue Roman Rasmussens, die Konsequenz und (völlig in sich ge schloffene) Fortsetzung seines erfolgreichen letzten Buches „Was Frauen wollen" ist eine der tiefsten, rücksichtslosesten, wahrhaftigsten Darstellungen der Frauen- Psyche. Auf dem Hintergrund der meisterlich dargestellten italienischen Landschaft, von Rom, Florenz, Neapel, Capri, heben sich aus der Fülle der Gestalten zwei Figuren ab, die in elementarer Weise die großen Gegensätze der Menschen-Art ausdrücken: Zsotta, das Weibchen, Capranica, der Mann. Das Weibchen will — heiraten; ihm ist es nicht genug, den Mann an sich zu fesseln. Zn „Was Frauen wollen" hat Zsotta durch eine erschwindelte Schwangerschaft den Geliebten zu einem Eheversprechen gebracht. Capranica, der Künstler, fühlt sich leidenschaftlos außerhalb seiner Kunst, er muß frei sein. Da befreit ihn noch vor der Hochzeit eine gute Freundin Jsottas, der es gelingt, durch einen Arzt (ganz beifällig, als ihr Besuch einen Migräneanfall bekam) den Schwindel der Schwangerschaft festzustellen. Zsotta läßt jetzt all ihre Frauenkünste spielen; sie spielt (je nachdem es ihr angemessen scheint) die Dirne, die geistige Freundin, die emanzipierte moderne Frau .... sie hat studiert und ist Privatdozentin geworden .... und mit all diesem erstaunlichen Aufwand gelingt es ihr schließlich auch, den Geliebten „in Freiheit" zu binden. Aber sie kann nicht ruhen: sie wird älter und immer mehr Typus Frau; sie will die Ehe und „eine gesicherte Existenz" und greift zur gefährlichsten Waffe, zur Eifersucht. Erst ist es ein Spiele ein ergrauter, sehr reicher verliebter Kollege, von dessen Protektion außerdem ihre akademische Laufbahn abhängt, umschwärmt sie. Dann wird es ernster: sie will sich versorgen und heiratet den Greis. Wird träge und untreu und verfällt schließlich doch wieder ihrer ersten Liebe. Zn der Nacht, da der greise Ehemann starb, geht sie zu Capranica, der inzwischen die ganze Wahrheit erfahren hatte. Er kann trotzdem nicht widerstehen und — wird ihr Mörder. Emil Nasmuffen gewinnt mit jedem neuen Roman einen neuen rapid wachsenden Leser kreis. Auch dieses neue Buch wird seinen Leserkreis noch um ein beträchtliches erweitern. Für Leihbibliotheken unentbehrlich! Börsenblatt für den Deutschen Buchhandel. 79. Jahrgang. 1880