Suche löschen...
Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 30.05.1834
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Band
- 1834-05-30
- Erscheinungsdatum
- 30.05.1834
- Sprache
- Deutsch
- Sammlungen
- LDP: Zeitungen
- Zeitungen
- Saxonica
- Digitalisat
- SLUB Dresden
- PURL
- http://digital.slub-dresden.de/id39946221X-18340530
- URN
- urn:nbn:de:bsz:14-db-id39946221X-183405303
- OAI-Identifier
- oai:de:slub-dresden:db:id-39946221X-18340530
- Lizenz-/Rechtehinweis
- Public Domain Mark 1.0
Inhaltsverzeichnis
- ZeitungBörsenblatt für den deutschen Buchhandel
- Jahr1834
- Monat1834-05
- Tag1834-05-30
- Monat1834-05
- Jahr1834
- Links
-
Downloads
- PDF herunterladen
- Einzelseite als Bild herunterladen (JPG)
-
Volltext Seite (XML)
403 404 dacht gewesen, seinen eignen Herd zu bauen. Durch Freunde unterstützt und seinen eingesammelten Kenntnis sen und seiner Thätigkeit vertrauend, gründete er daher 1809, obgleich nur mit sehr geringen Mitteln ausgerü stet, sein eigenes Geschäft. Was aber unermüdeter Ge- schäftseiscr, Pünktlichkeit und Ordnung vermögen, war an ihm deutlich sichtbar. Er erwarb sich dadurch immer mehr Freunde, seine Handlung erweiterte sich von Jahr zu Jahr, so daß namentlich sein Eommissions- und Sor timentsgeschäft zu den vorzüglichsten des hiesigen Platzes gerechnet werden konnte. Allein auch als Verleger er warb er sich durch mehrere größere Werke, die bei ihm erschienen, wie Opera ineäic. Zraecorum gnao vxtunt eil. Xiilin, Oorpns juris civilis cur. lleclc, Iliener, opusculu rrcackvmicu etc. UM die Wissen? schäften Verdienste, so wie auch um die Jugend, die ihm manche inhaltreiche, geschmackvoll ausgestattete Schrift zu verdanken hat. Nach und nach kaufte er den Ver lag der Handlungen A. F. Böhme in Leipzig, Gab ler in Jena, Martini in Leipzig, Röse in Greifs wald, I. B. Schi egg in Leipzig und H. A. Mett mann in Basel und bildete dadurch ein nicht unbedeu tendes Verlagsgeschäft. Oester rückkehrende Kränklichkeit machte ihm immer mehr ein Zurückziehen aus den Com missions- und Sortimentsgeschäften wünschenswerth, und so überließ er sie denn, nachdem diese Geschäftszweige des Buchhandels fast 25 Jahre mit Liebe und Eifer von ihm betrieben worden waren, unterm 1. April d. I. käuflich seinen mehrjährigen Freunden, den Herren Her mann und Langbein, die sie mit erneuter Thätigkeit unter ihrer eigenen Firma fortsetzen. Er gedachte nun seine Aufmerksamkeit nur ausschließlich dem Verlagsge schäft zu widmen, allein sein Krankheitszustand nahm täg lich mehr zu und leider schon am 30. April d. I. be schloß er seine irdische Laufbahn. In ihm verlor seine Familie ihr sorgsames Haupt und viele Collegen einen würdigen Freund und wackern Lehrer, dessen Andenken sie stets ehren werden. Rührend war die Theilnahme, die sich beim Leichenbegängniß am 4. Mai, welches, wie er gewünscht, aufs einfachste veranstaltet wurde, unter seinen Standcsgenofsen kund gab; denn nicht nur die meisten seiner hiesigen, sondern auch ein großer Theil sei ner auswärtigen, zur Messe hier anwesenden Geschäfts freunde hatten sich dem Trauerzuge angeschlossen, um den Verstorbenen zur Ruhestätte zu geleiten und ihm dadurch zum letzten Male die Achtung zu bezeugen, welche ihm mit Recht gebührt. S — z- M i s c e l l e n. Die verpfändeten Bücher der pariser Buchhändler. — Am 17. Mai kam in der Depu- tirten-Kammer die Proposition zur Sprache, welche Hr. Lafitte in Bezug auf die Annahme (an Zahlungs statt) der Bücher gemacht hatte, die von den pariser Buchhändlern nach der letzten Revolution der^ Regieruug gegen eine Summe von 30 Mill. Fr. verpfändet wur den. Der Berichterstatter, Hc. Vatout, bemerkte, daß, wenn man diese Bücher (etwa 500,000 Bände, worun ter sehr werthvolle Werke) annehmen wollte, um sie auf einmal zu verkaufen, man höchstens 200,000 Fr. dafür erhalten, überdies aber den Buchhändlern selbst durch eine solche Ueberschwemmung des Landes wesent lich schaden würde-, hiernach stimmte er zwar für die Annahme jener Bücher, jedoch unter der Bedingung, daß sie gar nicht verkauft, sondern unter die verschiede nen Landesbibliokheken vertheilt würden. Nachdem man dagegen erinnert hatte, daß eine Annahme jener Bücher aus mehreren Gründen nicht zulässig sey, wurde abgc- stimmt und der Antrag des Herrn Lafitte mit 141 gegen 91 Stimmen verworfen. (Prcuß. Sraats-Zemmg.) Verbesserte chem. Bleiche des Papiers.— Man will ein Mittel gefunden haben, mit Chlorkalk die chem. Bleiche bei der Papierfabrication billiger als bisher anzuwenden, und ganz ohne Geruch-Nachtheil jedesmal vollkommen gleich und sicher durch einen gewöhnlichen Arbeiter zu bewerkstelligen. Der dazu nöthige Apparat soll sehr einfach und wohlfeil seyn. Nicht nur die wei ßen Sorten des Rohstoffes zur Papierfabrication, son dern auch die blauen und sogar die rochen und schwar zen können mit Vortheil gebleicht werden. Eine nähere Belehrung hierüber kann man auf fr. Anfrage unter der Chiffre N'. I-'. No. 821, durch die Exped. der allgcm. Zeitung erhalten. Die Buchdruckerkunft in Serbien. — D. Davidovics, Secretair des Fürsten von Serbien, Milosch Obranovics, früherer Herausgeber der eingegangenen ser bischen Zeitung in Wien und Inhaber einer serbischen und neugriechischen Buchdruckerei daselbst, ein geborener Semliner und Zögling des Lpccums zu Karlowitz und der Universität zu Pesth, wo er Medicin und Philoso phie studirtc, hat auf Kosten des Fürsten Milosch zu Kragujevacz, wo der Fürst residirt, eine serbische Buch druckerei angelegt, in der unter seiner Redaction seit An fang d.J. die serbische Zeitung erscheint. (Prcßburg. Ztg.) Vuchdruckerei in Athen. — Fr. Thiersch erzählt in seinem Werke: äv 1'ätat actiwl ckc lu Oi-i-ec; ctc. 2 Vnl. läcipsic, 1833., daß zu Athen von der amcrica- nisch-englischen Gesellschaft zur Verbreitung eigner religiöser Lehrsätze, die dort eine Elementarschule gründete, auch bereits eine schöne Druckerei errichtet worden fty, welche sich jedoch meistens nur mit den zum Schulunterricht nöthigen Büchern, woran in Griechenland jetzt überhaupt noch vieler Mangel ist, beschäftigt.
- Aktuelle Seite (TXT)
- METS Datei (XML)
- IIIF Manifest (JSON)
- Doppelseitenansicht
- Vorschaubilder